Glaubt ihr an Liebe?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von einfachichich 11.05.10 - 22:23 Uhr

Ich muss diese Frage einfach mal stellen. Ich bin 27 und glaube nicht (mehr) daran. Mit 19 glaubte ich das erste Mal daran. Wurde enttäuscht. Aber überwindbar. Mit 23: Ich glaubte, den perfekten Mann zu haben. Ich lernte ihn im Internet kennen, alles aufregend. Er war mein Traummann. Ich konnte es nicht fassen, dass er mit mir zusammen sein wollte. Es folgte fast ein Jahr unendlichen Glücks. Eines Morgens war er weg. Wir hatten niemals Streit, verstanden uns gut. Doch er hatte sich dazu entschlossen, eine alte Bekannte, die weit weg wohnte zu besuchen (und mich über seinen Aufenthalt zu belügen). Er machte mit mir Schluß. Er war weg. Diese Frau wohnt schon lange bei ihm, sie haben ein Haus gekauft. Gesehen habe ich ihn noch ein paar Mal im Vorbeigehen. Inzwischen habe ich einen neuen Freund und ein Kind. Vor ihm hatte ich mehrere Internetbekanntschaften. Ich dachte: Was einmal geklappt hat, klappt wieder... Unser Leben könnte schön sein.

Aber ich glaube nicht an die Liebe. Für mich hat sich das erledigt. Ich liebe mein Kind, meine Familie. Aber ich weiß immer im Hinterkopf, dass es jeden Tag vorbei sein kann. Wenn mein Freund weg wäre, würde es mich nicht groß treffen. Ich wurde einmal bitter enttäuscht und das wird mir niemals wieder passieren. Tief im Herzen weiß ich, dass Männer A... sind und dass man ihnen nie trauen kann. Niemals. Ich mache alles anders als früher. Bin sehr egoistisch. Weil ich immer daran denken muss, was mir damals passiert ist. Ich kann mir mich sogar später ganz gut allein vorstellen. Wir sind tolle Eltern und mögen uns. Wir wohnen zusammen und unser Kind ist toll. Aber ich kann dem, was andere unter Liebe verstehen, nichts abgewinnen. Hochzeit? Niemals. Gemeinsame Finanzen? Niemals.

Ich bin misstrauisch (geworden) nach dieser Sache. Das hat mich so geprägt, ich kann es nicht vergessen.

Geht es jemandem ähnlich?

Beitrag von widowwadman 11.05.10 - 22:27 Uhr

Warum bist du dann mit deinem Freund ueberhaupt zusammen? Ist ja echt traurig.

Beitrag von asimbonanga 11.05.10 - 23:06 Uhr

Hallo,
du bist 27 Jahre alt und hattest zwei Enttäuschungen-deshalb glaubst du das mit der liebe habe sich für dich erledigt.
Das glaube ich nicht--normalerweise heilt die Zeit fast alle Wunden.:-)
Sollte sich deine Enttäuschung die nächsten Jahre verfestigen, läuft etwas schief bei dir.

<<<Tief im Herzen weiß ich, dass Männer A... sind und dass man ihnen nie trauen kann. Niemals. Ich mache alles anders als früher. <<<

Mit dieser Einstellung stehen dir noch schwierige Jahre bevor................

L.G.

P.S. Ich glaube noch immer an die Liebe und lebe sie.............trotz alledem;-)

Beitrag von trespas 11.05.10 - 23:13 Uhr

aktuell geht es mir ähnlich :-) ABER
die liebe ist in dir, die muss dir kein anderer geben. damit machst du dich nur emotional abhängig.
manchmal ist es schwer den glauben an eine erfüllende beziehung aufrecht zu erhalten, besonders wenn man bis zum hals in sch...lamm steckt, nur wenn du nicht mehr an die liebe glauben willst, an was dann?
die liebe ist die stärkste kraft auf dieser erde und jeder wirklich jeder mensch will sie, braucht sie, mißbraucht sie leider auch.
entscheide dich jeden tag dafür zu lieben(zweifelst du jemals an der liebe zu deinem kind), dann wirst du auch liebe erfahren.
klar es kann jeden tag vorbei sein, dinge und gefühle ändern sich, es kann aber auch immer weitergehen und wenn du weißt wer du bist, stört es dich nicht, was der andere will(oder nicht will)
hochzeit? hat was, ehrlich;-)
gemeinsame finanzen? kann aber muss nicht, wenn einer besser damit umgehen kann, soll er das tun, wenn nicht, macht jeder sein...kommt auf die jeweiligen begabungen an.
du bist der schöpfer deiner realität, nutz das!

