Darf eine mehrfache Mutter ein neues Leben beginnen

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Forum: Liebesleben

Ob Liebeslust oder Liebesfrust, ob erotische Freuden oder "technische" Probleme: Hier ist Platz für Fragen, Sorgen und Tipps. Für das Thema Verhütung gibt es ein eigenes Forum Verhütung.

Beitrag von Florette 10.05.10 - 20:20 Uhr

Hallo, ich bin mehrfache Mutter, 54 Jahre alt.

Habe verheiratete Kinder und noch zwei minderj. in der Familie und habe mich letztes Jahr von meinem Mann getrennt, weil ich ein neues Leben im Ausland begonnen habe.

Unsere Ehe hatte sich überlebt. Ich war immer die perfekte Mutter und Ehefrau und dann habe ich meinem Leben diese Wende gegeben.

Ich habe einen netten Mann an meiner Seite, den ich über alles liebe und der auch mich liebt.

Ich habe immer schwer damit zu kämpfen, dass nun der Kontakt zu meinen grossen Kinder teilweise gestört ist, weil sie mein neues Leben nicht akzeptieren wollen.

Meine minderj. besuche ich regelmässig, das Verhältnis mit meinem Nochmann ist gut.

Nu frag ich mal in die Runde, was ist so schlimm, wenn ich meinem Leben noch mal so eine Wende verpasse?


Gespannt auf Antworten, Unverschämtheiten könnt ihr gleich stecken lassen

Flora

Beitrag von kleinemaus23 10.05.10 - 20:29 Uhr

Hallo Flora,

wenn DU jetzt glücklich bist, dann hast Du mit der Wende genau das Richtige getan.

Deine Kinder sind (fast) groß und mit 54 Jahren hast Du das Recht, Dein Leben zu gestalten, wie Du es willst.

Gib Deinen Großen etwas Zeit, vielleicht müsse sie sich erst an die neue Situation gewöhnen.

Alles Liebe und Gute!
Andrea

Beitrag von nashivadespina 10.05.10 - 20:38 Uhr

Weil du Verantwortung für deine Kinder trägst..und dies nicht damit zu vereinbaren ist in ein anderes Land zu ziehen! Eines deiner Kinder ist ja sogar Minderjährig! Es ist doch völlig normal dass man als Kind sich ungeliebt fühlt wenn die Mutter einem den Rücken zuwendet und die Liebe des Kindes nicht mehr benötigt. Ich denke du schwebst auf Wolke sieben und verdrängst die Realität.

Beitrag von Florette 10.05.10 - 20:45 Uhr

Hallo, du scheinst nicht richtig gelesen zu haben. Nicht die Kleinen haben das Problem, sondern die Grossen.

Und nach einem Jahr Trennung ist der Zustand von Wolke 7 auch schon im üblichen vorbei. Aber die Liebe trägt.

Dann solltest du noch mal dein eigenes Motto lesen.

Und DU bist genau im Alter meiner besagten Kinder, die damit nicht klar kommen.

Sollten aber die Kinder ihrem Leben eine Wende verpassen, muss ich damit klar kommen, ob es mir passt oder nicht.

Beitrag von nashivadespina 11.05.10 - 00:27 Uhr

Ich stehe zu meinem Motto: "Genieße den Moment!"

Aber kannst du nicht auch nachvollziehen dass deine Kinder darüber entäuscht sind, dass du dich von Ihnen abwendest um glücklich zu sein? Ein komplett neues Leben beginnen willst? Natürlich rate ich dir auch den Moment zu genießen und das zu machen was die persönlich gut tut..es würde nix bringen im Land bei deinen Kindern zu bleiben wenn du damit nicht glücklich bist...aber schade finde ich es trotzdem und kann verstehen wie deine Kinder sich fühlen. Ich kann mir nicht vorstellen mein Kind für soetwas zu verlassen bzw in Kauf zu nehmen es nur ganz ganz selten zu sehen..diese würde mich persönlich nicht glücklich machen. Deine Kinder haben scheinbar andere Vorstellungen von Familie als du..gebe Ihnen Zeit..vielleicht werden sie es bald akzeptieren können und besser damit zurecht kommen wenn sie sehen wieviel glücklicher zu bist. Ich glaube ja mal nicht, dass sie dich gerne unglücklich sehen und das es auch in ihrem ermessen ist, dass es dir gut geht.

