Was passiert, wenn man erwischt wird??

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von nele27 14.05.10 - 09:11 Uhr

Hi Ihr Lieben,

habe meine Schwangerschaft bim AG bekannt gegeben und darf ja nun nicht mehr nach 20 Uhr und am Wochenende arbeiten.

Weiß einer von Euch, was passiert, wenn man es trotzdem tut und erwischt wird?
Ich führe Fahrtenbuch und wenn ich z.B. Sonntag arbeite und baue einen Unfall, dann lässt sich nachvollziehen, dass das keine private Fahrt war.
Passiert nur dem AG was oder auch mir?

#danke

LG, Nele

Beitrag von evebaby 14.05.10 - 09:24 Uhr

ich denke eher nur deinem arbeitgeber, es kann eine hohe geldstrafe für deinen chef geben.. lg

Beitrag von nele27 14.05.10 - 09:55 Uhr

#danke Ich denke auch, dass vor allem der AG bestraft wird. Hatte aber im Netz nichts dazu gefunden...

Beitrag von lebelauter 14.05.10 - 09:48 Uhr

http://dejure.org/gesetze/MuSchG/21.html

"(3) Wer vorsätzlich eine der in Absatz 1 Nr. 1 bis 5 bezeichneten Handlungen begeht und dadurch die Frau in ihrer Arbeitskraft oder Gesundheit gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft."

Autsch.

Beitrag von nele27 14.05.10 - 09:54 Uhr

Aaaah, #danke Hatte nichts gefunden. Bei einer Firma also Geldstrafe.

Beitrag von lebelauter 14.05.10 - 10:01 Uhr

wie kommst du darauf?

Es ist ja nicht das abstraktum "Firma", welches dich entgegen der vorschriften des muschug abends arbeiten lässt, sodern ein ganz bestimmter chef beauftragt dich oder lässt es wissend zu.

und der kann auch eingebuchtet werden.

#aha

LG

(und herzlichen Glückwunsch #sekt)

Beitrag von nele27 14.05.10 - 10:04 Uhr

Ah ok #aha Hatte es auf "Firma" als juristische Person bezogen. Aber klar, wenn man nach dem Auftraggeber geht, ist es eine richtige Person.

#danke

Beitrag von lebelauter 14.05.10 - 10:07 Uhr

besser ist es, du hälst dich einfach dran :-)

das muschug hat ja den sinn, mutter und kind zu schützen #aha und nicht zu ärgern.

Alles Liebe

Beitrag von nele27 14.05.10 - 10:20 Uhr

Ja, bis jetzt ist auch nichts Illegales passiert :-)

Es ist in meinem Job nur leider sehr schwierig, das umzusetzen... und stressiger immer einen Ersatz zu organisieren oder die Arbeit irgenwie umzulegen, als einfach selbst hinzugehen.
Aber ich muss mal schauen, wie ich das mache.

So den richtigen Sinn sehe ich auch nicht drin - ob ich nun Sonntag oder Montag arbeite, ist meinem Zellhäuflein ja egal :-) Ich denke, die Masse der Termine macht den Stress, nicht der Wochentag...

LG

Beitrag von belly72 14.05.10 - 10:09 Uhr

...hmm, ich könnte mir vorstellen (weiß es aber nicht), dass es auch konsequenzen für dich haben könnte, wenn du an einem sonntag nach 20 uhr tatsächlich ganz ohne wissen* deines arbeitgebers arbeitest und einen unfall hast (z. b. versicherungsrechtlicher aspekt - ganz dumm wäre es zusätzlich, wenn es ein firmen-pkw wäre und/oder ein anderer verkehrsteilnehmer verletzt werden würde).

*damit ist auch keine stillschweigende zustimmung des arbeitgebers gemeint (die natürlich auch gegen das muschg verstößt)

viele grüße

belly72

Beitrag von nele27 14.05.10 - 10:22 Uhr

Also wenn ich mich praktisch aus den Armen des Chefs zur Arbeit losreiße.... ;-)

Hach man, ist das kompliziert. Lieber wäre mir ein Gesetz, dass z.B. keine Überstunden gemacht werden, es aber egal ist, wann ich meine 39 Stunden verrichte.
Mich persönlich stresst der Sonntag nicht, ich finde es nur schwierig, wenn ich viel am Stück arbeiten muss (aber das habe ich stark eingestampft).

LG, Nele

Beitrag von manavgat 14.05.10 - 10:39 Uhr

Warum machst Du das überhaupt?

Gruß

manavgat

Beitrag von nele27 14.05.10 - 11:10 Uhr

Mach ich ja gar nicht :-) Die Frage war hypothetisch...

Aber es ist schon eine Überlegung wert, da das Vermeiden von Wochenendarbeit in meinem Job schwieriger ist als hinzugehen und wegen der Schwangerschaft dann drauf zu achten, einen Ausgleichstag zu haben.

Vermeidung der WE-Arbeit zieht eine Menge Organisation nach sich, weil ich ja gewährleisten muss, wie die Arbeit stattdessen erledigt wird und von wem...

Beitrag von miss.cj 14.05.10 - 11:19 Uhr

Hallo,

das MuschG besagt, dass Schwanger nicht nach 20 Uhr und am WE BESCHÄFTIGT WERDEN dürfen, aber nicht, dass Schwanger da nicht arbeiten dürfen.
D.h. wenn du damit einverstanden bist, am WE zu arbeiten, dann ist das dein Bier. Dein AG sollte sich in dem Fall aber absichern, indem er sich von dir schriftlich bestätigen läßt, dass du weiterhin deine alten Arbeitszeiten wahrnehmen möchtest, dir aber des Inhaltes des MuschG bewußt bist.
Somit passiert niemandem was, wenn dein Kind Schäden davon trägt, bist du selbst schuld. Das ist dann Strafe genug, durch das MuschG kannst du nicht bestraft werden, da es dir ja zum Schutz dient.

LG Conni

Beitrag von nele27 14.05.10 - 14:05 Uhr

Oh, das höre ich ja zum ersten Mal - ich dachte immer, man darf nicht arbeiten... also ist es eine freiwillige Sache, das ist ja gut.

Beitrag von lisasimpson 14.05.10 - 13:12 Uhr

hallo!

natürlich DARFST du sonntags arbeiten und auch nach 20 uhr- du MUSST ja auch denem AG nicht sagen, daß du schwanger bist.
Aber, dein AG darf ich nciht zwingen, da zu arbeiten.

ich habe ne zeitlang in nem kinderheim im schichtdient gearbeitet- einige schwangere kolleginnen haben dem AG schriftlich bestätigt, auf diese s recht verzichten und auch nachtsdienste machen/ länger am stück arbetien, wochendne usw..
denen war ds lieber so- du kannst das schriftlich oder mündlich mit deinem AG klären und du kannst diese regelung JEDERZEIT widerrufen, wenn du nicht mehr magst

lisasimpson

Beitrag von nele27 14.05.10 - 14:07 Uhr

Hi,

ach so, ich hatte verstanden, man DARF nicht arbeiten (das Gesetz las sich auch so)... leichter ist für mich Wochenendarbeit zu machen und einfach zuzusehen, dass ich insgesamt etwas kürzer trete, statt nach Schema F nur werktags zu arbeiten und den Stress zu haben, wenn sonntags mal was anfällt.

LG