Beitrag von mareliru 11.05.10 - 23:21 Uhr

Ja, das tue ich.

Jede/r hat in ihrem/seinem Leben Enttäuschungen erlebt. Ob und wie frau danach weiter macht ist wohl ihr überlassen.

Ich denke eines Tages wird es Dich auch erwischen und Du wirst wieder lieben wollen.

Bis dahin alles Gute!

Beitrag von thyme 11.05.10 - 23:26 Uhr

Geht es jemandem ähnlich?

Ja. Dem Rest der Welt. Ausnahmslos jeder über 15 hat mal eine Enttäusschung erlebt. Und da ist auch nicht so schlimm, denn es ist das Leben und gehört mit zum Paket.

Die Frage ist, was passiert mit mir danach? Werde ich bitter, misstrauisch und besitzergreifend? Oder lasse ich mich drauf ein, auf die Gefahr hin, ein weiteres Mal enttäuscht zu werden? Das muss letztlich jeder für sich entscheiden.

LG thyme

Beitrag von gh1954 11.05.10 - 23:37 Uhr

>>>Tief im Herzen weiß ich, dass Männer A... sind und dass man ihnen nie trauen kann. Niemals.<<<

Wenn du dein Leben so verbittert weiterführen möchtest, dann tu das, aber verdamme nicht alle Männer in Bausch und Bogen, dazu hast du kein Recht und das ist mehr als unverschämt.




Beitrag von Nachtschatten_ 12.05.10 - 01:15 Uhr

Wer keine Liebe in sich hat und keine Liebe geben kann, wird keine Liebe empfangen.
Wer sein Herz verhärtet und keine Liebe geben WILL, wird auch keine Liebe empfangen.
Wenn du dich dazu entschieden hast, ein Leben ohne Liebe zu leben, ist das sehr schade, aber deine Entscheidung.
Wieso lebst du mit einem Mann zusammen, wenn alle Männer in deinen Augen nicht vertrauenswürdig sind? Das ist unehrlich, oder ist es gerade bequemer so?

Beitrag von ladolchevita 12.05.10 - 09:03 Uhr

Also ich glaube an die Liebe. Bin etwas älter als du und habe schon einige Beziehungen erlebt aber gebe nie die Hoffnung auf . Ich denke du hast jetzt einen Schutzpanzer um dich aufgebaut damit du nicht wieder verletzt wirst. Aber damit muss man vorsichtig sein, denn es kann sein das du das dann am falschen auslässt. Gerade die die gut zu einem sind verletzt man dann sehr. Und die haben es gar nicht verdient. Das kommt dann irgendwann zu dir zurück und wer leidet dann?? Du! Also hab ein bischen Vertrauen (das muss erst wachsen) zu deinem Partner und zu dir, denke mal über dich und das Leben nach. Höre in dich hinein, was willst DU, alleine leben ist der einfache Weg, aber ob er der schönere ist bezweifele ich.

Viel Glück

Beitrag von *leider* 12.05.10 - 09:04 Uhr

Leider ist die Liebe eine Berg- und Talfahrt. Meiner Meinung nach muss man erst ein paar Mal gehörig auf die Schnauze fallen, bevor man weiss, was man wirklich will.
Ich gehöre zur "älteren" Generation hier und lange Jahre der Erfahrung und Niederlagen liegen hinter mir. Rückblickend kann ich sagen, dass ich viele Fehler gemacht habe und nicht auf meine innere Stimme gehört habe. Die sagt nämlich meistens die Wahrheit. Erst jetzt kann ich sagen, dass ich die "einzige wahre Liebe" gefunden habe ... Für mich eindeutig zu spät, aber besser jetzt als nie.
Wirf die Flinte nicht zu schnell ins Korn. Du bist noch jung.
Ein Tipp am Rande: Lass die Finger von den Kerlen im Internet. Von 100 ist vielleicht einer zu gebrauchen ... die wahren Männer trifft frau im realen Leben.

