Mandel-Op am 25.05.Bin jetzt schon total fertig...

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von noreda1981 11.05.10 - 12:13 Uhr

Hallo allerseits,

gestern wurde entschlossen das bei meiner Tochter(fast 4) die Mandeln rausmüssen.Kurz zur Vorgeschichte:Sie bekam im letzten Jahr 9 Mal eine Mandelentzündung,einige Agina,und zich Infekte.Sie ist sozusagen dauerkrank.Dieses Jahr haben wir auch wieder die 3.te Mandelentzündung.Drei verschiedene HNO-Ärzte rieten mir zur Mandel-Op da die Mandel bei ihr keine Schutzfunktion mehr haben und sie dadurch dauerkrank ist.Sie wird mit Antibiotika vollgepumpt obwohl es bei ihr nicht mehr anschlägt.Schon letztes Jahr sagte man mir das es besser sei die Mandeln entfernen zu lassen aber mit nicht mal 3 Jahren fand ich das viel zu jung.Aber jetzt scheint das die letzte Lösung zu sein:-(.
Jetzt habe ich einbissel im Intenet gelesen und schiebe Panik wegen Nachblutungen,wegen der Nakose etc.Wie kann ich diese Gedanken vertreiben?Allein beim Gedanken an die Op bekomme ich Tränen in den Augen.Ich weiss.....bin ne Heulsuse.Aber kann mich irgendwer beruhigen?
#danke

Lg

Beitrag von picco_brujita 11.05.10 - 12:18 Uhr

der Sohn meiner Freundin wurde vor 3 Wochen operiert.
er hat alles super überstanden und sie meinte zu mir, dass jede Angina schlimmer war als die OP.
er blüht wieder richtig auf seitdem.
heutzutage gibt es so gute Methoden - ich weis jetzt nur nicht mehr wie das genau bei ihm gemacht wurde - ich weis nur, dass mit einer speziellen Methode gearbeitet wurde so dass so gut wie keine Blutungen zu erwarten waren und auch nicht gewesen sind.

kopf hoch - es kann nur besser werden!
und bedenke immer eins - wenn sie so oft krank wurde mit den Mandeln, dann ist das mittlerweile schon mehr als bedenklich, denn das kann auf innere Organe schlagen. Die Entscheidung ist also die richtige!

Beitrag von salome25 11.05.10 - 12:27 Uhr

Du Arme, kann dich echt gut verstehen.

Es bringt nur nichts, wenn du dir im Internet die Komplikationen durchliest. Ich sag mal, umso älter, desto schlimmer soll es angeblich sein. Ich war 14 Jahre alt als die Mandeln raus mussten. Ich empfand es nicht so schlimm. Konnte nur keine feste Nahrung zu mir nehmen. Nachblutungen ist eine Komplikation, gehe aber mal davon aus, dass diese sehr selten sind und alles gut laufen wird. Ganz bestimmt. Die Ärzte, die deine Tochter operieren machen das tagtäglich. Frag doch dort einfach mal nach, wie oft solche Komplikationen vorkamen in deren Laufbahn. Kann dich vielleicht beruhigen. Schlimmer finde ich die Narkose, dass du das Kind in Obhut anderer MEnschen geben musst. Aber auch das geht vorbei. Die OP dauert ca. 1 Std. War damals bei mir so. Danach stand meine Mutter direkt am Bett und ich fühle mich gleich wieder wohl. Und denk an die Nachteile, wenn die Mandeln sich immer wieder entzünden. Das ganze Antibiotika ist für die Kleine sicherlich auch nicht das Beste. Ich hatte damals bis zu 10 Mal Mandelentzündung. Heißt 10 mal im Jahr Antiobiotikum.

