Frage zu einer drohenden Insolvenz

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von silvs 11.05.10 - 09:16 Uhr

Hi,

die Firma bei der ich arbeite ist ab Mo. mit 2 Gehältern im Rückstand.
Nun wurde angekündigt, dass wahrscheinlich ein Insolvanzantrag gestellt werden wird.
Jetzt zu meiner Frage.
Sollte dies wirklich der Fall sein, werden mein Gehälter dann verfallen oder ist die Firma weiterhin verpflichtet diese zu zahlen.
Was kann ich tun um die Zahlung der noch ausstehenden Gehälter zu sichern?

Lg und danke schon mal für Antworten.


Beitrag von kruemlschen 11.05.10 - 09:58 Uhr

Hallo,

ich würde an Deiner Stelle gaaaaanz schnell zum Arbeitsgericht gehen und zwar bevor die Insolvenz bekannt ist!

Zahlungsverpflichtungen ggü. der Arbeitnehmer gehen zwar meines Wissens vor allen anderen Zahlungsverpflichtungen, aber wenn nichts mehr das ist ist eben nichts mehr da...

Ich würde die ausstehenden Gehälter ganz schnell pfänden lassen.

Gruß Krüml

Beitrag von silvs 11.05.10 - 10:38 Uhr

Wir sind hier ein kleines Unternehmen und alle davon überzeugt, den Karren aus dem Dreck holen zu können. Daher haben wir bisher auch alle still gehalten, uns vertrösten lassen und nichts unternommen.
Nun habe ich aber wirklich Angst, dass man mir nach Beantragung der Insolvenz den Stinkefinger zeigt und schreit, dass ich halt Pech gehabt habe mit den Gehältern.
Zum Gericht wollte ich aber nicht gleich rennen.
Ob die Agentur für Arbeit mit helfen kann bei der Frage, ob Gehälter nach Beantragung verfallen?

Beitrag von martina129 11.05.10 - 10:51 Uhr

lies das hier mal

http://www.insolvenzrecht.info/startseitenwerbung/

gruß martina

Beitrag von kruemlschen 11.05.10 - 11:27 Uhr

Einen Rechtsanspruch hast Du selbstverständlich trotzdem auf Dein Gehalt, aber wo nichts ist, kann logischerweise auch nichts geholt werden ;-)

Wenn Du Dir Dein Mitleid und Deine Loyalität leisten kannst, dann warte weiter ab, ich kann es nicht und hätte schon längst gehandelt.

Danken wird Dir am Ende eh niemand dafür dass Du auf Dein Gehalt "verzichtest" außer vllt. mit einem feuchten Händedruck.

Gruß Krüml

Beitrag von vonni1974 11.05.10 - 13:00 Uhr

Wenn die Firma Insolvent ist, dann gehst Du zum Arbeitsamt und beantragst Konkursausfallgeld. Dort werden alle Lohnrückstände des letzten viertel Jahres übernommen.
War bei mir damals auch so. Es fehlten 3 volle Gehälter. Ich habe alle 3 Gehälter in voller Höhe vom Arbeitsamt bekommen. Anfangs bekommt man sehr schnell einen Abschlag. Der Rest folgt bei genauer Prüfung.

Allerdings ist es bei mir auch schon 7 Jahre her. Heute heißt es Insolvenzgeld.

Google mal nach Insolvenzgeld!!

lg

Ivonne

Beitrag von elsa345 11.05.10 - 21:04 Uhr

Du bekommst drei Monate Dein Gehalt nachgezahlt von der Arge. Dafür bezahlen nämlich Arbeitgeber seit einiger Zeit eine prozentuale Insolvenzumlage.

Beitrag von silvs 12.05.10 - 10:22 Uhr

Danke für deine kurze, klare Antwort. #blume

Werden jetzt erstmal ein gehalt bekommen. Ab Fr. ist dann wieder eines im Rückstand.
Aber wenigstens etwas.

Grüße!

Beitrag von manavgat 12.05.10 - 15:34 Uhr

Ich würde sofort einen Antrag auf soziale Hilfen stellen und nicht! meine letzten Reserven aufbrauchen. Es gilt hier nämlich das Datum der Antragstellung.

Gruß

Manavgat