Wer berichtet mir von der Adenotomie und Paukendrainage seines Kindes?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lebelauter 12.05.10 - 10:32 Uhr

Marie ist 5, hört schlecht, spricht deswegen schlecht, ist in logopädischer Behandlung und nun soll aller voraussicht nach eine Adenotomie vorgenommen werden
(Entfernung der rachenmandeln).

Ausserdem sollen Paukenröhrchen zur belüftung des mittelohres eingesetzt werden...

wer hatte das auch und kann mir berichten, wie das abläuft?

wie lange dauert die narkose? haben die kids hinterher schmerzen?

aus meinem HNO-Arzt kriegt man irgendwie immer nur nen genuschelten halbsatz raus :-(

LG

Beitrag von andalucia05 12.05.10 - 10:38 Uhr

Hallo,

ihr könnt das entweder ambulant oder stationär machen lassen (für 1 Tag). Die Op dauert mit Anästhesie ca. 30 min.! Die meisten Kinder haben danach keine Schmerzen, viele wachen aber unruhig aus der Narkose auf. Manchmal entwickeln die Kinder nach 1-2 Tagen leichte Ohrenschmerzen, die aber gut mit Paracetamol behandelt werden können! Ansich ist es wirklich ein kleiner, risikoarmer Eingriff, der für die Eltern schlimmer ist, als für die Kinder ;-)!

LG, andalucia #sonne

Beitrag von lebelauter 12.05.10 - 11:14 Uhr

hallo,

hast du kinder, die das erlebt haben?

oder arbeitest du im KH?

LG

Beitrag von andalucia05 12.05.10 - 11:21 Uhr

Hallo,

meine Kinder mussten das noch nicht erleben! Ich arbeite in einer Kinderklinik und betreue fast täglich Kinder nach diversen HNO- OPs!

LG, andalucia #sonne

Beitrag von llewellynn 12.05.10 - 13:14 Uhr

Huhu!

Mein Sohn ist 5 und nach jahrelangem Kampf gegen Mittelohrentzündungen und Flüssigkeit ( zum Teil schon verdickt) hinter den Trommelfellen habe ich ihn im Januar operieren lassen. Hätte ich vorher gewusst, daß dieser Eingrif ein Lacher ist, hätte ich es längst machen lassen. Hat etwa 30 Minuten gedauert ( Adenotomie und Parazentese). Nach 15 Minuten ist er ganz ruhig und entspannt aufgewacht und hat ein Eis bekommen, Nach 1 Stunde ist er munter plappernd an meiner Hand da rausgelaufen. Am OP - Tag war er dann nachmittags noch etwas müde , hat Unmengen von Nudeln mit Soße gegessen und am nächsten Tag musste ich ihn schon bremsen, daß er nicht herumtobt.

Der Erfolg war durchschlagend. Er hört ausgezeichnet, die Ohren sind trotz fieser Erkältung gut belüftet. Ich würde es jederzeit wieder machen!

Lg, Kira

Beitrag von wort75 12.05.10 - 13:56 Uhr

bei uns wurden 2x paukenröhrchen beidseit eingesetzt.

das erste mal hiess es, es wäre ambulant, ich könne am abend gleich wieder gehen. da er noch so klein war,durfte er zuerst operiert werden - sie müssen ja nüchtern sein.

es wurde alles 2x gecheckt, weil er hustete und nciht sicher war, ob er 100% gesund war. wie auch - er hatte ja alle nase lang MOE... es wude operiert, er wurde wach und im gegensatz zu allen anderen kindern hat er die narkose schelcht vertragen. er brülle vier stunden lang, torkelte rum, viel auf den boden, aus dem bett, lies sich nicht anfassen - - irgendwann hat eine gnädig gestimmte schwester im ein hammer-schmerzmitel gegeben und er konnte schlafen. erholt hat er sich schnell, trauma hatte er keins. aber ich schwöre noch heute: da er zu wenig tief in die narkose geschickt werden konnte,hat er was mitbekommen - er hat seit der operation oft alpträume gehabt. das hat sich erst nach zwei jahren gebessert.
die röhrchen sind statt nach einem jahr schon nach einer woche wieder ruasgefallen und haben somit gar nichts genützt.

die 2 op war in verbindung mt dem schneiden der rachenmandeln. die waren total vereietert - gleichzeitig wurden nochmals röhrchen gesetzt. wieder wurde er - im gegesatz zuu allen anderen kindern - kaum wach, war hysterisch, panisch, nichtzu beruhigen und zeitweise durfte niemand in anfassen. auch hier waren wir niht wie versprochen nach 3 studnen wieder weg sondern sassen nachts um neun immer noch im überwachungsraum. schwestern und samariterinnen haben den jungen abwechselnd mit uns geschaukelt und getragen - nur so hat er sich einigermassen beruhigen können.
auch diese röhrchen sind nach weniger als einer woche rausgefallen. statt nach einem jahr. sie haben nichts gebracht.

die geschnittenen mandeln hingegen waren richtig - kaum war die schwellung zurückgegangen, hat er nicht mehr geschnarcht, konnte besser atmen, wurde zum bewegungsfanatiker und hat nachts ncht mehr so verkrampft den hals gereckt um genug luft zu bekommen. er wurde dadurch ruhiger, stärker und morgens zufriedener.