Beitrag von mii2 12.05.10 - 09:09 Uhr

hmm....
Jeder Mensch hat Liebe in sich, die er weitergeben kann.
Aber wenn du enttäuscht wurdest, musst du lernen, über die Verletzungen hinwegzukommen. Es liegt allein an dir, ob du verzeihen kannst, und damit ein neues leben beginnen, oder ob du weiter so verbittert durch die Welt gehen willst.
Liebe ist bereit, IMMER das beste vom anderen zu denken und zu erwarten. Und vor allem ist Liebe eine Entscheidung dazu. Liebe fängt nicht mit Schmetterlingsschwärmen im Bauch an, sondern mit einer Entscheidung. Aus dieser Entscheidung wächst dann tiefe Liebe.

Sei nicht stolz darauf, misstrauisch geworden zu sein, sondern lerne, das abzulegen, denn dann kannst du mit Stolz sagen, dass du gelernt hast zu vertrauen!

Du lebst das doch auch deinem Kind vor. Soll dieses Muster sich auf dein Kind übertragen?

Im Prinzip hört es sich fast so an, als ob du nur darauf wartest, wieder verletzt zu werden. Ich hoffe für dich, dass du da enttäuscht wirst. Aber ich vermute, dass du dich nie wirklich freuen könntest, wenn dein Freund dich NICHT enttäuscht. ....

Bereinige erst mal dein Herz, und lerne, das vergangene zu vergessen. ---> JA; das funktioniert.
Denn das beste an der Vergangenheit ist, dass sie vergangen ist

lg

Beitrag von bambi** 12.05.10 - 09:30 Uhr

du bist nicht die einzige die schlechte erfahrungen mit Männern sammelt. Dennoch glaube ich das irgendwann jeder den richtigen Partner fürs Leben findet.

Ich habe vor 4 Monaten meinen absoluten Traummann gefunden durchs Internet. Noch nie wurde ich so sehr von einem Partner geliebt wie er es tut. Bei uns passt einfach alles. Die wahre Liebe gibt es tatsächlich.

ausserdem bist du ja auch noch sehr jung...also nich verzweifeln weils mit der letzten Liebe nicht geklappt hat.

Beitrag von frieda05 12.05.10 - 09:44 Uhr

Ja, es gibt ganz böse Männer. Egomanen, Schläger, Säufer, Workoholics, Kriminelle und andere Irre.

Dann gibt es noch die anderen #aha. Genau #huepf. Die Romaniker, geradegerichteten mit klaren Schädel, die mit Verantwortungsbewustsein, mit Herz, die Aufmerksamen... - im ganzen gesagt: die Liebenswerten.
Und ich bin der Meinung, die Liebenswerten sollten auch geliebt werden. Denn genau dies haben sie verdient.

Für Deinen Mann ist es nun ausgesprochen bedauerlich, daß Du ihn als Beschäler und guten Kumpel gewählt hast. Sollte er da jemals hinter kommen, daß er als das kleinste Übel gewählt wurde, haben wir da stumpf mal noch eine enttäuschte Seele auf Gottes Erdboden. Auch wenn es "nur" eine männliche ist, vielen Dank dafür.

Dann wollen wir mal hoffen, daß Du wenigstens Eurem Kind nicht den Glauben an die Liebe nimmst, bevor - egal ob Männlein oder Weiblein - es seine eigenen Erfahrungen - evt. auch Enttäuschungen erlebt.

GzG
Irmi

Beitrag von anyca 12.05.10 - 09:45 Uhr

Puh ... klingt irgendwie arg "himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt".

Wenn Du Liebe wirklich nur mit "Traummann, unendliches Glück" (das Dein Ex ja offensichtlich nicht so empfunden hat) gleichsetzt, dann gibt es dieses unendliche Glück vermutlich in 99% der Fälle wirklich nicht lebenslang, sondern das sind einige Monate rosaroter Verliebtheit und nicht mehr. Das hat aber wenig mit der jahrelangen Verläßlichkeit und Zusammengehörigkeit zu tun, die ich als Liebe definieren und als Basis für Ehe, gemeinsame Lebensplanung, Familiengründung ansehen würde.

Räch Dich nicht an Deinem Freund für das, was Dein Ex Dir angetan hat!

Beitrag von nur ähnlich 12.05.10 - 10:17 Uhr

Im Grundsatz stimme ich dir zu.

