Wie Tod des Tieres dem Kind beibringen?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von meraluna1975 14.05.10 - 09:08 Uhr

Meine beiden Jungs (4 und 2) haben bei Opa und Oma übernachtet und kommen im Laufe des Tages wieder.
Nun ist ausgerechnet heute Nacht eines der Meerschweinchen des Großen gestorben.
Nun mache ich mir Gedanken darüber, wie ich es ihm sage. Hätten wir ihn heute morgen gemeinsam gefunden, wäre es kein Problem gewesen. Aber so?
Ich werde definitiv keine Dinge wie "Er ist friedlich eingeschlafen" sagen, da die Tochter meiner Freundin nach so einer Aussage wochenlang nicht schlafen wollte :-(

Ich möchte, dass meine Kinder den Tod als etwas natürliches kennenlernen, als etwas, das nunmal zum Leben gehört.

Aber irgendwie fehlt mir gerade die richtige "Taktik".

habt ihr Ideen?

#danke

Mera

Beitrag von risala 14.05.10 - 09:23 Uhr

Hi,

rede einfach nicht drum herum.

Nimm Deine Kinder beiseite, wenn die eigentliche Begrüßung vorbei ist und sagt ihnen, dass Du ihnen was trauriges sagen musst. Und dann sag ihnen einfach, dass in der letzten Nacht das Meerschwein xy gestorben ist und jetzt auf einer großen Wiese für immer mit anderen Meerschweinen spielen kann.

Und wenn möglich zeig ihnen das Meeri und beerdige es mit den Kindern! Unserem Sohn hat das sehr geholfen! Er hat damals (er war auch so 3,5-4 Jahre alt) sogar ein Bild gemalt, damit unser Chip nicht alleine an die Regenbogenbrücke gehen muss!

Kinder können damit besser umgehen, als man als Erwachsener denkt.

Wichtig ist auch, dass die Kinder wissen, dass sie traurig sein dürfen und auch weinen dürfen - sie dürfen auch wissen, dass Du darüber sehr traurig bist!

Liebe Grüße
Kim

Beitrag von cherymuffin80 14.05.10 - 10:00 Uhr

Meine Mutter kahm damals als mein Hamster gestorben ist (ich war 5) einfach zu mir und meinte "Felix ist tod!" mehr sagte sie nicht dazu und ich weiß gar nicht mehr wie ich damals reagiert habe, aber ich weiß noch das sie es so lapidar daher sagte als sei es nichts gewesen.

Habe dann auch recht schnell einen neuen bekommen.

Ich würde es ihm auch klar und ehrlich sagen, aber vieleicht schön verpackt (Regenbogenbrücke und Meerschweinchenhimmel).

LG

Beitrag von shiningstar 14.05.10 - 11:34 Uhr

Ich kenne es von Freunden von uns -da war es zwar eine Katze, die gestorben ist, aber die Tocher war auch so um die drei Jahre alt.
Die Katze wurde beim TA eingeschläfert, weil sie sehr krank war.
Der Kleinen haben sie erzählt, dass die Katze jetzt im Katzenhimmel ist und mit anderen Katzen immer spielen kann.

Vor 18 Monaten starb die Katze meiner Oma (mit 18 Jahren). Meine Schwester wohnt mit ihren beiden Jungs (6 und 3) bei ihr mit im Haus bzw. in der Wohnung darüber.
Mein Schwager kam vom TA mit der "schlafenden" Katze wieder. Die Jungs haben das gar nicht so richtig kapiert, dass sie jetzt für immer schlafen wird.
Wochen später noch hat mein Neffe immer wieder die Katzentür auf "offen" geschaltet, falls die Katze mal wieder kommen möchte.
Übrigens wurde die Katze im Garten meiner Oma beerdigt, die Jungs waren NICHT dabei. Meine Schwester hatte Angst, dass sie irgendwann auf die Idee kommen würden, die Katze auszubudeln...

Ich finde es schon wichtig, dass Du den Kindern erklärst, dass der Tod dazu gehört, das Meeri ist nun im Meeri-Himmel -da kommen ja alle irgendwann mal hin, also in den Himmel.
Beerdigen würde ich das Meeri jedoch nicht mit so kleinen Kindern zusammen!

Beitrag von risala 14.05.10 - 12:14 Uhr

Hi,

warum würdest Du ein tier nicht mit kleinen kindern zusammen beerdigen?

Unserem Sohn (und ich kenne da auch andere Kinder) hat das bei unseren Meeris und dem Kaninchen sehr geholfen. Da war er zw. 3,5-5 Jahre alt! Und er ist NIE auf die Idee gekommen, es auszubuddeln.

