Katze einschäfern lassen? Bitte ehrliche Meinung!

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von tanja1201 12.05.10 - 19:38 Uhr

Hallo,

ich brauche mal ein paar ehrliche Meinungen, auch wenn ich weiß, dass uns niemand die entgültige Entscheidung abnehmen kann.

Unsere ca. 10 Jahre alte Katze ist vor ca. 4 Wochen plötzlich erblindet, wir haben worher keinerlei Krankheitsanzeichen feststellen können, wozu wir uns natürlich jede Menge Vorwürfe machen, denn irgendwas hätten wir sicher merken können.
Da unser Haustierarzt die Ursache nicht feststellen konnten, und es der Katze ab dem Zeitpunkt der Erblindung immer schlechter ging, haben wir eine Spezialpraxis mit Internisten und Augenärzten aufgesucht.

Folgende Symptome sind bei unserer Katze innerhalb von 2 Wochen aufgetaucht:
- Erblindung
- schlechtes Fressen, Abnahme
- trinkt plötlich sehr viel
- knickt mit ihren Hinterbeinen immer ein, kann z.T. nicht laufen
- schreit ab und zu ganz schrecklich (hört sich wie ein blökendes Schaf an)
- verkriecht sich in den letzten Tagen nur noch hinterm Vorhang

Die Ärzte haben nach mehrern Ultraschall, Blut- und Röntgenuntesuchungen folgendes festgestellt:
- Diabetes
- Bluthochdruck
- Herpes an den Augen
- zu hoher Augendruck
- verdicktes Herz/Herzkammern, dadurch schon verstopfte Arterien im
hinteres Körperbereich
- Nierenfunktion nur noch 25%

Bis auf die erhöhten Blut- und Augendrücke ist wohl alles nicht heilbar, man kann nur versuchen, es mit Medikamenten in den Griff zu bekommen (Dieses ist allerdings schwierig, da z.B. die Medis für die Nieren das Herz angreifen etc.). Zur Zeit geben wir ihr täglich 5 verschiedene Tabletten und spritzen 2x Insulin, außerdem benötigt sie natürlich Spezialfutter.

Laut Tierarzt hat die Katze noch keine Schmerzen (wobei sich das Schreien für mich schon danach anhört).

Wir stehen nun vor der Frage, ob es nicht besser ist, die Katze einzuschläfern oder ob wir es noch weiter mit den Medikamenten versuchen.
Fakt ist, die Katze wird nie wieder gesund und sehr wahrscheinlich früher oder später an den ganzen Krankheiten sterben, spätestens im Endstadium kämen große Schmerzen hinzu und man müsste sie sowieso erlösen.

Wir wissen nicht, was wir tun sollen, denn einerseits wollen wir ihr natürlich noch ein paar Jahre ermöglichen, sofern machbar, aber andererseits können wir das Ganze jetzt schon kaum mit ansehen.
Sind denn wirklich nur Schmerzen ein Grund, sie zu erlösen?

Wie würdet ihr das sehen oder wie würdet ihr handeln?

Vielen Dank schon mal für Eure Meinungen!

LG, Tanja

Beitrag von colinsmama 12.05.10 - 20:13 Uhr

erstmal #liebdrück

Ich würde meine Katze erlösen!

Moreen + 3 #katze
und #hund

Beitrag von eifelkind 12.05.10 - 20:14 Uhr

Hallo Tanja!

Ich würde die Katze, bevor es wirklich eine Qual wird, von ihren Leiden erlösen. Für mich wären es nicht ausschliesslich die Schmerzen, sondern auch die Frage, ob es ein lebenswertes Leben für sie wäre.

Ich wünsche Euch alles Gute und viel Kraft für die Entscheidung.

Liebe Grüsse
Astrid

Beitrag von hafipower 12.05.10 - 20:17 Uhr

Hallo,

ganz ehrlich - ich würde sie einschläfern lassen.

Wenn du selbst schon schreibst, dass ihre Schreie sich nach Schmerzen anhören. Ich würde sie nicht mit Medikamenten am Leben erhalten, das wäre für mich nur ein dahinvegetieren.