Ich bin schon 10 Jahre älter und um einiges mehr enttäuscht worden als du - nicht nur von Männern.
ICh behaupte auch nicht, dass Männer A... sind.
Es liegt in der Natur des Menschen, dass Liebe vergänglich ist.
Damit habe ich mich auf meine Art arrangiert.

ICh habe einen Mann, ein Kind, ein Haus, gemeinsame Firma - ich würde also nie soweit gehen, mich völlig von anderen abzukapseln, dann kommt man nämlich nicht weit.
Aber für mich war es nach meinen Erkenntnissen immer oberstes Gebot: ich bin finanziell unanbängig und lebensfähig. Wenn mein Mann gehen würde, wäre ich zwar traurig, müsste mich aber nicht von der Brücke stürzen. Mein Leben würde weiter gehen.
Ich glaube auch nicht an die ewige Liebe meines Mannes, insgeheim rechne ich mit dem Ende. Wir verändern uns alle und zu einem anderen Lebensabschnitt passt auch oft ein anderer Partner besser.
Wichtig ist, dass ich mich liebe und mit mir im reinen bin - das ist schon schwer genug.

Beitrag von seelenspiegel 12.05.10 - 11:11 Uhr

Wenn es nie regnen würde, wüsste man es dann noch zu schätzen wenn die Sonne scheint?

Die einzige Referenz die ich "vorweisen" kann bin ich selbst, aber es ist nunmal so, dass die Kompromissbereitschaft mit steigener Lebenserfahrung abnimmt und die Anforderungen an eine potentielle Partnerschaft mit zunehmendem Alter höher werden.

Man fängt an die rosarote Brille verstauben zu lassen, und geht an alles etwas mehr mit dem Kopf heran.

<<<Tief im Herzen weiß ich, dass Männer A... sind und dass man ihnen nie trauen kann.>>>

*lachen muss*

Das ist genauso wie ein T-Shirt mit der Aufschrift "Alles Schlampen ausser Mutti" #freu


Ich mag mich ja täuschen, aber auch wenn Du schreibst, dass Du es Dir durchaus vorstellen kannst, auch alles alleine ohne Kerl zu wuppen.....klingt es für mich dennoch, als wärst Du lieber aus irgendwelchen Gründen mit jemandem zusammen, als aus den richtigen alleine?

Es ist nichts verkehrt an einer gesunden Portion Egoismus innerhalb einer Beziehung, genausowenig an etwas Abstand, eigenen Interessen und dem Wissen, dass alles schnell zerbrechen kann.

Unter diesen Vorraussetzungen wird nämlich nicht alles so schnell selbstverständlich....und alles für das man jeden Tag ein ganz kleines bisschen kämpfen muss, bleibt länger interessanter.....selbst der Alltag, wo so viele Bezihungen an der reinen Gewohnheit die sich einschleicht so oft zerbrechen.

Um auf Deine Frage zurück zu kommen: Ja, ich glaube an die wahre, einzige und ehrliche Liebe....aber wie so vieles ist die Definition und die Art diese zu leben so facettenreich wie die Anzahl der Menschen selbst.

Warum denkst Du Deine Art zu leben und lieben sei schlechter als die der "Klischeefamilie aus der Fernsehwerbung"?

<<<Aber ich kann dem, was andere unter Liebe verstehen, nichts abgewinnen.>>>

Wer behauptet dass Du das musst oder sollst? Es geht hier nicht um "die anderen".....es geht um Dich, Dein Leben, Deinen Weg, und man kann sich zwar ein wenig an anderen Menschen orientieren.....aber es hat noch nie Sinn gemacht, sich selbst zu vergessen, und nur den Weg zu gehen, den andere schon beschritten haben.

Nur weil andere damit klargekommen sind, bedeutet das nicht dass es für Dich das richtige ist.

Zig Milliarden Menschen essen gerne Reis. Ich mag ihn trotzdem nicht....so what? ;-)

Ich wünsche Dir alles Gute.

Beitrag von sunshine... 12.05.10 - 11:25 Uhr

ein bisschen genießt Du es auch zu "leiden" oder?! Es klingt zumindest so...

Fang Dich mal und mach Dir das Leben nicht selber schwerer als es ist.
Dein Mann tut mir etwas leid. Deine frustrierte Einstellung wird er sicher
spüren.

Ich bin auch schon enttäuscht worden. Na und?! Ich gebe trotzdem nicht
auf daran zu glauben das irgendwann immer alles gut wird und so war es
bis jetzt auch.

