Allein erziehend: Was ist für Euch das Schlimmste?

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von vanillie 13.05.10 - 15:33 Uhr

Hallo zusammen,

mein Mann ist ein guter Papa - aber ein lausiger Ehemann. Ich hadere seit längerem, ob ich mich trennen soll, bin zunehmend genervt und enttäuscht. Aber ich kann mich nicht dazu entscheiden, diesen Schritt zu gehen. Es passiert nichts so Schlimmes, dass wir uns trennen müssten, es ist eher ein schleichender Prozess, der mal mehr anstrengt, mal weniger. Der Alltag mit Kind lässt sich zusammen leichter organisieren als alleine, der Druck für den Einzelnen ist nicht ganz so groß, jeder kann sich seine Freiräume nehmen und finanziell stehen wir zusammen natürlich auch besser da als einzeln. Und - das Wichtigste: Maja liebt ihren Papa. Ich bin selbst ein Trennungskind, und für mich war die Trennung meiner Eltern eine Katastrophe - ich hatte jahrelang Angstzustände, dass meine Mama "auch nicht mehr zurückkommt" und ich dann ganz alleine bin. Kam sie mal ein paar Minuten später, um mich aus dem Kindergarten abzuholen, hing mir schon das Herz in der Hose - und mal bei Opa oder Tante übernachten, damit meine Mutter mal ein bisschen Zeit für sich hatte... immer wieder versucht, ich habe so lange geheult, bis meine Mutter mich mitten in der Nacht doch noch abgeholt hat... und hatte das Gefühl, alle furchtbar enttäuscht zu haben, nicht liebenswert zu sein - und noch mehr Angst, dass meine Mama irgend wann nicht mehr zu mir zurückkommt. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke kommt es mir so vor, als hätte meine Mama immer nur Musik gehört und geweint - dabei ist es bestimmt nur das, was bei mir davon hängengeblieben ist. Ich habe Maja erst mit Anfang Dreissig bekommen, weil ich "sicher" sein wollte, dass ihr Papa und ich auch zusammen bleiben. Ich weiss selbst, wie bescheuert und weltfremd das war - aber es war mir wichtig, um ein Kind bekommen zu können, ein Kind wollte ich unbedingt haben... also habe ich mich da gerne selbst belogen. Langer Rede kurzer Sinn - der Gedanke an Trennung und seine Folgen beschäftigt mich derzeit sehr, ebenso die Rückblenden in meine eigene Kindheit, die dadurch wieder hochkommen. Niemand von Euch kennt mich oder meinen Mann, deshalb suche ich hier keine Antwort von Euch auf die Frage "Soll ich mich trennen oder nicht?" - in dieser Sache frage ich nicht mal meine beste Freundin, meine Schwester oder meine Mama um Rat. Schließlich muss ICH hinterher mit meiner Entscheidung zurechtkommen. Was ich Euch fragen möchte, ist:

Was ist für Euch am schwersten daran, allein erziehend zu sein? Was belastet Euch daran am meisten? Was hättet Ihr Euch anders oder gar nicht so vorgestellt? Was sind Eure Ängste als allein erziehende Mamas/Papas?

Wenn Ihr hier ein paar Eurer Gedanken und Gefühle mit mir teilen könntet - das wäre wirklich nett.

Lieben Dank schonmal
Vanillie mit Maja Soley (20 Monate)

Beitrag von caesarsfrau4711 13.05.10 - 16:10 Uhr

also in meiner situation

alleinerziehend von 3 kindern,2,4,6 jahre alt , kaum kontakt zum papa...

ist für mich das schlimmste am alleinerziehend zu sein ,dass ich meinen kindern alles außer den papa bieten kann.
dieses familienleben.gemeinsame unternehmungen,das fehlt.
man geht nur auf den spiellatz...dort toben papis mit ihren kids.die kids rufen papa das war sooo toooll !!!!nochmal..!!!!!!
..während meine kids davor stehen,zugucken und mich dann fragen.mama wo ist eigentlich unser papa.?
oder papa-kind zelten ect solche aktionen die vom kindergarten stattfinden..und meine kids nicht dran teilnehmen können. feste wie weihnachten,geburtstage usw wo man sich alleine freuen muß genauso wie wenn einer meiner mäuse etwas gut gemacht hat.sich gemeinsam freuen...mit jemanden diese momente zu teilen..gemeinsam zu freuen...das fehlt

ich versuche schon soweit es geht mit meinen kids genau so sachen zu machen die eig ein papa macht aber ich schaff es nicht ihn zu ersetzen.
dass ist das was mir am meisten weh tut.für meine kids.

