Linkspartei !!!

Archiv des urbia-Forums Politik & Philosophie.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Politik & Philosophie

Hier ist der Platz, mit anderen Politik- und Philosophieinteressierten über Parteien, aktuelles politisches Geschehen, Sinnfragen etc. zu diskutieren. Wir bitten insbesondere in diesem Forum um einen sachlichen und konstruktiven Diskussionsstil!

Beitrag von mecki23 14.05.10 - 17:08 Uhr

Hallo,


ich hatte eine solche Disskussion schon mal ähnlich gemacht, aber ich möchte nun nochmal was dazu sagen.


Viele halten angeblich die Linkspartei für heisse Luft.

Dafür dass sie angeblich nur heisse Luft ist ist sie aber sehr stark. Wenn man mal alle Wahlen die so zuletzt gewesen sind und die Ergebnisse allgemein nimmt muss man sagen dass die LINKE wohl kaum nur heisse Luft sein kann.


Bsp: Im Osten ist die LINKE sowieso sehr stark. Aber nun ist sie im Westen bereits in 7 Parlamenten, unter anderem auch in NRW.


Ich frage mich wie lange wird man an ihr noch vorbei kommen und ist die LINKE wirklich nur heisse Luft ????



Gruss Andy

Beitrag von grafzahl 14.05.10 - 18:13 Uhr

In welchen Bundesländern ist die Linkspartei an der Regierung beteiligt?

Berlin und Brandenburg.


Sind diese Bundesländer im Vergleich zu den übrigen Bundesländern eher erfolgreich oder eher erfolglos?

Inwieweit kann man in den Regierungen eine Handschrift der Linken erkennen? Welche "Errungenschaften" haben diese Bundesländer, die sie ohne Regierungsbeteiligung der Linkspartei wahrscheinlich nicht hätten?


Wer wählt denn die Linkspartei?

Im Osten überwiegend die alten Kader, die sich ihre heimelige DDR zurückwünschen. Im Westen die Protestwähler, die sonst auch gerne schon mal die braunen Kameraden gewählt haben. Dann die alten SPD-Anhänger, denen die SPD zu weit in die Mitte gerutscht ist (Agenda 2010).

Die Linkspartei schreibt überwiegend "Freibier für Alle" ins Programm. Das mag für die Wähler attraktiv wirken. Umsetzbar ist es kaum bzw. würde uns geradewegs in griechische Verhältnisse katapultieren.

Aber wir werden in NRW sehen, was die Linkspartei bewegt. Und ob da noch was ist, außer der heißen Luft.

Beitrag von mecki23 14.05.10 - 18:21 Uhr

Hallo,


dazu möchte ich aber mal was anderes sagen. Die GRÜNEN sind auch nicht wesentlich erfolgreicher. Wo regieren die denn


Hamburg, Bremen, Saarland.


Im Bund die Schwächste Kraft.



Gruss Andy

Beitrag von grafzahl 14.05.10 - 18:30 Uhr

Die Grünen schreiben aber nicht so einen Unsinn in ihr Programm. Da besteht die Chance, dass zumindest Teile des Programms im Falle einer Regierungsbeteiligung auch umgesetzt werden können.

Die Zeiten einer grünen Fundamentalopposition sind ja lange vorbei.

Beitrag von elsa345 14.05.10 - 18:47 Uhr

Na ja also wer mehr unrealistisches Zeugs verspricht, die Grünen oder die Roten, das mag jeder selbst herausfinden. Für mich sind beide Parteien inakzeptable Spinner.
Die einen quaken, "Atomausstieg jetzt" und die anderen "Reichtum für alle", unrealistisch ist beides. Aber für die Macht verkaufen sie ihre Seele, das ist ja bei keiner Partei anders. Leider!

Beitrag von grafzahl 14.05.10 - 19:17 Uhr

Du erwartest jetzt hoffentlich nicht meine Verteidigungsrede für Rot-Grün...

Aber im Vergleich zur Linkspartei haben SPD und Grüne schon ´ne Portion Realismus im Programm.

Beitrag von elsa345 14.05.10 - 21:41 Uhr

Nein bitte nicht! Wäre sowieso sinnlos, ich bin beratungsresistent.

Beitrag von zeitblom 17.05.10 - 10:57 Uhr

Nun, immerhin ist einiges, was vor 20-25 Jahren als unrealistisch abgetan wurde, heute gesellschaftlicher Konsens.

So billig ist Macht aber nicht, dass sie für etwas Wertloses erworben werden kann....

Beitrag von daddy69 17.05.10 - 11:59 Uhr

Nebenbei bemerkt: Viele Aussagen der "großen Volksparteien" sind genauso unrealistisch. Nur ist es nicht so offensichtlich und auch nicht so provokant.

