Einjährige wie lange in Kita?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von honolulumieze 11.05.10 - 20:12 Uhr

Hallo

eigentlich müsste ich ab Juli wieder arbeiten. Meine Kleine wird 1 Jahr alt und einen Kita-Platz habe ich auch. Öffnungszeiten 7.15 - 16.00 Uhr Freitags bis 15.00 Uhr. Kosten: Pauschal 120 Euro und bringen und abholen kann man, wann man will.

Je näher der Zeitpunkt rückt, desto mehr zweifele ich. Ich habe in Gedanken schon die Kündigung geschrieben (habe gestern auch schon im Finanzforum dazu geschrieben). Ich bringe es nicht fertig, die Kleine abzugeben. Wir haben unseren festen Tagesablauf, verbringen immer einen halben Tag bei Uroma und sie schläft auch noch sehr viel. Morgens und nachmittags mindestens 1-1,5 Stunden. Nun soll ich sie da raus reißen. Und plötzlich ist Mama weg und die Kleine allein. Sie kann nichts essen außer Brei und wer weiß, wie lange sie dann schreien muss bis sie mal an der Reihe ist. Wer weiß, wie lange sie in der vollen Windel sitzt und wer weiß, wie sie sich fühlt. Ich habe so ein schlechtes Gewissen. Nur wegen ein paar hundert Euro, die ich verdienen würde, soll ich mein kleines Mäuschen abgeben.

Der ganze Streß für sie. Sie schläft bis 7 Uhr. Vor 9 Uhr könnte ich eh nicht anfangen zu arbeiten. Soll ich ein schlafendes Baby um 5 Uhr oder 6 Uhr wecken? Wenn sie 2 Jahre alt wäre, könnte ich es mir eher vorstellen. Dann kann sie ein paar Worte sagen, laufen, essen etc.

Ich habe morgen einen Termin in einem anderen Kindergarten, um sie ab dem 2. Geburtstag anzumelden. Finanziell würde es gehen. Ich habe genug gespart um ein Jahr zu überbrücken, mein Freund verdient auch. Gegebenenfalls kommt mein pflegebedürftiger Opa wieder nach Hause, so dass ich auch dort "arbeiten" könnte um ihn zu pflegen.

Hat jemand sich so entschieden und gekündigt und das Kind erst mit 2 Jahren in den Kindergarten gegeben? Man liest doch hier immer nur von Müttern, die die Kinder in die Kita stecken und Vollzeit arbeiten gehen und angeblich ist das ja aaaaalles kein Problem. Ich kann mir das nicht vorstellen. Kind wecken, anziehen, Flasche, Mutter muss sich fertig machen. Kind plärrt, macht in die Hose, hat noch mal Hunger etc. Dann kommt man dauernd zu spät zur Arbeit etc. Und dann sitzt man dort mit Gewissensbissen. Hetzt nur hin und her. Und man verdient eh so wenig, dass nach Abzug von Kita und Sprit nicht viel bei rum kommt.

Sehe ich das alles falsch? Ich habe so ein schlechtes Gewissen bei dem Gedanken, dass ich nachts schon nicht mehr schlafen kann.

Beitrag von lisasimpson 11.05.10 - 20:22 Uhr

Hallo!

meine beiden gehen in die krippe seit sie 13 monate alt sind!
Allerdings nur bis 12 uhr 30 (dann ist bei uns ende)- ich bring sie meist so gegen 8 uhr/ 8 uhr 30 und somit sind sie ca 4 stunden dort.
richtig viel zum arbeiten komme ich daher nicht, das war aber auch nicht unbedingt sinn der übung.
den kindern tuts einfach wahnsinnig gut unter gleichaltrigen zu sein-. wir haben eine sehr liebevolle einrichtung gefunden, die auch sehr viel von elternmitarbeit lebt.
ich kenne also alle kinder, eltern, erzieher, den tagesablauf usw. ich arbeie regelmäßig mit und bin auch sonst für aufgaben dort zustüändig (garten z.B.).
so ist das für mich wirklich perfekt. in der gesamten einrichtung sind 10 krippenkinder und 13 kindergartenkinder bei mindestens 4-5 betreuern und riesig viel platz.

mehr zeit wäre mir allerdings für die kidner zu lange und auch ne einrichtung, bei der ich kein gutes gefühl hätte.
so aber ist sd für alle ein sehr große Bereicherung!

die entscheidung wird dir also keiner abnehmen..

