Trennungsunterhalt von Selbständigem u. Wohngeldanspruch

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von babylona 10.05.10 - 19:03 Uhr

Ihr Lieben,
vielleicht hat eine/r von euch einen Tipp (oder zwei) für mich.
Ich lebe in Trennung und will/muss nun den Trennungsunterhalt festsetzen. Bislang hoffe ich eigentlich, alles ohne Anwalt regeln zu können, ist schon so alles schlimm genug. Mein Mann ist auch total gewillt, eine gütliche Einigung zu finden und wird würden unsere Beschlüsse auch schriftlich festhalten.

Ich hatte erst mit meinem Mann auf Grundlage seines Einkommens der letzten 3 Jahre einen pauschalen Unterhaltsbetrag für mich und meine Tochter (1 Jahr alt) errechnet. So langsam kommen mir aber Zweifel, ob das so richtig ist.
Zum einen würde das Geld nicht für den ganzen Lebensunterhalt inkl. eigener Wohnung reichen und ich müsste von Erspartem zuschießen, bis es alle ist bzw. bis mein Doktorandenstudium abgeschlossen ist und ich selbst arbeiten gehen und verdienen kann.
Mein Mann ist selbständig und ich habe schon mitbekommen, dass er jetzt viel mehr arbeitet, um sein neues Leben (inkl. neuer Freundin = Affäre während unserer Ehe #heul) besser finanzieren zu können. Dies würde theoretisch ja eine höhere Berechnungsgrundlage für Kindes- und Trennungsunterhalt bedeuten. Würde denn bei einer "offiziellen" Berechnung das aktuelle Einkommen meines Mannes zugrunde gelegt oder das aus Ehezeiten/Zusammenlebezeiten?
Die nächste Frage wäre, ob man nicht lieber einen festgeschriebenen und dann sicheren/verlässlichen Unterhaltsbetrag möchte oder einen, der auf tatsächlichen aktuellen Einkünften beruht und daher variabel wäre (der dann aber eben auch mal viel niedriger ausfallen könnte, bei Selbständigen ist ja da einiger "Handlungsspielraum").
Und meine letzte Frage ist, inwiefern ich denn den Trennungs-/Kindesunterhalt offiziell festsetzen lassen MUSS für solche Leistungen wie Wohngeld oder Kindergeldzuschlag. Würde da eine einvernehmliche Festsetzung unabhängig vom konkreten Einkommen meines Mannes akzeptiert oder wäre ich da verpflichtet, zunächst bei ihm alles "auszuschöpfen"?
Oh Mann, ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.
Ich möchte einfach erstmal wissen, auf welchen verlässlichen Unterhaltsbetrag ich zumindest für das Trennungsjahr bauen kann, bis mein Studium beendet ist und ich hoffentlich schnell einen Job zur Eigenfinanzierung finde.

Fragen also in Kurzform:
1. Wird Trennungsunterhalt nach aktuellem Einkommen berechnet?
2. Lieber einen "sicheren" Pauschbetrag gütlich vereinbaren oder (nach aktuellen Bezügen) auf den Cent genau ausrechnen lassen?
3. Welche Rolle spielt Unterhaltsfestsetzung für Aufstockungen zum Lebensunterhalt wie Wohngeld und Kindergeldzuschlag?

Für euren Rat und Tipps wäre ich sehr dankbar!
Viele Grüße,
babylona

Beitrag von manavgat 11.05.10 - 12:17 Uhr

Sei nicht blöd! und lass Dich von einer Anwältin beraten!!!!!


Das kostet nicht die Welt. Du allein entscheidest nach der Beratung wie Du weiter vorgehst, aber Du musst Dich sachkundig machen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von babylona 11.05.10 - 23:51 Uhr

Ja, stimmt schon. Ich war schonmal bei einer Beratung, aber das war ganz am Anfang. Da gab es die Detailfragen noch nicht. Danke und gute Nacht!

Beitrag von 444444444444444 12.05.10 - 16:29 Uhr

Hallo
Ich würde mir auf jedenfall ein Anwalt holen..
Vorallem wenn dein Mann selbständig ist...

Meinen Mann hat die Scheidung.. ohne Kind .. 120.000 Euro gekostet..
Die Ex Frau wollte halt das ganze Geld sofort und kein Unterhalt..
Mein Mann ist auch selbständig..