Ich freue mich, wenn Du tot bist...

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von kirsten007 11.05.10 - 11:52 Uhr

Hallo zusammen,

den o.g. Satz musste sich meine Freundin von ihrer knapp 7jährigen Tochter nach einer kleinen Meinungsverschiedenheit anhören. Die Mutter hatte wohl gesagt, dass sie froh ist, wenn die Ferien anfangen und die Kleine für ein paar Tage wegfährt. Daraufhin sagte die Tochter "und ich freue mich, wenn Du tot bist, dann bist Du weg, alte Meckerziege".

Nun stellt sich die Frage: Wissen Kinder in dem Alter, was das bedeutet oder nicht? Wir sind uns da nicht so ganz einig und ich frage mal in die Runde nach Euren Meinungen.

Und mich würde dann noch interessieren, was IHR nach so einem Satz von Euren Kindern machen würdet?!

Dank & Gruß und einen schönen Tag
Kirsten

Beitrag von lula222 11.05.10 - 11:59 Uhr

Ganz ehrlich: Die Tochter hat mit diesem Satz ihre Verletztheit zum Ausdruck gebracht, denn es kann für Kinder sehr schockierend sein von den Eltern zu hören, dass sie sich freuen wenn sie "weg" sind (egal wie lange).
Was genau der "Tod" mit allen Konsequenzen bedeutet weiß ein Kind in diesem Alter nicht, aber es weiß um die Wirkung dieser Worte.

Eine Mutter darf ihrem Kind nicht signalisieren, dass sie froh ist es wenn es weg ist!!!!! Egal wie genervt sie ist. Man kann als Eltern wohl sagen, DASS man genervt ist, aber nicht so.
Meine Meinung.

LG
Julia

Beitrag von ayshe 11.05.10 - 13:01 Uhr

##
Die Tochter hat mit diesem Satz ihre Verletztheit zum Ausdruck gebracht
##
eben, sie hat zurückgeschlagen.
das ist auch verständlich.
und eltern düren so etwas echt nicht sagen.

Beitrag von frauke131 11.05.10 - 14:22 Uhr

Deine freundin ist die Erwachsene und ich finde ihren Spruch total daneben. Sie braucht jetzt nicht beleidigt sein, sondern sollte sich bei ihrer Tochter entschuldigen!

Beitrag von zaubertroll1972 11.05.10 - 12:01 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht was ich machen würde wenn mein Sohn mir sowas sagen würde aber bei der Aussage der Mutter wundert es mich nicht wenn die Tochter kontert.
Ich find`s von einer Mutter schon ziemlich daneben sowas zu sagen!

LG Z.

Beitrag von landmaus 11.05.10 - 12:06 Uhr

Hallo,

ich denke, dass ein Kind in dem Alter in etwa weiss, was das bedeutet.

Was ich machen würde? Falls die Gemütslage der Kleinen es zulässt:

Ich würde kurz innehalten, nachdenken und mich bei meiner Tochter dafür entschuldigen, dass ich ihr offensichtlich das Gefühl gegeben habe, dass ich es gar nicht erwarten, sie endlich los zu sein. Ich würde mit ihr darüber sprechen, wie sehr ich sie schätze und liebe. Und ihr erklären, dass ich ihre Gegenwart geniesse, auch und trotzdem wir ganz selbstverständlich Meinungsverschiedenheiten haben und ich auch schon mal rummeckere. Dann würde ich noch klarziehen, warum ich mich freue, wenn sie in Urlaub fährt. Ich hoffe ja mal, dass der tiefere Grund Deiner Freundin nicht ist, dass sie ihre Tochter los sein möchte.

Und dann würde ich ihr natürlich auch noch erklären, dass es mich auch trifft und ich genau wie sie sehr traurig werde, wenn sie mir sagt, dass ich tot sein soll. Vielleicht würde ich mit ihr gemeinsam auch noch überlegen, wie wir in Zukunft mit einander sprechen wollen, wenn einer von uns genervt oder verletzt ist. Ein paar Regeln zu respektvollem Umgang miteinander würde ich eventuell auch nochmal ansprechen.

Liebe Grüße

Beitrag von raena 11.05.10 - 12:12 Uhr

Geb dir voll und ganz recht!

.... was mir nur eingefallen ist war "Wie man in den Wald hineinschreit, so kommt es zurück!"

Als Eltern hat man immer die Verpflichtung die Ruhigeren, Vernüftigeren, Stärkeren etc zu sein und wenn man seinem Kind an den Kopf wirft, dass man froh ist wenn es weg ist, dann darf man sich nicht über das Echo das zurückkommt wundern ......

Beitrag von gismomo 11.05.10 - 12:44 Uhr

So sehe ich das auch.

Beitrag von lisasimpson 11.05.10 - 12:50 Uhr

dem kann ich nichts mehr hinzufügen!

lisasimpson

Beitrag von ayshe 11.05.10 - 13:00 Uhr

#pro

Beitrag von mansojo 11.05.10 - 12:28 Uhr

wie du mir, so ich dir

ich würde sagen die beiden sind quitt

ich würde auch sagen die mutter macht den anfang indem sie sich entschuldigt

lg manja

Beitrag von howgh 11.05.10 - 12:29 Uhr

Weißt du Kirsten,

wie man in den Wald hineinruft, so schaltet es sich zurück..