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von nana141080 11.05.10 - 20:24 Uhr

Hallo,

genau aus den Gründen bin ich seit 5 Jahren zu Hause.
Nun kommen meine beiden ab August vormittags in den Kiga (da ist der Kleine dann fast 3) und dann schau ich mal wie es nach der Eingewöhnungszeit ist. Evtl. fange ich dann ab Winter/Frühjahr wieder an vormittags zu arbeiten.

Aber schon jetzt denke ich das es echt ne Umgewöhnung wird früh alles zu schaffen (also zwischen 8 und 9 im Kiga sein). Bisher ging mein Großer von 13-16.45Uhr in Kiga.

Aber sie sind ja schon groß genug und das morgendliche laaange kuscheln kommt dann eben dreifach am Wochenende;-)

Ich denke, wer nicht arbeiten MUß und es auch nicht unbedingt braucht/will, der soll seinem Instinkt folgen und die wichtigenJahre beim Kind bleiben.

VG Nana

Beitrag von gussymaus 11.05.10 - 20:54 Uhr

unsere bestehen auch aufs kuscheln, also kommen sie abends zeitig ins bett und wecken uns spätestens um 6 mit ihren kalten füßen weil sie kuscheln wollen ;-) find ich ok so...

und am WE sowieso... und beim ins bett bringen, und zwischendurch #schein wir sind echte kuscheln-müsser #freu alle 5

Beitrag von 17876 11.05.10 - 22:46 Uhr

#proso seh ich das auch! Mein Sohn ist jetzt 3,5 und das 2. soll Ende des Jahres in Planung gehn! Ich bin auch zu Hause, und ich vermisse das Arbeiten überhaupt nicht. Ich genieße es sehr bei meinem Sohn zu sein! Er geht von 8:00 Uhr-12:30 Uhr in den Kiga...
Wenn man nicht finanziell arbeiten gehen muß, würde ich es jederzeit wieder so machen!;-)

L.G.

Beitrag von anyca 11.05.10 - 20:24 Uhr

Ich denke, Du kannst sie bringen und holen, wann Du willst? Dann könnte sie doch locker bis 7 schlafen und Du lieferst sie um halb neun ab?

Wie ist denn der Betreuungsschlüssel, wieviel Erzieher auf wieviel Kleinstkinder? Frag doch einfach mal, wie das beim Essen mit dem Füttern oder mit dem Wickeln abläuft, statt nur abstrakte Schreckensvorstellungen zu wälzen.

Etwas seltsam finde ich, daß Du von vorneherein davon ausgehst, "dauernd" zu spät zur Arbeit zu kommen - ich bin natürlich bei krankem Kind mal daheim geblieben, aber zu spät gekommen bin ich nie wegen des Kindes. Kann es sein, daß Du das Kind ein wenig vorschiebst, weil Du Deinen Job nicht magst?

Ich gebe demnächst meine Einjährige zur Tagesmutter, ist allerdings schon mein zweites Kind. Die muß auch daheim damit leben, daß sie nicht immer sofort an der Reihe ist, wenn sie brüllt, weil ja Nr. 1 auch noch Hilfe und Aufmerksamkeit braucht ... ;-)

Beitrag von nicole9981 11.05.10 - 20:32 Uhr

Ich habe Nils von vornherein erst ab zwei im Kiga angemeldet. Weil ich es so wollte. Im Nachhinein fande ich es sehr gut und würde es wieder so machen. Gerade als er ein Jahr alt war hing er sehr an mir. Mit fast zwei war das alles anders. Er war schon etwas selbständiger, konnte sich ausdrücken usw.