die narkose dauerte jeweils ca. 1 stunde, davon waren 20minuten die operation und der rest das einschlafen und aufwachen. das einschlafen geht problemlos, das aufwachen ausser bei uns offenbar bei allen gut.
schmerzen haben die kinder normalerweise nicht - bei uns schon - und zwar verbunden mit der panik vor dem tropf und der sauerstoff-maske, die er wegen seiner angst und der zu niedrigen blutsättigung nach der op bekam.

am nächsten tag hat man den kindern nichts mehr angemerkt, er war eine halbe woche krankgeschrieben (krippe). die alpträume könnnen eine eh anstehende phase in seiner entwiklung gewesen sein, aber ich denke es nicht.

er kannte spitäler udn krankenhäuser ja schon zur genüge - er hatte davor nie angst. auch danach nicht, übrigens. es kam also nicth zu einem trauma oder ähnlichem. aber es war grauenhaft, das kind so leiden zu sehen. er selber scheints nicht mehr zu wissen.

Beitrag von wort75 12.05.10 - 14:01 Uhr

entschuldige bitte die vielen schreibfehler - ich bin gerade etwas auf dem sprung. wollte aber meine sicht unbedingt weitergeben.

Beitrag von cori0815 12.05.10 - 15:11 Uhr

hi Lebelauter (passt ja gut, wenn Marie so schlecht hört ;-))

Da kann ich dich beruhigen: mein Sohn hatte die erste OP dieser Art, als er gerademal 2,5 Jahre alt war. Er hörte scheinbar über lange Zeit so schlecht, dass sich seine Sprache kaum entwickelt hat, er einige Laute gar nicht wahrnahm (wie z.B. bLume: er sagte einfach bume, weil er das L nicht hörte). Als wir es endlich festgestellt hatten, haben wir sofort einen OP-Termin gemacht.

Wir haben die OP ambulant durchführen lassen. Es war einfach prima und er war mittags schon wieder so fit, dass wir hätten nach Hause gehen können. Die ganze OP dauerte ca. 30 Min., da parallel zu der Pauken- und Polypensache noch eine ins Auge gewachsene Wimper entfernt werden sollte. Ohne die Augensache wären es vielleicht 15-20 Min. gewesen.

Das Aufwachen aus der Narkose war nicht ganz einfach für ihn, irgendwie hing er sozusagen in der "Warteschleife" fest, wie ich immer zu sagen pflege. Er schaute blöd durch mich hindurch und wand sich wie in Krämpfen und schrie sehr schrill. Ich kannte diesen Zustand, da - jetzt bitte nicht lachen - unser Hund nach Narkosen immer das gleiche Problem hatte. Es dauerte vielleicht 15 Min., dann sank er zurück und schlief nochmal 3 Stunden, danach war er der Alte. Also keine Panik, wenn das bei euch auch passiert: das ist normal und es geschieht nix Schlimmes, das Kind hat auch keine SChmerzen dabei oder so.

Die Schmerzen nach der OP hielten sich bei meinem Sohn in Grenzen: als wir nachmittags wieder zuhause waren, konnte ich ihn kaum davon abhalten, auf seinem Hüpfpferd zu reiten. Lediglich abends klagte er über "Aua" im Hals - das bekamen wir gut mit Ibuprofen in den Griff. Am nächsten Morgen war alles wie immer.

Danach setzte eine rasante Sprachentwicklung ein und ich hatte ein völlig anderes Kind: auf einmal war mein jähzorniger, unberechenbarer Sohn ein süßer wissbegieriger 2,5 Jähriger, der wieder Spaß am Leben zu haben schien. Er war aufgeweckt und stets zufrieden.

Und was mich etwas betroffen gemacht hat, waren die Situationen, in denen der Kühlschrank ansprang (leises Summen) und er aufmerksam wurde und fragte, was das sei. Oder als ein Vogel zwitscherte und man es durch die Fenster bis ins Wohnzimmer hörte, fragte er, was das sei. Oh Himmel, dachte ich, er hat nichtmal einen Vogel gehört. Er muss gelebt haben wie in einer schalldichten Seifenblase. Kein Wunder, dass er immer so gereizt war... wäre uns nicht anders gegangen...

Außerdem waren mit dem Einsetzen der Röhrchen endlich die ständigen Ohrenentzündungen vorbei (oder liefen wenigstens komplikationsloser)

Alles in allem würde ich es immer wieder machen (und habe es auch gemacht: mein Sohn hat jetzt die 3. Röhrchen, diesmal Langzeit-Paukenröhrchen, bis jetzt eine gute Entscheidung).

LG
cori

Beitrag von brautjungfer 12.05.10 - 15:38 Uhr

hallo,

wäre eine Reduktion der Mandeln nicht erstmal was für euch?

wir haben die Mandeln reduzieren lassen und sie hat zeitgleich die Röhrchen bekommen. sol ich dir auch berichten, ist ja ein wenig anders wie bei euch dann

lg

Beitrag von krokolady 12.05.10 - 16:12 Uhr

hatte meine Tochter vorgestern........leider ging bei ihr bissi was schief.....hier nachzulesen:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=45&tid=2627619

Falls also bekannt ist das in eurer Familie jemand ne Gerinnugsstörug hat solltest das erwähnen.....