Ich weiß nicht mehr weiter

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von schmigi 12.05.10 - 13:49 Uhr

Hallo

seit Tagen geht das jetzt schon so. Marcel (20 Monate) macht keinen oder nur ganz kurz Mittagsschlaf.
Ich weiß nicht was er hat. Er ist TOTAL überdreht! Den ganzen Tag hat er totale aktion.
Ich bin echt kaputt und am ende!
Abends kommt er auch ganz schwer in den Schlaf (ja wir haben ein Abendritual, ja wir baden, ja wir sind sehr oft draußen, ja er wird mit Liebe überschüttet!)
Wenn er dann Abends in seinem Bett schläft (er will alleine nicht einschlafen) dann wird er um 2 uhr wach und möchte unbedningt zu uns ins Bett.
WIE KANN ER ALLEINE EINSCHLAFEN? Er schreit so sehr, dass er brechen muss wenn wir ihn alleine lassen.

Ich bin echt traurig!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wo ist mein lieber Marcel? #heul#heul#heul
Er hat eine ernorme Kraft. Kann ihn kaum wickeln oder auf dem Arm halten

Was soll ich machen, wie soll ich es machen?????????????????????

#heul

Beitrag von drusilia 12.05.10 - 13:53 Uhr

Hallo!
Hast du schon probiert dich mit ihm zusammen hinzulegen? Hat mittags bei uns immer gut geklappt. Abends hatten wir aber auch Phasen wo der Große nicht alleine in den Schlaf fand, hat manchmal 1-2 Stunden gedauert mit auf dem Arm schlafen, Hand mit im Bett usw..

LG

Beitrag von schmigi 12.05.10 - 13:56 Uhr

Wir (mein Mann oder ich) legen uns IMMER mit ihm hin!
Das ist es ja, viele Mamas sagen, dass das der Grund sei warum er nicht alleine schlafen kann.


Aber wie soll ich es machen? wenn ich raus gehe wacht er sofort auf

Beitrag von alexis-chester 12.05.10 - 13:56 Uhr

hi schmigi..

so eine phase hatten wir mit alexis auch als er 20 mon. war...
es gab hier dann ein paar schlaue leute, die meinten das er womöglich keinen schlaf am mittag mehr bräuchte...

was ich ja für quatsch halte...so kleine kinder brauchen ihn...
deine situation zeigt es mal wieder, er schläft mittag nicht und ist am abend dann so überdreht das er nicht in den schlaf findet..

ich hab mich mit alexis zusammen hingelegt (mittags) bis er geschlafen hat...
die ersten zwei wochen war es ein kampf bis er gechnallt hat das er schlaffen soll und nun haben wir auch mittags ein ganz schönes bettgeh ritual entwickelt...er ist nun 2jahre und 8mon. und schlaft 2 stunden (so viel zum thema er bruacht keinen mittagsschalf mehr)...

und das er nacht zu euch möchte...würde mich jetzt nicht sonderlich stören hauptsache ich kann schlafen und er schläft auch...

alles gute..
s.

Beitrag von schmigi 12.05.10 - 14:04 Uhr

Also gut, es ist nur ne Phase! Es ist nur ne Phase! Es ist nur Phase!

Danke für deine Worte!

Wir legen uns immer mit ihm hin. Ich weiß nicht warum er so ist?

Beitrag von alexis-chester 12.05.10 - 14:10 Uhr

es sind alles nur phasen....augen zu und durch...

ich kann dir auch nicht sagen warum es so ist, er hat eventuell angst etwas zu verpassen....einfach ganz ruhig sein in den arm nehmen und leise vor dich hinsummen, egal wie sehr er schriet, damit ziegst du ihm das du da bist und auf ihn aufpasst...um so ruhiger du bist desto besser überträgt es sich auf den mausi....

es wird irgendwann......durchhalten

Beitrag von schnee-weisschen 12.05.10 - 13:58 Uhr

Hey,

imo würde ich gar nicht versuchen, ihn zum alleinigen Einschlafen zu bringen, denn das verschlimmert die Situation mit Sicherheit.

Was, wenn Du Dich mit ihm hinlegst? Auch mittags?
Er scheint momentan einfach Deine/Eure permanente Nähe zu brauchen, also würde ich ihm die auch geben.
Bei uns ist es so, dass unsere Tochter (2) gar nicht ohne uns ins Bett geht. Sie ist abends bei uns, schläft auf dem Sofa ein und wird mit ins Elternbett genommen, wenn wir schlafen gehen.