LG Nicole

Beitrag von jujo79 11.05.10 - 20:38 Uhr

Hallo!
Ich kann dich verstehen und bin auch sehr froh, dass ich zu Hause bleiben kann und unsere Kinder erst ab knapp 3 in den Kindergarten gehen. Natürlich fällt mir auch mal die Decke auf den Kopf und etwas mehr Geld wäre auch nicht schlecht, aber der Tag mit den Kindern (mein Sohn geht seit letztem Sommer in den Kiga, von 9-14h) ist mir das allemal wert. Und ich möchte auch die ganze Entwicklung "live" miterleben, gerade in den ersten 2-3 Jahren passiert doch soooo viel. Das muss eben jeder selbst für sich entscheiden.
Die Bedenken, die du hast, finde ich allerdings nicht alle ganz nachvollziehbar.
Was die Veränderung des Tagesrythmuses angeht, wird sie das schnell akzeptiert haben. Es kann schon sein, dass es ein paar Tage dauert, aber dann hat sie sich sicher dran gewöhnt. Und Schlafen kann sie ja auch im Kindergarten, wenn sie müde ist. Vielleicht ändert sich aber dann auch von allein alles so, dass sie nur noch 1x am Tag schläft.
Dass du immer zu spät zur Arbeit kommst, glaube ich nicht. Du wirst die nötige Routine entwickeln, dass es schon alles klappt! Vor der Geburt deiner Tochter konntest du dir ja bestimmt auch nicht vorstellen, dass mit so einem kleinen Wurm alles zu schaffen, oder?
Sie werden sich im Kindergarten schon darauf einstellen, was deine Tochter möchte und braucht. Schon allein des Gestanks wegen, werden sie deine Tochter nicht lange in einer vollen Windel rumlaufen lassen ;-)! Und Brei wird sie bestimmt auch erstmal kriegen, sich dann aber vielleicht auch schnell umstellen und das essen wollen, was alle essen. Wichtig ist einfach, dass du das nötige Vertrauen in die Erzieher hast und danach hört es sich leider momentan nicht an. Wenn du es wirklich nicht hast, würde ich meine Tochter dort auch nicht hinschicken.
Wenn es finanziell geht und du dir wünscht, die Zeit mit deiner Tochter so zu verbringen wie bisher, würde ich an deiner Stelle den Kitaplatz absagen und nicht arbeiten gehen. Aber das ist eben deine Entscheidung und die kann dir leider keiner abnehmen. Wie denkt dein Freund denn darüber?
Und warum musst du kündigen? Könntest du die Erziehungszeit nicht einfach noch um ein Jahr verlängern?
Grüße JUJO

Beitrag von klimperklumperelfe 11.05.10 - 20:48 Uhr

Du willst deinen Job aufgeben weil du dein Kind nicht in die Kita geben willst? Das ist nicht dein Ernst oder?

Meinen Sohn habe ich mit 11 Monaten in die KIta gegeben. Habe ihn zuerst eingewöhnt, dann mal eine Stunde da gelassen, dann zwei, dann mal bis zum Mittag, dann auch schlafen...bis er 8 Stunden da blieb dauerte es etwa 6 Wochen. Sicher hat er am Anfang viel geweint aber das haben die meisten und es ist doch völlig normal. Jetzt geht Henry so gerne in die Kita, so dass er nachmittags kaum mit nach hause will. Kita war die beste Entscheidung für ihn. Und ich wollte auch nicht für immer zuhause bleiben, sondern wieder was für mich und mein Studium tun.

Beitrag von gussymaus 11.05.10 - 20:52 Uhr

meine maus ist nun eineinhalb, und auch bei den großen war es nicht anders.

mit einem jahr könnte ich sie gar nicht den ganzen tag abgeben... die paar stunden wo es einfach praktischer und für die kinder angenehmer ist fallen mir nur leicht, weil ich weiß dass mama-arzt-termine mit wartezeiten und großeinkauf für einjährige einfach langweilig sind. ein ganzen oder auch nru halben tag nur im auto und einkaufswagen sitzen ist nicht wirklich schön, da sind sie bei omi doch besser aufgehoben... aber jeden tag wollte ich das nicht. deshalb bleib ich auch zuhause solange das eine gehalt irgendwie reicht. da spar ich lieber woanders. mit gut 3 gingen die jungs in den kiga, 3,5h kernzeit in der sie da sein sollen, plus 1h vorher und hintehrer bringezeit (morgens nur eine halbe stunde ohne frühdienst, zu dem wir unseren kleinen angemeldet haben weil das für ihn stressfreier ist mit allen aus dem haus zu gehen und eher wieder heim zu kommen, ich bring ihn morgens zum beginn der bringezeit - da kommt er besser klar mit allem, als wenn er später kommt, und hole ihn mittags meist zu beginn der abholzeit ab, weil der große dann auch schon ist und alle hunger haben und zusammen essen ja angesagt ist...