Ich wünsche euch alles Gute und lass den Kopf nicht hängen.

lg
salome

Beitrag von judith81 11.05.10 - 12:34 Uhr

Hallo,
ich selbst war schon 19 als ich die Mandeln raus bekam. Richtig essen ging halt eine zeitlang nicht, aber sonst ging es mir gut ....an darf viel Eis essen, das war das Beste.
Bei jeder OP kann es zu Nachblutungen kommen, aber das ist ein Routineeingriff. Das wird schon. Schlimm ist nur, wenn deine Tochter mitbekommt, dass du Angst hast ....dann bekommt sie erst recht Angst.
Kopf hoch, das geht vorbei!
LG

Beitrag von sway110283 11.05.10 - 12:35 Uhr

Hallo,
mein Sohn hat am 28.04. die Gaumenmandel (waren chronisch entzündet) und die Rachenmandeln (Polypen) entfernt bekommen. Zudem hat er in beide Ohren Paukenröhrchen eingesetzt bekommen.
Mir ging es genau wie dir auch #liebdrueck. Ich hatte regelrecht Panik vor der Narkose und den Nachblutungen.
Ich rate dir nur davon ab den ganzen Kram im Internet nachzulesen! Das verunsichert nur noch mehr.
Hier mal eine kurze Schilderung unseres Tages:
Die OP war bei uns morgens. Tim bekam vorher einen Saft der ihn etwas 'dusselig' gemacht hat, so hat er von den ganzen Vorbereitungen eigentlich gar nichts mitbekommen. Vorher bekam er noch sog. Zauberpflaster auf den Handrücken und in die Armbeuge, diese betäuben die Stelle ein bisschen so das die kinder nicht merken wie der Zugang gelegt wird. In den OP kam er gegen 9.15 Uhr und in den Aufwachraum durften wir um 10.45 Uhr, da hat er schon nach uns gerufen.
Die Std danach war schlimm. Er hat geweint und geschrien. Nachdem er dann die Narkose richtig ausgeschlafen hatte ging es. Abends hat er das erste Eis gegessen und ein bisschen was getrunken. Mit dem trinken/ essen hat er sich noch Tage später sehr schwer getan. Direkt nach der OP bekam er eine Eiskrawatte umgebunden, die gewechselt wurde sobald sie nicht mehr gekühlt hat. Schmerzmittel bekam er nach Bedarf. Insgesamt waren wir sechs Tage stationär im KH.
Nach und nach wurde es immer besser.
Und auch wenn mir mein Sohn sehr Leid getan hat und ich mir große Sorgen gemacht habe, so kann ich jetzt schon sagen das es sich auf jedenfall gelohnt hat. Tim kann das erste mal seit Jahren wieder durch die Nase atmen, schnarcht nicht mehr und schläft sehr ruhig.
Mittlerweile ist alles ganz gut ( aber nicht komplett ) verheilt. Wir waren heute das letzte mal zur Kontrolle im KH :-).
Jetzt hat er aufgrund der Nachblutungsgefahr noch min. eine Woche Kiga/ Sport/ Fußball Verbot, dann hat er es endgültig überstanden.
Ich wünsche euch alles Gute #klee.
LG Daniela

Beitrag von noreda1981 11.05.10 - 12:46 Uhr

@all:Ich danke Euch für Eure Aufmunterungen.Unser HNO-Arzt ist einmal in der Woche in der Kinderklinik wo er operiert.Von ihm wird meine Tochter auch operiert.Er sagte mir das es in den 20 Jahren in denen er HNO-Arzt war,nur einmal zur Nachblutung kam.Die ging aber gut aus.
Ich hoffe nur das alles gut verlaufen wird.Und ich werde ab jetzt vermeiden die Horrorgeschichten zu lesen.Diese Gedanken machen einen verrückt.

Lg

Beitrag von clapama 11.05.10 - 14:16 Uhr

Hallo!
Keine Panik!!!
Deine Geschichte hört sich an wie bei uns vor 6 Jahren. Da war unsere Große auch gerade mal 4 und musste nach Polypen OP und Röhrchen im Februar dann im Juni ihre Mandeln "abgeben".
Ich hab mich auch erst verrückt gemacht und es hat soooo gut geklappt.
Sie hatte keine Nachblutungen und nach dem ersten Tag hatte ich alle Hände voll zu tun, sie ruhig zu halten, da sie schon wieder recht fit war;-)!
Und wie meine Vorschreiber schon gesagt haben, nicht zuviel googeln....!
Deiner Tochter wird´s bald viel besser gehn, wenn die Biester raus sind, war bei uns auch so!!!
Wünsche euch alles Gute und drücke euch die Daumen!
clapama

Beitrag von ayshe 11.05.10 - 14:26 Uhr

sicher kann man alles mögliche lesen, aber eben meist eben nur geballt die möglichen negativen folgen.

wie wahrscheinlich sind sie denn? ;-)


wegen der narkose hätte ich keine bedenken, da müßte man schon einen stümper haben oder das kind reagiert allergisch auf irgendetwas.
ein halbwegs guter anästhesist dosiert extrem niedrig, fährt einen absoluten minimal flow und der körper wird kaum belastet.
zudem dauert eine mandel-OP auch nur wenige minuten, vllt 10.
die schnittstellen werden per HF-chirurgie sozusagen "verschmort", geschlossen.


mach dir nicht so große sorgen.
es ist ja keine herz-OP.