LG

sw

Beitrag von schmigi 12.05.10 - 14:10 Uhr

Hallo

wir legen uns IMMER mit ihm hin! Das ist es ja, er ist müde und findet nicht in den schlaf :-(

Wenn ich z. B. meiner Mutter sagen, dass er unsere Nähe braucht dann sagt sie: Das gewöhnst du ihm an, er kann dann gar nicht mehr ohne dich!

Komplettes Elternbett möchte ich nicht! Will mit meinem Mann auch mal alleine kuscheln.

Beitrag von loreletta 12.05.10 - 14:01 Uhr

So wie ich das sehe, liegt der Fehler bei dir: du bist einfach nicht fähig auf dein Kind einzugehen. Das mag jetzt gemein klingen, aber im Grunde genommen ist es doch so.
Dein Sohn ist jetzt 20 Monate alt und schläft jetzt in seinem Bett (in seinem Zimmer?). Und du willst von ihm, dass er alleine einschläft. Aber du merkst doch selber, dass er es nicht kann, warum willst du es also erzwingen? Ich erzähl jetzt mal von meinem Sohn: der kann super alleine einschlafen, wenn ich ihn in mein Bett lege, wenn ich ihn aber in sein Bett in seinem Zimmer lege, dann muss ich auch daneben sitzen, bis er eingeschlafen ist.
Und dass er nachts nicht mehr alleine einschlafen will und lieber zu euch möchte ist doch total in Ordnung. Er hat halt Angst so alleine in seinem Bett und möchte lieber bei euch schlafen. Du schläfst ja auch lieber mit deinem mann statt alleine auf der Couch. Ich verstehe garnicht, dass es dich stört. Was gibt es denn schöneres und beruhigenderes für eine Mutter, neben ihrem Kind zu schlafen?
Schreienlassen ist noch nie eine gute Lösung gewesen, das machen doch nur leute, die nicht empathiefähig sind.
Ich mache das meistens so, dass ich ihn ins Bett lege, ihm seine Flasche gebe und die Spieluhr aufziehe, ihm sage, dass ich im Wohnzimmer bin und ihn höre. Er ruft dann noch paar mal, ich gehe hin und gehe dann wieder und irgendwann ufe ich auch nur zurück, dass ich noch da bin und irgendwann schläft er dann?

Beitrag von schmigi 12.05.10 - 14:15 Uhr

Ich habe mir eben mal ein paar Gedanken gemacht.

Du hast recht!

Er möchte einfach nicht alleine sein. Morgen bzw heute Abend gehe ich mit ihm ins Bett. Er soll gleich bei uns schlafen.

Vielleicht ist das im Moment sein größter Wunsch?

Marcel hat noch nie alleine einschlafen müssen. Nur andere Mütter meinten, dass das mein Problem sei. Er wacht auf uns sucht mich, deshalb kann er nicht durchschlafen. Er soll lernen alleine einzuschlafen

Ich weiß es nicht

Beitrag von 1familie 12.05.10 - 20:46 Uhr

Was gibt es denn schöneres und beruhigenderes für eine Mutter, neben ihrem Kind zu schlafen?


Ich fand es für eine Weile auch ganz schön, nur mein Sohn wurde älter und auch grösser und weisst du was erschläft jetzt seid 2 Wochen in seinem Bett und er ist 7 jahre alt.

Ich kann mich wieder drehen und durchschlafen, was gibt es schöneres für eine Mutter sich auch einmal in der Nacht erholen zu dürfen ;-)

Beitrag von miriamama 12.05.10 - 23:14 Uhr

Er ist7????????????? WOW, der hat es aber bei Mama genossen, was?? ;-)

Beitrag von 1familie 13.05.10 - 22:21 Uhr

Ja 7 und ich weiss jetzt so sehr mein eigenes Bett zu schätzen.
ICh bin ganz ehrlich, ich bin so froh, das mein Kleiner am liebsten in seinem bett schläft :-)

Beitrag von marjatta 12.05.10 - 14:09 Uhr

Warum soll er denn alleine einschlafen? Hast Du keine Zeit, bei ihm zu bleiben?

Generell ist es doch so, dass Kinder bis zum Alter von 3 Jahren allein schon aus evolutionsbiologischer Sicht die Nähe der Eltern während des Schlafens benötigen. Manche mehr, manche weniger.
Dadurch bedingt gibt es während mancher Entwicklungsphasen ein verstärktes Bedürfnis nach der Sicherheit, die man bei Mama oder Papa hat.