es gibt familien die mit eijöhrigem und 10h kita gut auskommen, hängt vom kind ab, und von den eltern... völlig entnervte mama zu hause, weil sie nicht arbeiten darf und "nur mutter" sein soll bringt genauso wenig, wie ein dickes kkonto das keiner braucht und eine mutter die bei der arbeit vor herz schmerz kaum was schafft... und kinder gibts eben auch welche, die da unkomplizierter sind, und welche die da mehr "theater" machen. aber unter 3 jahren würde ich schon sagen so wenig wie möglich in fremde hände, es sei denn es MUSS sein um die familie zu ernähren, und das ist doch eher selten. wenn das kind da wenig probleme macht, in der kita zufrieden ist, ist mMn auch das "mehr an luxus" grund genug, aber spätestens wenn das kind probleme hat sich einzuleben, oder mama sich nicht trennen mag sollte man denke ich gucken, ob es nicht noch mit einem gehalt geht, oder ob nicht eine teilzeitstelle reicht, sodass das kleine kind nur wenige stunden in die kiTa muss... denn kinder gehören mMn bis 3 jarhe zur mama, und nur im ausnahmefall woanders hin.

und wenn du schon nicht schlafen kannst davon: such dir das kleinere über aus, was bei dir ja scheinbar das geringere gehalt wäre... wie bei mir auch. da spar ich lieber woanders... möglichkeiten gibts da genug.

Beitrag von marienchenkaefer 11.05.10 - 21:16 Uhr

Kann deine Ängste verstehen, die hatte ich auch.....
Habe meinen Kleinen aber trotzdem mit 11 Monaten in die Kita geben müssen und bereue es eigentlich nicht... Ist eine super Einrichtung!!! Auf die Bedürfnisse der Kleinen würde immer eingegangen, so dass es kein Problem für meinen war... Es gefällt ihn in der Kita und ich kann beruhigt arbeiten... Natürlich ist es manchmal trotzdem schwierig für mich denn man verpasst schon einiges und verbringt weniger Zeit....
Du musst die Entscheidung selbst treffen, aber es wird dir mit zwei Jahren auch nicht einfacher fallen.... Und ob du dann einen neuen Job hast weißt du auch nicht.....

Beitrag von gussymaus 12.05.10 - 21:48 Uhr

ich sag ja nicht, dass es nicht geht. ich kenne viele, die ihre kinder schon wor dem ersten geburtstag vormittags bei der TaMu lassen (krippe gibts hier nicht) und krippen ab 2 kenn ich auch. ich denke schon, dass das gehen kann, wenn mutter das will oder es eben muss und das kind dementsprechend auch offen dafür ist. aber wenn mama schon unsicher ist, weil sie ja eigentlich auch zu hause bleiben kann, und dann noch das kind nicht das einfachste ist was diese trennung angeht, dann würde ich mir das überlegen. selbst die schwierigsten trennungsprobleme sind in den griff zu bekommen (mein schwägerin arbeitet in einer krippe, und auch 5 jährige haben ggf probleme bei der eingewöhnung im kiga) bei drei oder vierjährgen muss es ja, frher hatte man das oftmals erst in der schule, als kindergärten nicht die regel waren, aber ob es mit einem jahr schon sein muss würde ich mir halt überlegen...

irgendwann muss das kind lernen in anderen gruppen, mit anderen betreuern umgehen zu können, aber mit einem jahr würde ich das nur machen, solange das kind das ok findet, und in einer sehr kleinen gruppe, mit wenigen verschiedenen bezugspersonen, möglichst familiär halt. wenn man arbeiten muss, um das geld zu verdienen, oderden job zu behalten, muss halt mal eher gehen, aber wenn ich die möglichkeit habe später anzufangen wüde ich das machen, oder eben so wenig wie möglich. je kleiner die kinder sind, desto mehr gehören sie nach hause, wenn es irgendwie geht.

ich habe das glück, das mir kein job fehlen kann, da ich schon vorher keinen hatte, und das unser eines gehalt bisher reicht, das glück weiß ich hat nicht jeder, aber wer es hat, sollte es nicht leichtfertig verspielen. so ist und bleibt meine meinung dazu, und die TE klingt ja eher so, als müsse sie nicht wirklich arbeiten, und hat sich das zu beginn der mutterschaft einfach anders vorgestellt...

