Hebammen und Stillen- Warum klappt das so oft nicht??

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kleiner-gruener-hase 11.05.10 - 13:48 Uhr

Hallo liebe Mamas!

Mir stellt sich immerwieder die Frage, wie es dazu kommt, dass scheinbar viele Hebammen keine Ahnung vom Stillen haben und vollkommen falsche Aussagen tätigen und auch falsche "Anweisungen" bezüglich des Stillens geben.

Ich habe ja nun schon mein 2. Kind und, vielleicht bin ich verwöhnt, unsere Hebamme ist zwar fast 60, steht aber hinter jeder Frau die gern stillen möchte und richtet alles darauf aus die Mutter zu unterstützen. Dabei ist sie keineswegs "dogmatisch", wenns nicht klappt mit dem Stillen dann tritt sie die oftmals am Boden liegenden Frauen nicht auch noch, sondern stärkt auch da den Rücken wo sie kann. Sie sagt immer es ist gut wenns klappt mit dem Stillen, aber man ist keine schlechtere Mutter wenn es nicht klappt oder man es auch einfach nicht möchte. Finde ich ja gut diese Einstellung!
Nun ist sie aber nicht die einzige Hebamme in unserer Umgebung die so handelt und denkt. Ich muss dazu sagen, dass es hier nur eine eizige freie Hebamme gibt, alle anderen (wie meine) sind beim ansässigen Klinikum angestellt. Das Klinikum hat seit einem Jahr eine neue Chefärztin in der Gyn und nun wird alles aufs Stillen und aufs Baby ausgerichtet. Das hat die Klinik mittlerweile auch zertifiziert bekommen. Vielleicht müssen die Hebammen von daher ja öfter mal zu Weiterbildungen betreffs Stillen.

Generell dachte ich aber immer, gerade Hebammen sind so ne Art "Kräuterhexen". #rofl Also nicht im negativen Sinn, aber die sind ja meist doch eher "öko", wenn ihr versteht was ich meine. Ich weiß einfach nicht wie ich das ausdrücken soll. Aber da wird doch eher mit Akupunktur und Homöopatie hantiert als mit Skalpell und Spritzen. Wie kann es denn dann kommen, dass viele Hebammen scheinbar so wenig bis gar keine Ahnung vom Stillen haben??

LG vom #hasi

Beitrag von .dezember. 11.05.10 - 14:03 Uhr

Ich halte nicht so viel von Hebammen, hatte immer schlechte Erfahrung.
Gibt sicher auch ein paar gute, aber der Größte teil hat keine Ahnung.

Mein Dritter Sohn war etwas trinkfaul,stillen klaptte schwer.
Nach dem dritten Versuch kam die Hebamme schon mit einer tollen Flasche Kunstmilch und 2 Abstilltabletten#schock
Ohne das ich danach gefragt hab#rofl

Also auf Hebammen sollte man nicht geben.
Und wenns uns Stillen geht lieber zu einer Stillberatung.

Meine Meinung;-)

Beitrag von majasophia 11.05.10 - 14:07 Uhr

viele hebammen, vor allem die älteren, sind nicht auf dem neusten stand und geben die tipps und tricks von vor 50jahren noch weiter!

und dann ist es einfach auch anstrengend gute stillberatung zu geben, vor allem wenns schwierigkeiten gibt, muss man da fachlich echt kompetent sein! ich denke, viele gehen dann einfach den leichteren weg und raten zur flasche, vor allem, weil sie ja auch die verantwortung dafür haben, dass das baby gut zunimmt!

ich denke auch, dass man sich bei stillproblemen besser an eine stillberaterin wendet und die gibts ja auch in jedem krankenhaus! die sind extra dafür ausgebildet und beschäftigen sich ja eigentlich nur mit den problemfällen!

Beitrag von qrupa 11.05.10 - 14:11 Uhr

Hallo

viele hebammen haben in eienr Zeit gelernt oder selbst Kinder bekommen, als stillen einfach nicht modern war und man wenig bis gar nichts drüber wußte. Bei vielen wird sich das sicher eingeprägt haben und wenn man nicht den Ehrgeiz hat sich selbstständig auf dem Gebiet fortzubilden wird halt dieses veraltete Wissen weitergegeben. Schade für die Frauen, die gerne stillen wollen und es wegen schlechter Beratung nichts wird.