Ich (und meine Eltern) stand vor 2 Jahren vor der Entscheidung unseren Hund einzuschläfern. Sie konnte von heut auf morgen nicht mehr laufen, hat nicht mehr getrunken/gefressen, hatte ne Körperhaltung wie ein klappernder Storch.
Wir haben ihr 3 Tage lang Medikamente geben lassen, wir wollten wissen was sie hat. Aber sie hat uns so quälend angeschaut, dass wir sie von ihren Schmerzen aus LIEBE zu ihr erlöst haben.
Sie war ein Schäferhund und grade mal 11,5Jahre alt. Gut ok, Schäferhunde haben eine Lebenserwartung von 10-12 Jahren, aber der Hund vorher, ebenfalls ein Schäferhund, wurde 16Jahre alt. Somit war sie für uns noch viel zu jung zum sterben.
Wir waren alle da und haben uns bei ihr für die schöne Zeit die wir mit ihr verbringen durften bedankt.
Ich finde man ist es seinem Tier schuldig, es zu erlösen, wenn es zu sehr krank ist. Man sollte sich dessen bewusst sein, wenn man sich ein Tier anschafft.
Das ist meine ehrliche Meinung und wie du siehst war ich selbst schon mal in der gleichen Situation.

Alles Liebe und viel Kraft für die Entscheidung die du treffen wirst
#liebdrueck
hafipower

Beitrag von maddi2704 12.05.10 - 20:45 Uhr

Ich hatte mal ein Meerschwein,es war etwas über 10 Jahre (man sagt ja sie werden nur 8 Jahre).Bei ihm haben lähmungen eingesetzt.Er konnte sein komplettes Hinterteil nicht mehr bewegen.Er hat noch gefressen aber ich wusste,dass es nicht mehr lange dauern wird.Ich konnte es nicht mit ansehen wie er nur noch in der Ecke lag und wir haben ihn erlöst.Es tat mir im Herzen weh,aber ich wusste es ist das beste für ihn.Ob er schmerzen hatte weiß ich nicht,aber ich hatte sie bei dem Anblick.

Ich würde sie erlösen.Wenn man gewissheit hätte,dass mit den Tabletten wieder alles gut wird ok,dann sollte man behandeln aber sonst nicht.


#klee

Beitrag von sani80 12.05.10 - 20:58 Uhr

Laß dich erst mal #liebdrueck

Ehrlich gesagt, ich würde sie erlösen, denn durch ihre Krankheiten wird es ihr mit der Zeit immer schlechter gehen, und das könnte ich nicht mitansehen, dann fürde ich mich ihr zu Liebe dafür entscheiden, sie von den Qualen zu befreien #liebdrueck Und ich denke sie wird es euch auch danken, das sie schmerzfrei gehen konnte und nicht noch ein Leben von Schmerzen gequält "leben"mußte :-)

Meine Hündin habe ich vor 3 Montane einschläfern lassen .... es ging nicht anderes, sie konnte nicht mehr laufen, hat nicht mehr gefressen und getrunken, und lag nur noch so da :-( Beim TA stellte man Tumore an der Milz fest sowie Blutarmut, davor litt sie auch unter Diabetis, was aber nicht der Grund für ihren Gesundheitszustand war, das hatten wir mit den 2 mal täglichen Spritzen gut in Griff, und sie hat damit noch schöne 2,5 Jahre gehabt, denn man hat ihr davon nichts angemerkt.

Lg
Sandra

Beitrag von herzensschoene 12.05.10 - 21:18 Uhr

liebe tanja,

das tut mir sehr leid für euch und eure katzen. katzen leben für den augenblick. sie weiß nicht, dass es ihr schon mal besser ging, sie weiß auch nicht, dass es besser werden könnte. sie leidet also zu 100 %

man kann sie nicht trösten, man kann ihr keine hoffnung geben. ihr geht es einfach nur schlecht. ich denke das schreien weißt auch darauf hin.

tut ihr einen letzten gefallen und lasst sie einschläfern.


dadurch beweist ihr eure echte liebe zu diesem tier.

ich wünsche euch viel kraft und bin in gedanken bei euch.

liebe grüße maren

Beitrag von pizza-hawaii 12.05.10 - 21:59 Uhr

Du meinst Katzen können sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern oder wie muss ich das verstehen?

pizza

Beitrag von herzensschoene 12.05.10 - 23:53 Uhr

ja genau. sie leben nur für den augenblick. klar erinnern sie sich an gelerntes, ich meinte aber in diesem fall die emotionalen erinnerungen.

ich weiß nicht so richtig wie ich das ausdrücken soll. ihr geht es jetzt sehr schlecht und sie kann nicht von schönen erinnerungen zehren.
wenn es einem menswchen schlecht geht, kann man sagen, denk drann, wie es vorher war, so kann es auch wieder werden.

viele grüße maren

Beitrag von pizza-hawaii 13.05.10 - 10:54 Uhr

#danke

Beitrag von cherymuffin80 12.05.10 - 21:26 Uhr

Hallo,

tut mir leid für eure Mieze!