mein freundin will jetzt auch direkt nach dem mutterschutz wieder hin, stundenweise und das kind mitnehemen (im büro) "weil man ja nicht den ganzen tag nur putzen kann" wenn ich nicht wüsste,dass das nicht der einzige grund wäre hätte ich gewettert... bei denen ist es aber auch finanziell knapp, und sein job ist nicht der beste... muss auch immer mit kündigung rechnen... da würde ich an ihrer stelle den job auch nicht ganz hinschmeißen... schon um ein gehalt zu haben, wenn er mal arbeitslos wird, dann kann sie wieder vollzeit hin - so eine stelle gibt man ja nicht auf... bei ner (im gegensatz zu ihm) kriesensicheren firma!

einfach ist die entscheidung so oder so nicht. ich kann nur berichten: ich bin froh für jeden tag, wo ich meine kleinen kinder nicht abgeben muss, gerade jetzt, wo sie mit kindergarten und schule auch nachmittags genug verabredungen haben, die ohne mich stattfinden ;-)

Beitrag von landmaus 11.05.10 - 21:08 Uhr

Hallo,

meine Kinder waren 4 und 6 Monate alt, als sie Vollzeit in die Kita gingen. Für uns alle ist und war das prima. Beide wurden wundervoll und liebevoll versorgt, wie ich es selbst kaum hätte besser machen können. Ich würde mich jederzeit wieder für diesen Weg empfehlen und kann das bei einer guten Kita auch jedem wärmstens empfehlen.

ABER: Wenn Du nicht da hinter stehst, lass es sein. Dann wird das auf keinen Fall was und tut keinem von Euch gut. NUR schieb es dann nicht auf Dein Kind oder die Krippe. Sei Frau genug zu sagen, dass Du nicht willst, weil Du lieber zuhause bleibst oder Dir Dein Job sowieso nicht gefällt oder oder oder. Eine erwachsene Frau braucht keine Ausrede, um frei heraus zu sagen, dass es ihr besser gefällt ihr Kind zu betreuen und Hausfrau und Mutter zu sein, als in ihren Job zurückzukehren. Es ist Dein Leben, leb es wie es Dir passt!

Echte Emanzipation ist nicht davon abhängig was man tut, sondern warum man es tut.

Liebe Grüße

Beitrag von skbochum 11.05.10 - 22:50 Uhr

Toll geschrieben, wenn ich darf schließe ich mich mal der Meinung an.
Unser Kleiner ist mit 10 Monaten in die KiTa und wird sind alle sehr zufrieden mit der Lösung.

Beitrag von nana141080 12.05.10 - 08:51 Uhr

"meine Kinder waren 4 und 6 Monate alt, als sie Vollzeit in die Kita gingen. Für uns alle ist und war das prima. Beide wurden wundervoll und liebevoll versorgt, wie ich es selbst kaum hätte besser machen können."

Finde ich immer sehr schade wenn eine Mutter so wenig von sich selber hält, oder weiß sie würde ihren Kindern nicht gerecht werden.

Beitrag von landmaus 12.05.10 - 09:06 Uhr

Wow, im Verurteilen bist Du aber einsame Spitze.

Es ist wirklich schade, dass Du so borniert und selbstgerecht bist, hieraus zu lesen, dass ich glaube meine Kinder nicht gut zubetreuen oder Ihnen nicht gerecht zu werden. Du gehst vollkommen fehl! Hättest Du echtes Interesse an einer anderen Lebensweise als Deiner, hätte ich Dir die Zusammenhänge gerne erklärt. Vielleicht hätte es Deinen Horizont dann ein bisschen erweitert und wäre zu einem echten und inspirierenden Austausch für beide Seiten geworden.

Beitrag von nana141080 12.05.10 - 13:41 Uhr

Ich kann es einfach nicht mehr lesen das Mütter meinen ihre Kinder würden Fremdbetreut viel besser aufwachsen als zu Hause.
Sie haben ja IMMER Kontakt zu Gleichaltrigen (genau, DAS ist es was 12 Monate alte Kinder wollen), sie lernen so viel dort was man zu Hause nicht kann (diese Floskel liest man mindestens einmal in so einem Thread)...usw.usf.

Glaub mir, ich KENNE Mütter denen bricht es das Herz weil sie arbeiten MÜSSEN.
Ich kenne Mütter die gehen gerne arbeiten. Mit alledem habe ICH kein Problem.
Jeder wie er will!

Aber keine stellt sich selbst (Mütter gegenüber Erzieher) in ein so schlechtes Licht und sagt das sie es selber nicht hätten besser machen können.
Das ist eine Beleidigung an alle Mütter die es besser machen und es toll finden.

Und danke, deine Horizonterweiterung brauche ich nicht. Ich sehe weit genug.

