Trennungsjahr als Chance nutzen oder nicht zurück schauen

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von trespas 11.05.10 - 21:38 Uhr

(nicht ganz)kurzer Abriss der Geschichte:

Ich Mann: 39, Frau, 42, Tochter knapp 5 Jahre

Vor 10 Jahren kennengelernt, vor 8 zusammengekommen, vor 5 geheiratet…und letztes Jahr ging das verflixte siebente los…

Es gab vorher schon Probleme, eigentlich das übliche woran eine Beziehung so langsam kaputt gehen kann, mangelnde Kommunikation, wenig Zuwendung, wenig Gemeinsamkeiten und der Sex war auch nicht mehr so toll.

Warum?: tja, wir sind beide sehr verschieden und die Gegensätze die uns damals anzogen, machten das zusammen leben für uns beide nicht besonders einfach. Das klassische „sie meckert, er zieht sich zurück, sie meckert, er zieht sich zurück, usw.

Ich Mann(ja leider was das emotionale angeht nicht gerade gesegnet mit gaben) hab nie verstanden was los war, dachte alles ist gut, ich bin ein toller Versorger, jeder hat seine Hobbys und Freunde und man muss ja nicht viel mehr tun für eine Partnerschaft, schließlich ist man ja verheiratet und hat ein gemeinsames Kind.

Warnungen von ihr gab es viele, das hab ich elegant wegdiskutiert und sie auf diese art und weise verstummen lassen. (sie nannte mich mal Gegenbeispielsortierer) ...sie mit ihren ängsten, sorgen und nöten quasi nicht ernst genommen.

Erschwerend kam hinzu, dass ich als sie schwanger wurde und war, große Probleme mit dem Gedanken an ein Kind hatte. Damals war ich mitten in einer Weiterbildung, noch keinen Job in Aussicht und so versuchte ich sie zu einer Abtreibung zu überreden. Zum Glück hat sie sich durchgesetzt unsere Tochter ist das beste was mir je passiert ist und auch wen ich anfangs nur ein Verantwortungsgefühl für das Kind hatte, ist da echte Eltern- Liebe draus geworden.

Es war IHR Wunschkind und mein Verhalten hat da eine ziemlich tiefe Narbe hinterlassen. Bei ihr tickte die biologische Uhr, ich habe damals nur die Schwierigkeiten gesehen und dachte es ist wichtiger ein Kind hat Schuhe, statt die Liebe beider Eltern.
(2 Jahre später als ich sicher im Leben stand war das alles anders, ich hätte mir sogar ein zweites Kind gewünscht, nur leider war das dann nicht mehr möglich)

Das äußerliche hat sich dann gut entwickelt, ich bekam einen Job, verdiente gutes Geld, wir zogen in ein schönes Haus nur zwischen uns wurde es immer kälter und kälter.

Tja und es kam was wohl irgendwie kommen musste.

Ein Freund von Ihr, der schon ziemlich lang hinter ihr her war, schnappte sie irgendwann, küsste sie, aus dem Kuss wurde eine Außenbeziehung, aus der Außenbeziehung wohl Liebe.

Das Verhältnis hatte sie seit Juni letzten Jahres, im September erzählte sie es mir und wollte erstmal das ich ausziehe, damit sie sich über Ihre Gefühle klar werden kann.

Kam für mich nicht in die Tüte, ich hatte immer nur das rote Tuch „IHN“ vor Augen, dachte sie will nur frei Bahn haben und so suchten wir andere Wege. Eine sofortige Trennung wollte sie nicht, insgesamt war ich 4 mal dabei unsere Ehe aufzukündigen aber immer wieder gab es einen Schritt nach vorn(und meistens danach 2 zurück).

Bei einem Paartherapeuten bekamen wir den Rat, das jetzt erstmal so zu leben, sie müsste rausfinden was das jetzt für sie ist und ich müsste, weil ich ja auch einen enormen Anteil an der Situation habe, das auch aushalten. Und wenn ich mich nicht räumlich trennen will, die bitter Pille schlucken dass sie da hinfährt.

……eine der bittersten Lektionen meines Lebens….das hat mich seelisch, emotional und auch körperlich mitgenommen wie nie zuvor etwas in meinem Leben.

