Erziehung von Kinder

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von bienchen1983 11.05.10 - 14:03 Uhr

Hallo ihr Lieben,

im Forum Schwangerschaft gab es grade eine riesen Diskussion über das Thema Langzeitstillen. Eine Userin schrieb, dass bei ihnen im Kindergarten weder Eltern noch !Kinder! etwas mit einem Langzeitgestillten Kind zu tun haben wollten. Ist so was nicht schlimm??? Schon im Kindergarten wird ein Kind diskriminiert nur weil es noch gestillt wird?!? Ich kann mir kaum vorstellen, das dies schon bei den anderen Kindern "komisch" ankommt, sondern denke viel mehr, dass dies die Eltern verursacht haben.
Ich versuche mein Kind frei von sämtlichen Vorurteilen zu erziehen und zwinge ihm keine Wertvorstellungen von mir auf!!!
Wie erzieht ihr eure Kinder???

Lieben Gruß
Eva mit Paul (2. Jahre) + #ei 11 ssw

Beitrag von lulu2003 11.05.10 - 14:09 Uhr

Hallo Eva,

also ersteinmal kann ich es mir kaum vorstellen wie das in der Praxis laufen soll. Wurde die Mutter gefragt wie lange sie gestillt hat und als es dann hieß wie lang haben ab da alle einen großen Bogen um sie gemacht? Ich denke da spielen vielleicht noch andere Dinge eine große Rolle. Das Stillen allein wird sicher nicht der Grund sein. Vielleicht hat sie eine etwas andere Einstellung zu vielen Dingen und eckt daher mit den anderen Eltern an.

Tja, wie erziehe ich meine Kinder? Gute Frage.
Offen aber auch mit gewissen spießigen Ansichten. Ganz danach was mir der Bauch sagt und ganz ehrlich? Ich entdecke auch einiges aus meinem Elternhaus wieder. ;-)

Liebe Grüße
Sandra

Beitrag von gingerbun 11.05.10 - 14:49 Uhr

Hallo,
ich erziehe mein Kind zu einer starken selbstbewussten Person mit den Werten die auch ich mitbekommen habe und die sind sicherlich nicht Geld, grosses Auto, etc. Mal so ganz einfach gesagt.
Ich habe gerade den von dir angesprochenen Thread angelesen. Ich finde es immer erstaunlich, dass sich in unserer industrialisierten Welt die Leute eher aufregen wenn lange gestillt wird als wenn von vornherein klar ist gar nicht zu stillen. Letzteres finde ich viel schlimmer. Ja klar, wir meinen wir haben alle die Freiheit zu wählen, das seh ich eben nicht so. Ich habe meine Tochter auch sehr lange gestillt und sie ist in jeder Runde sehr beliebt. Was das eine mit dem anderen zu tun haben soll seh ich nicht.

Nur sehe ich auch dass heutzutage es scheinbar kaum noch irgendwie normal ist schwanger zu sein, ein Kind zu haben. Darum rankt sich eine Industrie die ihresgleichen sucht. Wenn ich hier im Forum lese hau ich mir echt manchmal an die Stirn und denke mir - es kann doch nicht wahr sein. Wissen die Leute heute nicht mehr was wirklich wichtig ist?

Naja ich will nicht abschweifen aber m(ein) Kind braucht damit es glücklich aufwächst und selbstbewusst und stark wird viel Liebe, Verständnis und Vertrauen. Eben eine intakte Familie die idealerweise ziemlich auf dem Boden geblieben ist und sich noch an ihren Instinkten orientiert und keine schlauen Ratgeber lesen muss oder sich an irgendeiner Massenhysterie orientiert.