Ich habe shocn als Kind meiner Mutter gesagt, dass ich sie ,,hasse´´..Ich hörte aber von meiner Mutter nie sowas... Es dürfte evlt im größten Spass gewesen sein, dass sie sich von uns ausruht..

aber im Konflikt sowas zu benutzen deutet auf richtig mangelnde Ressorucen..wenn es nicht im spass war, dann herrscht hier eine Kommunikation..wahnsinn..und du schreibst, es ware eine kleine MV.

Ja, ich denke shcon, dass ein Kind es ansatzweise verstehen kann. Noch dahinter Meckerziege..cool.. benutzen es deine Kinder auch ? meine nicht..

LG Howgh

Beitrag von jazzbassist 11.05.10 - 13:01 Uhr

Ich habe meinem Sohn noch nie ins Gesicht gesagt [zumindest nicht im Ernst], dass ich mich freue, ihn mal ein paar Tage nicht zu sehen. Daher weiß ich nicht, was dann als Feedback von ihm zurückkommen würde. Sicherlich nichts all zu nettes, wenn ich ihn damit verletzt hätte. Ich finde das von einer Mutter schon einen ziemlich harten Satz.

Ein 7-Jähriges Kind wird hier schon wissen, was es gesagt hat; wenn auch verständlich nicht mit voller Tragweite. Aber sie hätte es sicherlich nicht gesagt, wenn sie nicht in dieser Situation so ziemlich enttäuscht von ihrer Mutter gewesen wäre. Wenn solche Meinungsverschiedenheites des öfteren eskalieren, würde ich den beiden Raten, sich hier irgendetwas auszudenken, was man tun kann, falls so eine Meinungsverschiedenheit mal wieder droht, zu eskalieren.

Ich hätte mich bei meinem Sohn für diesen Satz entschuldigt, wenn sich alles wieder beruhigt hat. Dann hätte er sich auch entschuldigt, dann #liebdrueck und alles ist vergessen.

Beitrag von ayshe 11.05.10 - 13:10 Uhr

das erinnert mich an ein mißverständnis, das wir letztens hatten.

meine tochter wollte im kiga am schlaffest teilnehmen, war noch kurz im bad, dann wollten wir sie hinbringen.

für 2 tage später waren wir zu einer feier eingeladen.
und mein mann und ich überlegten, ob wir noch irgendwelche schnapsflaschen haben, die bei uns eh nie einer trinkt, zum mitnehmen eben. manche mögen so etwas ja. und da lästerten wir über einen appelkorn, den man uns einmal begeistert abgebommen hatte, nachdem der bei uns wohl schon ewig rumstand.
was meine tochter im bad hörte, war unser lachen und "loswerden".

sie kam wütend raus und motzte uns an ob wir uns freuen, sie jetzt loszuwerden und wir wären beide bescheuert :-[ #schock
ich konnte ihr natürlich auch dann klarmachen, um was es gerade wirklich ging usw. hat sie auch verstanden.
und dann machte sie ein weinerliches gesicht und sagte:"ich dachte, ihr wollt mich loswerden." #heul


kinder sind doch genauso verletzt wie erwachsene.
ja, sie wissen schon in etwa, was es bedeutet, wenn sie davon reden.
dieses mädchen hat sich verbal gewehrt, zurückgehauen eben.

was man da machen würde?
ich würde zunächst erst gar nicht sagen, daß ich mich freue,
ist doch klar, daß es dem mädchen wehtut.
ansonsten entschuldigen.


natürlich kann ich jetzt hier sagen, daß mein mann und ich uns auch "gefreut" haben, einen ruhigen abend zu haben.
ja, aber unserer tochter würde ich das nicht sagen, weil sie es gegen sich beziehen würde.

Beitrag von schnabel2009 11.05.10 - 13:17 Uhr

Der Satz würde mich total schocken, aber ich wüsste, dass meine Kinder es nicht so meinen. Sie lieben mich und wollen sicher nicht, dass ich tot bin.
Es ist ein dummer Satz im Eifer des Gefechts und sie ist 7--nicht überbewerten, aber nachbearbeiten und drüber sprechen!!

LG schnabel

Beitrag von deoris 11.05.10 - 13:26 Uhr

Naja ,die Mutter hat eigentlich genau das selbe geäußert ,wie die Tochter.
Bei beiden ist der Sinn ,"Ich bin froh ,wenn du nicht mehr da bist"
Also ,meiner Meinung nach ist die Mutter selber dafür verantwortlich ,dass die Tochter sowas zu ihr sagt.
Mir wäre nie in den Sinn gekommen ,sowas zu meinem Kind zu sagen.