Beitrag von cori0815 11.05.10 - 15:27 Uhr

hi Noreda!
Ich versuch mal, dich zu beruhigen: Ich selbst bekam die Mandeln raus, als ich 5 war. Ich hatte auch viele Mandel-Entzündungen und so wurde beschlossen, dass das Kind, bevor es zur Schule kommt, die Mandeln entfernt haben müsste, damit es nicht dauerhaft in der Schule krank ist.

Ich habe die Zeit im KH als eine sehr gute in Erinnerung. Lediglich den ersten Tag (also dem Tag, an dem die OP war) fand ich nicht so toll - klar, dieses Erwachen aus der Narkose ist natürlich nicht so toll. Dazu kommt, dass meine Mama - nicht wie heute üblich - dabei war, sondern ich war allein. Allerdings hat das glaub ich den Vorteil, dass Kinder sich wenigstens richtig ausschlafen nach der Narkose und nicht dem Zwang erliegen, wieder wach werden zu wollen, weil die Mama da ist.

Ich blieb insgesamt fast 10 Tage im KH, hatte 5 klasse Spielkameraden in unserem 6-Bett-Zimmer und meine Mama kam jeden Tag für ein paar Stunden zum Spielen. Es gab jede Menge Eis und es war fast wie Urlaub.

Klar, ich erzähl es jetzt aus der Sicht eines Kindes. Aber als bei meinen Kindern jetzt mal wieder Röhrchen-OPs anstanden, erzählte meine Mutter mir, dass es mir echt gut gegangen sei. Ich hatte - laut ihrer Erzählung - so gut wie keine Schmerzen und war wirklich relativ schnell wieder fit.

Also sorg dich nicht zu arg. Denn so - ständig krank und ständig Antibiotikum - ist es ja auch kein Dauerzustand.

LG
cori

Beitrag von smurfine 11.05.10 - 21:27 Uhr

Hallo,

ich hatte auch umzählige Mandelentzündungen in meiner Kindheit, ein Jahr hab ich im Kiga komplett gefehlt. Meine Eltern haben sich die Mühe nicht gemacht mich operieren zu lassen, stattdessen auch immer schön Antibiotika..
Am Ende hab ich mich mit 20 Jahren endlich von den Dingern befreien lassen.
Nach der OP hatte ich erstmal null Schmerzen, die kamen ab dem 3. Tag. Ich dachte ich überleb´s nicht... Am gleichen Tag wie ich ist ein 3jähriger operiert worden. Also während ich platt im Bett lag hat der auf dem Flur mit seiner Mama Ballspiele aufgeführt, ich war total neidisch auf den Zwerg.
Die Ärzte meinten auch, dass Kinder das viel besser wegstecken würden.

Also, tu Deiner Kleinen den Gefallen und macht die OP jetzt.


LG;
fina

Beitrag von noreda1981 11.05.10 - 21:45 Uhr

Ich danke Euch allen für Eure hilfreichen Antworten.Ich bin schon viel beruhigter#danke.Wird schon alles gut gehen.Ich werde bei ihr sein und ihr nicht von der Seite weichen.

Lg

Beitrag von visilo 11.05.10 - 23:18 Uhr

Wir hatten das letzten Oktober. Polypen kamen raus und Mandeln wurden stark verkleinert. Wir haben das ambulant machen lassen nach 3 Stunden waren wir wieder zu Hause und Lukas hat ganz normal gegessen. Ich glaube du machst dir viel zu viele Gedanken, das ist ein Routineeingriff. Ach ja manchmal ist weniger Wissen besser wie zu viel Wissen;-), also laß Internet Internet sein und laß es einfach auf dich zukommen.

LG
visilo+Lukas (16.11.04)