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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von aty-s 10.05.10 - 18:14 Uhr

1. Wer jahrelang die Pille nimmt, kann später schwerer schwanger werden

Im Gegenteil: Vielmehr steigt nach Absetzen des Verhütungsmittels die Fruchtbarkeit noch an. Gerade bei Patientinnen mit Zyklusstörungen kommt es durch die Ruhigstellung der Eierstöcke zu einer künstlichen Harmonisierung des Hormonhaushalts. Nach Absetzen der Pille verzeichnen Frauen gerade dadurch häufiger eine Schwangerschaft, wenn keine anderen organischen oder hormonellen Ursachen zugrunde liegen. Eine aktuelle Studie mit 60.000 Frauen hat zumindest bewiesen, dass sich bei Frauen nach Einnahme der Pille der Kinderwunsch genauso schnell erfüllt wie bei künftigen Müttern, die keine Verhütungsmittel verwendeten.

2. Handys und kabellose Verbindungen verursachen Unfruchtbarkeit

Richtig, dies war vor einiger Zeit in aller Munde, dennoch stimmt diese Aussage nicht mit Sicherheit. Ergebnisse mehrerer zweifelhafter Studien, die den Zusammenhang zwischen Mobiltelefongebrauch und männlicher Unfruchtbarkeit dokumentieren, wurden vielfach falsch dargestellt. Selbst Handynutzer, die mehr als vier Stunden pro Tag telefonieren, konnten Spermienzahlen vorweisen, die im normalen Bereich lagen. Damit bleibt allerdings unbestritten, dass Handys sicherlich zu den Umweltfaktoren gehören, die den Organismus insgesamt belasten und möglicherweise zur Beeinträchtigung der Gesundheit des Menschen beitragen.

3. Egal welches Gewicht - eine Schwangerschaft tritt gewichtsunabhängig ein

Ganz und gar nicht! Sowohl Über- als auch extremes Untergewicht verursachen beispielsweise Hormonstörungen, die den weiblichen Zyklus durcheinander bringen und so zu Unfruchtbarkeit führen können. Extreme Schlankheit wie auch übermäßige sportliche Betätigung verhindern den Eisprung und können sogar zum Ausbleiben der Periode führen. Aber auch bei Männern mit Untergewicht lassen Libido und Qualität der Spermien nach. Vermehrtes Fettgewebe bei der Frau wiederum führt zur überschüssigen Bildung von männlichen Hormonen und verhindert auch hier den Eisprung. Als Faustregel gilt: maximal plus/minus 15 Prozent unter- oder oberhalb des Idealgewichts.

4. Jungs die zu heiß baden, schaden ihrer Fruchtbarkeit dauerhaft

Stimmt: Temperaturen, die über der Körpertemperatur liegen, beeinflussen die Spermienqualität. Nicht korrekt: Spermien nehmen dauerhaft Schaden. Temporär beeinflussen heiße Bäder Beweglichkeit und Anzahl der Spermien durchaus. Nach der Hitzeeinwirkung gebildete Zellen bleiben davon jedoch unbeeinflusst. Männer, die sich zusammen mit ihrer Partnerin ein Kind wünschen, sollten jedoch zu heiße Whirlpools, häufiges Saunieren, Sitzheizung im Auto & Co. meiden.

5. Fruchtbarkeit nimmt erst ab dem 40. Lebensjahr ab

Falsch, die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau schwanger wird, nimmt bereits ab dem 25. Lebensjahr langsam, ab dem 35. sprunghaft ab. Da sich heute aber immer mehr Paare später - im Durchschnitt ab dem 30. Lebensjahr - für ein Kind entscheiden, fällt dies deutlicher ins Gewicht. Bei Frauen um die 40 sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei ungeschütztem Verkehr auf 10 bis 15 Prozent.


6. Solange eine Frau stillt, kann sie nicht schwanger werden

Stillen beeinflusst den Hormonhaushalt, weil der weibliche Körper vermehrt ein Hormon bildet, welches die Milchbildung anregt. Gleichzeitig verhindert es aber die Bildung von Hormonen, welche die Reifung der Eizellen und den Eisprung steuern. In der Folge sinkt die Empfängnisbereitschaft. Doch Vorsicht: Stillen kann eine Schwangerschaft verhindern, muss aber nicht! So scheint die verhütende Wirkung des Stillens auch im Zusammenhang mit der Stillfrequenz zu stehen. Frischgebackene Mütter, die sich aktuell kein Kind wünschen, müssen ganz normal verhüten.