Beitrag von landmaus 12.05.10 - 14:21 Uhr

Scheinbar siehst Du nicht mal das was vor Deiner Nase steht oder Du hast vielleicht ausgesprochen schlechte Meinung über ErzieherInnen. Wo soll denn das schlechte Licht sein, in das ich mich gestellt habe. Ich habe die Erzieherinnen meiner Kinder aufgewertet und nicht mich selbst abgewertet.

Unsere Bezugserzieher sind und waren wundervoll. Sie lieben meinen Sohn und meine Tochter sehr. Der Bezugserzieher meines Sohnes z.B. hat die Kita letztes Jahr verlassen und kommt heute noch regelmäßig bei uns zu Besuch, um den Kleinen zu sehen und Zeit mit ihm zu verbringen. Beide Kinder wurde über ein Jahr lang in unserem Ergo Baby Carrier in der Kita getragen. Sie wurden liebevoll in den Schlaf begleitet, wann immer sie müde waren und bekamen erst meine abgepumpte Milch und dann selbstgekochten Brei bevor sie am normalen Essen teilgenommen haben. Sie wurden geschmust, gekuschelt, getröstet und Ihnen wurde jeden Tag ganz viel Zeit gewidmet. Mit uns besteht ein täglicher enger Abgleich über Erziehungs- und Entwicklungsfragen.

Vielleicht nochmal in anderen Worten, falls Du mich tatsächlich einfach missverstanden hast: Unsere Erzieher haben sich unseren Kindern gegenüber wie liebevolle Familienmitglieder benommen und tun das noch. Etwa wie eine Tante und ein Onkel. Ihre Betreuung war so phantastisch, dass sie meiner Meinung nach genauso gut war, wie die Betreung durch meinen Mann und mich. Wir sind mit den beiden Bezugserziehern heute befreundet, weil sie einfach ein Teil der Familie geworden sind.

Beitrag von mausi_7792 12.05.10 - 09:48 Uhr

"Finde ich immer sehr schade wenn eine Mutter so wenig von sich selber hält, oder weiß sie würde ihren Kindern nicht gerecht werden."

Das hat doch rein GAR NICHTS damit zu tun, dass sie wenig von sich selber hält #kratz Ich finde, da lehnst du dich ganz schön weit aus dem Fenster.

Es gibt eben Frauen, denen nur Kind(er) & Haushalt nicht ausreicht #aha Sie möchten auch anderweitig gefordert sein. Was nutze ich meinem Kind, wenn ich unzufrieden zu Hause bin, weil ich meinen (möglicherweise geliebten) Job nicht ausüben kann und ständig genervt und unzufrieden bin?

Beitrag von nana141080 12.05.10 - 13:47 Uhr

"Es gibt eben Frauen, denen nur Kind(er) & Haushalt nicht ausreicht Sie möchten auch anderweitig gefordert sein."

und alle die sich gewollt dafür entscheiden (können) die ersten Jahre bei den Kindern zu bleiben sind faul und dumm, oder wie?

Also, ihr lest Dinge heraus wie ihr sie seht und ich lese bei euch eben andere Dinge raus.....so wie andere auch.

Tschüß

Beitrag von mausi_7792 12.05.10 - 15:37 Uhr

Nein, ich denke ganz und gar nicht, dass Frauen, die die ersten Jahre zu Hause bleiben dumm & faul sind. Im Falle der TE hörte es sich allerdings so an, als wenn sie keine wirkliche Lust hätte, arbeiten zu gehen und das Kind ein wenig "vorschiebt".

Ich kann dieses ewige "böse Mütter, die ihre Kinder fremdbetreuen lassen" #bla einfach nicht mehr hören. Jeder soll es machen, wie er es für richtig hält.

Beitrag von curlysue2 12.05.10 - 10:37 Uhr

Hallo,

"Finde ich immer sehr schade wenn eine Mutter so wenig von sich selber hält, oder weiß sie würde ihren Kindern nicht gerecht werden."

Wo liest Du, dass sie das von sich denkt? Ich hätte meinen Sohn auch nicht so früh in die Kita geben können, aber nicht alle Mütter denken und fühlen so wie ich, dazu sind wir ja alle Individuen. Ich muss nicht mit dem Modell einer anderen Familie konform gehen, aber vor demHintergrund, dass ein Kind mehr davon hat, wenn Vater und Mutter zufrieden sind und die zwar quantitativ reduzierte Zeit, dafür umso qualitativer gestalten.

