HNO-Op`s jetzt Mode??? Maus spricht schlecht... zum Ohrenartzt!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sandramutti 13.05.10 - 14:23 Uhr

hallo!

mir fällt so extrem auf, seit neuestem wird gerne an den ohren operiert und die mandeln entfernt.
fast jedes 2. kind in der nachbarschaft hat so eine op hinter sich.


meine maus (3 1/2) spricht noch sehr wenig für ihr alter.
natürlich mache ich mir sorgen. ihre große schwester konnte allerdings auch mit 4 erst so richtig tolle sätze sprechen.
nun mit ihren 5 hat sie einen wahnsinnig großen wortschatz, spricht sehr schön, deutlich und man kann sich schön mit ihr unterhalten.

dafür waren die zwei wohl motorisch sehr, sehr weit wird uns im kiga und von den ärtzten erzählt...

die kleine geht nun seit ein paar monaten in den kiga und hat vom sprechen her laut der erzieherinnen wahnsinnig aufgeholt.

nun waren wir wg. ihrer sprachprobleme beim kinderartzt. möchte sie gern ein wenig fördern.
seltsam ist, sie spricht das "r" perfekt, perfekter gehts nicht
das "sch" spricht sie super aus,
usw.
nur am anfang eines wortes, sagt sie gern statt ein "w" ein "b" oder das "k" klappt nicht so richtig.
sie gerät auch manchmal ins stammeln, vergisst was sie sagen wollte. gedichte auswendig aufsagen klappt nicht. paar worte, dann grübelt sie.

nun wird vermutet, dass sie nicht richtig hört? wie ist es bei euren kleinen so in dem alter?

und offensichtlich hat sie zu große mandeln...
hin und wieder schnarcht sie, ist aber so nicht häufiger krank als andere kinder, hat selten schnupfen, husten auch nicht öfter als andere kinder.

fürchte nun, so eine op steht uns nun auch bevor.

aber ob das was bringt? das nachbarskind spricht mit fast 5 grottenschlecht, hatte auch so eine op hinter sich, aber fast 1 jahr später ist das sprechen auch noch nicht besser geworden, trotz logo und op.
ebenso das kind einer bekannten, wurde auch längst an den ohren operiert, besucht schon ewig lange logopädie, ergotherapie, wird dieses jahr eingeschult und spricht mit ihren 6 gruselig schlecht.
anstelle "rad" zb "lad" und man versteht kein wort. nach wie vor. leider.
schade für die kleine...
und deshalb zweifle ich extrem an den op`s.

was mir noch sorgen bereitet. meine kleine maus sieht z.b. eine wolke auf einem bild. sie sagt aber halt dazu "himmel", oder manchmal statt "gabel" einfach "löffel, oder zu einem bild auf dem eine nase ist "gesicht"...

was ist das bloß??? kann mir schlecht vorstellen, dass die ohren daran schuld sind.

was meint ihr?

lg, sandra mit sorgenkind...

Beitrag von fruehchenomi 13.05.10 - 14:36 Uhr

Ich habe auch schon den Verdacht, dass die "Paukenröhrchen-Ops" samt Mandelentfernung usw ziemlich in Mode gekommen sind....oder verdient man vielleicht gut daran ?
Kenne auch einige Kinder...
- nicht perfekt sprechen - ab zur Op
- oft erkältet - ab zur Op
- bißchen schnarchen - ab zur Op
usw usw.
Enkelmaus Leonie quatscht zwar wie ein Buch mit 3 1/2, hat aber noch das "sch"-Problem und verwechselt immer Fische und Schiffe....:-D
Einen Hörtest kannst Du ja mal machen lassen,deswegen muss man ja nicht gleich operieren rennen. Schaden tut er sicher nicht.
Unsere Maus hat sich dem Hörtest in der Kabine mit Kopfhörern usw verweigert.
Da sie aber bestens hört, wenn ich HINTER ihr mit abgewandtem Gesicht flüstere "möchtest du Gummibärchen" - und sie das SOFORT versteht - mach ich mir noch keine großen Sorgen.
Versuch das doch auch mal :-p
Aber wie gesagt, Hörtest lass mal machen, aber gleich was operieren lassen würde ich nicht.
LG Moni

Beitrag von sandramutti 13.05.10 - 15:28 Uhr

:-)
diesen gummibärchen-test mach ich gleich mal. *lol

sie ist beim kinderartzt beim hörtest (seite anzeigen mit kopfhörer) schon durchgefallen, aber sie kam ziemlich durcheinander und hat den test irgendwie garnicht verstanden.
ihre große schwester hat da auch 2x kläglich versagt. bei ihr bestand auch der verdacht, dass sie nicht gut hört. aber nun mit 5 hat sie den test perfekt bestanden und spricht ja eben auch super.