Lieben Gruß!
Britta

Beitrag von diejulimaus 11.05.10 - 15:08 Uhr

Naja, ich habe die Diskussion eben auch mal angeschaut, aber ich finde, die Person, die das schreibt, klingt nicht besonders glaubwürdig. Dass die Kinder aufgrund des Stillens ausgegrenzt wurden, war vielleicht ihre persönliche Interpretation. Vielleicht waren die Kinder auch allgemein "merkwürdig" oder vielleicht auch die Eltern. Ich finde solche Diskussionen immer wieder interessant und es ist fast erschreckend, wie viel Engstirnigkeit und Intoleranz bei vielen Eltern herrscht. Meine Kinder sollen selbstbewusste Persönlichkeiten werden, die sich ihr Urteil über verschiedene Dinge selbst bilden dürfen und die lernen sollen, dass es viele unterschiedliche Menschen gibt, die man in ihren Unterschiedlichkeiten genau so akzeptieren kann und sollte.
Viele Grüße
Juli mit immernoch stillender #verliebtShana (*05.03.2008) und #herzlich#ei Muckelchen (17+6)

Beitrag von marjatta 11.05.10 - 15:09 Uhr

Das müssen doch Mutter und Kind miteinander ausmachen, wie lange gestillt wird. Ach, ich versteh nicht, warum wir nicht mehr auf unsere Instinkte hören.

Mein Lütter ist jetzt 12,5 Monate alt und von Abstillen kann nicht die Rede sein. Aber mit 2 Jahren darf dann gerne Schluss sein. Die WHO empfiehlt sogar Stillen mit Beikost bis 2 Jahre. Mir sind diese ganzen Grundsatzdiskussion sowas von zuwider. Und über die finanziellen Vorteile wird überhaupt nicht gesprochen. Das sind bis zu 80 EURO!!!! im Monat weniger Kosten, wenn man stillt. Und gesünder als die Fertigmilchpulver ist es allemal. Das gibt die Industrie ja selber zu.

Ich halt mich da an den Alten Friedrich. 'Ein jeder lebe nach seiner Facon'.

Trotzdem finde ich die Reaktionen von manchen Erwachsenen doch sehr merkwürdig. Ich meine, die sind doch nun wirklich nicht mehr im Sandkasten, oder??? #kratz

Beitrag von gingerbun 11.05.10 - 15:50 Uhr

Ach - das tut gut zu lesen :-)

Beitrag von kattich 11.05.10 - 15:31 Uhr

ich selbst find es sehr befremdlich,wenn ein kind im kleinkindalter noch gestillt wird.
ich finde auch nicht das es irgendwelche werte vermittelt.es ist doch "nahrung"und nähe und das kann man in diesen alter auch anders geben.

man hilft den kindern doch auch sonst dabei selbstständig zu werden,warum nicht in diesem bereich?

meiner meinung nach wollen die mütter nicht das sich ihr" kleines baby" abkappselt und nicht mehr nur ,von ihnen abhängig ist.

ich würde mir, meinen kind gegenüber nichts anmerken lassen,aber das das nicht das "normale"ist wissen die kleinen doch selbst...alle anderen trinken nämlich nicht aus ihrer mama ,sondern aus einer tasse...

Beitrag von natascha88 11.05.10 - 23:21 Uhr

OK, ein Kleinkind stillen muss nicht jeder mögen.

Und das mit dem Selbstständig werden - klar hilft man seinem Kind dabei. Aber jetzt beobachte doch mal die Kinder im gesamten, unabhängig davon ob sie gestillt wurden oder nicht: Wieviele Kinder haben in dem Alter noch einen Schnuller? Oder trinken spezielle Kindermilch, Kindersäfte oder essen Kinderpuddings? Würdest du das den Kindern alles entziehen, damit sie selbständig werden? Ich finde, ein Kleinkind darf schon noch Kind sein und zu selbstständigkeit gehört meines Erachtens auch, zu entscheiden, wann man von sich aus bereit ist, auf die geliebte MuMi zu verzichten!

