Frage von Kollegin, wegen Clomifen

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Beitrag von franzi510 11.05.10 - 12:16 Uhr

Hallo Ihr Lieben!
Meine Kollegin und ihr Mann versuchen seit längerer Zeit schwanger zu werden...
Nun hat sie aus der KiWu-Klinik Clomifen verschrieben bekommen, was sie ab dem 3. Zyklustag bis zum 7. Tag nehmen soll. Zwischen dem 11. und 13. Tag soll sie dann zum Ultraschall (warum weiß sie auch nicht).
Nun könnte sie diesen Zyklus normal anfangen, dann könnte sie im Juni allerdings nicht zum Ultraschall, weil das total blöd ist mit frei nehmen...
Es bringt doch nichts, wenn man einen Monat was nimmt und den anderen dann wieder nicht, oder?
Und, was bewirkt das Clomifen?
Vielen Dank für Hilfe!
LG Franzi mit Marie Felina

Beitrag von cordelchen 11.05.10 - 12:20 Uhr

Hallo,
was ist das für eine KIWu Klinik, die medis verschreibt, den Zweck des ganzen aber nicht erklärt???

Hier mal was Kopiertes über:

Clomifen

Clomifen (Dyneric, Pergotime, Clom50, Clomhexal etc.) ist ein Medikament, welches als Tablette eingenommen sehr zuverlässig eine Eizellreifung an den Eierstöcken auslöst. Der Vorteil dieses Medikaments ist zweifellos die einfache Gabe als Tablette, weshalb es in vielen gynäkologischen Arztpraxen das erste Mittel der Wahl darstellt.

Der Wirkmechanismus ist immer noch nicht eindeutig geklärt, man vermutet, dass das Medikament der Hirnanhangsdrüse “vorgaukelt”, dass im Körper zu wenig Östrogen produziert wird (=Antiöstrogene Wirkung). Die Reaktion der Hirnanhangsdrüse darauf ist die vermehrte Ausschüttung von Follikelstimulierendem Hormon (FSH), wie bereits in “Grundlagen des weiblichen Hormonzyklus” beschrieben. Allerdings hat diese “unnatürliche” Stimulationsmethode den Nachteil, auch die Produktion des eisprungauslösenden Hormons (LH) ebenfalls zu verstärken.
Einnahme

Üblicherweise wird das Medikament vom 5. bis zum 9. Zyklustag verabreicht, abweichend davon wird auch gelegentlich vom 3. bis zum 7. Zyklustag behandelt. Dieses recht starre Schema kann entsprechend dem Zyklus der Patientin angepasst werden. Bei einem kurzen Zyklus wird man eher früher mit der Stimulation beginnen und auch Gaben über das übliche 5-Tage-Intervall hinaus sind möglich. Eine Tablette enthält 50 mg Clomifenzitrat. Die Dosierung beginnt meist mit 50 mg täglich und kann bei ungenügender oder ausbleibender Reaktion der Eierstöcke auf bis zu 150 mg/Tag erhöht werden. Höhere Dosierungen sind nicht sinnvoll.

Bekannt ist, dass statistisch nach 6 Monaten die Schwangerschaftsrate deutlich absinkt, weshalb mehr als 6 Therapiezyklen nicht empfohlen werden.
Kontrolle

Wie bei jeder hormonellen Stimulation der Eierstöcke ist eine Kontrolle mit Hilfe des Ultraschalls zu empfehlen. Und zwar vor Beginn der Behandlung (Ausschluss von Zysten) und nach erfolgter Clomifen-Gabe. Letzteres dient der Einschätzung der Eizellreifung, der Feststellung oder Festlegung des Eisprungzeitpunktes und nicht zuletzt der Kontrolle der Zahl der Eibläschen, um das Risiko von Mehrlingsschwangerschaften zu vermindern. Zumindest bei Dosierungen > 50 mg Clomifenzitrat ist dies dringend zu empfehlen. Auch die Höhe der Gebärmutterschleimhaut sollte dabei beobachtet werden (siehe unten). Darüber hinaus besteht für die Patientin die Möglichkeit mit Hilfe der Methoden der natürlichen Familienplanung (Temperaturmessung, Beobachtung des Gebärmutterhalssekrets) und/oder Verwendung von LH-Teststäbchen den Zeitpunkt des Eisprungs einzugrenzen.
Nebenwirkungen

Da Clomifenzitrat antiöstrogene Wirkungen hat, sind auch typische Symptome der Wechseljahre als Nebenwirkungen bekannt: Hitzwallungen, Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen. Sehstörungen bis hin zu Augenflimmern können selten vorkommen und sind ein Grund zur sofortigen Beendigung der Therapie.