Beitrag von nina_1981 11.05.10 - 13:32 Uhr

Hallo Kirsten,
ich hatte neulich mit meiner Tochter eine ähnliche Situation. Sie war schlecht drauf, hatte echt miese Laune (hatte wohl in der Schule Stress mit ihrer Freundin). Ich war auch etwas genervt, da ich sie schon gefühlte 20mal gebeten hatte, nun doch endlich ihre Schulsachen weg und ihr Zimmer aufzuräumen, da wir ansonsten vor dem Schlafengehen keine Zeit mehr hätten, noch etwas zusammen zu lesen.
Da kam von ihr der Satz: Mama, du bist so scheiße, ich räum hier nicht mehr auf, ich ziehe eh morgen aus, ich will nicht mehr bei euch leben!

*Schluck* ganz ehlich, mir sind erstmal die Tränen in die Augen geschossen und ich habe gar nix erwidert....
Ich bin dann 10 Minuten später nochmal zu ihr gegangen, aber sie hat mich kreischend und brüllend aus ihrem Zimmer "geschmissen", sie hätte keine Lust, noch mit mir zu reden, ich wär ja sowieso bescheuert...

*schluck*

Letztendlich hat sie dann mein Mann ins Bett gebracht, da sie nicht bereit war, noch mit mir zu reden und ich auch nicht wollte, dass die Situation noch mehr eskaliert...

Am nächsten Morgen war es leider immer noch nicht besser... sie war noch immer schief gewickelt und auf mich ganz und gar nicht gut zu sprechen, sie hat sich auch geweigert, zu frühstücken...
Mit einem äußerst schlechten Gefühl habe ich sie zur Schule gebracht und bin arbeiten gefahren.
Als ich sie nach der Arbeit von der Schule abgeholt habe, kam sie mir freudestrahlend entgegengelaufen und hat mich fest in den Arm genommen.
Wir haben dann nochmal über den Streit geredet und sie hat sich auch entschuldigt, sie hätte einfach schlechte Laune gehabt und es an mir ausgelassen.
Wir haben darüber gesprochen, dass man ruhig aufeinander böse sein kann, oder auch sauer, dass man auch mal seine Meinung sagen kann. Aber das das, was sie zu mir gesagt hat, wirklich nicht schön und sehr verletzend für mich war.
Sie kann gerne nicht immer meiner Meinung sein und mir das auch sagen, sie kann mich auch mal anbrüllen, wenn es ihr hinterher besser geht, aber man muss sich doch immer in einem Rahmen bewegen, der vertretbar ist, oder? Und Sachen wie "ich hasse Dich, du bist scheiße" gehört nun mal nicht dazu...

Mal sehen, wie lange das diesmal gut geht ;-)

LG
Nina

Beitrag von frauke131 11.05.10 - 14:26 Uhr

Als Mutter und Erwachsene sollte Du auf solche Sachen nicht verletzt reagieren und in Tränen ausbrechen! Sondern stark da stehen und sagen, dass Du so etwas nicht hören möchtest!

Beitrag von nina_1981 11.05.10 - 16:00 Uhr

das gelingt mir auch 99 von 100 mal, aber anscheinend bin ich nicht so stark wie du.... #schwitz

Beitrag von matata 12.05.10 - 14:04 Uhr

es geht auch nicht um´s stark sein, ich finde du hast dich richtig verhalten, nämlich deinen Kräften entsprechend, dich hat es verletzt , dass hast deinem Kind, gesagt und gezeigt und ihr habt drüber gesprochen, ich bin der Meinung das Stärke oder in dem Moment zu demonstrieren, "du kannst mir gar nichts" nicht richtig ist, wenn es einen wirklich sehr verletzt, wie sollen unsere Kinder den lernen authentisch Gefühle zu äußern, wenn nicht so.

Beitrag von deoris 12.05.10 - 18:06 Uhr

Jap,das ist doch mal eine Aussage!

LG Ewa #sonne

Beitrag von matata 12.05.10 - 18:33 Uhr

jaaaa sie lebt noch, juhuuuu ... na ewa wie gehts euch allen ??

Beitrag von deoris 12.05.10 - 19:19 Uhr

Gut geht es uns,wir bekommen bald noch einen Buben ;-).Und wie geht es euch?

Beitrag von matata 12.05.10 - 21:49 Uhr

is nicht wahr, ich fasse es nicht , drei jungs dann, der hammer... und gehts gut nur ich mümmel seit drei wochen an angina und husten und es will nicht weg, brummel, aber alva gehts prächtig.... schön mal wieder was von dir zu lesen, wo du doch auf ewig in meinem geburtsbericht stehen wirst, eigentlich könnten wir ja mal wieder telefonieren...

so nun genug privatgesabbel...

Beitrag von matata 12.05.10 - 14:01 Uhr

Blödsinn, ich zeige meinem Kind wenn mich was verletzt, was ist denn das für eine Einstellung, wenn sie mich haut, weil sie wütend ist, dann verletzt mich das und ganz ehrlich, sie reagiert dann eher als wenn, die böse große Mama ihre Macht demonstriert. Mein Kind soll lernen ihre Gefühle zu äußern und mitzuteilen, wie wenn ich ihr das nicht vorlebe.....

ich liebe Pauschalvorgaben *ironieoff*

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