Tod der Oma...Vormundtschaft vom Sohn...kompliziert und lang

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von sternenengel2000 10.05.10 - 20:42 Uhr

Hallo

Wo fange ich an???

Gestern ist die Oma von meinem Mann gestorben.
Sie wurde 95 Jahre alt und hatte viele Metastasen im Bauch.
Sie ist aber friedlich ohne Schmerzen beim Mittagsschlaf eingeschlafen.
Der Pflegedienst hat sie gestern abend aufgefunden.

Sie hinterläßt einen Sohn, der um die 60 Jahre ist und noch bei seiner Mutter wohnt(e). Ich habe ihn gestern das erste Mal gesehen. Sonst kenne ich ihn nur aus Erzählungen, leider...Er zog sich immer zurück oder war unterwegs, als wir zu Besuch waren. Er ist HartzIV Empfänger und wohl auch geistig nicht ganz auf der Höhe.
Mein Mann hatte so auch keinen Kontakt zu ihm, nur über das Thema Fußball konnten sie reden, falls er ihn mal angetroffen hat.
Seit dem Tod von der Mutter meines Mannes (Tochter von Oma) war der Kontakt auch nicht mehr sooo rege zu Oma.

Vor gut 10 Wochen wurde bei Oma die Diagnose: Krebs gestellt und halt gesagt, das es nicht mehr so lange dauern würde. Sie lehnte jede Behandlung ab, zog sich zurück. Ging nicht mehr an Telefon oder an die Tür.

Da mein Mann der letzte, "Klar-denkende" ist, wollte er noch mal mit ihr reden, wie es mit H** weiter gehen soll...
Er muß nämlich aus der Wohnung raus, soviel wissen wir...nur wann??
Und ob er sich wirklich zu 100% selber versorgen kann??? Wir wissen aus Erzählungen, das er wohl kochen kann, Wäsche waschen, Geld abheben, einkaufen...

Ich habe diesen Mann gestern erlebt...gut, es waren nicht die besten Umstände und weiß nicht, wie er sonst so drauf ist, aber das gestern hat mir zu denken gegeben!! Er könnte nicht mehr hören, sagte er zur Kripo...konnte sich aber später doch mit meinem Mann verständigen...
Mein Mann wollte heute nach dem Bestatter zu ihm, um mit ihm alles weiter zu besprechen...er sagte, er ginge ans Telefon und mache die Tür auf...Mein Mann hat sich die Finger wund telefoniert, geklingelt, geklopft.
Wir haben zwar gestern einen Schlüssel mitgenommen, aber haben ihn nicht benutzt. Vielleicht braucht er Zeit...

Freitag haben die beiden einen Termin bei der Bank, um nach den finanziellen Sachen zu gucken. H***wollte mit. Was ist, wenn er nicht mit kommt?? Er hat die Vollmacht über das Konto!!

Es steht fest, das er bald ausziehen muß!!
Das etwas Geld für die Beerdigung da sein muß...er sein Leben auf die Reihe bekommt....Ämter müssen bescheid wissen etc.

Aber was tun, wenn er es nicht kann/will/sich einschottet???

Habe an eine (vorrübergehende) Vormundtschaf gedacht? Gibt es das? Auf Zeit, bis alle Angelegenheiten erledigt sind?!

Wir wissen leider nichts über den Mann #schmoll
Ich wollte jetzt morgen mal bei der HÄ von Oma anrufen, ob sie was weiß. Und bei dem Pastor, der ab und zu mal bei Oma vorbei kam.
Vielleicht können sie mir weiterhelfen und mir mehr sagen?!?