meine angst ist dass meine kinder dieses familienleben nicht kennen lernen ,dass ich nicht jeden meiner kids gerecht werde.auch wenn ich es noch so versuche,

am schwersten ist es jeden tag 100 % geben zu müssen...man hat soo tage da ist man einfach nur erschöpft..müde...vom alltag...von den sorgen die man hat u möchte einfach nur weglaufen...
man muß sich dann echt wieder hoch rappeln ,so schwer es einem auch fällt..

also das sind meine empfindungen

lg
daniela

Beitrag von hedda.gabler 13.05.10 - 17:07 Uhr

Hallo.

>>> Was ist für Euch am schwersten daran, allein erziehend zu sein? <<<

Nichts ... es ist genau das Lebensmodell, das ich in dem Lebensmoment leben wollte.
Ich habe mich zwei Tage vor dem positiven Test getrennt, u.a. eben auch weil ich den Verdacht hatte, schwanger zu sein. Habe mich also ganz bewusst für ein Leben als Alleinerziehende entschieden und es bisher immer als Privileg empfunden.

Meine Tochter und ich haben uns super als Team eingerichtet, beruflich und mit der Betreuung läuft alles rund, haben ein ausgezeichnetes Wohnumfeld und sind eingebettet in ein stabiles Netzwerk aus Freunden und Familie ...

... wenn ich wieder eine Beziehung eingehe, müsste ich ganz genau abwägen, ob mir diese das wert ist, da es allein mit Kind wesentlich entspannter ist und ich mich voll auf uns konzentrieren kann und nicht in den Momenten, in denen ich Zeit für mich hätte, jemand anderen zur Verfügung stehen muss. Außerdem bringt eine Beziehung auch Spannungen und Auseinandersetzungen mit sich, völlig normal, und "Streit" habe ich derzeit genug ... meine Kleine ist voll in der Autonomie-Phase;-)

Ach ja, ich bin übrigens glücklich liiert ... dieser Mensch ist es sehr wert, dass es auch mal unbequemer ist;-)

Ich habe mir alles genau so vorgestellt ... weil ich es mir genau nach meinen Vorstellungen eingerichtet habe ...
... und die Ängste, die ich als Mutter habe, unterscheiden sich sicher nicht von denen, die eine Mutter in Partnerschaft hat.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von 77ena 13.05.10 - 19:04 Uhr

Hallo Du!

Weißt Du, was mein erster Gedanke war, als ich dein Posting zuende gelesen habe? "Gott sei Dank, die Kleine ist noch nicht 2 Jahre alt!"

Ich bin aleinerziehend seit knapp 2 Jahren, die Große ist 3, die Kleine 2. Bei der Trennung war die Kleine erst 7 Monate alt, die Große 1 3/4. Und ich muss sagen, ich bin heilfroh es gemacht zu haben als noch keine der beiden 2 Jahre alt war,l denn ich finde, ab da sind sie schon sowas von "bewusst" und ich hätte es glaube ich viel später nicht mehr übers Herz gebracht, sie aus der "bestehenden Familie" heraus zu reißen..

Jetzt "kennen sie es nicht anders" quasi, als dass sie bei mir leben, Papa sie alle 2 Wochen übers WE sieht und wir ab und zu den Papa auch mal besuchen fahren für ein paar Tage (er lebt 300 km weit weg).

Ich muss sagen, bei deiner Frage musste ich grübeln.. Was ist "wirklich schwer"..?! Hm.., ich denke, ich habe viel Glück, werde finanziell vom Vater sehr großzügig unterstützt (bis die Kleine 3 wird), die Kinder bekommen den Höchstsatz UNterhalt und haben einen Vater, der sich vorbildlich und liebevoll kümmert und mit dem ich zudem noch klasse befreundet bin..
Er war ebenfalls (schöne Formulierung :-p) ein "lausiger Partner", aber dafür ist er ein umso besserer Freund und vor allem Vater für unsere Töchter..