Auch wenn mein Sohn noch nicht so alt ist, würde ich von ihm niemals vor dem 3. Geburtstag verlangen, dass er - ohne diesen Wunsch selbst geäußert zu haben - in einem eigenen Zimmer schläft oder einschläft. Sein Bett steht direkt neben meinem und solange er diese Nähe haben möchte, darf er sie auch haben. Dadurch hatten wir schon im ersten Lebensjahr selten nächtliche Probleme, außer bei hohem Fieber. Und ich bisher auch keine Ringe unter den Augen oder echten Schlafmangel.

Die Erwartungshaltung an das selbständige Einschlafen von Kleinkindern gibt es nur in den westlichen industrialisierten Ländern. Und die damit verbundenen Probleme, dass die Kinder nicht 'funktionieren' wie die Eltern sich das vorstellen, ebenso.

Also, einfach das Abendritual beibehalten, mit hinlegen und warten bis er eingeschlafen ist. Das wird ihm die Sicherheit wieder geben, die er vermutlich braucht. Und er wird irgendwann auch wieder den Schritt von alleine gehen und selbständig und dann auch ohne Deine ständige Anwesenheit einschlafen.

Gruß
marjatta

Beitrag von miriamama 12.05.10 - 14:28 Uhr

HI!!


Ich hatte mit Charlotte vor 4 Wochen ein ganz ähnliches Problem!

Normalerweise lief unser Tag so:

7.30 aufstehen
12.30 hinlegen ins FB und einschlafgestillt werden und um 13.00 schlafen
15.00 SPÄTESTENS wach werden
19.00 Bettfertig gemacht werden und um 19.30 einschalfgestillt werden und um 20.15 spätestens schlafen

SO, lief es immer...

und dann auf einmal, war alles vorbei!

Sie wurde jeden Morgen eine halbe Stunde eher wach. Und wollte erst um 15.00 Mittagsschalf machen. Der ging dann bis 17.00 und Madame ging dann erst um 22.00 ins Bett. Morgens wurde sie dann um 6.00 wach und irgendwann wollte sie garnicht mehr mittags schlafen!

Also blieb sie bis 19.00 wach und ich legte mich wieder mit ihr hin, bis sie schlief. Morgens wurde sie dann um 5.00 wach!!! #schock Mittagsschlaf um 16.00... ich wär fast irre geworden! Sie war immer soooo müde und total überdreht!

Dann von heute auf morgen, war FAST alles wieder beim Alten.

Charlotte schlaf jetzt von 20.30 bis 7.30 und macht Mittagsschlaf von 12.00 bis 14.30... seeehr angenehm...

Wie ich das hinbekommen habe, dass alles wieder seinen Gang ging?? Ich hab sie einfach machen lassen...

Ich hab sie vormittags einfach hingelegt, wenn ich das Gefühl hatte, dass sie müde ist. Vor zwei Monaten wäre nicht mal dran zu denken gewesen, dass sie um 12.00 schon Mittagsschlaf macht! Aber jetzt braucht sie das einfach..!


Ich würde deinen Zwerg auch einfach machen lassen. Lass dir von ihm zeigen was er braucht! Er wird schon wissen, was er tut!
Ich hab mich in der Beziehung immer auf Charlotte eingestellt und bin nach ihr gegangen. Es hat super geklappt!

Als alle meinten, mein 4 Monate altes Baby bräuchte feste Zeiten, hab ich sie reden lassen. Charlotte hat ihre festen Zeiten selber gefunden, mit 8 Mon war es dann so weit, dass sich alles einpendelte...

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen...

LG! Miriam

Beitrag von schmigi 12.05.10 - 21:45 Uhr

Hallo

auch dir danke ich für deine tolle Antwort.
Mir geht es jetzt besser! Habe mich vorhin mit ner Freundin unterhalten. Sie meinte das Gleiche wie du - einfach machen lassen.
Ich bin der Meinung, dass Marcel das nicht mit Absicht macht.
Es muss einen Grund haben. Zähne, Wachstumsschub...

Heute Abend ist er ganz schnell (weil ja kein Mittagsschlaf) eingeschlafen. Das tat mir jetzt sehr gut!

Seit 8. September 2008 ist mein Leben total verändert worden. Glaub mir, ich lebe FÜR mein Kind. Schnell habe ich lernen müssen, dass er nicht nach Regeln wie ein Roboter lebt.

Ich bin schon viel lockerer geworden, aber so extrem Phasen werfen mich etwas aus der Bahn.

Aber jetzt weiß ich, es wird schon wieder!