hab schon ein wenig angst vor dem hno termin und notfalls hole ich mir sicher noch eine 2. oder auch 3. meinung ein.

möchte ihr ja helfen... nur wie?
sie sagt andere kinder lachen sie schon aus.

bis vor kurzem sagte sie noch zu ihrer großen schwester "aura"...
haben das ganze wochenende geübt. nun heißt die große schwester plötzlich "laura"...;-)

Beitrag von fraukef 13.05.10 - 16:40 Uhr

Hi

der Hörtest beim HNO ist uU ein anderer...

Wir haben bei Judith den normalen Hörtest ausgelassen - das hätt eh nix gegeben.

Beim HNO wurde getestet, ob das Trommelfell schwingt - normalerweise schwingt das - über die Schwingungen hört man. Beim Paukenerguss ist aber Wasser hinterm Trommelfell - das kann dadurch nicht schwingen - und dadurch hören die Kinder schlecht.

Wenn man nun mit einem speziellen Gerät (auch eine Art Kopfhörer) Luft auf das Trommelfell gibt und wieder weg nimmt, kann man messen, ob das Trommelfell schwingt. Das Kind muss nur in so weit kooperieren als dass es den Kopfhörer toleriert - eine aktive Mitarbeit ist nicht erforderlich. Daran scheitert ein Hörtest nämlich oft in dem Alter.

LG
Frauke

Beitrag von fruehchenomi 13.05.10 - 17:05 Uhr

Und was macht man, wenn ein Kind partout KEINE Kopfhörer aufsetzt, ja regelrecht Angst davor hat ? Keine Ahnung, warum, aber Leonie setzt im Leben nicht solche Dinger auf, da hilft keinerlei Belohnungsversprechen.
LG Moni

Beitrag von fraukef 13.05.10 - 19:42 Uhr

Hallo Moni

ehrliche Antwort ? KEINE AHNUNG *grins* Vermutlich abwarten und evtl einige Zeit später noch mal probieren... Ich hatte das Glück, dass Judith das völlig ok fand...

aber was ich meinte, war dass die Chance, bei dem Test ein Ergebnis zu bekommen, größer ist, als bei einem "normalen" Test ("Sag wenn du das Piepen hörst") - grad bei den kleinen Mäusen.

LG
Frauke

Beitrag von fruehchenomi 13.05.10 - 17:07 Uhr

VIELLEICHT !!!!!!!!!!!! würde ich sie mal probeweise einem Logopäden vorstellen, vielleicht "mag" sie einfach einige Worte nicht (solls geben) und sucht sich andere dafür aus
(statt Wolke Himmel usw) Einfach mal fragen, was so ein Fachmann meint.
Griiiiiins, schreibs Du mir, wie der Gummibärchentest ausgefallen ist ?
LG Moni

Beitrag von fraukef 13.05.10 - 16:05 Uhr

Hi

wir habens grad durch - Hörtest - aber ohne OP... Dafür bin ich von Pontius bis Pilatus zum HNO gefahren...

Aber von vorne:

Judith ist auch sehr spät dran mit sprechen - und ja - klassisch fängt man da mit einem Hörtest an. Das macht ja auch Sinn - ein Kind, das nicht gut hört, tut sich natürlich sehr schwer damit, sprechen zu lernen. Das muss abgeklärt werden.

Aber mein KiA hat auch Deinen Verdacht bestätigt, dass es genug HNOs gibt, die sehr schnell operieren - ein Paukenerguss bedarf nämlich nicht immer einer OP, sondern kann sich auch (selbst wenn vorhanden) spontan zurückbilden. Unser KiA hat uns dann zu einem HNO geschickt, der gute 40 km von hier weg ist - aber dafür ist er sehr vorsichtig, was das Thema OP angeht. Um es in die WOrte meines KiAs zu packen: "Wenn der Ihnen sagt, dass operiert werden muss, dann können Sie sich aber auch darauf verlassen.

Ende vom Lied:
Judith muss nicht operiert werden. Sie spricht zwar immer noch nicht berauschend (wär ja auch ein Wunder gewesen ;-)) aber am Hören liegts nicht. Sie ist scheinbar ein Latetalker, somit einfach was später dran - wir sollen jetzt 10* (und auch nur diese 10*) mit ihr zur Logo gehen, damit die Logopädin uns zeigen kann, wie wir sie fördern können - und dann warten wir erst noch mal ab und geben ihr noch was Zeit. Aber die OP ist erst mal vom Tisch.

