Frage zum ZS!

Archiv des urbia-Forums Kinderwunsch.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kinderwunsch

Du möchtest schwanger werden? Hier kannst du Kontakte knüpfen und mit anderen über den Zeitpunkt deines Eisprungs diskutieren. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen und Expertenantworten. Neu: unser Kinderwunsch-Newsletter!

Beitrag von ania1982 14.05.10 - 13:52 Uhr

Hallo

habe einen Frage zum ZS!
Denn ich habe keinen seit letzten Monat!!!
Habe aber meine Mens schon vor 1 Woche gehabt :(
Nun wollte ich wissen ob es echt was heist doch SS zu sein.


Gruß Anna

Beitrag von maja1404 14.05.10 - 14:07 Uhr

huhu

Nur weil man keinen ZS hat muss es nicht auch gleich heissen das man doch SS ist ;-)

Da du ja auch deine Regel hattest,denke ich nicht das du SS bist.

lg maja

Beitrag von marina1977415 14.05.10 - 14:15 Uhr

Was ist Zervixschleim?
Der Zervixschleim ist ein Sekret, das Drüsen im Gebärmutterhals (cervix uteri) bilden. Der Schleim wird zu einem Pfropf, der den Gebärmutterhals verschließt. Diese Barriere verhindert, dass Bakterien aus der Scheide bis in die Gebärmutterhöhle aufsteigen können.
Warum verändert sich der Zervixschleim?
Während des Zyklus verändern sich die Hormone im Körper der Frau und in ihrem Takt verändert sich auch der Zervixschleim.
Zu Beginn des Zyklus, nach der Menstruation, ist die Scheide eher trocken. Es bildet sich relativ wenig Zervixschleim.
Wenn es auf die fruchtbare Phase zugeht, steigt der Östrogenspiegel. Chemisch gesehen enthält der Zervixschleim dann immer mehr Salz. Auch im Speichel lässt sich vermehrt Salz nachweisen. Wird ein Speicheltropfen getrocknet und unter dem Mikroskop betrachtet, zeigt sich ein typisches Salzkristall-Muster (im Fachjargon als Farnkrautstruktur bezeichnet).
Um den Eisprung herum nimmt der Schleim stark zu. Er wird dünnflüssiger, glasklar und "spinnbar" (fadenziehend). Das Milieu der Scheide ist sauer, der Zervixschleim jedoch alkalisch. Ein schlauer Trick der Natur: Jetzt, in den fruchtbaren Tagen, können männliche Samenzellen besser durch den Schleim dringen und die Eizelle befruchten.
Gegen Ende des Zyklus wird der Zervixschleim weißlich-klumpig, die Menge nimmt wieder ab.
Was unterscheidet den "fruchtbaren" vom "unfruchtbaren" Zervixschleim?
Zunächst hat der Zervixschleim eine milchig oder gelblich trübe Farbe, ist zäh und klebrig. Je näher die Frau auf den Eisprung zusteuert, desto klarer und dünnflüssiger wir der Schleim. Die meisten Frauen nehmen das als vermehrten Ausfluss wahr, der Scheideneingang fühlt sich feucht an.
Wird der fruchtbare Zervixschleim in größerer Menge produziert, kann auch der zähe Schleimpfropfen der unfruchtbaren Tage als großes Stück abgehen.
Viele Frauen haben ein öliges, glitschiges Gefühl unmittelbar vor dem Eisprung. Die meisten haben spinnbaren Zervixschleim, andere beschreiben ihn als eher cremig.
Um den Zervixschleim zu beurteilen, nehmen Sie ihn am besten direkt in der Scheide (am Muttermund) ab. Am Anfang kostet das vielleicht etwas Überwindung, aber mit ein bisschen Übung geht es ganz einfach. Am besten so: mit dem Finger die Vagina ertasten. Die richtige Stelle am Muttermund ist dort, wo es sich anfühlt wie eine Nasenspitze. Bei vielen Frauen bildet sich auch genug Zervixschleim, um ihn direkt am Scheidenausgang zu entnehmen. Dann zwischen Daumen und Zeigefinger halten und die Finger auseinanderziehen. Der Eisprung steht unmittelbar bevor, wenn sich mehrere Zentimeter lange Fäden ziehen lassen. Übrigens eine Methode, die auch als "Billings-Test" bekannt ist.