Ich liebe aber auch die Liebe und alles was damit verbunden ist. Ich genieße
die schönen Stunden und leide in den schlechten. Ich habe keine angst vor
Kummer oder Enttäuschungen. Meist sind die schönen Stunden soo schön,
das sie es wert sind das Risiko der Entäusschung einzugehen.

Aus Angst auf all diese wunderschönen Emotionen und das Herzklopfen
zu verzichten käme für mich nicht in Frage, das wäre für mich nicht
lebenswert.

Es ist eine Frage der Einstellung. Wenn Du nicht möchtest das Du noch
mal in Deinem Leben so enttäuscht wirst, dann mach weiter so wie bisher.
Dann hast Du nichts zu fürchten, aber auch nichts zu freuen. Es wird
dahinplätschern, im Hinterkopf leicht frustriert mit etwas Selbstmitleid.

Denk mal drüber nach...

lieben Gruß,
sunshine...

Beitrag von *happyend* 12.05.10 - 12:59 Uhr

Du Arme... #liebdrueck

Mir ging es bis vor kurzem ähnlich... Habe nach einer (mal wieder) enttäuschenden Beziehung Bilanz gezogen und bin auch zu dem ernüchternden Schluß gekommen, daß es DIE große Liebe wohl nicht zu geben scheint (oder vielleicht nur nicht für mich? #gruebel), zumindest hatte ich sie in meinem bisherigen Leben noch nicht gefunden (bin jetzt 31). Ich liebe meine Tochter, klar, aber das Vertrauen in die Männerwelt hatte ich auch erstmal verloren...

Ich war der Meinung, daß Beziehungen nur mehr oder wenig große Kompromisse sind, DEN einen oder DIE eine gibt es nicht. Ich war ziemlich ernüchtert und regelrecht verbittert und hab es meinem neuen Freund echt nicht leicht gemacht :-( hab mich gezwungen bloß nicht zuviele Gefühle entstehen zu lassen und mich bloß nicht in ihn zu verlieben #zitter - aus Angst, nochmal enttäuscht und verletzt zu werden. #schmoll
Aber er hat zum Glück ziemlich viel Geduld mit mir bewiesen und mir/uns Zeit gegeben. Jetzt sind wir ein knappes Jahr zusammen, wohnen inzwischen auch zusammen, und ich habe meine innere Blockade nach und nach abgebaut, meine Selbstschutz-Mauern ein Stück weit eingerissen und ihn an mich rangelassen, und bin gerade im Begriff, mich ganz dolle in ihn zu verlieben... #verliebt Hat ein bißchen gedauert, aber inzwischen kommt auch mein Glaube an die Liebe wieder... #herzlich Ich könnte mir sogar vorstellen, eine Familie mit ihm zu haben... #baby

Gib Dir ein bißchen Zeit. Die heilt bekanntlich alle Wunden. Ist wirklich so...

LG, Happyend

Beitrag von hummelinchen 13.05.10 - 00:17 Uhr

Ja - ich...

Ich habe das alles durch...

Und was habe ich gelernt?
Das es sehr weh tut verletzt zu werden aber emotionale Bindungen darauf bauen sich zu öffnen und das heißt verletzlich zu sein...

Wer liebt kann verletzt werden...

du hast dich entschieden nicht verletzt zu werden - du hast zugemacht...

Ich habe das alles durch und einen Weg gefunden glücklich zu werden - nämlich Vertrauen - in mich und meinen Partner...

Ich bin sehr enttäuscht worden, habe mich zurück gezogen - und entdeckt, dass das nichts bringt...

Du betreibst puren Selbstschutz und das ist in Ordung. Vllt. hast du die letzte große Trennung nicht verarbeitet, das hinterlässt Spuren...

Arbeite an dir, denn Liebe gibt es nur für den der gibt...

lg Tanja

Beitrag von miaumio 13.05.10 - 20:58 Uhr

Jetzt haben dir ja schon viele geantwortet, meine Antwort wird da sicher nicht mehr so wichtig sein. Trotzdem, ich finde, deine Frage "Glaubt ihr an Liebe " ist etwas falsch formuliert. Denn du hast deinen Traummann ja über alles geliebt, das heißt du glaubst an Liebe. Du weißt für dich selbst, dass sie existiert. Jetzt lässt du sie nur nicht mehr zu, weil du lieber gar nichts mehr fühlst, als wieder enttäuscht zu werden. Wie die anderen schon gesagt haben, jeder macht mindestens eine hochtragische Liebe durch, die einen furchtbar verletzt. Vor allem wenn man sehr jung ist glaubt man niemand leide so sehr wie man selbst. Kenn ich auch :-)
Aber Liebe gibt es, man muss nur Geduld haben und auch selbst bereit sein, immer neu zu geben.