Beitrag von nicole9981 10.05.10 - 20:48 Uhr

Hallo!

Also mit Deinen Minderjährigen Kindern scheint ja noch halbwegs zu funktionieren und ein gutes verhältnix zum Vater ist ja auch schon einmal lobenswert und kommt der Sache zugute.

Dein Großen Kinder müssen sich vielleicht auch noch an die Sit. gewöhnen, aber letztendlich ist es Dein Leben. Du solltest darauf achten dass Du glücklich bist. Die Kinder die es offenbar am meisten stört sind bereits erwachsen. Ich finde es nicht schlimm.

LG Nicole

Beitrag von steffiek2 10.05.10 - 21:22 Uhr

Hallo

Du fragst was daran schlimm ist?
ich finde da ist gar nichts schlimmes dran.
Wenn es Dich glücklich macht, dann geniesse Dein neues Leben.
Gib Deinen Kindern zeit, vielleicht kannst Du Ihnen mal einen ausführlichen Brief schreiben und Ihnen Deine Gefühle,Deine Gedanken mitteilen.
Und schreib Ihnen, dass das nichts mit Deiner Liebe zu Ihnen zu tun hat.
Dass Du sie immer lieben wirst und für sie da sein willst. Aber auch dass Du auch ein Recht hast das Leben zu geniessen und glücklich zu sein.
Vielleicht verstehen sie das.

ich wünsche Dir alles Glück dieser Welt

Beitrag von stormkite 10.05.10 - 21:25 Uhr

Hallo Flora,

deine jüngeren Kinder werden ja offenbar vom Vater gut betreut, und versorgt. Die älteren Kinder sind offenbar selbständig. Du bist nicht einfach aus dem Leben deiner Familie verschwunden, sondern du lebst jetzt einfach woanders.

Das deine älteren Kinder nicht begeistert sind, ist wohl verständlich. Aber so wie ich es sehe, hast du deine Pflicht an den älteren Kindern erledigt. Alles andere ist dann Kür, und geschieht aus gegenseitiger Zuneigung und Respekt zwischen erwachsenen Menschen.

Deine Kinder werden wohl noch ein bischen brauchen, bis die das gelernt und verstanden haben. Schon dumm, wenn man nicht selber der ist, der das Nest verläßt, sonderen wenn Muttern das Nest verläßt. Sowas sorgt für irritationen im unreifen Weltbild eines jungen Erwachsenen. Ist aber trotzdem völlig ok.

Das Leben ist halt kein Ponyhof.

Kite



Beitrag von thyme 10.05.10 - 22:27 Uhr

Grosse Kinder glauben, sie haben das Recht, die Welt aus den Angeln zu heben. Aber wehe, ihre Eltern tun dasselbe.
Deine Kinder werden lernen, dass auch ihre Eltern ds Recht auf ein eigenes Leben haben. Und sie werden es lernen, früher oder später.

Alles Gute thyme

Beitrag von auch*schwarz*besser*so 10.05.10 - 22:33 Uhr

Hallo

Meine Mama ist schon lange nicht mehr bei uns. Mein Vater hat seitdem keine andere mehr angesehen. Ich muss gestehen, dass mir das so ganz recht ist. Würde er morgen mit einer anderen da stehen, wäre ich sowas von geplättet, ich würde sehr lange daran kauen, um überhaupt mit "ihr" an einem Tisch sitzen zu können. Ich würde es zwar verstehen, aber akzeptieren könnte ich es einfach nicht, da meine Mama die Beste war.

Vielleicht sehen deine großen Kinder das ähnlich?

Gib ihnen noch Zeit, sowas dauert (und ein Jahr ist nicht lang).

Du hast scheinbar einen sauberen Schlussstrich gezogen (so wie ich deinen Thread lese), also hast du dir absolut nichts vorzuwerfen!

Geniesse dein Leben! Deine Kinder stehen zum Teil auf eigenen Beinen, die Kleinen kommen damit zurecht.

Ich wünsche dir alles liebe für die Zukunft

Beitrag von palesun 11.05.10 - 07:50 Uhr

Hallo Flora!

Ist doch toll!

Wir müssen alle lernen, dass Abschied, Trennungen und neue Begegnungen zum Leben dazu gehören.


Es ist Dein Leben, denk jetzt auch mal an Dich!