Da ich diese Vorgehensweise sehr vernünftig finde, fahr ich dafür auch gerne durch die halbe Weltgeschichte - schade nur, dass die HNOs hier in der Gegend scheinbar auch allzu gerne operieren.

LG
Frauke

Beitrag von krokolady 13.05.10 - 16:45 Uhr

ne Röhrchen-OP ist nur dann sinnvoll wenn über Monate hinweg Paukenergüsse bestehen.
Zusätzlich sollte man schauen wegen Polypen - denn wenn die vergrößert sind können sie auf den Gehörgang drücken.

Mandel-OP ist nur dann wirklich angebracht wenn das Kind ständig unter Entzündungen dieser leidet!

Bei meiner Großen hat es damals sehr viel gebracht die Polypen zu entfernen!

Beitrag von miau2 13.05.10 - 19:38 Uhr

Hi,
warum lasst ihr nicht einfach mal einen Hörtest machen?

Kann man doch ziemlich problemlos, und dann hättet ihr zumindest Klarheit, ob sie schlecht hört (also hören kann, wollen ist die andere Frage ;-)) oder nicht.

Und DANN würde ich den nächsten Schritt entscheiden.

Das, was du beschreibst - bestimmte Buchstaben "vertauschen" - ist nichts, was mein Großer können muss! Und der ist 4 Jahre alt, und dass er es nicht können muss stammt von jemandem, der es wissen sollte - seiner Logopädin (er hat ein kleines Problem mit der Zunge, lispelt daher etwas, daher Logopädie).

Auch bei ihm war mal der Verdacht, dass er schlecht hört, aber bevor ich da über irgendwelche Maßnahmen nachgedacht habe waren wir beim Hörtest. Alles ok - warum sollte also etwas gemacht werden? Er hat übrigens auch vergrößerte Rachenmandeln, die aber keine Probleme machen.

Ich kenne Kinder, denen die OPs unheimlich geholfen haben, aber irgendwie scheinen die immer mehr zu werden (die OPs) - und ich kenne auch Kinder, wo es nichts gebracht hat. Könnte schon sein, dass oft eher zu früh operiert wird als abgewartet.

Also, ab zum Hörtest und weitergucken. Wenn sie wirklich schlecht hört sollte natürlich überlegt werden, ob es etwas gibt, was hilft. Aber wenn nicht, und sie nicht dauernd Probleme mit den Ohren hat - warum? Wenn mir unser HNO eine OP empfohlen hätte mit dem Befund, den wir hatten hätte ich den Arzt gewechselt.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von sandramutti 13.05.10 - 21:09 Uhr

wir haben am mittwoch einen termin zum hörtest beim hno.
bin ja deswegen schon sehr aufgeregt.
sie sagt halt z.b. dummibärchen anstelle gummibärchen und statt kuchen "duchen" mit der zunge vorne sagt sie es so lustig.

sie sagt auch immer so lustige sagen... und lacht immer dabei. bin mir also nicht sicher, ob es einfach ihre art ist oder wirklich ein problem da ist.

logo müssen wir ganz, ganz sicher, ganz bald meint der artzt (erzieher im kiga meinen jedoch abwarten), aber ohne hno befund, keine überweisung zur logo, denke dort können sie die maus am besten beurteilen, wie du schon angedeutet hast...

Beitrag von miau2 14.05.10 - 11:01 Uhr

Hi,
wie gesagt, das vertauschen der von dir genannten Buchstaben ist in dem Alter total normal und KEIN Therapiegrund in dem Alter. Wenn das das einzige ist - kein Problem! Sagt die Logopädin von meinem Großen, der das auch macht. Wenn sie es in einem Jahr immer noch macht sieht es anders aus - aber noch brauchst du dir darüber keine Gedanken zu machen.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von geli0178 14.05.10 - 00:13 Uhr

Hallo,

leider wird viel zu schnell operiert. Ich war bei 5 HNO Ärzten und 4 wollten mein Kind sofort operieren. In Absprache mit der Kinderärztin wurde dann ein Termin im Audiologischen Zentrum gemacht. Die Tests waren dort viel genauer als beim HNO Arzt und letztendlich wurde mein Sohn auch operiert, aber ich wusste nach dem Termin auch genau warum.

Viele Grüße

Geli