7. Eine Schwangerschaft braucht Zeit

Das gilt nur bedingt. Da die Erfolgsrate für eine natürliche Schwangerschaft pro Zyklus durchschnittlich bei 25 bis 30 Prozent liegt, benötigen Paare mit Kinderwunsch mehrere Versuche, um auf natürlichem Weg schwanger zu werden.

Stellt sich die Schwangerschaft jedoch auch nach einem Jahr nicht ein, liegen die Erwartungen für eine erfolgreiche Empfängnis nur noch bei 50 Prozent, nach vier Jahren sogar nur noch bei 5 Prozent. Betroffene sollten deshalb einen Spezialisten für Kinderwunsch-Behandlungen schon nach einem Jahr aufzusuchen, sich umfassend untersuchen und über moderne Methoden der medizinischen Unterstützung beraten lassen.


8. Von Unfruchtbarkeit sind nur wenige Frauen betroffen

Irrtum! Jedes fünfte Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos. Auch die Ursachen betreffen meist zu gleichen Anteilen Männer und Frauen. So stellen Mediziner bei Männern häufig fest, dass sie entweder nicht ausreichend viele oder zu wenig bewegliche Spermien bilden. Bei Frauen liegen wiederum häufig Störungen im Hormonhaushalt, in der Funktion der Eileiter oder der Gebärmutter zugrunde.

9. Rauchen im Jugendalter führt zu Fehlbildungen von Eileiter und Gebärmutter

Natürlich ist Rauchen ungesund und hinterlässt Spuren an den Geschlechtsorganen. Zu Fehlbildungen führt der Zigarettenkonsum jedoch nicht. Vielmehr erhöht er das Risiko, an Geschlechtskrankheiten, Gebärmutterkrebs sowie Eileiterschwangerschaften zu erkranken.

Darüber hinaus bestätigen Studien, dass Frauen, die noch nie eine Zigarette angerührt haben, rund zwei Monate früher schwanger wurden. Aber gerade bei Männern beeinflusst der Tabakkonsum die Spermienqualität. Bei schwangeren Frauen, die rauchen, steigt allerdings das Risiko für das Baby für Mangelentwicklungen und damit auch Fehlbildungen deutlich an.


10. Am Tag des Eisprungs besteht die größte Chance, schwanger zu werden

Nein, denn nur 18-24 Stunden gilt das Ei nach dem Eisprung als befruchtungsfähig. Findet der Eisprung morgens und der Geschlechtsverkehr abends statt, kann es zur Befruchtung schon zu spät sein. Am besten schläft das Paar bereits zwei Tage vor dem Eisprung miteinander, da so die Wahrscheinlichkeit auf eine Schwangerschaft steigt. Spermien verweilen nämlich mehrere Tage in der Gebärmutter und befinden sich so zum Zeitpunkt der fruchtbarsten Tage im Körper der Frau.


Lg Jes ;-)

Beitrag von bloodymoon 10.05.10 - 18:19 Uhr

Wow^^ also 1. wusste ich bis jetzt noch nicht!

Beitrag von danielhasi 10.05.10 - 18:31 Uhr

Hallo das ist ja richtig schön beschrieben haste auch was über zysten zu berichten da bei mir schon wieder mal eine festgestellt wurden ist.
Würde mich über eine antwort freuen.

Lg Trina

Beitrag von aty-s 10.05.10 - 18:38 Uhr

Eierstockzysten sind jedoch fast immer gutartige Gebilde, die mit Krebs nichts zu tun haben, stellt der Berufsverband der Frauenärzte fest. Das gleiche gilt für Myome. Auch bei diesen Geschwülsten der Gebärmuttermuskulatur ist das Risiko einer bösartigen Veränderung ausgesprochen gering. Beide Gebilde, Zysten und Myome, sind weit verbreitet und werden heute immer öfter von den Frauenärzten bei routinemäßigen Ultraschall-Untersuchungen entdeckt. In vielen Fällen läßt es der Arzt bei der Diagnose bewenden und empfiehlt seiner Patientin lediglich: Abwarten. Das gilt insbesondere für die Zysten. Diese flüssigkeitsgefüllten Hohlräume können in jedem Lebensalter auftreten, einzeln oder in größerer Zahl, an einem oder an beiden Eierstöcken. Sie wachsen nicht durch Wucherungen von Zellen, sondern durch die Ansammlung von Gewebeflüssigkeit. Die häufigste Ursache für eine Zystenbildung am Eierstock ist ein Eibläschen (Follikel), das beim Eisprung nicht wie normal geplatzt ist. Kleine Zysten verursachen meist keine Beschwerden, manchmal gibt es allerdings einseitige, ziehende Unterbauchschmerzen oder ein unangenehmes Druckgefühl. Auch unregelmäßige oder starke Blutungen kommen vor. Große, gestielte Zysten können sich um ihren Stiel drehen und plötzlich heftige Schmerzen auslösen.