Nach dem Eisprung geht der Zervixschleim zurück und wird innerhalb kurzer Zeit wieder dick, zäh und trüb. Das Gefühl im Scheideneingang wird trockener.
Was beutet die Zervixschleim-Konsistenz konkret?
Gefühl Aussehen Fruchtbarkeit
trocken, rau nicht fruchtbar
trocken kein Schleim am Scheideneingang nicht fruchtbar
feucht kein Schleim am Scheideneingang wenig fruchtbar
feucht dicklich, cremig, klumpig, klebrig, zäh-elastisch, nicht ziehbar, trüb, weißlich, gelblich fruchtbar
feucht glasklar, durchscheinend, wie rohes Eiweiß dehnbar, spinnbar, fadenziehend, gelblich, rötlich, rotbraun sehr fruchtbar
nass, weich, glitschig, glatt glasklar, durchscheinend, wie rohes Eiweiß dehnbar, spinnbar, fadenziehend, gelblich, rötlich, rotbraun sehr fruchtbar
Wenn Sie schwanger werden wollen, sollten Sie schon 1-2 Tage vor dem Eisprung Sex haben. Denn die Eizelle bleibt nur 12-18 Stunden befruchtungsfähig. Die Samenzellen dagegen können 2-3 Tage im weiblichen Körper überleben.
Zervixschleim beobachten: als Mittel zur Familienplanung?
Mit etwas Erfahrung - und Übung - kann jede Frau die Veränderungen des Zervixschleims selbst erkennen und daraus schließen, in welcher Zyklusphase sie ist.
Wer ein Wunschkind plant, sollte den Zervixschleim über mehrere Monate genau beobachten. Denn er ist bei jeder Frau anders beschaffen. Lernen Sie Ihren Körper kennen! Um Ihre fruchtbaren Tage zuverlässig zu bestimmen, ergänzen Sie die Kontrolle des Zervixschleims am besten mit der Temperaturmessmethode.
Denken Sie daran, dass chemische Verhütungsmittel (z.B. Vaginalzäpfchen) oder ein Samenerguss in der Scheide die Konsistenz des Zervixschleims verändern können. Ebenso Beschwerden wie z.B. Scheidenentzündungen.
Auch der sogenannte "Erregungsschleim" kann mit hochfruchtbarem Zervixschleim verwechselt werden. Er ist ebenfalls spinnbar, meistens klar, manchmal auch milchig-cremig, kann aber weggewischt werden. Erregungsschleim löst sich in Wasser auf - im Gegensatz zu fruchtbarem Zervixschleim.
Gibt der Zervixschleim Auskunft über eine Schwangerschaft?
Viele Frauen mit Kinderwunsch hoffen, viel Ausfluss deute auf eine Schwangerschaft hin. Allerdings verändert sich der Ausfluss während einer Schwangerschaft zunächst nicht nennenswert. Es ist also nicht möglich, eine Schwangerschaft durch Veränderungen des Zervixschleims zu erkennen.
Erst im Verlauf einer Schwangerschaft bemerken manche Frauen, dass sie mehr Ausfluss haben als sonst. Das liegt daran, dass sich der Hormonhaushalt ändert und der Vaginalbereich stärker durchblutet wird (so kann der Körper Keime und Bakterien leichter loswerden). Normalerweise ist der Ausfluss geruch- und farblos oder weiß (deshalb auch der Name "Weißfluss"). Gegen Ende der Schwangerschaft kann der Weißfluss stärker werden. Ändern sich jedoch Farbe, Beschaffenheit und Geruch und brennt oder juckt die Haut, ist das oft ein Zeichen für eine Infektion.


lg #winke