(die positive Seite, mein Wohlstandsbauch ist in dieser Zeit verschwunden, bin jetzt wieder rank und schlank:-) ((ok der massive zigarettenkonsum hat damit sicher jede menge zu tun)

Alles in allem Achterbahn pur, viel geredet, viel getrunken, viel Streit, kleine Annäherungen aber immer stand ER zwischen uns, fühlbar, in worten usw.

ER: der Mann, wollte schon immer Kinder und Familie(und ich der unreife Junge) tolle Worte, tolle Romantik, toller Sex, tolle Emotionen, Seelenverwandter, eben das was man in x Foren beim Fremdgehen findet.
(leider muss ich richtig arbeiten und kann nicht am vormittag für einen kuss mal eben quer durch die stadt fahren, (das hat er mal als sms geschrieben#bla und das war sooooo süß!)

(Meine) Realität: er ist 44, hat bis auf bisschen PC Schrauben beruflich nicht wirklich was auf der Reihe)(studiert aber nix draus gemacht)wollte schon immer familie und kinder. obwohl sich die Frauen nach so einem Mann ja die Finger ablecken müssten und er ja auch unheimlich anziehend wirken soll( sagt mein weibchen) hat er mit seinem 44 jahren weder ehe(nichtmal eine gescheiterte, noch eigene kinder hinbekommen).

Nun schnappt er seine Traumfrau in einem schwachen Moment, säuselt viel romantisches Zeug( das war, ist und wird sicher nie meine Stärke sein) und bekommt eine fertige Familie,ohne Babygeschrei, schlaflose Nächte und was sonst noch so dazu gehört.

Seit September ist bei mir auch eine Menge passiert, ich hab mir angeschaut, warum das alles so eskaliert ist, hab meine Fehler, innerhalb meiner Möglichkeiten beseitigt, habe jedes verdammte Beziehungsbuch dieses Planeten gelesen und mich richtig verändert!(sagt nicht männer können sich nicht ändern, wenn man(n) mal so richtig gegen die wand fährt, wird er zukünftig verdammt vorsichtig fahren. Es gibt ihn, den Paradigmenwechsel!

Hat aber alles nix genützt, dadurch das der Kontakt zu ihm so eingeschränkt war, eine Giftnatter von alleinerziehender Freundin, sowie eine Mutter Kind Kur, ( in der eigentlich Kraft und Wege gesucht werden sollten wie es mit uns weitergeht, stattdessen Frauen mit anderen & ähnlichen Problemen, gewalttätigen Männern usw, was sich leider nicht als familienförderlich herausgestellt hat) ist das alles nur noch stärker geworden.

Außerdem hat sie mich in der Kur noch mal mit ihm besch…. seitdem steht die Trennung fest.

Ihre alternative wäre: wir bleiben dem Kind zuliebe zusammen im Haus aber sie könnte mir nicht versprechen ihn nicht mehr zu sehen, dazu ist die Verbindung zu ihm zu stark.

Nun schmeisst sie verdammt viel hin, muss ihre Berufung(in die sie viel zeit und geld investiert hat) aufgeben und wieder zum A-Amt marschieren, zieht in eine verdammt kleine Wohnung und unsere Tochter muss mit….und nur um rauszufinden ob es jetzt DAS große Ding ist(ich versteh viel, das leider immer noch nicht).

Ok, seit September war unser Zusammenleben geprägt von Wut, Lügen, kontrollieren, Druck machen, leider dem ganzem Mist, der zu so einer Situation dazu gehört(ich hätte nie gedacht, zu was für grässlichem Zeug wir beide in der Lage sind), es hat uns beide fertig gemacht. Und da sie ihn nicht loslassen kann(es ist nie eine frage des könnens, sondern immer nur eine frage des wollens), das aber meine Bedingung war, wurde der Graben größer und größer.

Und nun ist es soweit, das Trennungsjahr fängt an zu laufen und wir separieren uns.

Meine Frage an alle hier, die ähnliches erlebt haben.

Gab es, trotz scheinbar unüberwindlicher Abgründe durch das Trennungsjahr eine Chance sich wiederzufinden?

Hat sich, bei denen die den einen Partner durch einen anderen ersetzt haben der Partnerwechsel denn wirklich gelohnt?

