Kaiserschnitt vs. spontane Geburt bei Symphysenlockerung + Übergewicht

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von angeleye1983 14.05.10 - 14:51 Uhr

Hallo ihr Kugelis #liebdrueck

je näher der ET rückt um so mehr Fragen hab ich hier :-)

Bin nun 33+0 und meine Symphyse bringt mich tageweise fast um. Ohne die Hilfe von meinem Schatz kann ich eigentlich gar nichts mehr machen. Meine Ärztin meinte jetzt, dass man das Risiko einer Symphysensprengung bei der Geburt nicht ganz miteinkalkulieren kann, d. h. kann passieren, kann aber auch alles gut gehen und ich es bleibt komplett mir überlassen ob ich einen KS möchte oder es normal versuchen möchte.

Nun bin ich hin und her gerissen. Auf der einen Seite hab ich wahnsinnig Angst, dass die Symphyse bei der Geburt sprengt und auf der anderen Seite hab ich aber auch wahnsinnig vor einem KS Angst, da ich schon vor der Schwangerschaft stark übergewichtig war. Derzeit wiege ich bei 1,70 m Körpergröße 127 kg #hicks. Ich habe gehört, dass da ein KS doch sehr kompliziert in der Heilungsphase sein soll.

Über Erfahrungsberichte würde ich mich echt freuen.

LG
angeleye 34 SSW

Beitrag von brille09 14.05.10 - 15:03 Uhr

Was mich echt ankotzt, ist, wenn Übergewichtige immer so dargestellt würden, als würden sie weniger aushalten als Normalgewichtige. Bei mir ist das Gegenteil der Fall. Ich wieg jetzt auch 106 kg, hab ne coole (aber nicht zuuu große) Kugel und fühl mich sowas von topfit. Hab heute einen Herrn im Laufschritt auf der Treppe überholt (raufzu!). Hatte vor der SS 100 kg bei 1,73m und war aber immer sehr belastbar. Die ganze SS war ich einen einzigen Tag krank und hab bis zum Schluss gearbeitet. Narben, Brüche (ok, hab mir einmal das Handgelenk gebrochen), etc. heilen bei mir super schnell, ich bin nach Erkältungen schnell auf dem Damm, bin normal nicht ernsthaft krank, ... Aber manche Ärzte tun echt so, als sei man mit Übergewicht eine "fette Kuh", die eh zu nichts fähig ist. Ich glaub eher, dass das Gegenteil der Fall ist. Ich glaub eher, dass man als Dicker solche Sachen leichter durchsteht, weil man mehr zum "Zehren" hat. Auch nach 3 Tagen, in denen man vor Übelkeit (nach der Narkose z.B.) nichts essen kann, ist man noch kein Fall für die Nadel, der Kreislauf ist normal stabiler, man ist überhaupt robuster, ... Das ganze gilt natürlich nur für "aktive Dicke". Aber lass dir da nichts einreden, ob dick oder dünn, KS oder nicht hat damit nicht viel zu tun.

Beitrag von wieselwichtig 14.05.10 - 16:08 Uhr

mag ja sein, dass es dir mit Übergewicht gut geht. Tatsache aber ist, dass ein KS bei übergewichtigen Frauen risikoreicher ist als bei normalgewichtigen. Die Gefahr einer Thrombose ist höher und die Gefahr von Wundheilungsstörungen ist sehr viel größer. Das liegt daran, dass das Fettgewebe nicht so gut durchblutet ist und daher die Wundränder nicht so gut zusammenwachsen.
Und das mit dem "Zehren" ist ja beim KS Quatsch. Beim geplanten KS gibt es eine Spinalanästhesie (die auch bei Dicken schwieriger ist) und man darf auch danach sofort etwas essen, wenn man möchte. Schlecht ist einem nicht.
Man muss sich nichts einreden lassen, das stimmt, aber dass eine Operation bei übergewichtigen Menschen einfach risikoreicher ist, ist halt so, das hat absolut nix mit Einreden zu tun.

Beitrag von nisivogel2604 14.05.10 - 15:05 Uhr

ein kaiserschnitt ist bei Übergewicht tatsächlich noch risikoreicher als ohne.

mir wurde von 2 Gynäkologen eine Symphysensprengung vorausgesagt. Ich habe mich durchgesetzt und spontan geboren. 1 mal in der Klinik, 1 mal zu Hause und meine Symphyse machte ab einsetzen der Wehen KEINE Probleme mehr.

lg

Beitrag von yale 14.05.10 - 15:08 Uhr

Wäre evtl. hilfreich wenn du auch Argumente bei bringst und nicht nur sagst es ist risikoreicher!