Bei der Diagnose würde ich aber auch ihr Leiden beenden, denn es sind nicht nur Schmerzen die sie hat sondern auch extremstes unwohl sein, wer als Mensch Herzprobleme oder Bluthochdruck hat weiß das auch.

Tu dem Tier den Gefallen es nicht vor sich hin zu siechen lassen und schmerzfrei zu erlösen.

#liebdrueck LG

Beitrag von oma.2009 12.05.10 - 21:56 Uhr

Hallo Tanja,

bitte laß deine Katze einschläfern und erspare ihr weiteres Leiden.
Ich weiß, wovon ich rede, ich mußte vor 5 Wochen meinen Hund über die Regenbogenbrücke begleiten, aber völlig unvorbereitet. Wir dachten (der Tierarzt auch) er hätte nur eine Halsentzündung, es stellte sich aber anhand der Blutuntersuchung heraus, er hatte eine total kaputte Leber und sein Blut war völlig vergiftet. Es weiß keiner, wieso es so war, aber ich habe innerhalb von 5 Minuten die Entscheidung getroffen. Unser Joschi hätte sich sonst nur gequält.

LG

Beitrag von sneakypie 13.05.10 - 01:04 Uhr

Hallo,

ich würde sie erlösen lassen.
Katzen lassen es sich normalerweise nicht anmerken, ob sie leiden. Wenn du schon das Gefühl hast, sie "schreit", dann muss es schlimm sein. Wenn abzusehen ist, dass tägliche Spritzen nur das Ende hinauszögern (und das Leiden verlängern) .. nein, das würde ich meiner Miez nicht antun. Ich denke, soviel ist man seinem Tier, das einem vertraut, schuldig: ihm Leiden zu ersparen und es in Würde gehen zu lassen, sobald die Zeit eben gekommen ist.

Gruß
Sneak

Beitrag von sora76 13.05.10 - 08:39 Uhr

Hallo!

So wie du das schilderst brauchste dich gar nicht weiter fragen. Sie ist schwer krank, hat wahrscheinlich Schmerzen und wird nie wieder Gesund werden. Die Lebensqualität ist auch nicht mehr gegeben. Für mich Gründe ein Tier zu erlösen.

Wir haben dieses Jahr 2 Mal die Entscheidung treffen müssen. Einmal mit unserem Hund. Sie wurde 10 Jahre alt. Ihr ging es Körperlich noch gut, aber sie wäre einfach verhungert, wenn wir sie nicht erlöst hätten. DAS hat wirklich sehr weh getan, weil sie so noch topfit war. Man hatte das Gefühl einen Gesunden Hund einschläfern zu lassen. Aber wir wußten das sie Leiden würde und daher haben wir nicht gezögert.

Unser Katze war ebenfalls schwer krank. Sie wurde noch operiert und als fest stand das sie FiP hatte, wurde sie gar nicht mehr wach.

Es tut unheimlich weh ein Tier gehen zu lassen, aber das einzig Gute daran ist: Man kann sie von ihrem Leid erlösen.

#herzlich

LG Sonja

Beitrag von kimchayenne 13.05.10 - 08:42 Uhr

Hallo,
die Prognose ist im Allgemeinen nicht gut,die Katze leidet,ich würde sie erlösen lassen.
LG KImchayenne

Beitrag von ice1108 13.05.10 - 11:39 Uhr

Hallo,

so traurig es ist aber aus Liebe zu dem Tier würde ich es erlösen!

Alles Gute...

Beitrag von nisivogel2604 13.05.10 - 12:05 Uhr

Unser Kater wurde in dem Zustand erlöst. Die Diabetes war recht ausgeptägt, er war Freigänger, konnte nicht mehr laufen, hat sich dadurch ständig ins Körbchen gemacht. Das Tier hat sich nur noch gequält. Dazu hat er so schlim geschrien, es war nicht zum aushalten. Weder für ihn noch für uns.

lg

Beitrag von rinni79 13.05.10 - 14:50 Uhr

Oh je du arme und auch deine #katze, auch wenn diese Entscheidung sehr schwer ist. Ich würde sie erlösen und nicht leiden lassen. Leider musste ich auch schon 2 von meinen geliebten #katze wegen Krebs einschläfern lassen. Es tut unheimlich weh und auch heute noch, aber sie leiden nicht mehr und das ist mir wichtiger gewesen.