Und was normal ist oder nicht - ist glaub ich eine ziemlich subjektive sache ;-) Für die gestillten Kleinkinder ist es freilich normal, ab und zu noch ein wenig nuckeln zu dürfen!
Wenn man sich das Stillen weltweit anschaut, da ist es unnormaler ein Kind gar nicht zu stillen als es bis ins Kleinkindalter zu stillen.
Außerdem schließt das eine, das andere nicht aus. Mein Sohn kann auch aus einer Tasse oder einem normalen Glas trinken, und das sehr schön :-p

Nix für ungut, jeder wie er will.
Ich mag nur die Aussage nicht, dass es "unnormal" ist ;-)

Freundliche Grüße,
Natascha mit Lukas (26.3.09)

Beitrag von kattich 12.05.10 - 12:08 Uhr

deshalb war das normal ja auch in "!die meisten kleinkinder werden halt nicht mehr gestillt und wenn in einer kindergartengruppe 20 kinder sind,davon vielleicht eins gestillt wird,ist es für die anderen bestimmt irgendwie komisch.ich finde sowieso ,das das stillen generell,nicht in der öffentlichkeit sein sollte,es ist doch was intimes.

die kleinkinder sollen ja auch nicht auf ihre mama verzichten,sondern auf ihre brust...mit selbstständiger meine ich nicht ,das man auf kinderprodukte verzichten soll,ich finde nur das das kind nicht nur von der mutter abhängig sein sollte


Beitrag von natascha88 12.05.10 - 12:50 Uhr

Mein Sohn ist nur wegen des Stillens nicht von mir abhängig. Das war er zu der Zeit, wo er voll gestillt wurde, also bis 6 Monate, und auch da gabs ab und zu MuMi aus dem Fläschchen, wenn ich nicht da war.#flasche

Und zu Stillen in der Öffentlichkeit: Ich fände es weitaus trauriger, wenn eine Stillende Mama ihr Baby (nicht Kleinkind) weinend hungern lässt, weil sie grade unterwegs ist und nicht in den eigenen 4 Wänden. Da geht meiner Meinung nach das Bedürfnis des Kindes vor und nicht das der Passanten, die eventuell mitbekommen, dass dort ein Baby gestillt wird.

Ich habe auch nicht vor zu Stillen, bis mein Kleiner in den KiGa geht. Aber ich kann nichts schlimmes daran finden, wenn ein Kind mit 3 noch ab und zu an der Brust trinkt.

Die Diskussion kann man vermutlich ewig weiterführen. Ich habe meine Meinung und du deine. Welche richtig ist, lässt sich sicher nicht bestimmen.

Fröhliche Grüße,
Lg, Natascha

Beitrag von kattich 12.05.10 - 14:46 Uhr

da hast du recht,die diskussion kann man ewig so weiterführen.

ich denke ,jeder hat für sich die richtige meinung.

aber klarstellen möchte ich,das ich nichts gegen das stillen habe(bei babys) und eine mutter ihr kind nicht vor hunger schreien lassen soll.es gibt auch in der öffentlichkeit rückzugmöglichkeiten(z.b. umkleide oder so)

trotzdem ,meine meinung zu langzeitstillen bleibt.;-)

Beitrag von howgh 11.05.10 - 16:44 Uhr

Es ist schade, dass du den Link dazu nicht hast.. Ich glaube, dass war der zweite:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=2&tid=2627422

Den ersten habe ich leidern icht gefunden.

Wie erziehe ich meine Kinder ? Im Hintergrund ist mit Sicherheit irgendwie ein christliches Bild (Vorstellung). Zudem versuche ich meine Kinder dazu bewegen, nicht sich nur das oberflächliche anzuschauen und so zu sein..

thema: Langzeitstillen..? hm, ich finde echt interessant, wenn das schon im SS Forum disktuiert wird, da würde mich die Anzahl der Erstgebärenden shcon interessieren..
Ich überlege mal, was hat ein KG mit einem Langzeitgestillen Kind zu tun hat ??? Kommt da ne Mutter , setzt sich rein und fängt an das Kind anzudocken ? Stillen gehört in diesem Alter in die Privatsphäre..oder ? Es wird mit sicherheit nicht mehr um dierichtigen Nährstoffe gehen eher aber im etwas anderes ???? was zwischen der Mutter und dem Kind ist ? Ich frage mich nur, lässt es sich nicht auf eine andere Art und Weise umwandeln, dem alter entsprechend ?