Ich würde mal sagen, das "Schwerste"wird es sein, wieder ins Berufsleben einzusteigen nach knapp 4 Jahren Elternzeit und dann finanziell klar zu kommen... Aber vom reinen "Alltag" her habe ich Unterstützung, auch durch meine Eltern, und muss sagen, dass ich mein leben als Alleinerziehende nicht als wirklich "schwierig" empfinde..

ich war emotional - und bin es noch - sehr erleichtert, seit ich vom Vater meiner Kinder getrennt bin..

Wünsche dir viel #klee und melde dich immer gren über VK, wenn Du irgednwie Rat brauchst..

LG

77ena

Beitrag von tippsy11 14.05.10 - 18:55 Uhr

hm... meine Tochter war 4 1/2 als ich mich von ihrem Vater getrennt habe. ich denke nicht daß man sagen kann, vor einem bestimmten Alter (2?) verkraften Kinder eine Trennung besser. Eine Trennung ist immer ein einschneidendes Erlebnis für ein Kind, das eine Kind kommt besser damit zurecht, das andere weniger, kommt wohl auch drauf an, wie stark die Bindung zum Vater war/ist. Meine Tochter hat es mittlerweile gut verkraftet, eben weil sie schon so groß und verständig war und es 'bewußt' mitbekommen hat, konnte man es ihr auch erklären und mit ihr reden. Ich denke nicht, daß sie einen bleibenden Schaden davongetragen hat. Sie sieht ihren Vater aber auch mind. 2x die Woche. Ich bereue die trennung in keinster weise, es ging einfach nicht mehr... Das ist jetzt ein knappes Jahr her.

Das schlimmste am alleinerziehend sein finde ich ist die Angst, wenn mir was zustoßen sollte, daß meine Kleine dann alleine wäre... #zitter #heul

Beitrag von maruti 13.05.10 - 19:05 Uhr

hey

ich bin seid der geburt meines sohnes alleinerziehend und das schon seid 20 monaten.

Kilian hat seinen Papa in den 20 Monaten vlt 3 mal gesehen also so gut wie keinen kontakt.

es tut mir schon weh zu sehen wenn meine nichten und neffen soviel mit ihrem papa unternehmen oder abends einfach mit ihm kuscheln können und meine neffen mit dem papa arbeiten.

ich kann ihm keinen papa bieten denn sein papa will anscheind keinen kontakt.

schwer an alleinerziehend ist für mich das man abends sobald das kind schläft alleine ist.
oder in stressigen situationen nicht sagen kann , " komm nimm du jetzt mal den kleinen, ich brauch mal ein paar minuten für mich"

ich bin froh das ich meine familie habe wo oma oder die tante den kleinen mir mal abnimmt, und ich wirklich mal sagen kann so jetzt nehme ich mir ein zwei stunden für mich.

wenn der kleine krank ist muss ich da allleine durch, wenn er sich weh tut bin ich die einzigste die ihn tröstet.

sehr weh hat es mir getan als er anfng zu sprechen und er mitbekam wie die anderen immer vom papa erzählten und er sagte dann auch papa....


aber man wird auch jeden tag aufs neue entschädigt wenn man in die lächelnen augen schaut und das strahlen auf den lippen sieht.

man sieht jeden tag wieder wofür man so manchen stress auf sich nimmt aber es gibt auch viele wunderschöne seiten die mamas alleine mit den kleinen erleben ...

liebe grüße

Beitrag von lillimilli 13.05.10 - 19:54 Uhr

Hallo,
ich verfluche immer dann meine Situation, wenn ich selber krank bin oder eines der Kinder, weil dann alles an mir allein hängen bleibt und ich keine Unterstützung habe.
Auch die Frage, was ist, wenn mir mal was passiert, beschäftigt mich oft. Man lernt auch nicht mehr so unbeschwert Männer kennen. Ich kann gar nicht mehr auf flüchtige ons, was zur Folge hat, dass ich sexuell unbefriedigt bin. Was ernstes findet sich einfach nicht mehr so leicht. Ich stelle viel höhere Ansprüche an den Mann als früher.