Ist die Liebe wirklich tot, wenn Frau den eigenen Mann nicht mehr anziehend findet und nur noch denkt ein anderer kann einem die Bedürfnisse erfüllen?(seelische/körperliche)

Ich weiß, durch dieses letzte ¾ Jahr habe ich Öl ins Feuer gegossen, da ist so ein richtiges Königskinderding draus geworden. Rein optisch ist es nichtmal ihr Typ, das (nicht)berufliche findet sie auch nicht gerade anziehend aber….er hat eben ein gutes Herz und einen tollen Charakter, was mir beides wohl fehlt, wie sie nach 7 Jahren jetzt feststellen musste.

Sind Frauen wirklich blind vor Liebe und merken erst wenn der nächste da ist, was am derzeitigem alles falsch ist?

Sie sagt immer, sie wäre damals vor lauter liebe und meinem äußeren so verblendet gewesen, dass sie mich unbedingt haben musste und jetzt da sie wahre werte kennt( herz & charakter) sei das äußere eben nicht mehr so wichtig.(ich hab mich nie selbst als hübsch wahrgenommen, dachte immer mich will man wegen dem was im Kopf ist)

Meine romantische Ader mag etwas unterentwickelt sein, mein Realismus ist es nicht, ich weiß, mit der Zeit geht der schlimmste Schmerz vorbei, ich weiß ich würde eine neue partnerin finden und ich weiß auch, wenn ER der, wie sie sagt "Arsch auf Eimer ist" dann ist es gut für sie, dass wir uns getrennt haben.
ABER: ich weiß auch, das viele Außenbeziehungen ihren reiz nur aus dem verbotenen ziehen, dass die süchtigmachenden Glückshormone nachlassen und der Traummann auch schnell zum Alptraum mutieren kann. Das die wahre Bewährungsprobe erst im Alltag beginnt. Leider wird sie das frühstens erst nach einem Jahr rausfinden können, vorher wird es mit Sicherheit keinen gemeinsamen Haushalt geben.

Und es wäre übel für unser Kind, wenn sie in einem, zwei oder vier Jahren rausfindet, das war es doch nicht, wir uns aber dann soweit entfernt haben, dass kein zusammenkommen mehr möglich ist.

Also, liebe Frauen und Männer, gab und gibt es Möglichkeiten, trotz neuer Liebe/ Sprungbrett whatever) eine EHE zu heilen? Habt ihr soetwas erlebt und wenn ja was ist hilfreich oder eher schädlich?
Ich werd nicht rumbetteln und meinen Weg gehen, die schwerere Last hat eindeutig sie zu tragen, nur wenn es irgendwie möglich sein sollte der Statistik zu entkommen, dann will ich das wissen und nutzen;-)
Und wir haben dieses starke genetische Band, unsere Tochter, welches uns bis ans Lebensende verbinden wird.

Ich dachte immer wir wären ein ganz außergewöhnliches Paar aber von oben betrachtet sindwir voll in die Falle getappt, alles pure Statistik.
Das fünfte Jahr in der Ehe, wenn die Kids aus dem gröbsten raus sind, es ist immer ein guter Freund(oder Arbeitskollege) der den dritten Platz besetzt und sogar Eltern mit einem Mädchen als Einzelkind lassen sich eher scheiden.
Gräßlich so berechenbar zu sein^^

Gebt mit Tipps wie ich meine Familie, meine Frau und damit auch mich heilen kann. Ich möchte besser sein als die x anderen da draußen, denen es nicht möglich ist, die Wahrheit zwischen zwei Menschen zu finden. Es hat gedauert bis ich begriffen habe was wirklich wichtig ist im Leben aber jetzt, da ich es weiß, möchte, nein will ich das auch leben.

nochwas: auch wenn es vielleicht manchmal so klingt als verurteile ich das verhalten meiner frau, dem ist nicht wirklich so.49% des scheiterns gehen auf meine kappe. das 1 prozent mehr, welches meine frau trägt, weil sie 1 x nicht nein gesagt hat ist sei vergeben....ich habe vorher zu vielen anderen dingen nein gesagt.

leider echt bitter und mit einem hauch von sadismus umweht: morgen abend wird sie wieder zu ihm fahren, jetzt wo alles durch ist, isses ihr auch egal wie es mir dabei geht.
werde meine tochter hüten, mich wie ein depp fühlen und das kopfkino wird mich quälen.
wir könnten die tochter zwar auch woanders unterbringen aber was soll das, die wenige zeit die ich mit ihr noch habe, möchte ich auch nutzen.