Nicht böse gemeint !

Gruß

Yale

Beitrag von crumblemonster 14.05.10 - 15:57 Uhr

Hallo,

bezüglich des Risikos bei einem KS und Übergewicht kann ich nichts sagen. Ich könnte mir vorstellen, daß es bei starkem Übergewicht negative Auswirkungen (längere Heilungszeit) haben könnte. Aber ich weiß es nicht.

Mir ist bei der Geburt des Kleinen die Symphyse 'zerlegt' worden. Er war insgesamt zu groß (KU) und wollte außerdem ein Sternengucker werden. Eine Hebi drückte von oben und unten schnitten sie und zogen mit der Sauglocke an dem kleinen Kerl.... daß die Symphyse gesprengt wurde, hat sich aber erst gut 5 Wochen später herausgestellt, als ich gar nicht mehr laufen konnte.

Puhh, schwierige Entscheidung. Eigentlich finde ich KS blöd, habe aber Angst, daß mir bei einer natürlichen Geburt meine Bänder wieder 'durcheinandergeraten' und ich hinterher wieder starke Schmerzen habe. Ich werde wohl zu einem KS (wie beim 1. Kind) tendieren.

KS ist eine OP und damit auch mit Risiken verbunden. Aber eine gesprengte Symphyse wächst nie wieder zusammen und macht Dir hinterher immer wieder Probleme.

Da ich beim Großen eigentlich keinen KS wollte, wurde mein Becken geröngt und dann wurde mir gesagt, welcher 'Kopfumfang' mit meinem Becken zu 'bewältigen' sei. Da der Kleine aber deutlich kleiner vermessen wurde, sah es gut aus für eine normale Geburt.

Gegebenenfalls könnten sie im KKH doch auch mal Dein Becken röntgen und dann schauen, wie es vom Verhältnis zwischen Kopf und Becken ist.

LG und alles Gute

Beitrag von hakka 14.05.10 - 16:33 Uhr

Hallo angeleye,

ich kann dir nur von meinen Erfahrungen berichten - entscheiden musst wie immer du!
Ich konnte am Ende meiner ersten SS wegen der Symphyse auch kaum laufen und lag nur auf dem Sofa... Während der Wehen war sie aber kein Problem. Bei mir kam es dann nach der Geburt erst wieder (aber das ist noch ein anderes Thema).

Ich hatte bei der SS bei 1,70 m ein Gewicht von ~125 kg (weiss ich nicht mehr ganz genau). Es kam letztendlich bei mir zu einem KS. Bei der Wundheilung hatte ich zum Glück kein Problem. Bei meinem zweiten KS dann schon und das wegen dem Gewicht verstärkt. Die Wundheilung verlief sehr viel langsamer - aber es ging soweit alles gut.

Jetzt bin ich ein echter KS-Gegner (bin dankbar das es sie gibt, weil ich sonst bei der geburt gestorben wäre), weil es einfach eine riesige Bauch-OP ist. Das darf man nciht vergessen.

Ich hole mir bei schweren Entscheidungen immer Rat von mehreren Experten/Ärzten ein und entscheide erst dann. Und nimm dir die zeit...

LG und alles Gute
Hakka

Beitrag von xyz74 14.05.10 - 16:36 Uhr

Ich hatte bzw. habe das gleiche Problem.

Hab es bei meiner ersten SS einfach drauf ankommen lassen und siehe da allen unkenrufen zum Trotz ist alles heil geblieben.
Und mein Sohn war alles andere als klein!
Im übrigen scheint es auch nur in DE gängige Praxis zu sein Frauen mit Symphysenlcokerung zum KS zu raten.
In anderen Ländern sieht das ganz anders aus.

Lass Dich nicht verrückt machen.
Bereite Dich mit Dammmassage auf die Geburt vor.
Wenn möglich Wassergeburt oder zumindest zum Entspannen in die Wanne gehen. Das bietet im Grunde jedes KH an.
Schüssler Salz Nr. 7 kann ich Dir ebenfalls empfehlen.
Lockert die Muskulatur schön auf in den Wehen.
Wie gesagt, lass Dich nicht verrückt machen!
Es wird alles gut gehen!