Was Frauenärzte heute dagegen tun können
In vielen Fällen lohnt es sich, das Wachstum der Zyste zunächst zu beobachten, weil sie sich oft von allein wieder zurückbildet. Auch die Einnahme der Pille oder anderer Hormonpräparate kann ihr Wachstum stoppen. Dennoch sollten auch Zysten, die wahrscheinlich gutartig sind und noch keine Beschwerden verursachen, regelmäßig durch Ultraschall und Tastuntersuchungen überwacht werden, betont der Berufsverband der Frauenärzte. Wenn sie besonders schnell wachsen, auf Medikamente nicht ansprechen, der Frau stärkere Beschwerden bereiten oder bei der Ultraschall-Untersuchung doch als verdächtig erscheinen, wird die Frauenärztin/der Frauenarzt zu ihrer Entfernung raten. Auch Myome sind häufig ungefährlich und nur manchmal der Grund zu einem operativen Eingriff. Diese gutartigen Geschwülste entstehen in der glatten Muskulatur der Gebärmutter und finden sich nach dem 35. Lebensjahr bei fast jeder dritten Frau. Verursachen sie keine Beschwerden, reicht die regelmäßige gynäkologische Überwachung aus. In den Wechseljahren bilden sie sich wegen der nachlassenden Hormonproduktion meist ganz zurück. Je nach Ausdehnung können Myome allerdings zu starken und verlängerten Regelblutungen und zu einem Druckgefühl im Unterbauch führen. Manchmal drücken sie auch auf Blase oder Darm und verursachen so Beschwerden. Auch Kreuzschmerzen sind oft die Folge von Myomen.

Wann abwarten, wann operieren?
Die Frauenärztin/der Frauenarzt kann versuchen, das Myom mit neuartigen, hormonellen Gegenspielern des Östrogens (sogenannten GnRH-Agonisten) zum Schrumpfen zu bringen. Auf diese Weise bleibt heute vielen Frauen eine Operation erspart. In anderen Fällen reicht es aus, lediglich einzelne Myome zu entfernen, so daß die Gebärmutter erhalten bleibt. Wenn jedoch die Myome sehr zahlreich sind, trotz medikamentöser Behandlung immer wieder nachwachsen und Beschwerden verursachen, wird die Frauenärztin/der Frauenarzt eine Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) empfehlen. Die bei der Untersuchung und Behandlung von Zysten und Myomen eingesetzten Verfahren haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert, betont der Berufsverband der Frauenärzte. In vielen Fällen kann heute ohne einen Leibschnitt operiert werden. Mit Hilfe der sogenannten "Schlüsselloch-Chirurgie" lassen sich heute viele Zysten und auch manche Myome ohne Öffnung der Bauchdecke, im Rahmen einer Bauchspiegelung (Laparoskopie oder Pelviskopie) entfernen. Die Vorteile der endoskopischen Operationen beschränken sich nicht auf den günstigen kosmetischen Effekt, unterstreicht der Berufsverband der Frauenärzte. Diese ursprünglich von Gynäkologen entwickelte Methode ist auch weniger belastend und verursacht geringere Schmerzen. Die Patientinnen genesen nach dem Eingriff schneller und können die Klinik schon bald verlassen. Auch die Ängste und seelischen Belastungen durch die Operation sind geringer. Da sich die Patientin schneller von dem Eingriff erholt, tragen endoskopische Operationen außerdem zur Kostenminderung im Gesundheitswesen bei, heißt es abschließend in der Mitteilung des Gynäkologenverbandes.

Beitrag von danielhasi 10.05.10 - 19:20 Uhr

das ist ja voll lieb von dir vielen dank....Habe ja auch ne zyste und muß abwarten aber seid dem wochenende macht sie beschwerden richtig schlimm...bin ja in der kiwu praxis und da kurzfriestig nen termin bekommen ist schlecht soll nächste woche montag kommen wenn es nicht besser wird.

Danke und ganz liebe grüße

Trina