Eingewöhnung Berliner Modell

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tapsitapsi 12.05.10 - 13:52 Uhr

Hallo zusammen,

mein Mann hat heute mal im Kindergarten angerufen und nachgefragt, ob denn unsere Anmeldung (die haben wir schon 2008 abgeschickt) angekommen ist und Charlotte angemeldet ist.

Ist alles angekommen und die versuchen auch, sie mit bekannten Kindern in eine Gruppe zu bekommen. Dabei hätten wir eigentlich 2 Wünsche gehabt mit denen sie in eine Gruppe kommt, da wir oft auch mit den beiden Mädels nachmittags spielen.
Mal schauen, wie es alles klappt.

Die haben nun heute gesagt, dass die im Kindergarten die Eingewöhnung nach dem Berliner Modell durchführen.

Wie läuft das ab?

Ich bin mal gespannt. Charlotte ist ja eigentlich schon ein erfahrenes Kita-Kind. Sie geht seit Anfang 2009 in eine Kita, die morgens aber nur die Kleinen da haben. Ist ein Betriebskindergarten und mit 3 schicken sie ihre Mäuse in die Regelkindergärten, damit sie ihre Schulfreunde kennenlernen.

LG und Danke für die Antworten!

Michaela

Beitrag von cori0815 12.05.10 - 14:46 Uhr

hi Michaela!
Ich könnt mich immer weglachen, wenn ich mal wieder den Zauberbegriff "Berliner Modell" lese.

Insgesamt (und kurz gefasst) geht es bei dem Berliner Modell wohl darum, dass das Kind allmählich an den Kindergarten, seine Umgebung und die ERzieher gewöhnt wird.
Es startet mit einer 3-tägigen Grundphase, in der ein Elternteil das Kind im Kindergarten begleitet und sich ein Erzieher dem Kind annimmt (damit es nicht nur auf Mamas SChoß sitzt).

Wenn das Kind in diesem Zeitraum zunehmend sicherer wird, wird am 4. Tag ein sog. "Trennungsversuch" durchgeführt. Das kann zB. so aussehen, dass du für einen kurzen Zeitraum einen Raum weiter gehst und deinem Kind sagst, dass du kurz weg musst, aber gleich wieder da bist. Wenn das klappt, wird die Zeit deiner Abwesenheit in den folgenden Tagen weiter gesteigert. Irgendwann darfst du dann sogar schonmal den WEg nach Hause antreten ;-) für eine Stunde oder so.

Je nachdem wie das Kind sich eingewöhnen mag (und wie schlau die Erzieherinnen es anstellen), kann es schneller gehen oder länger dauern, bis die letztendliche Trennung nach dem Hinbringen durchgeführt werden kann und du wieder deiner gewohnten morgendlichen Tätigkeit nachgehen kannst.

Bei uns im KiGa wurde oftmals behauptet, es könne bis zu 3 Wochen dauern. Ich bekam schon die totale Panik und sah mich da 3 Wochen lang auf Ministühlen Rückenschmerzen bekommen. Aber schließlich hat es bei keinem der Kinder länger als 1 Woche gedauert, bis ich schließlich den Vormittag für mich hatte. Und meine Kinder waren bei der Eingewöhnung 2 bzw. 1 Jahr alt.

Also keine Panik, es wird sicher komplikationslos sein!
LG
cori

Beitrag von lisasimpson 12.05.10 - 15:04 Uhr

"Ich könnt mich immer weglachen, wenn ich mal wieder den Zauberbegriff "Berliner Modell" lese. "

warum?

lisasimpson

Beitrag von pinklady666 12.05.10 - 23:06 Uhr

#gruebel
Das frage ich mich auch gerade

Beitrag von maschm2579 12.05.10 - 14:48 Uhr

Hallo,

na ich denke das Berliner Modell ist nichts mehr für Euch. Das Berliner Modell dauert 6 Wochen und es wird wöchentlich die Betreuungszeit gesteigert. Du bist also erst eine Woche mit da, dann gehst Du 10 Minuten, 20 Minuten etc...

Als Berufstätige schon fast unmöglich, aber da Deine Tochter ja eine Kita kennst, werdet Ihr es leichter haben.

Meine Tochter geht seit sie 7,5 Monate ist in die Krippe und mit 1 Jahr hat sie die Einrichtung gewechselt. Es sollte mit dem Berliner Modell sein aber sie war sofort voll dabei. Bei uns war es so:
1-3 Tag gemeinsam 2 Std
4-5 Tag gemeinsam 3 Std

Na irgendwie so und nach 3 Wochen war sie von 9-16.00 Uhr und die Spätdienst eingewöhnung wurde intern gemacht.