LG.CO.

Da trauer ich, stell #kerze auf und denk an sie #herzlich

#kerze #katze Charly gest.2008 #heul
http://www.quitschie.de/cgi-bin/tierfriedhof/grab.cgi?operation=ViewGrab_2611


#kerze #katze Felix gest.2009 #heul
http://www.quitschie.de/cgi-bin/tierfriedhof/grab.cgi?operation=ViewGrab_2597

Beitrag von nicki747474 13.05.10 - 18:47 Uhr

Hallo,

die Symptome kommen mir bekannt vor.

Meine Katze ist erst auf einem Auge blind geworden. Hat sich immer mehr verkrochen. Das Fell ist stumpf geworden. Dann ist sie auf dem zweiten Auge erblindet. Und zum Schluss kamen noch Gleichgewichtsstörungen dazu. Ist auch mit den Beinen eingeknickt oder gegen Türen gelaufen.

Das alles passierte innerhalb von 2-3 Wochen.

Wir haben sie erlöst...

Gruss nicki

Beitrag von tanja1201 13.05.10 - 19:35 Uhr

Vielen lieben Dank für Eure ganzen Antworten, mir sind dabei schon ein wenig die Tränen gekommen, aber insgeheim weiß ich ja auch, dass es wohl das Beste wäre, sie vor weiteren Leiden zu bewahren!

Ich werde morgen früh zum Tierarzt fahren und dafür sorgen, dass sie friedlich einschlafen kann.
Meine Sorge ist nur ein wenig, dass der Tierarzt die Katze nicht erlösen möchte, da er meint, mit den ganzen Tabletten hätte man eventuell die Chance, dass sie noch eine Weile durchhält. Kann man den Arzt einfach um darum bitten, eine Katze einzuschläfern?

Oh man, das wird eine schlimme Nacht für mich, an morgen mag ich gar nicht denken...aber es stimmt wohl, man ist es dem Tier schuldig!

Vielen Dank nochmal!

LG, Tanja

Beitrag von cherymuffin80 13.05.10 - 20:07 Uhr

Hallo,

ja, wenn du hinfährst und sagst du hast dich entschieden das Tier zu erlösen wird dir kein Tierarzt das verwähren bei der Krankengeschichte!

Wünsch dir viel Kraft und alles Gute!

LG

Beitrag von equus1977 13.05.10 - 20:08 Uhr

Klar kannst du in diesem Fall den TA darum bitten.
"Eventuell eine Chance haben" ist ja schon eine Aussage die eher ins Negative geht. Ausserdem hast du dir ja auch deine Gedanken gemacht und es wird sicherlich noch ein Gespräch mit dem TA geben, also mach dir mal keinen Kopf!

Ich wünsche dir alles gute und viel Kraft

Beitrag von sora76 13.05.10 - 20:11 Uhr

Hallo!

'Er möchte die Katze nicht erlösen, da er meint, mit den ganzen Tabletten hätte man eventuell die Chance, dass sie noch eine Weile durchhält......'

Das würde mir nicht reichen. Ganz ehrlich: Eine Weile durchhält.......nee, das kanns nicht sein. Sie wird nicht mehr Gesund, ganz im Gegenteil. So wie du das geschildert hast, hat sie keine Chancen mehr auf ein einigermaßen normales Leben.

Ich würde darauf bestehen. Möglich das der Arzt noch ein wenig Geld raushauen will. Solche Leute gibt es leider.
Wenn du noch Zweifel hast, lass einen anderen Arzt noch einmal drüberschauen.

Der Schritt ist schwer, das weiß ich sehr gut, aber im Grunde hast du keine andere Wahl mehr. #blume

Lag Sonja

Beitrag von nicki747474 13.05.10 - 22:55 Uhr

Du erweist Deiner Katze einen letzten Liebesbeweis, auch wenn sich das grausam anhört.

#liebdrueck

Beitrag von justagirl22 13.05.10 - 21:04 Uhr

Hallo,

ich glaube, wenn Du Dir Deinen Text nochmal durchliest, dann hast Du Dir darin schon selbst die richtige Antwort gegeben.
Manchmal ist das Einzige, was wir für unsere geliebten Tiere tun können, sie loszulassen.

Ich wünsche Dir viel Kraft!

LG

  • 1
  • 2