LG

Beitrag von ichverstehedich 13.05.10 - 22:49 Uhr

hallo,
auch wenn es viele nicht verstehen, ich bin 35 jahre alt, habe einen mann (den ich liebe, aber nicht liebe!) mit ihm 2 kinder und es ist gut so, wie es ist!
ich habe mit 27 die liebe meines lebens getroffen!! und ich werde nie wieder einen mann so lieben!! er hat mich belogen und die beziehung ist in die brüche gegangen. er hätte die welt auf den kopf gestellt um es wieder gut zu machen. aber ich war kaputt!!
ich werde, kann, nie wieder jemanden so nahe an mich lassen. denn das würde ich unter garantie nicht überleben. es spielen viele dinge eine rolle, warum ich so bin und mein mann weiss alles und versteht es. er weiss auch, das ich ihn wohl lieb aber halt nicht wirklich LIEBE. versteht ihr, wie ich das meine?
ich glaube an die liebe.... ich habe sie getroffen. und ich bin der meinung, DIE LIEBE, trifft man nur 1x.
wir sind glücklich, so wie es ist. wir lieben unsere kinder über alles und sind eine harmonische familie. ich denke, es muss vieles stimmen um glücklich zu sein.... aber alles, wie es nun mal im leben ist, kann man nicht haben.
ich habe das, was ich mir immer gewünscht habe.... kinder!! mir wurde gesagt, ich könnte keine bekommen und jetzt sind sie doch da :-)
bin gespannt, ob antworten kommen.
LG

Beitrag von hummelinchen 14.05.10 - 09:55 Uhr

Auf der einen Seite hast du das Glück gehabt, dass du einen Menschen getroffen hast, der dir die ultimative Liebe gezeigt hat - schade, dass es zerbrochen ist...
Und lass dir sagen, es stimmt nicht, dass du die "Liebe deines Lebens" nur 1x triffst, das stimmt so nicht... Denn das würde heißen , du veränderst dich nicht... Und das ist schlecht...

Ich habe das große Glück, sie 2x getroffen zu haben. Ich erkläre dir das kurz. Als ich 16 war kam ich mit einem tollen Jungen zusammen, mit 19 bekam ich meine Tochter, mit 25 trennten wir uns - naja, ich trennte mich.. Er war meine "große Liebe der Jugend".. Wir versuchten es später sogar nochmal aber er wohnte da schon zu weit weg und unsere Wege hatten sich auch mental getrennt. Wir sind einfach verschiedene Wege gegangen und haben uns unterschiedlich entwickelt. Es war oke, mittlerweile verstehen wir uns des Kindes wegen (auch wenn sie schon fast 20 ist) wunderbar.
Dann traf ich mit 30 einen Mann der mich umwarf. Wow und Doppel-wow #verliebt Wir sind eine tolle Familie, gestern seit 5 Jahren verheiratet und ein wundervolles Team, tolle Kumpel, gesunde Streithähne und auch Liebende (na, gott sei Dank;-)).

Was ich sagen will, ich glaube du kannst für jeden Lebensabschnitt eine große Liebe treffen, vorausgesetzt du entwickelst dich ein wenig weiter...
Mal ganz platt gesagt...

Ich glaube, dass du deinen Mann liebst, es nur nicht zugeben willst... Denn auch das glaube ich, ohne Liebe keine gute Ehe...
Du wurdest verletzt, dass ist tragisch - kann ich nachempfinden, wurde ich auch. Doch sich ewig zu verschließen bringt nichts... Ich hatte auch eine Zeitlang einen Partner, den ich mochte, der mich aber nicht verletzen konnte, da ich emotional auf Abstand blieb.. Und dann traf ich meinen jetzigen Mann und alles kam mir falsch vor... Ich habe gelernt wieder mit Vertrauen zu lieben...

Schon mal über ne Teraphie nachgedacht???

lg Tanja