Mußt mal googeln

Beitrag von pinklady666 12.05.10 - 23:05 Uhr

Was du hier beschreibst ist keine Eingewöhnung nach dem Berliner Modell. Das dauert nämlich zwischen 2 und 4 Wochen, je nach Kind.

Liebe Grüße

Beitrag von lisasimpson 12.05.10 - 15:07 Uhr

hier das berliner modell:

http://www.meyermeyer.de/db/docs/Berliner_Modell.pdf

frag doch mal nach, wie strikt sie sich dran halten/ nicht halten und warum.
Ich habe sehr gute erfahrung mit eine sanften, langsamen, aber dennoch individuellen und nicht o "genormten" eingewöhnung gemacht.
ich denke das werde ich bei der kiga eingewöhnung dann auch so handhaben- bei uns überläßt der kiga das den eltern..

lisasimpson

Beitrag von sahnebine 12.05.10 - 15:24 Uhr

Hallo, bei uns hieß es auch Berliner Modell.
Mein Sohn war den 1. tag mit mir in der Kita und sollte eigentlich nach 2 h wieder mit nach Hause. Er hat aber so lange gequengelt dass er noch mit Mittagessen durfet und war todtraurig, dass ich ihn nicht dort hab schlafen lassen. Am nächsten tag war unsere Eingewöhnung dann vorbei und mein Sohn freut sich bis heute noch jeden tag auf seine Kita.
S.

Beitrag von knuellermueller 12.05.10 - 21:15 Uhr

Tja, das hatten wir auch. Das wurde mir gesagt, als ich nach 3 Tagen im KIGA mal nachgefragt habe ob sich mal jemand meinem Sohn annehmen würde. Denn es hat sich schlicht ung ergreifend keiner um ihn gekümmert. Am 4. Tag sollte ich einfach gehen und es hat zum Glück bis heute keinerlei Probleme gegeben. Auf mein Nachfragen hin, wurde mir gesaggt, dass das Berliner Eingewöhnungsmodell ist, und zwar, dass sich das Kind mit Mutter/Vater und ohne Einmischung der Erzieher an den KIGA gewöhnt..... ich war echt froh, dass unser Sohn in der Beziehung echt problemlos war. Denn wäre ich auf die Eingewöhnung aungewiesen gewesen, wäre ich echt aufgeschmissen gewesen.

Hoffentlich klappt es bei Euch besser!!! Jonas war übrgens auch ein Krippenkind!

LG Kerstin

Beitrag von pinklady666 12.05.10 - 23:16 Uhr

Hallo Michaela

Also was das berliner Modell ist und wie es abläuft hast du ja schon beschrieben bekommen.
Ich finde es sehr wichtig dass ein Kind eine Eingewöhnung mit Eltern bekommt, egal wie Kindergartenerfahren es ist.
Meine Tochter wird am Monatg auch beginnen. Mein Mann übernimmt die Eingewöhnung (ebenfalls nach dem berliner Modell). Sie ist auch sehr Kindergartenerprobt. Seit gut einem Jahr geht sie mit mir auf die Arbeit. Sie kennt also den Kindergartenalltag, verschiedene Erzieherinnen (sie ist nicht nur bei mir; oft bin ich in Projekten etc und sie bleibt halt bei einer Kollegin oder geht von alleine in ein anderes Zimmer da es dort "schöner ist" - in einem Zimmer gibt es halt auch ne Rutsche, da kann Mama nicht mithalten) den Umgang mit vielen Kindern, die Lautstärke etc.
Trotzdem sollte sie eine richtige Eingewöhnung bekommen, immerhin wird es ja auch einen Ortswechsel geben. Auch wenn sie im Kindergarten, wo sie nun hinkommt auch schon sehr viele Kinder und Erzieherinnen kennt (ist halt ein Dorf). Sie freut sich auch schon und will mir Sicherheit nach der angesetzten Stunde noch nicht nach Hause gehen.
Bei einer anständigen Eingewöhnung hat sie Zeit sich erst mal mit all dem Neuen vertraut zu machen und ihren Platz in der Gruppe zu suchen. Papa wird ihr dabei Sicherheit geben.

Liebe Grüße

Bianca

Beitrag von viva-la-florida 14.05.10 - 13:22 Uhr

Hi Michaela,

bei uns hieß es auch "Berliner Modell".

Die Eingewöhnung lief über 8! Wochen, wir waren aber nicht jeden Tag da.

Da ich noch Zuhause war, war es überhaupt kein Problem.

Moritz ist die Eingewöhnung sehr gut bekommen und er geht mit Spaß in den Kiga.

Mein Fazit: prima :-) Jederzeit wieder.

LG
Katie