Danke! #liebdrueck

Beitrag von miriamama 12.05.10 - 23:14 Uhr

Bei mir sieht es ganz ähnlich aus. Seit Charlotte da ist, hab ICH mich total verändert... Ich gehe mit vielen Dingen ganz anders um als vorher.

Als Charlotte neulich so Probleme hatte mit dem Schlafen, hat es mich auch etwas aus der Bahn geworfen. Nicht besonders hilfreich ist es dann, wenn ich zu hören bekomme, sie möchte so langsam in ihr eigenes Bett... Ich denke sie wird mir schon zeigen, wann sie alleine schlafen möchte. So langsam stillt sie sich immer weniger in den Schlaf. Sie trinkt, und dreht sich dann irgendwann einfach weg und schläft ein. Ich denke, dass sie mich wahrscheinlich aus dem Bett werfen wird oder sowas, wenn sie alleine sein möchte. Demnächst möchten wir ihr Kinderzimmer endlich mal machen und mal schauen, vllt möchte sie dann einfach von heute auf morgen da mal Mittagsschlaf machen oder so... Vllt aber auch nicht.... wenn nicht, finde ich es auch nicht schlimm...

Also, wie du mittlerweile selber festgestellt hast, einfach machen lassen.. das wird schon wieder... IST ALLES NUR NE PHASE! ;-)

LG! Miriam

Beitrag von zahnweh 14.05.10 - 02:48 Uhr

Meine hatte so Phasen immer mal wieder. Das einzige und beste was uns geholfen hat, sie durfte bei mir auf der Matratze einschlafen und ich hab sie in ihr Bett gelegt. wenn sie wach wurde hab ich mich gemeldet und gesagt, dass ich da bin. mit der sicherheit, dass ich in der Nähe bin, hat sie weitergeschlafen.
ausgenommen bei starken zahnschmerzen. dann durfte sie zu mir rüber und wir haben beide weitergeschlafen.

nach ein paar tagen wurde es besser und die nächte wieder ruhiger.

blöde sprüche hab ich schon zu hauf bekommen, von wegen, dass es nicht gut sei, wenn ich sie bei mir schlafen ließe oder dass ich sie NIE rausbekäme aus meinem bett, oder was wenn sie 18 j. ist...
auf durchzugschalten und das tun, womit es uns beiden am besten geht.

sie darf auch weiterhin bei mir einschlafen wenn sie das braucht. auch beim aufwachen.
wenn ich nachts aufwache, realisiere ich innerhalb einer halben stunde wo ich bin, wer ich bin, wo meine mutter ist/dass ich inzwischen erwachsen bin, kann den lichtschalter erreichen, kann aufstehen, kann was lesen, kann was trinken, kann mich wieder hinlegen...
mein kind hat keinen lichtschalter am bett, raus kann sie auch nicht, sie kann träumen und realität noch nicht unterscheiden (auch ich tu mich nach einem alptraum manchmal schwer oder brauche ein paar minuten), mein kind kann noch keine uhr lesen und hat noch kein ausgeprägtes zeitgefühl...

und wenn ich mir vorstelle, ich wäre an ihrer stelle, eben ohne lichtschalter und ich dürfte nicht aufstehen oder mich ablenken, weil das der person, nach der ich mich am meisten sehne, grade nicht in den kram passt (es nacht ist), dann würde ich auch brüllen. bzw. hätte auch angst, wenn ich nicht abschätzen kann ohne uhr, wie lange ich noch im bett bleiben muss ohne rauszukönnen.#zitter

heute ist so eine nacht. ich kann nicht schlafen. wo bin ich? am computer mit licht an. wenn ich jetzt im bett liegen bleiben müsste, in dunkelheit und nicht aufstehen dürfte, aber auch nicht schlafen kann. ganz ehrlich, ich würde die krise kriegen! also bin ich aufgestanden und sitze hier. warum soll ich meinem kind das zumuten, wofür ich jedem anderen die augen auskratzen würde, wenn man das mit mir machen würde? ;-)


dass ich sie nie wieder aus dem rausbekäme stimmt überhaupt nicht. sie hat schon öfter mal bei mir im bett geschlafen und sagt mir inzwischen auch ganz deutlich, dass sie in ihr eigenes bett will oder strampelte sich früher vom schoß runter bis sie in ihrem bett lag. beim nächsten zahn brauchte sie wieder mama zum einschlafen. dann wieder nicht.

und was wenn sie 18 j. ist? dann wird sie ihren freund haben und mama rausschmeißen aus dem zimmer. wetten? ;-)