Ach menno #schmoll

lg Tanja, die selber drei Kinder hat und gleich noch einen Spruch für die Todesanzeige suchen muß

Beitrag von honolulumieze 10.05.10 - 20:49 Uhr

Bitte wendet euch an das für euch zuständige Amtsgericht, damit der Mann einen Betreuer bekommt. Es wird dann amtsärtzlich entschieden, für welche Bereiche des Lebens er eine Betreuung benötigt. Betreuer kann ein Angehöriger werden oder aber auch ein Fremder, der vom Gericht bestellt wird, also ein Berufsbetreuer. Solche Leute tun mir unwahrscheinlich leid. Es ist wohl nicht möglich, dass er innerhalb der Familie unterkommt? Vielleicht kann er ja auch eine kleine eigene Wohnung bekommen und jemanden, der regelmäßig nach ihm schaut. Aber lasst ihn nicht allein, auch wenn der Kontakt vorher nicht so intensiv war. Ich finde, man muss sich immer selbst in diese Lage versetzen. Wie schrecklich muss das für ihn sein. Ich habe selbst die Betreuung für meinen Opa übernommen, weil ich nicht wollte, dass eine fremde Person es übernimmt. Bei uns ging es um Gesundsheitsvorsorge und Aufenthaltsbestimmung. Ich bin aber auch sehr familiär eingestellt.

Beitrag von judith81 10.05.10 - 21:39 Uhr

Hallo,
am besten geht ihr zum Vormundschaftsgericht (ist im Amtsgericht), die wissen alles und können das regeln.
Auf uns kommt auch einiges zu, haben 2 kleine Kinder u. jetzt bekam Schwiegermutter die Diagnose Demenz, also Alzheimer. Man merkt es auch schon, so dass ich ihr kein Kind mehr alleine lasse. Schwägerin ist geistig minderbegabt, Schwiegervater ignoriert alles, dabei steht das Haus, in dem wir alle wohnen, alleina uf Schwiegermutters Namen .....sie bräuchte auch Hilfe. Ich hätte jetzt am liebsten alles geregelt: Hausumschreiben; Schwägerin Betreuungsvollmacht, auch für Schwiegermutter u. Schwiegervater gleich mit ...........aber sie stellen sich alle quer und mein Mann und ich sind bald am Ende.
LG
Judith

Beitrag von kati543 10.05.10 - 21:51 Uhr

Ich kann dir ehrlich gesagt nicht viel zur dem Thema Betreuer sagen. Aber mal was anderes... das Konto lief auf den Namen der Oma? Der Sohn hatte NUR eine Vollmacht? Oder eine Vollmacht über den Tod hinaus? Wenn er nur eine Vollmacht hatte, dann erlischt die mit dem Tod der Oma. Dieses Konto wird dann eingefroren und erst mit dem Erbschein kannst du an das Geld ran.

Beitrag von imzadi 11.05.10 - 00:20 Uhr

Nicht gerade früh das ihr euch über "diesen Mann" der ja immerhin der Onkel deines Mannes ist gedanken macht.

Dennoch müsst ihr halt überlegen was ihr mit eurer "Hilfe" bezwecken wollt. Wollt ihr an Omas Geld nehmt euch einen Anwalt mit, wollt ihr ihm helfen bringt ihm einen mit bevor ihr seine Vormundschaft beantragt.

Als meine Schwiegermutter starb konnte/wollte mein Mann sich auch tagelang um nichts! kümmern und er lebte nicht 60 Jahre bei ihr. Das blieb damals an mir hängen (ich hatte mit sowas vorher auch nie zu tun).

Am besten ihr bietet ihm an das mit dem Bestatter zu übernehmen. Der hilft einen dann auch im allgemeinen weiter was zu tun ist, welche Papiere man für was braucht.

Und wenn ihr euch sorgen um "diesen Mann" macht, besucht ihn öffter mal oder ladet ihn ein, auch wenn er absagt könnt ihr immer wieder zeigen das ihr für ihn da seid.

Beitrag von petra1982 11.05.10 - 07:30 Uhr

Ich würde mal schnell nachschauen, gab schon oft Fälle wo sich der hinterlassene Umgebracht hat, und da er wohl an seiner Oma oder Mutter? hing wäre das nicht abwägig....Ihr solltet schauen das er wo unterkommt wo er nicht alleine ist....