LG
lilli

Beitrag von yvschen 13.05.10 - 21:07 Uhr

Hallo für mich war es damals die richtige entscheidung mich zu trennen.
Das einzige wo ich sorgen habe ist meine arbeit.Wenn die kids krank sind muss ich zuhause bleiben, oft steck ich mich auch an und bin dann noch länger zuhause.Dies muss man erstmal rechtfertigen bei der Arbeit.Klar steht das gesetz hinter mir, aber arbeitskollegen sehen das meißt ganz anders.
Ansonsten ist für mich alles einfacher geworden.Die zwillinge sind alle 2 woche bei ihren papa.Und jetzt haben sie viel mehr von ihm als vorher.Sie lieben ihn viel mehr.
Ich kann nachts wieder schlafen ohne mir über private probleme sorgen zu machen.
Ich hätte mir nie vorstellen können das es doch so einfach ist ohne den Papa.
Ich habe einen Freund wieder und so wie es ist, ist es genau richtig.
Meine kinder werden aber bald in das alter kommen wo sie fragen stellen.Warum papa nicht bei uns wohnt und ähnliches.Ich hoffe ich werde richtig und zufriedenstellend antworten können.

Lg yvonne

Beitrag von maschm2579 13.05.10 - 21:56 Uhr

Hallo,

im Grunde hast Du dir die Frage selber beanwortet:

Alles was DU hast, haben wir nicht!!!!

Ich z.B. habe mich getrennt u erfahren das ich SS bin. ich wollte es, er nicht und nun sind beide froh das die Maus da ist. Er kommt 1x die Woche für ca 1,5 Std vorbei und sonst nicht. Wir feiern Feste mit seiiner Familie zusammen und meine Tochter und ich sind voll integriert.

ABER

Ich bin alleine. Ich gehe alleine arbeiten, ich übernehme sämtliche Aufgaben im Alltag wie Krippe, Ärzte und die Erziehung. Ich habe überlegt welche Milch mein Kind bekommt, welcher Arzt gut ist, welche Krippe, Beikoststart, welches Spielzeug, Klamotten, Schuhe etc...

Ich trage finanziell alles alleine, ich habe die täglichen Sorgen und ich habe nie Zeit für mich. Ich bin immer 100% Mama und wenn ihc nicht Mama bin, bin ich arbeiten.

Ich bin im ersten Jahr ca 15-20x die Nacht aufgestanden und bin da wenn Trost gebraucht wird. Ich laufe nächtelang umher weil ein Zahn kommt oder der Nachtschreck da war.

Was ich bekomme? Ganz ganz viel liebe und Zuneinung meiner Tochter ABER ich bin Frau und mir fehlt oft ein Partner. für Momente zu zweit und gute Gespräche. Ich kann niemanden um Rat fragen und habe seit genaus 2 Jahren und 2 Monaten keinen Tag ausgeschlafen, nicht eine Nacht durchgeschlafen und - ja doch ich hatte Sex #hicks
Ich hatte nämlich 1 Jahr lang einen Partner, aber der hat 3 Kinder mit gebracht und somit war es noch turbulenter und schwieriger als allein.

Einen Rat wolltest Du nicht, also behalte ich ihn für mich...DIr alles erdenklich gute

Beitrag von danymaus70 14.05.10 - 09:46 Uhr

Hi,

gar nichts ist für mich daran schlimm. Ich muß sogar sagen, dass ich froh bin keinen Mann im Haus zu haben.

Okay, vielleicht wäre ein Mann ganz praktisch, wenn ich mit 5 Tüten vom Einkauf komme, dann könnte er mir diese die Treppe hoch schleppen.

Nur wegen ein paar Tüten, hole ich mir keinen Mann ins Haus ;-)

LG Dany

Beitrag von kruemlschen 14.05.10 - 10:26 Uhr

Hallo,

grundsätzlich finde ich es gar nicht "schlimm" AE zu sein. Es birgt auch viele Vorteile, vorallem die nicht vorhandenen Diskussionen über die Art und Weise der Kindererziehung.

Allerdings bin ich auch schon seit dem 6. Schwangerschaftsmonat alleine und es besteht keinerlei Kontakt zum KV.

Das einzige was mich am und zu stört ist meine totale Abhängikeit von einem Babysitter wenn ich a) im 2. Job arbeiten muss oder eben b) auch mal ein bisschen Zeit für mich möchte.
Zurzeit bleibt zum Beispiel mein Fitnessstudio total auf der Strecke, weil ich diese Woche 3x im Nebenjob arbeite - ergo auch 3x Betreuung außerhalb der Krippe brauche und dann ist es mehr als schwierig auch noch zusätzlich 2 Abende jemanden zu finden um auch noch ins Fitnessstudio gehen zu können.

Oder auch mal spontan irgendwo hin, das geht z.B. überhaupt nicht.