LG palesun

Beitrag von durcheinander80 11.05.10 - 10:37 Uhr

Hallo,

ich finde es toll, wie du das machst, im Grunde genommen wünsche ich mir das seit Jahren für meine Eltern, ob sie das gemeinsam schaffen oder jeweils mit anderen Partnern bleibt da für mich relativ gleich.

Ich würde meine Mama sehr gerne mal wieder so richtig befreit und glücklich sehen wollen!
Was deine erwachsenen Kinder anbelangt würde ich mir an deiner Stelle das nicht zu sehr zu Herzen nehmen, denn
1. müssen sie erst mit der Situation zurechtkommen, dich nicht nur als Mutter sondern auch als Frau in den besten Jahren zu sehen und
2. bleibt man gegenüber seinen Eltern immer Kind, egal wie alt man ist, und wünscht/denkt, dass die Eltern immer zusammengehören

Du hast ein gutes Verhältnis mit deinem Ex-Mann, du kümmerst dich nachwievor um die minderjährigen Kinder, es scheint soweit alles gut zu gehen, deshalb mach auf jeden Fall weiter so, find ich super!#pro

Beitrag von zeitblom 11.05.10 - 13:17 Uhr

Wie überraschend kam dies für Deine älteren Kinder? Dass Du Dich selber rückblickend als "die perfekte Mutter und Ehefrau" lässt mich vermuten, dass diese "Kinder" sich nun getäuscht fühlen können.

Natürlich ist es Dein Leben (hast Du dieses Zugeständnis auch immer Deinen Kindern gemacht?), aber there is no free lunch...

Beitrag von florette 11.05.10 - 13:28 Uhr

Ja, es kam schon überraschend für meine Kinder. Aber für mich auch, dass da auf einmal der Moment da war, wo ich an der Wand stehe und nicht mehr anders kann.

Ich habe meine Kids immer ihr eigens Leben zugestanden und mich sehr heraus gehalten. Dies wird mir teilweise zum Vorwurf gemacht.

Hintergrund war, dass ich selbst erlebt habe, wie es ist, wenn sich z.B. Schwiegermutter ständig einmischt. Das wollte ich bei meinen Kindern gerne vermeiden.

Sie sagen, sie wollen ihre "alte Mami" wieder haben, die Mami, die immer alles organisiert hat, immer da war, jahrelang Kindererziehung praktiziert hat, Selbstverzicht geleistet hat. Aber diese Mami war auf einmal leer, wie ausgesaugt, hatte Lebenshunger, wollte Liebe spüren und nicht nur die bewunderte Familienmanagerin sein.

Ich wollte spüren, dass ICH noch existiere, als Frau, nicht nur als Mutter.

Ich kann auch jetzt noch sehr viel meinen Kindern geben, wenn sie es nur annehmen würden. Ich freue mich immer wieder, sie zu sehen, freue mich, wenn mein viertes Enkelkind bald geboren wird.

So sieht es in mir aus.

Beitrag von nixxda 11.05.10 - 16:28 Uhr

hmmmm.....was daran so schlimm ist?

Es ist wahnsinnig egoistisch. DEIN Leben passt dir nicht mehr, also änderst du es. Allein. Du beendest deine Ehe, schnappst dir einen neuen, lässt deine Kinder (alter ist ***egal, Kinder sind Kinder) hier einfach so stehen.

So supertoll kann deine Einstellung zur Ehe nicht gewesen sein....du schreibst zwar nichts darüber, aber eine Ehe ist was wichtiges, ein festes Übereinkommen. Dazu gehört Liebe, und das ist mehr als nur so ein "flatter-flatter-schmetterlings-gefühl". Aber dazu will ich jetzt nicht mehr schreiben. Weil ich ja nicht mehr weiss.

aber das, was andere hier schreiben, wie supertoll das für DICH ist.....
da kann ich nicht zustimmen.

Ich finds massloss egoistisch.
Basierend auf dem, was du gepostet hast.

Beitrag von nicole9981 11.05.10 - 20:52 Uhr

Ich kann dem Nicht zustimmen. Was ist so schlimm daran glücklich sein zu wollen? Mit einem Mann zusammenbleiben den man nicht liebt weil die älteren Kinder (die älteren selbständigen Kinder) das gerne so hätten? Liebe zu den Kindern nicht nur bis zur Selbstaufgabe sondern sogar darüber hinaus? Das ist Dein Lebensziel? Echt? Dann hoffe ich für Dich dass Du nicht einmal an einen Punkt kommst an dem es nicht mehr geht. Ich würde nicht meinem Sohn zuliebe mit seinem Vater zusammenbleiben wenn die Liebe weg ist. Die Beziehung zwischen Mutter, Kindsvater und den minderjährigen Kindern ist gut (hast Du vielleicht überlesen).