LG
qrupa

Beitrag von marysa1705 11.05.10 - 14:12 Uhr

Hi,

also ich finde ja immer, die meisten Hebammen sollten bei dem bleiben, was sie am besten können: Kinder auf die Welt bringen. #cool

LG Sabrina

Beitrag von viofemme 11.05.10 - 14:13 Uhr

Mir tut es immer leid, dass z.T. der Eindruck entsteht, Hebammen wären schlechte Stillratgeberinnen. Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass ich wunderbar und kompetent unterstüzt wurde von meiner Hebamme. Eine Stillberaterin hätte es nicht besser machen können.
Daher finde ich es immer wieder schade, dass Hebammen diesbezüglich geradezu schon grundsätzlich jegliche Kompetenz abgesprochen wird und es verwundert mich, dass viele so schlechte Erfahrungen mit ihren Hebis gemacht haben. Auch von Freundinnen kenne ich es nämlich eher anders.

Beitrag von kleiner-gruener-hase 11.05.10 - 14:18 Uhr

Mir geht es da wie vio, meine Hebamme hat hier tagelang gesessen und mir geholfen damit es endlich klappt. Unser Sohn hat nämlich auch nicht so recht einsehen wollen dass er für sein Futter arbeiten soll.
Und als ich sie vor einigen Wochen anrief, weil ich ne Brustentzündung hatte, hat sie diekt wieder auf der Matte gestanden und mir geholfen damit es nicht noch schlimmer wird und ich evtl. abstillen muss. Ohne ihre Unterstützung hätte ich sicher schon mehr als einmal aufgegeben...

Beitrag von nashivadespina 11.05.10 - 15:58 Uhr

Hebammen machen oftmals keine aktuellen Fortbildungen...

meine Hebamme meinte damals dass ich mein Kind alle 3 Stunden im festen Rhytmus anlegen sollte -da dies sonst Blähungen usw verursachen würde......#zitter ich sollte es auch mal schreien lassen wenn es hunger hat und nicht direkt anlegen...

zum glück habe ich urbinis, eine stillberaterin kontaktiert und mich im netz/ buch informiert...und habe mich nicht dran gehalten #schein

das hätte nämlich mit großer wahrscheinlichkeit zum abstillen geführt...und da mein kind ein hohes allergierisiko hatte und nun auch sämtliche allergien/neurodermitis hat bin ich umso glücklicher dass ich BIS HEUTE noch stillen kann!

dann empfahl sie mir kümmelöl auf den bauch aufzutragen und den bauch des babys damit zu massieren..mein baby bekam davon ausschlag und sie war davon fest überzeugt dass dies nicht für eine allergie/unverträglichkeit spricht sondern eine reizung...ich bin dann zu einem kinderarzt gegangen der das auch so sah und der mir sogar noch gegen die blähungen kümmelzäpfchen verschrieb#schock Ich habe dann den Kinderarzt gewechselt welcher gleichzeitig Allergologe ist und der hat mir dann gesagt dass es unverantwortlich wäre wenn man die Zäpfchen geben und das öl weiterwenden würde...da der ausschlag am bauch eindeutig ein zeichen von einer kontakallergie spricht...ein verzehr oder anale gabe durch kümmelzäpfchen hätte zu einer ssehr ernsten, starken allergischen reaktion geführt #schwitz....meines erachtens muss man doch sowas als hebamme wissen ..dass ausschlag am bauch usw..auch für eine allergie sprechen könnte!!

Beitrag von lilliana 11.05.10 - 16:22 Uhr

Weil Hebammen nicht automatisch Stillberaterinnen und sich meist eher aufs Kinder entbinden verstehen.

Beitrag von frierschaf 11.05.10 - 17:20 Uhr

Hallo,

also ich kann die ewige Schimpferei auf die Hebis nicht verstehen. Sie sind doch gerade dafür da, eine Mutter in den ersten Wochen zu unterstützen - und genau das hat meine auch getan. In den ersten Tagen stand sie bei mir fast täglich auf der Matte. Auch jetzt wäre sie noch jeder Zeit für mich zu sprechen, wenn ich sie bräuchte. Und das alles für eine nicht sonderlich gute Bezahlung.
Ihre Tips haben mir jedenfalls immer geholfen. Sonst hätte ich vielleicht am Anfang aufgegeben, weil ich einen kleinen Vielfraß habe. Sie hat mir aber immer wieder Mut gemacht.
Und sie hat sich weitergebildet zum Thema Stillen bei einer Stillberaterin der LaLecheLiga. Die ist nämlich vor einiger Zeit auf die Hebammen hier in der Region zugegangen und hat Weiterbildungen gemacht. Und vielleicht sollten das andere Beraterinnen auch mal machen, statt immer wieder einfach nur zu schimpfen.

LG
frierschaf (die sich inzwischen zur Langzeitstillmama entwickelt)