Ja oder Nein sagen?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von wasmachichnur??? 11.05.10 - 14:05 Uhr

Brauche dringend Rat in einer Herzensangelegenheit....

Mein Lebensgefährte und ich sind noch nicht so lange zusammen (knapp 1,5 Jahre), haben aber bereits eine gemeinsame Wohnung und verstehen uns super.
Er ist der Mann fürs Leben, wir sind auf einer Wellenlänge und haben für unser Leben gemeinsame Ziele.
Seit einiger Zeit schon habe ich das Gefühl, dass er mir wohl bald einen Heiratsantrag machen will.
Wir haben sehr oft darüber gesprochen, er meinte mal dazu, er hat überhaupt keine Bedenken, denn es würde an unserer Beziehung nichts ändern, außer noch mehr das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken.

ich meinte daraufhin, dass es sowohl rechtlich als auch emotional ein großer Schritt ist...
Was mir noch ein bissl im Kopf rumspukt ist unser Liebesleben, ich habe keinen so guten Sex gehabt wie mit ihm, allerdings gab es schon rechte Flauten und viele Gespräche, da er manchmal nicht den Kopf frei hat (er ist in seinem Job recht unterwegs) und es passiert dann schon mal, dass zwei oder drei Wochen nix gelaufen ist...was für mich sehr schwer war/ist, denn für mich bedeutet Sexualität auch ein Stück weit Lebenelixier.
Insgesamt hat es sich halt noch nicht so aufeinander eingespielt, wenn ich Lust habe, weicht er eher aus, da er das Gefühl hat, er müsse funktionieren, also gibts nur dann Sex, wenn er will, würde ihn sehr gerne öfters mal verführen dürfen, aber das klappt nicht.

Wenn ich vor den Traualtar trete (bin katholisch) dann möchte ich ohne schlechtes Gefühl alle Gelübde ablegen können, momentan zweifle ich aber, dass ich ihm treu bleiben kann, wenn sich manches net ändert...

Ach mensch, sind so viele Gedanken, danke erstmal für das "Zuhören"!

Wie war das bei euch, als ihr geheiratet habt, hattet ihr keine Zweifel?

Beitrag von xegalx 11.05.10 - 14:17 Uhr

Hallo!

Außer, dass ich evangelisch bin, könnte der Text 1:1 von mir sein...
Helfen kann ich dir aber leider nicht :(

LG

Beitrag von marlene2009 11.05.10 - 14:26 Uhr

Hm, ich weiss nicht .... es kommt einfach darauf an, wie wichtig Dir der Sex ist. Ich würde zum Beispiel über solche kleinen Flauten hinwegsehen, weil sonst alles stimmt.
Andererseits kann es ja auch sein, dass sich seine berufliche Situation irgendwann ändert oder er lernt, besser mit dem Stress umzugehen. Bei uns merke ich immer, dass eigentlich doch alles stimmt, wenn wir mal längere Zeit Urlaub haben und gerade das Sexualleben ein völlig anderes ist. ;-)

Eigentlich gibt es ja nicht viele Möglichkeiten:
1. Ihr sprecht darüber, arbeitet daran und Du kannst damit leben, dass es eben immer wieder solche Phasen gibt
oder
2. Du kannst es nicht. Und in diesem Fall solltest Du nicht nur eine Hochzeit in Frage stellen, sondern Dir auch ernsthaft Gedanken darüber machen, ob diese Beziehung eine Zukunft für Dich hat. Denn mit Fremgehen im Hinterkopf weiterzumachen kann wohl weder für Dich, noch für ihn das Richtige sein.

Liebe Grüße,
Marlene

Beitrag von wasmachichnur 11.05.10 - 15:36 Uhr

So sehe ich das alles auch, wobei das Fremdgehen noch nicht mal in dem Sinne aktuell ist, ich kämpfe sehr für diese Beziehung, da sie mir sehr viel bedeutet.
Die Frage, die sich mir stellt ist eher, ob ich nicht irgendwann auch mal aufgebe, und mir die gewisse Art von Bestätigung und "körperlicher Notwendigkeit" woanders holen werde.
Das ist sicherlich auch bei ihm im Hinterkopf...ich bin da aber eher Realist und gerade diejenigen, die behaupten, ich könnte meinen Partner/meine Partnerin niemals belügen und betrügen, sehen sich schneller als gedacht in einer solchen Lage.