Wir haben ihm halt einfach erklärt, dass der Körper des Tieres in der Erde liegt - aber seine Seele (also das, was das Tier ausgemacht hat - kindgerecht erklärt) jetzt im Himmel ist und mit vielen anderen Tieren spielen kann und dort auch nie mehr alt und krank werden kann.

Gruß
Kim

Beitrag von herzensschoene 14.05.10 - 16:00 Uhr

ich finde persönlich die variante mit der katze deiner oma nicht richtig.

klar haben sie es nicht kapiert, dass die katze jetzt für immer schläft, weil sie wissen, dass keiner für immer schläft. und dass sie eine schlafende katze wieder aus dem grab befreien wollen ist doch logisch.

ich weiß nicht, warum man kinder belügen sollte. sie sind stärker als man denkt und können gut mit dem tod umgehen.

maren

Beitrag von melly21 14.05.10 - 13:00 Uhr

Hallo das Problem hatten wir vor über 2j.auch mit unserem Puschel.

Meine Tochter damals noch 4j.war sehr traurig und hat auch viel geweint.Ist ja auch verständlich.

Wir haben Puschel in sein Häusschen gelegt und ihn mit Heu bedeckt.
Dann sind wir zu einer schönen Stelle gefahren und haben ihn beerdigt.

Meine Tochter hat dann auch Blumen aufs Grab gelegt und dann gesagt:Das der Puschel morgen von Gott in den Himmel geholt wird!

Ich habe ihr auch das Buch:Adieu Herr Muffin gekauft.Das handelt von einem Meerschweinchen das ganz alt wird und dann stirbt!

Hat ihr sehr gut geholfen und sie liest es oft!

Lg Melly

Beitrag von pechawa 14.05.10 - 13:10 Uhr

Hallo,

bei uns war es damals so, dass ich unser Meerschweinchen "Julchen" tot auffand, als die Knder in der Schule waren.
Ich hatte einen Schuhkarton mit "Küchenkrepp" ausgelegt und das Tier dort hineingelegt. Als die Kinder dann heim kamen, sagte ich, ich hätte eine traurige Nachricht, Julchen ist gestorben. Sie durften in den Karton noch einmal reinschauen, das tote Tier streicheln und dann haben wir es gemeinsam im Garten beerdigt. Natürlich gab es Tränen, aber das gehört nun mal dazu!

LG

Beitrag von meraluna1975 14.05.10 - 15:01 Uhr

VIelen Dank für eure Antworten.

Ich werde den beiden das Ganze heute Abend sobald sie nach hause kommen, mitteilen.


:-(#danke

Beitrag von sportskanone 14.05.10 - 21:14 Uhr

Hallo!
Ich zücht Rassemeerschweinchen (aber alle mit Name und viel Liebe zu den Schweinis, sind alle Zahm!!!)und habe auch drei Kids (8,5 und 2). In laufe der Jahr sind auch schon welche von uns gegangen und ich muß sagen, die Kinder verkraften das besser als ich. Ich habe oft geheult, meine große Tochter auch ein bissel, aber die kleineren eher nicht, weil sie es noch gar nicht sooo verstehen. Ich habe sie auch beerdigt (mit der großen) und wenn es die klienen Kinder gewollt hätten auch mit denen. Ich erzähle auch, dass sie im Schweinehimmel sind!
Noch ne Sache: Falls ihr jetzt nur noch ein Schwein habt, wirklich schnell wieder ein 2. dazu, sonst geht auch das "Alleinschwein" vor Trauer ein!

Lg Sportskanone und wenn du mal schauen magst: www.liekwegermeerschweinchen.de

Beitrag von meraluna1975 15.05.10 - 12:53 Uhr

Ja, tatsächlich fand mein Großer das nur mitteldramatisch, er hatte zwar Tränen in den Augen, war aber recht "cool".


Ich weiß, dass ein zweites Schweinchen wieder her muss. Bin mir aber unsicher, woher. Die Schweinchen, die ich habe, hat mir jemand geschenkt, der sie loswerden wollte (ungeplanter Wurf). Sind bzw ist ein ganz liebes Merino-Schweinchen. Die beiden waren Brüder und von Anfang an zusammen.

Mache mir jetzt Gedanken, ob ein Neuling akzeptiert werden wird...

Ich sehe gerade, dass du noch ein Böckchen zum Abgeben hast...und weit weg wohnst du auch nicht.... :-)