unterschied "reine vorschule" und "kiga-vorschule"

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von kathy04 12.05.10 - 18:14 Uhr

hallo!

meine freundin wohnt in hamburg und ihre tochter kommt nach den sommerferien in eine vorschulklasse. diese klasse ist in einer regelgrundschule und abgegrenzt vom kindergarten. natürlich wird dort auch noch gespielt, gebastelt etc. - aber ich frage mich, was genau der unterschied (vom inhalt oder ablauf her) ist im vergleich zu einer vorschule im kindergarten (bei uns bleiben die 3-6jährigen in einer gruppe bis zur einschulung, machen jeden tag vorschulunterricht getrennt von den kleinen).

habt ihr erfahrungen? ist eine reine vorschule eher schule oder eher kindergarten?

vg
kathy

Beitrag von sandy_1 12.05.10 - 19:47 Uhr

Hallo,

also ich kann Dir von unseren Erfahrungen berichten..
BW, Grundschulförderklasse (früher Vorschule oder Schulkindergarten genannt) integriert an einer normalen Grund-und Hauptschule... Ganz klar, hier ist GFK in der Schule auf jedenfall eher Schule wie Kiga.

Bei uns in der GFK haben die Kinder schon genauso lange Unterricht, wie die normalen 1.+2.Klässler auch. Der Tagesablauf ist allerdings nicht so streng gestaltet als dann in der 1.Klasse. Es gibt zwar auch einen Stundenplan, aber die Kinder haben doch noch eher Spielzeiten, gehen noch länger raus (mehr als die normalen Pausen), machen mehr "Experimente" usw.
Die Kinder hier in der GFK, werden dann extra noch nach Ihren Bedürfnissen gefördert. Sprich wenn eben Kinder sprachlich Probleme hat, dann kommt da zu extra Unterrichtsstunden eine Logopädin.. Bei anderen Problemen werden auch schonmal Psychologen hinzu gezogen usw.. Das Kind kann bei Problemen, einfach besser gefördert werden, als rein in einer Vorschulgruppe im Kiga.
Die Kinder lernen in der GFK eben auch sich schon an den Schulalltag zu gewöhnen.

Wenn ich nämlich an unsere Vorschulgruppe im KiGa denke (heißt bei uns Maxigruppe) eben die Kinder die ende des Kiga Jahres in die Schule kommen. Da wird lange nicht täglich was gemacht. Da kommt zwar einmal die Woche eine Kooperationslehrerin und macht mit den Kindern was, aber ansonsten wird da sporadisch auf die Schule vorbereitet und auf keinen Fall jeden Tag regelmäßig.

Wenn die bei Euch jeden Tag Unterricht machen, dann ist das echt toll,aber bei uns hier eher die Ausnahme. Die Grundschulförderklasse (früher eben Vorschule oder Schulkindergarten, integriert an einer Schule) ist auf jedenfall die bessere Vorbereitung. Da alles einfach schon eher Schule ist.

Lg, Sandra

Beitrag von minniemaus77 15.05.10 - 10:31 Uhr



Bei uns wurden im letzten Kindergartenjahr die Vorschulkinder (Schlaufüchse) zusammengenommen und es wurden täglich( ca. 1-2 Std.) kleine Aufgaben (Zahlen ,Buchstaben Rätzel etc.) gelöst.Jedes Kind hatte dazu ein kleines Heft ,welches sie dann ganz stolz am Ende mit nach Hause nehmen durften.
Nebenbei ging dann der ganz normale Kiga -Alltag weiter.

In den letzten Wochen vor der Einschulung ,haben sie dann 1x wöchentlich für 1 Std. ihre zukünftige Schule besucht ,sie kennengelernt -auch die zukünftige Klassenlehrerin ,ihre neuen Klassenkameraden und haben kleine Arbeitsblätter bearbeitet.

Bei Kindern die danach auf eine kirchliche oder private Schule gingen war es genauso -da gibt eshier keinen Unterschied ob staatliche Schule oder freie Träger.