Und wenn man verheiratet ist und fremdgeht, dann kann das auch rechtlich im Falle einer Scheidung oder sonstigem Folgen haben, richtig?
Vor allem in der Frage des Besitzstandes, also Haus, Auto, Konten etc., oder habe ich da mal was falsch verstanden #kratz

Aber deine Gedanken finde ich gut und ich werde mir diese zu Herzen nehmen!

Beitrag von nick71 11.05.10 - 20:08 Uhr

"Und wenn man verheiratet ist und fremdgeht, dann kann das auch rechtlich im Falle einer Scheidung oder sonstigem Folgen haben, richtig? Vor allem in der Frage des Besitzstandes, also Haus, Auto, Konten etc., oder habe ich da mal was falsch verstanden "

Das Schuldprinzip wurde schon vor Jahren abgeschafft.

Aber mal ganz allgemein:

Wenn du dir unsicher bist (was ich übrigens verstehen kann), solltest du seinen Heiratsantrag nicht annehmen.


Beitrag von coffea 11.05.10 - 15:06 Uhr

Hallo!

ich hatte aus anderen Gründen grosse Zweifel.
Trotz dessen sagte ich JA.

Die Ehe wurde nach 3 Jahren geschieden, getrennt habe ich mich fast auf den Tag genau nach 2 Jahren Ehe!

Somit bin ich mittlerweile der Meinung, wer Heiratet, sollte wirklich aus ganzem Herzen JA sagen können und WOLLEN.

Ich möchte nicht mehr heiraten ;-)

Alles gute wünscht Dir
coffea

Beitrag von mansojo 11.05.10 - 15:15 Uhr

hallo,
ich bin seit 12 jahren verheiratet
und bereue nichts;-)

aber wenn ich den leisesten zweifel gehabt hätte ,wäre ich nicht vor den altar getreten

warum verlobt ihr euch nicht erstmal(zugegeben etwas spießig)
wir waren 4 jahre verlobt

lg manja

Beitrag von wasmachichnur 11.05.10 - 15:31 Uhr

Mein Lebensgefährte findet allein die Bezeichnung "wir sind verlobt" bzw. "Verlobte/Verlobter" sehr altmodisch und eine lange Verlobungszeit wird es sicherlich auch nicht geben wenn....

Für mich bedeutet es, auf jeden Fall zu heiraten, die Möglichkeit des "Rückzugs" würde ich nur in sehr schwerwiegenden Situationen sehen.

Allerdings könnte man es, soweit ich dich richtig verstanden habe, auch als "Bewährungszeit" sehen...

Danke aber auf jeden Fall für den Tipp!#danke

Beitrag von nichtmehrtreu 11.05.10 - 17:23 Uhr

Hallo!

Also ich bin nicht kath. aber in einer ähnlichen Situation. Mein Freund ist sehr eingespannt und im moment machen wir es alle 4 Wochen #heul#schock#heul

Gespräche gabs schon reichlich aber das ist ja so ein sensibles Thema, bringt alles nichts. Auch ich habe deswegen die Beziehung in Frage gestellt, nicht vor ihm aber bei mir selber schon. Wenn er mich jetzt fragen würde: Klares Nein!
Allerdings hab ich es letztes Wochenende nicht mehr ausgehalten, war mit meinen Mädels unterwegs und der Abend endete dann in einem fremden Bett. Will ich alles nicht entschuldigen oder rechtfertigen, ist hier auch nicht die Frage aber ich kann dir nur raten, da du dir selber die Treuefrage schon gestellt hast. Machs nicht, es hört sich nicht an ob das so dauerhaft befriedigend für dich ist.

Alles Gute

Beitrag von asimbonanga 11.05.10 - 21:42 Uhr

Hallo,
aus Erfahrung ( bin zum 2. Mal verheiratet ) kann ich dir nur raten erst oder überhaupt zu heiraten, wenn du vorher keine Zweifel hast.
In deinem Fall ( seine Libido könnte z. B. noch schwächer werden durch den Alltag )würde ich noch mindestens ein -bis anderthalb Jahre mit der Hochzeit warten.
Vielleicht passt ihr euch ja noch an...................

L.G.