Hört das denn niemals auf?????

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von jeanny.82 13.05.10 - 13:53 Uhr

Hallo ihr lieben,

ich habe mich die ganze Zeit davor gesträubt hier zu schreiben, doch nun ist schon MAI.
Jeden Monat seid Anfang des Jahres sind 1-2 Menschen von uns gegangen...
Im Januar die Mutter meiner alten Betreurin(aus der WG in der ich fast 10 Jahre gewohnt habe).#kerze
Im Februar die Oma meiner aller besten Freundin. #kerze
Im März hatte ich eine Fehlgeburt.#kerze
Ebenfalls im März die Mutter einer guten Freundin.#kerze
Vor zwei Wochen die Oma von der Patentante meines Sohnes.#kerze
Und eben haben wir einen Anruf bekommen, das mein Schwiegervater gestorben sei.(Bevor ihr nun sagt wie kann ich nur am PC sitzen, mein Männe ist schon hingefahren, unser Sohn ist ja auch noch hier)#kerze


Hört das denn nie auf?
Es sind noch noch sieben Monate bis das Jahr zu Ende ist!
Werden wir dann keinen mehr haben den wir kennen?

Trauige Grüße Jeanny

Beitrag von honolulumieze 13.05.10 - 18:47 Uhr

Es geht mir genauso. Und zwar schon seit dem letzten Jahr. Erst lag mein Baby 10 Tage auf der Intensivstation, ich selbst eine Woche im Krankenhaus nach der schlimmen Geburt, dann hatte sie eine schlimme Impfreaktion: wieder 2 Tage Kinderklinik. Dann kam meine Oma ins Krankenhaus. Nebenbei musste ich meine Fortbildung abschließen. Im Dezember hatte meine Oma einen Schlaganfall. Im April stürzte mein Opa schwer. Drei Operartionen, septischer Schock. Seit Wochen liegt er zwischen Leben und Tod auf der Intensivstation. Ich kann keine Krankenhäuser mehr sehen. Vor allem mein Opa. Der beste Mensch, den ich kenne. Es ist so ungerecht.

Beitrag von yorks 13.05.10 - 19:52 Uhr

Hallo,

wir haben auch so ein Jahr hinter uns. (2007)

Als erstes muss meine Schwester meine kleine Nichte still zur Welt bringen, wir erfuhren es einen Tag vor meinem Geburtstag. Es ist einfach so traurig, ich kann es immer noch nicht glauben.
Dann kurz darauf stibt von meinem Schwager (also Papa des verstorbenen Babys) die Mama. Sie bekam plötzlich Wasser in die Lunge und starb zu Hause von jetzt auf gleich, viel zu jung.
Eine Woche vor unserer Hochzeit verstarb mein Opa.

Es ist ein schlimmes Jahr gewesen. Jedes Jahr an meinem Geburtstag denke ich an meine kleine Nichte, wie es wohl wäre wenn sie jetzt bei uns wäre und wenn sie ihre Oma hätte kennenlernen dürfen. Beide sind jetzt aber ganz sicher vereint und passen aufeinander auf. Zu jedem Hochzeitstag denke ich an meinen Opa und das traurige Gesicht meiner Oma, das sie versuchte zu verstecken an einem eigentlich schönen Tag.

Wir dachten das dieses Jahr nie enden würde und es immer so weiter gehen wird. Doch es ist vorbeigegangen und wir haben als Familie umsomehr zusammengehalten und wissen das sich jeder auf den Anderen verlassen kann.

Kopf hoch, auch bei dir wird der Spuk bald vorbei sein und du besser damit umgehen können. #liebdrueck

LG yorks