Ich vermiss dich so...

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von schwarzes-elfchen 11.05.10 - 15:26 Uhr

Vor 3 Jahren ist meine Oma gestorben. Sie war für mich so wichtig, und im Moment fehlt sie mir mehr denn je.

Sie war schwer krank, wir wussten alle, dass es bald zu Ende geht - sie wusste es auch. Sie hat mir damals was gesagt, was ich erst sehr viel später verstanden habe.

Ich würde ihr heute gerne sagen, dass ich inzwischen weiß, was sie meinte. Und das sie recht hatte. Ich würde ihr gern meinen Mann vorstellen, den sie leider nie kennen lernen durfte. Ich würde ihr gerne sagen, dass wir uns ein Kind wünschen. Und das alles, was damals war, auch einen Sinn hatte, egal wie furchtbar es war.

Ich hoffe, sie hat ihren Frieden. Und ich hoffe, ich habe ihn auch irgendwann.

Verzeiht das #heul, ich musste das mal rauslassen.
Danke, das ich das hier kann


Beitrag von lulu2003 11.05.10 - 17:52 Uhr

Hallo,

ich weiß was du meinst.#liebdrueck

Mir geht es ähnlich, nur dass meine Oma leider schon vor 20 Jahren mit nur 61 Jahren an Brustkrebs starb. Sie war das Liebste was ich hatte und ihr habe ich eine wunderschöne Kindheit zu verdanken. Ich erinner mich soooo gern an sie. An viele Momente die wir gemeinsam erlebt haben. Auch ich wünschte sie hätte ihre zwei bezaubernden Urenkel kennenlernen dürfen. Ich war damals 14 Jahre alt als sie starb und ich bin bis heute noch nicht darüber hinweg. Sie fehlt mir so. Es vergeht nicht ein Tag an dem ich nicht an sie denke. Seitdem habe ich auch keine Angst mehr vor dem Tod weil ich denke, wir sehen uns dann wieder.

Liebe Grüße
Sandra

Beitrag von schwarzes-elfchen 11.05.10 - 20:42 Uhr

#liebdrueck

meine Oma hatte Eierstock-Krebs, als man ihn entdeckte, waren bereits Metastasen in Leber und Lunge zu finden.
Ich habe sie zusammen mit meiner Mutter die letzten Wochen über gepflegt und es war härter für mich als für sie denke ich manchmal. Sie hat sich nach der Diagnose mit allem ausgesöhnt, zumindest hatte man das Gefühl. Und so konnte sie in Frieden gehen. Aber ich musste danach erstmal mit einigem klarkommen. Sie hat damals öfter lange Gespräche mit mir geführt, die anscheinend für mich wichtiger waren als für sie. Das fehlt mir grade sehr.


LG Elfchen

Beitrag von lulu2003 11.05.10 - 21:35 Uhr

Hallo Elfchen,

puh, da hast du aber ganz schön was mitgemacht. #liebdrueck

Ich bin damals nicht mehr ins Krankenhaus gefahren um meine Oma noch mal zu sehen und ich bin froh darüber. So habe ich sie noch immer in Erinnerung wie sie mal war. Ihr graus Haar, ihr knuddeliger Körper in der Kittelschürze und ihre immer nach Handcreme riechenden Hände. Sie hat nachher sehr schlimm ausgesehen. Ich denke das hätte ich nicht verkraftet. Ich bewundere deine Stärke deine Oma noch gepflegt zu haben.

Liebe Grüße
Sandra

ps: ich schreibe zum ersten mal in den fast 7 Jahren Urbia, hier über meine Oma.

Beitrag von schwarzes-elfchen 12.05.10 - 10:51 Uhr

Huhu Sandra

naja war nicht leicht, das mit der Pflege, aber wir wollten nicht, dass sie in einem unpersönlichen KH stirbt. Sie war die letzten Wochen über in einem Hospiz, das aber ganz in der Nähe war, so dass wir jeden Tag zu ihr konnten. Manches wollte sie aber auch nicht, das wir das machen, da hat sie immer das Pflegepersonal geholt.