Man muss eben für ein paar Dinge zurück stecken, aber bisher bekommen wir das ganz gut hin.

LG Krüml

Beitrag von linagilmore80 14.05.10 - 11:26 Uhr

Ganz ehrlich: Wenn es so ist, dass Du den Alltag mit ihm besser meisterst als ohne ihn, dann trenn Dich nicht.
Es klingt, als hätte eure Beziehung den Pfiff verloren oder als hättet ihr euch einfach übers Elternwerden verloren.
Ich nehme an, Du weißt selber, dass es bessere Möglichkeiten für euch gibt, als eine Trennung.

Was für mich als AE am schlimmsten war? Den ganzen Alltag alleine zu stemmen. Keinen da zu haben, der einem unter die Arme greift (z.B. bei Krankheit). Keinen für ruhige Gespräche zu haben.

Ich habe einen tollen Mann gefunden und ich bin glücklich nicht mehr AE zu sein.

LG,
Lina

Beitrag von clautsches 14.05.10 - 12:18 Uhr

Hallo!

Ich finde gar nichts schlimm am allerziehend sein... würde es gar nicht anders wollen. :-)

Hatte mir immer vorgestellt, das müsse schrecklich sein, dabei ist es klasse! Hab eine tolle Familie, wunderbare Freunde, der Papa kümmert sich so gut er kann und ich hab meine Freiheiten. Mein Sohn wächst mit mehreren Generationen auf dem Land auf und das tut ihm sichtlich gut.
Zum Glück sind wir finanziell sehr gut abgesichert und leben auf unserem eigenen Grund und Boden, sodass ich mir um gar nichts Sorgen machen muss. :-)

Alles Gute!
LG Claudi

Beitrag von h-m 14.05.10 - 12:59 Uhr

Das schlimmste ist, dass meiner Tochter der alltägliche Kontakt zu Papa fehlt.

Mit 2 lief sie eine Zeitlang in der Kita hinter jedem anderen Vater, der
sein(e) Kind(er) brachte/abholte her und schrie "Papa, Papa". :-(

Danach, dass man für alles ganz allein verantwortlich ist. Auch wenn ich krank bin, wenn Streß auf der Arbeit ist, habe ich niemals Unterstützung.

Ich kenne einige Frauen, die sich als "so gut wie alleinerziehend" beschreiben, weil die Männer soviel arbeiten - tja, ich muss auch Vollzeit arbeiten (davon leben meine Tochter und ich schließlich) und dazu noch alles andere (Haushalt) machen und die Kinderbetreuung organisieren. Ich mach auch die Steuererklärung selber, schleppe die Getränkekisten allein, baue ggf. Möbel auf, räum den Keller auf, kümmer mich um unsere Versicherungsangelegenheiten. Das sind alles so Sachen, die bei befreundeten Paaren die Männer machen, auch wenn die Frauen meinen, dass die Männer "nichts" helfen (außer Geld verdienen natürlich)...

Beitrag von ida85 14.05.10 - 15:55 Uhr

Hallöchen

Schlimm finde ich daran gar nichts, im Gegenteil, ich geniesse es!
Das einzige nervige finde ich den oft mühsamen Kontakt zum Vater um Vereinbarungen zu treffen bzw. sein nichteinhalten von Vereinbarungen.

LG

Beitrag von chikiloo 15.05.10 - 00:14 Uhr

Schlimm ist tatächlich, wenn man richtig krank ist (was diesen Winter bei uns oft der Fall war) und ich trotzdem funktionieren muss. Nie Zeit für sich zu haben...ich bin oft traurig wenn ich Paare sehe, wo der Mann Samstags mit den Kindern Ausflüge macht, das Leergut wegbringt und voll wiederbringt...oder die sich auch mal Urlaub leisten können (finanzielle Sorgen, alles allein regeln, Wasserkisten in den dritten Stock schleppen und Kind hängt am Rockzipfel, ...). Auch die Unmöglichkeit auf dem Spielplatz oder bei Aldi einem netten Mann zu begegnen, ausserdem ist man ja immer mitKind, da geht dann auch jeder von aus, dass da ein papa dazugehört....Ich wünsche mir immer noch mich endlich wieder zu verlieben und fühle mich einsam, aber sehe keinen Weg wie ich einen Mann kennenlernen soll. Also das ist auch ein Punkt...mit Kind wird es sehr schwierig mit dem Liebesleben...