blöde welt das alles #contra

Beitrag von stern18401 12.05.10 - 00:38 Uhr

hallo du,

ich glaube nicht wirklich daran das sich das wieder einrengt!

ich selbst bin auch seit juli von meinem mann getrennt (scheidung läuft) und ich denke wenn ersteinmal ein riss in ner beziehung ist dann ist es vorbei!

ich denke mal das das nicht das ist was du gerne hören bzw lesen möchtest aber so ist meine meinung!

selbst wenn ihr es beide nochmal versuchen solltet- wird es wahrscheinlich nur für kurze zeit gut gehen..............

leider ist es im leben so das man sich in unterschiedliche richtungen entwickelt..........

meist bleibt die beziehung auf der strecke!

auch würde ich es persönlich als sehr belastend empfinden wenn ich mich verstellen müsste innerhalb der ehe bzw partnerschaft!

das was du geschildert hast......was alles nachgelassen hat........ist doch ein zeichen das es nicht läuft und nicht das richtige ist!

ich selber habe auch 12 (ehe)jahre gebraucht um das zu merken!



trotzdem wünsche ich dir alles gute und viel glück!


vielleicht klappt es ja bei euch doch nochmal!


liebe grüße

Beitrag von trespas 12.05.10 - 08:20 Uhr

hast ja recht, seh ich auch ganz realistisch so, es ist verdammt viel kaputt gegangen. und ohne trennung wird es nicht gehen.
denke aber, wenn man die fehler erstmal erkannt hat, kann man auch was tun. für eine zweite chance, für die kinder, für eine bessere welt.
(ich hoffe das klingt jetzt nicht extrem naiv:-)

Beitrag von stern18401 12.05.10 - 13:54 Uhr

........man soll die hoffnung ja nie aufgeben!


ich bin trotzdem der meinung-das selbst wenn man jetzt seine fehler erkannt hat - es meist zu spät ist!


- meist ist schon soviel kaputt!


ich kann dir nur sagen - ich habe auch einige fehler meiner ehe erkannt!

- aber.......ich glaube wenn man den respekt bzw die achtung und gewisse grenzen überschritten hat ........


dann ist es sehr sehr schwer eine kaputte beziehung wieder zu kitten!


ich wünsche es euch das es in eurem fall anders sein wird ---aber ich denke das es dann auch nur für eine gewisse zeit wieder gut geht -


auch bin ich der meinung das man dinge die einem in der beziehung angetan wurden------nie ganz vergessen kann!

und somit hindern diese erlebten dinge immer wieder eine funktionierende beziehung!


ich für mich denke das es manchmal besser ist eine beziehung zu beenden und eine neue beziehung zu beginnen - und in der neuen dann alles besser zu machen!


meine kids sind seit dem auszug meines (noch-) mannes viel entspannter und ausgeglichener!

kinder merken sehr sehr viel selbst wenn man nichts sagt!


was ich dir damit sagen will -


manchmal ist es für kinder besser wenn die eltern nicht zusammen leben!


ich drück dir trotzdem beide daumen!



liebe grüße




Beitrag von stern18401 12.05.10 - 17:57 Uhr

............habt ihr mal über ne paartherapie nachgedacht?


das wäre aus meiner sicht ( wenn beide das wollen) noch ne chance um das passierte aufzuarbeiten!


aber beide müssen es wollen!


Beitrag von trespas 13.05.10 - 15:18 Uhr

sie will nicht mehr, dazu ist das andere zu stark.
heute zum erstenmal die wohnung gesehen in der sie zukünftig mt unserer tochter wohnen wird.
ist zwar noch pure baustelle aber es haut trotzdem rein das zu sehen.
gestern abend wieder riesendrama, weil sie zu ihm wollte. es ist zwar durch mit uns aber die letzten wochen, in denen wir noch unter einem dach wohnen, dachte ich wäre gegenseitige rücksichtnahme im sinne aller das beste.
je freundschaftlicher wir uns trennen umso besser für uns und unsere tochter. aber sowas ist dann wie öl ins feuer giessen.
echt schlimm die letzten wochen, da wäre "auseinandergelebt" einfacher.
unsere tochter weiß noch von nix, spielt gerade neben mir mit dem dicken kater, das ist alles so bizarr.
wünschte mir, ich könnte mal eben ein jahr vor (oder zurück) spulen