Ich bin eigentlich froh, dass ich damals noch bei ihr war. Eine knappe Stunde bevor sie starb, hat sie das Bewusstsein verloren und ist dann später einfach eingeschlafen. Wir haben ihr auch noch etwas in den Sarg legen können: sie hat mir mal einen kleinen Schutzengel aus Amthyst geschenkt, den habe ich ihr mit in den Sarg gelegt. Das war mir wichtig.

Ich habe bisher eigentlich nur mit meiner Schwester darüber gesprochen und meinem Mann.

LG Elfchen

Beitrag von sunny-1984 11.05.10 - 21:31 Uhr

Hallo,

ich weiß wie du dich fühlst. Mein Opa ist vor 1,5 Jahren gestorben.
Er ist wegen Fieber ins Krankenhaus gekommen und von da ab ist es ihm immer schlechter gegangen. Nach 6 Wochen hat er uns dann verlassen.

Er fehlt mir auch so sehr. Vorallem konnte ich ihn auch nie so oft sehen da er 500 km von uns wegwohnte mit meiner Oma (sie wohnt jetzt bei uns in der Nähe).

Ich hab mir immer gewünscht das meine Familie bei meiner Hochzeit komplett ist, doch dies war leider nicht so. Er hat ein 3/4 Jahr vorher aufgegeben.

Er fehlt mit so und es tut immer noch so weh...

Beitrag von schwarzes-elfchen 12.05.10 - 10:54 Uhr

hallo,

das tut mir leid #liebdrueck

Wenn es so plötzlich ist, ist es sicherlich noch um einiges schwerer.

Ich bin damals mit meinem Mann zum Grab meiner Oma gefahren, ich hatte irgendwie sas Bedürfnis, ihn ihr "vorzustellen". Ich weiß, es würde sie freuen, wenn sie uns jetzt sähe.

Ich wünsch dir alles Gute
Elfchen

Beitrag von reike82 12.05.10 - 09:26 Uhr

Hallo,

auch ich kann dich sehr gut verstehen! Mein Opa ist im März letzten Jahres ganz plötzlich verstorben.

Mein Leben hat sich im letzten Jahr sehr verändert und mein Opa konnte nicht mehr dran Teil haben. Mein Mann und ich haben ein Haus gekauft, wie gerne hätte ich es meinem Opa gezeigt und er wäre sicherlich auch stolz, wenn er wüsste, dass ich mitlerweile auch verheiratet bin.

Als mein Opa beerdigt wurde, hatten wir ein paar Tage vorher die Gelegenheit, etwas persönliches mit in den Sarg zu legen. Ich habe ihm meine neue Adresse aufgeschrieben, damit er weiß, wo ich wohne und er mich besuchen kann.

Auch ich bin mir sicher, dass wir unsere Großeltern früher oder später wieder sehen werden!

lg

Mareike

Beitrag von schwarzes-elfchen 12.05.10 - 11:00 Uhr

#liebdrueck das tut mir leid für dich

Mein Leben hat sich seitdem auch stark verändert: sehr zum Guten und sie wäre froh, wenn sie uns heute sehen könnte, da bin ich sicher. Ich fahre so oft es geht zu ihrem Grab, die Leute halten mich sicher schon für verrückt, weil ich dann mit ihr rede. Aber ich fühle mich dann besser, fast als hätte ich wirklich mit ihr gesprochen.

Ich habe meiner Oma einen kleinen Schutzengel aus Amethyst mit in den Sarg gelegt. Den hatte sie mir geschenkt, als es mir sehr schlecht ging. Und ich hatte ihn ihr ans Bett gestellt in den letzten Wochen als Glücksbringer. Ich finde es tröstlich zu wissen, dass sie ihn jetzt bei sich hat.

LG Elfchen

Beitrag von sa-biene 12.05.10 - 18:48 Uhr

#kerze:-( Meine Oma fehlt mir auch nach wie vor. Sie war meine Vertraute, meine innere Ruhe, mein Seelentröster und immer für mich da in meiner allerschwersten Zeit.
Für deine Oma#kerze
Für meine Oma#kerze
Für Nina und Michael#kerze#kerze
Sabine
Der Schmerz vergeht nie, er wird nur erträglicher