Ich war in meinem Beruf sehr sehr unglücklich. Ich werde im August noch einmal einen anderen Beruf lernen. Mein Mann muss uns dann 3 Jahre alleine durchbringen. Ist das dann auch egoistisch wenn meine Family dann wegen meiner Träume auf einen teuren 4 Wochen Auslandurlaub verzichten muss?

Das ist das Leben! Die Kinder wandern auch aus, ziehen weit weg, ziehen aus, leben ihr Leben. Da schert sich auch keiner um Mama und Papa die dann alleine zu Hause zurückbleiben. Nur weil sie Mutter von erwachsenen Kindern ist heißt dass nicht dass sie ein Leben führen muss was sie nicht mag. Wenn sie solche Kinder hat tut sie mir leid.

LG Nicole

Beitrag von nixxda 11.05.10 - 22:28 Uhr

Was ist liebe für dich denn?
Schmetterlingsgefühle? Ein Kitzeln in der Magengrube wenn du deinen Mann siehst?
Liebe ist VOR allem eine Entscheidung. Liebe ist geduldig, freundlich, neidlos, selbstlos, NICHT überheblich, verletzend, reizbar, nachtragend, auf sich selbst bedacht. Liebe glaubt, hofft und erträgt alles.

Würde dein Mann dich schlagen, schlecht behandeln, wäre das etwas anderes, denn LIEBE ist nicht doof.

Das was ich hier lese ist ein "wir haben uns auseinandergelebt, und ich will jetzt was für mich tun"
DAS ist feige und egoistisch. Vor allem ist man an einem ausseinanderleben selbst schuld, bzw gehören da 2 dazu.

Ehe ist kein zuckerschlecken, kein Liebesmovie mit Luftballons und Schmetterlingen.
Ehe ist Verantwortung, Arbeit, Verpflichtung, und TROTZ allem schön.

lg

Beitrag von nicole9981 12.05.10 - 08:43 Uhr

".......und TROTZ allem schön"

Stimmt genau! Was aber wenn es NICHT trotz allem schön ist? Ich habe sehr großes Glück mit meinem Mann und natürlich ist Ehe auch Arbeit aber eben nicht nur. Im Übrigen habe ich auch nach 10 Jahren noch Schmetterlinge im Bauch wenn mein Mann mich küsst. Du nicht? Na viel Spass auch!

LG Nicole

Beitrag von nixxda 12.05.10 - 09:56 Uhr

.....schmetterlinge im Bauch sind eine "nette beigabe", aber NICHTS, auf das sich LIEBE gründet.

Beitrag von florette 11.05.10 - 22:52 Uhr

Hallo Nicole,

ich hätte es nicht besser formulieren können. Dadurch, dass du als Unbeteiligte es geschrieben hast, bekommt es sogar noch mehr Gewicht.

Genau das wollte ich auch noch anführen, aber Ignoranz kann man überzeugen, dachte ich.

Im übrigen würde ich hier im Blog nicht mein ganzes Leben romangetreu darlegen, damit andere darüber richten können.

Danke dir!

Gruss Flora

Beitrag von freyjasmami 11.05.10 - 17:06 Uhr

Woher weißt Du denn das Du wirklich so perfekt warst?

Ich habe ehrlich den Eindruck das Ehe und Kinder für Dich nur ein Job waren und von dem hattest Du die Nase voll.

Denn wärst Du wirklich so perfekt in diesen "Jobs" würdest Du Deine minderjährigen Kinder nicht im Stich lassen bis sie auf eigenen Beinen stehen.
Und selbst dann wärst Du Dir noch dessen bewusst, das ab diesem Zeitpunkt das Muttersein nicht beendet ist. Mutter und auch Vater ist man nun einmal für immer, da gibt es keine Altersgrenze.

Mir würde ja ne Menge einfallen, aber nicht meine "überlebte" Ehe kampflos aufzugeben und im gleichen Zug meine Kinder sitzen zu lassen und mich ins Ausland abzusetzen.

Sich selbst verwirklichen kann man auch mit Familie. Dazu gehört nicht zwingend ein völliger Neuanfang.