Zudem finde ich nicht, dass man das von Dir Interpretierte aus diesem Satz lesen kann, sondern eher, dass sie froh ist so eine gute Kita gefunden zu haben, mit so qualifiziertem Personal, dass es ihren eigenen Erwartungen entspricht, die sie für sich selber auch zuhause gesetzt hätte.

LG

curlysue

Beitrag von landmaus 11.05.10 - 21:19 Uhr

Hier ist noch ein Interview mit Remo Largo: http://www.brigitte.de/liebe-sex/kinder-familie/krippe-kinder-1029551/

Titel: Wieviel Krippe ist gut für unsere Kinder?

Beitrag von schildi77 11.05.10 - 21:27 Uhr

Hallo,

ich kann dich verstehen..ich fand es auch so schwer die Entscheidung !

Louis geht sein er 12 Monate ist, in die KiTa.
Davor war er schon 1/2 Jahr in der Krabbelgruppe...auch dort in der Einrichtung.

Louis hat zu dem Zeitpunkt auch noch vormittags und mittags geschlafen.
Ich bin wieder 4h täglich arbeiten gegangen, weil mir zu hause die Decke auf den Kopf fiel ! Louis ging dann die ersten 2 Monate nur bis 12.00 Uhr und dann 6h täglich.

Klar , die erste Zeit ist wirklich schwer für alle Beteiligten.

Jetzt wird er im Juni 3 und ich gehe dann wieder 40h die Woche arbeiten.

Der Entwicklungsfortschritt im ersten KiTa Jahr war extrem. Soziale Kontakte, abeitende Eltern..Spielgefährten...das doch alles wichtig !

Könntest du vielleicht deine Elternzeit verlängern oder nur Teilzeit arbeiten ???

Entscheiden, das Für und Wider musst du selbst.

Alles Gute, Sandra

Beitrag von fechtwoman 11.05.10 - 23:03 Uhr

Ich kann dich sehr gut verstehen. Unser Großer ist nun 3,5 Jahre alt und geht seit einem Monat in den Kindergarten (ca. 9 Uhr bis 12:30 Uhr) und unser Kleiner wird im Sommer 2 und ist den Tag über bei mir. Eigentlich kann ich es mir finanziell nicht leisten zu Hause zu bleiben, wir kommen mit dem Gehalt meines Mannes gerade mal so über die Runden, Urlaub ist auf keinen Fall drin, aber das ist es mir auf jeden Fall wert. Ich setze keine Kinder in die Welt, um sie gleich wieder abzugeben und ihre ganze Entwicklung zu verpassen. Ich halte nichts davon, dass die Kleinen ihren Tagesablauf an den der Eltern anpassen müssen. Unser Großer hat z. B. bis er 14 Monate alt war morgens bis 8 Uhr geschlafen und dann noch einmal von 10 Uhr bis 11:30 Uhr. Seinen zweistündigen Mittagsschlaf hielt er dann ab 14 Uhr. Nie hätte ich es übers Herz gebracht, ihm dieses Bedürfnis der Erholung zu nehmen, weil ich irgendwelche Treffen etc. hätte. Der Besuch bei einer Spielgruppe musste eben so lange warten, bis er vormittags nicht mehr schlafen wollte. Nachmittags haben wir uns regelmäßig mit anderen Kindern getroffen, damit er auch lernt, wie es ist zu teilen etc. Als er 18 Monate alt war, kam dann ohnehin sein kleiner Bruder zur Welt, mit dem er heute sehr gerne und viel spielt. Ich könnte an die Decke gehen, wenn ich von Bekannten ("Karrieremuttis") höre: "Ach, du hast es gut und brauchst nicht arbeiten!" Ständig höre ich diese Aussage und immer von den Damen, die ihre Kinder mit spätestens einem Jahr in die KiTa steckten und deren Männer fast das doppelte Monatsgehalt als meiner mit nach Haus bringen! Ich könnte noch stundenlang so weiter schreiben, sorry!

Ich persönlich schraube meinen Lebensstandard gerne herunter, um voll und ganz für meine Kinder und ihre Bedürfnisse da zu sein. Kleine Kinder hat man nur ein Mal im Leben ... Die Arbeit läuft nicht weg.

Handle nach deinem Gefühl!

Alles Gute für euch!

Fechtwoman

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