Bei jeder hormonellen Stimulation können ein Überstimulationssyndrom oder Mehrlingsschwangerschaften auftreten. Diese und andere Risiken werden in einem gesonderten Kapitel behandelt.

Die Ausbildung von Zysten ist nach Clomifen häufiger als nach einer Behandlung mit Gonadotropinen (Spritzen).
Nachteile

Schon in der Einleitung wurde gesagt, dass Clomifen auch antiöstrogene Wirkungen hat und darauf wahrscheinlich auch seine Wirkungsweise beruht. Dies führt aber zu Nebenwirkungen, die sich gelegentlich auch nachteilig auf den Erfolg der Kinderwunschbehandlung auswirken können.

Clomifen erhöht allgemein die Produktion des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und auch des LH. Die erhöhten LH-Spiegel, sind möglicherweise in der Lage, die Eizellqualität zu verschlechtern.

Außerdem hat das Medikament auch eine “anti-östrogene” Wirkung an einigen Organen. Von besonderer Bedeutung ist dies am Gebärmutterhals, wo das Gebärmutterhalssekret zähflüssig werden kann und die Spermien am Eindringen in die Gebärmutter hindert. Auch die Gebärmutterschleimhaut ist von der antiöstrogenen Wirkung betroffen, was manchmal zu einem unzureichenden Aufbau der Schleimhaut führt. Eine hoch aufgebaute Schleimhaut ist jedoch eine wichtige Voraussetzung für die Einnistung des Embryos.

Ein weiterer Nachteil ist die lange Halbwertszeit des Wirkstoffs. Einmal in der Blutbahn, lässt sich die hormonelle Stimulation der Eierstöcke nicht mehr durch eine Dosiserhöhung oder -senkung steuern. Diese Nachteile haben dazu geführt, dass bei der Kinderwunschbehandlung zunehmend Gonadotropine zur Anwendung kommen.
Erfolgsraten

Die Frage “wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, mit Clomifen schwanger zu werden?” lässt sich nicht beantworten. Man kann für bestimmte hormonelle Probleme mit Statistiken dienen, in denen die Wahrscheinlichkeit für einen Eisprung angegeben wird. Ob jedoch eine Schwangerschaft eintritt, hängt von sehr vielen Faktoren ab. Vor allem ist das Alter der Frau und das Spermiogramm des Partners zu nennen. Da diese und viele andere Parameter sich bei jedem Paar unterscheiden, kann man die Frage meist noch nicht einmal näherungsweise beantworten.

Beitrag von mardani 11.05.10 - 12:22 Uhr

Hi

Clomi wirkt auf die Eizellenreifung. Es kann auch sein, dass mehr als ein Folli wächst.

Der US ist dafür da um zu schauen, wieviele Follies gewachsen sind und dann den perfekten Zeitpunkt für den geplanten Hoppelverkehr ;-) oder die Insemination festzulegen.

Würde es nicht machen, wenn sie nicht zum US kann. Denn dann weiß sie nicht den besten Zeitpunkt für den GV und dann wäre es ein verschenkter Clomizyklus. Da man ja nie mehr als sechs Zyklen das Zeugs nehmen soll.

LG

Beitrag von fraeulein-pueh 11.05.10 - 14:10 Uhr

Jein. Wird nur mit Clomi stimuliert und sonst nichts weiter genommen, dann kann z. B. der CBM den ES mit recht hoher Wahrscheinlichkeit finden (andere Ovus funktionieren dann wahrsch. auch). Ich würd den Zyklus dann aber trotzdem noch abwarten. Es geht ja nicht nur um den richtigen Zeitpunkt für Sex, sondern auch um eine mögliche Überstimulierung, die verhindert bzw. die beobachtet werden muss, da Mehrlingsschwangerschaften mit Risiken verbunden sind.

Beitrag von metropolis 11.05.10 - 12:27 Uhr

Also zum Ultraschall musst du, weil die schauen wollen, ob das Clomi anschlägt. Die können dann sehen, wie sich deine Eizellen entwickeln.

Clomi unterstützt die Bildung und das Wachstum von deinen Eizellen.

Wenn die groß genug sind, kann dann der Eisprung ausgelöst werden oder man kann kucken ob der Eisprung kommt. Damit man die fruchtbaren Tage nicht verpasst.

Liebe Grüskes