Neffe hat Leukämie - Wie helfen?

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von eresa 11.05.10 - 21:02 Uhr

Ich bin noch ganz geschockt.
Mein Neffe (5) hat heute die Diagnose Leukämie bekommen. Sie fangen morgen direkt mit der Therapie an.

Ich glaube, wir können uns alle noch nicht vorstellen, wie das weitergeht.

Ich möchte gerne helfen, weiß aber nicht wie?
Habt ihr Ideen?
Ich denke, einmal kann ich auf meine Nichte (1 Jahr) aufpassen, aber was noch? Sie wohnen eine halbe Stunde von uns entfernt.

eresa

Beitrag von josefieni 11.05.10 - 21:24 Uhr

Hallo,

ich denke den Eltern in einer solchen Situation Arbeit abzunehmen (und das über einen langen, langen Zeitraum) ist das beste, was Du tun kannst. Schwester hüten, einkaufen, Wäsche waschen, putzen, kochen usw.
Damit hilfst Du ihnen sicher am meisten.
Liebe Grüße
josefieni

Beitrag von danimitben 11.05.10 - 21:31 Uhr

Hallo Eresa,

ich kann mich meiner Vorschreiberin nur anschließen, einfache Arbeiten abnehmen wäre super. Evtl. aber auch hin und wieder im Krankenhaus für deinen Neffen da sein, wenn Mama und Papa mal eine Auszeit brauchen.

Ich habe viel Zeit mit meinem Engel auf der onkologischen Station verbracht. Ich lag immer mit einem 3-jährigen Mädchen - ebenfalls Leukämie - zusammen. Die Mama war immer froh, dass ich Tag und Nacht da war und sie so etwas mehr Zeit hatte. Sie musste nicht in der Klinik übernachten, sie wusste dass ich eh bleibe.

Ich hätte meinen Engel keine Nacht alleine gelassen, ich wusste aber auch dass er nicht lange bei uns sein würde.

Es ist toll, dass Du Dir solche Gedanken machst, die Familie wird sicher viel Hilfe und vor allem positive Gedanken gebrauchen.

Alles Liebe
DANI mit BEN im Herzen *29.06.08 +08.07.09 (Morbus Alexander)
http://www.ben-sternenkind.de

Beitrag von tinaxx 12.05.10 - 18:45 Uhr

Hallo!

Als Mutter eines (mittlerweile geheilten!) krebskranken Kindes weiß ich, dass zwei Dinge sehr hilfreich sind:

1) zuhören, wenn Redebedarf ist, und nicht eingeschnappt sein, wenn keiner ist ;-)

2) Hilfe im Alltag anbieten: Babysitting, Wäsche machen, putzen, einkaufen, mal ein Essen für zwei Tage vorbei bringen, evtl. auch mal zwei Stunden im KH bei deinem Neffen sein, damit die Eltern mal eine Auszeit haben.

Ich wünsche deinem Neffen alles Gute für die heftige Zeit der Chemo!

LG, Tina.

Beitrag von eresa 12.05.10 - 19:47 Uhr

Danke euch!

Ich bin noch bis August in Elternzeit. Ich werde ihnen anbieten, einen Tag in der Woche vorbeizukommen. Dann können sie mir ja sagen, was ich machen soll. :-)

lg,
eresa

Beitrag von baluna77 13.05.10 - 20:02 Uhr

Hallo Eresa!
Ich kann mir gut vorstellen, wie Du Dich fühlst. Wir haben im Januar erfahren, dass der Sohn einer sehr guten Freundin an Leukämie erkrankt ist. Mittlerweile bekommt er die 2. Chemo. Was ihm etwas hilft, ist wenn ich ab und zu einen Nachmittag mit ihm verbringe und er einfach mal abgelenkt ist. Er darf weder in den Kindergarten noch sonstigen Kontakt zu anderen Kindern haben. Leider kann ich ihn nicht so oft besuchen, da es sein Gesundheitszustand im Moment nicht zulässt. Ansonsten helfe ich der Familie, kümmere mich um die kleine Schwester bzw. hab auch dort schonmal die Bude geputzt. Sonst denke ich kann man wohl nicht wirklich viel machen oder helfen... nur hoffen und beten...!!!

Beitrag von eresa 13.05.10 - 21:49 Uhr

Ja, so werde ich das auch machen.

Samstag passe ich auf die Schwester auf und bringe gleich Essen mit und Montag fahre ich ihn mal besuchen. Mein schwiegervater kommt mit und geht in der Zeit mit meinem Sohn spazieren, weil er ja nicht mit darf.

Und dann warten wir erst mal, wie die Therapie anschlägt.

lg,
eresa