Aber wenn sich das Kind sonst normal entwickelt, ist doch egal..
Und was die Ausgrenzung betrifft, weiss ich als Mutter, das dies zu einer ausgrenzung führen könnte...(Kinder können manchmal echt böse sein...obwohl mit 3 Jahren) würde ich dieses Verhalten sein lassen..

LG Howgh

Beitrag von yvonnechen72 11.05.10 - 17:26 Uhr

Hallo,

ich persönlich halte gar nichts vom Langzeitstillen, würde meinen Kinder abr nicht verbieten mit langzeitgestillten Kindern zu spielen.
Allerdings kannst du mir nicht erzählen, dass du in deiner Erziehung deine Wertvorstellungen nicht weiter gibst. Diese prägen doch deine Erziehung!

LG Yvonne

Beitrag von miriamama 11.05.10 - 17:27 Uhr

Ich hab die Thread zwar nicht gelesen, möchte dir aber dennoch antworten.


Ich selber stille meine Tochter immer noch. Sie wird im Juli 2. Ich finde es ganz schrecklich, wenn Eltern ihren Kindern sagen, dass es "Bäh!" ist oder sowas... Ich würde meiner Tochter sagen, dass das Kind gestillt wird und gut ist. Das Kind kann sich doch selber eine Meinung bilden, oder? Ich denke, die meisten Kinder würden es einfach akzeptieren. "Joa, dass Kind wird halt gestillt." -fertig. Ich glaube kaum, dass sich ein Kind im Kindergartenalter denken kann, "IHHHH! Wie ekelig!". Mal ein anderes Beispiel: Wenn ein Kind Pups, lacht es dadrüber. Aber nur, weil wir drüber lachen. Von alleine würde das Kind nicht auf die Idee kommen zu lachen. WIR zeigen es ihm.

Von daher finde ich es ganz schlimm, wenn Eltern ihre Meinung dem Kind "eintrichtern". Ähnlich ist es auch bei Ängsten (unberechtigte).

LG! Miriam

Beitrag von inajk 11.05.10 - 17:42 Uhr

Nach den Reaktionen zu urteilen, die Langzeitstillende auch hier immer wieder kriegen (bah, wie eklig, wie pervers etc), wundert es mich nicht, wenn in einem entsprechenden Kindergarten auch ausgegrenzt wird. Traurig.
Ich stille meine Kleine (1,5) auch noch. Ein Krippenfreund meiner Grossen wird mit 4 auch noch gestillt, so what... er ist ein suesses, nettes, aufgewecktes Kind das halt gestillt wird. Schadet doch nicht. Ich kann mich viel mehr darueber aufregen, wenn Babies mit Fruchtzwergen oder Milchschnitten vollgestopft werden...
Ich kriege hier (NL) eigentlich immer nur neutrale-positive Reaktionen aufs Stillen. Ich kann mich echt an keine einzige negative Reaktion erinnern. Da habe ich wohl Glueck...

LG
Ina

Beitrag von miriamama 11.05.10 - 19:56 Uhr

Ich denke auch, dass du Glück hast. Ich werde hier (wohne bei Bremen) oft schon etwas komich angeschaut. ANGESPROCHEN hat mich hier aber noch niemand. Sollte sich auch einer mal wagen... ;-)

Beitrag von baby2301 11.05.10 - 20:47 Uhr

Meine ist 15 Monate und ich stille immernoch in der Nacht, und die Erzieherinnen wissen das und meinen das ist normal, das geht den Kleinen in dem Alter weniger ums trinken, denn ist gehört für sie einfach zum ritual.