Beitrag von stern18401 13.05.10 - 17:27 Uhr

hi,

ich kann mir sehr gut vorstellen das es sehr hart für dich war die wohnung zu sehen!

es ist ein abschnitt!

wie ich dir ja schon schrieb.........manchmal ist es besser so!

das du freundschaftlich mit ihr auseinander gehen willst ist ein guter weg.........


vielleicht wenn es mit dem typen und deiner frau wieder vorbei ist.......wird es ja nochmal was mit dir und ihr!


eventuell muss ersteinmal ne menge gras über eure alte beziehung wachsen!


hej .....und wo ne türe zu fällt - da geht auch wieder eine auf!


versuch dich jetzt abzulenken..........

wenn du jetzt ärger machst dann wird nur alles schlimmer!


ich wünsche dir viel kraft........


wenn du dich mal ausschreiben möchtest.........


kannst du dies gerne über meine vk tun!




alles gute

Beitrag von kleine_blume 13.05.10 - 21:39 Uhr

Beim Lesen deines Textes hatte ich vor allem einen Gedanken: Du sprichst von deiner Wut, deinem verletzten Stolz... du sprichts von IHM, der immer zwischen euch stand.... du sprichst von tiefen Verletzungen für sie (deine Bitte an Sie abzutreiben), die sie dir vielleicht nie verzeihen konnte... aber wovon du nicht sprichst, ist von Euch beiden - eurer Ehe, dem was euch verband... Liebe...

Vielleicht wollte sie deshalb nicht für Eure Ehe kämpfen und hält an dem anderen Mann fest, weil sie dessen Liebe spürt(e) und deine nicht mehr erhält?

Liebst Du Sie oder hasst du nur die Vorstellung, dass sie dich nicht mehr liebt?

Beitrag von trespas 13.05.10 - 22:48 Uhr

ach mensch, wenn ich sie nicht lieben würde, wär mir das alles doch egal. wir gehen unserer wege, schieben das kind hin und her und ein jahr weiter kräht kein hahn mehr danach.
natürlich ist/war da liebe, nur ist die momentan unter all dem mist begraben, was es nicht gerade leicht macht sie zu finden, geschweige denn zu beschreiben.
(sonst hätte ich sicher auch nicht im trennungsforum geschrieben und ein jammerthread wie meinefrauhatmichverlassenichbinsounglücklich ist nicht meins)

ich bin nur zutiefst darüber erschüttert, dass diese familie so planmäßig auseinander fliegt und wir nichts dagegen tun.klar habe ich die muster (zu) spät durchschaut, nur denke ich dass, wenn man erstmal weiß wo man ansetzen muss und kann, auch entwicklung möglich ist.für uns und fürs kind.
und ist es nicht gerade ein zeichen von liebe, wenn man den anderen mit all seinen fehlern und schwächen annimmt, ihn vielleicht nicht versteht in seiner beschränktheit und ihn trotzdem so nimmt wie er ist?
hat liebe nicht auch in großem maße etwas mit vergebung zu tun?
stattdessen tauschen wir den gegenüber aus gegen ein besseres model,
hallo wegwerfgesellschaft^^
das es soweit gekommen ist, ist unser beider! anteil.
uns verband das system familie, welches uns gut und weit getragen hat und uns verbindet das genetische band unsere tochter, das alles hätte ohne liebe nicht wachsen können.
nenn mich altmodisch aber ich bin kein fan von patchwork usw und glaube eben dieses gute alte mutter-vater-kind dreieck hat qualitäten die durch wenig andere dinge ersetzbar sind.

und deswegen möchte ich einfach in der kommenden zeit die richtigen dinge tun, für uns als familie, die nicht so enden soll wie jede zweite in D.
(ok hier ist wirklich stolz im spiel, es ist ein ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt:)

und wut rauslassen, in welcher form auch immer(boxsack, schreiben NIE den anderen) befreit ungemein.
...nachdem wir uns gestern wirklich vorabendserienreife szenen geliefert haben,saßen wir heut beide in der küche und mussten darüber lachen.
sach nicht uns verbindet nix!