Beitrag von zeitblom 17.05.10 - 15:34 Uhr

Ich denke ja auch, dass es legitim ist, "Zukunftsvisionen" zu haben.... die Frage ist eben, ob einem die Realisierung solcher Visionen und ihrer Konsequenzen angenehm sind...

Beitrag von gunillina 17.05.10 - 06:29 Uhr

Aus Protest sollte man doch eher die Piratenpartei wählen.
Finde ich.

Beitrag von daddy69 17.05.10 - 09:25 Uhr

Nicht nur aus Protest.

Gerade jetzt stellt sich doch unsere Politik als Retter des Datenschutzes dar, mit dem Google StreetView Mini-Skandälchen. Gleichzeitig werden aber Projekte wie ELENA vorangetrieben.

Beitrag von gunillina 17.05.10 - 13:52 Uhr

Einer unserer Freund ist sogar Parteimitglied. Du auch?:-)

Beitrag von daddy69 17.05.10 - 14:28 Uhr

Parteimitglied? Da müsste ich ja unter richtige Menschen. #zitter

Im Ernst: Nein, bin ich noch nicht. Du wirst mich doch da nicht hindrängen wollen, oder? ;-)

Beitrag von gunillina 17.05.10 - 14:34 Uhr

Na, dann könnten wir uns über meinen Freund dort indirekt im realen Leben kennenlernen#klatsch:-)

Beitrag von daddy69 17.05.10 - 14:43 Uhr

Du kannst mich auch gerne nach meiner Nummer fragen ;-)

Beitrag von gunillina 17.05.10 - 14:47 Uhr

#verliebt#hicks

Beitrag von daddy69 17.05.10 - 14:51 Uhr

Wozu ein Thread über die Linkspartei alles gut sein kann...

Beitrag von dani.m. 18.05.10 - 13:10 Uhr

"Freibier für Alle"

Dann wähl ich die nächstes Mal auch :-p

Beitrag von anibur 19.05.10 - 21:41 Uhr

Naja die "Freibier füre alle" - Versprechungen machen doch ALLE Parteien. Halt in ihrem Wählerkreis.

Die CDU macht GARNTICHTS um es sich nicht zu verscherzen... das heißt, alle die wollen dass es so bleibt wie es ist wählen die CDU. Hinzu kommen noch die Christen und Konservativen und die allten omis, die von ihrem Ehegatten diktiert bekamen wo sie ihr Kreuz zu machen haben sowie die Traditionswähler.

Die FDP verspricht: lasst es uns den "Armen Assis" aus der Tasche ziehen und in den eigenen Sack stecken! Wer reich ist der soll es schließlich auch bleiben. Die Armen sind an ihrer Armut schließlich selbst schuld.
Bewirkt hat sie nichts außer die Mehrwertsteuervergünstigung für die Hoteliers... und wem nutzt das? Doch nur den reichen Säcken die sich Hotels leisten können.
Wer so reich ist dass er Steuern zahlt, soll weniger Steuern zahlen.

Die Grüne verbiegt sich immer mehr um an die Macht zu kommen... im Sarland regiert sie in der Jamaika-Koalition. Herr Ullrich hat sich dort an die guten Freunde der FDP (die FÜR Atomstrom ist - wie passt denn das zusammen?) verkauft.

Beitrag von grafzahl 19.05.10 - 22:43 Uhr

> Die FDP verspricht: lasst es uns den "Armen Assis" aus der Tasche ziehen und in den eigenen Sack stecken!

Quelle?

Und mit dem "aus der Tasche ziehen" hast du etwas missverstanden.

Wenn die FDP Steuersenkungen in Aussicht stellt, kann ich nicht davon ausgehen, Geld zu bekommen. Es soll mir nur nicht mehr ganz so viel Geld aus der Tasche gezogen werden.

Dass ein Vermögenstransfer von den "Armen Assis" zu den "reichen Säcken" geplant ist, muss mir entgangen sein.

So - ich gehe jetzt ins Bett. Muss morgen wieder 15 Stunden arbeiten...

Beitrag von dani.m. 20.05.10 - 08:25 Uhr

Und wer profitiert am meisten von der Steuersenkung? Der "kleine Mann", der vielleicht 50 Euro Lohnsteuer zahlt und bei einem Prozentpunkt um 5 Euro entlastet wird oder eher der "Besserverdiener" mit 500 Euro, der dann 50 mehr in der Tasche hat?

Beitrag von zeitblom 20.05.10 - 10:52 Uhr

Stimmt: ich bin auch für eine Kopfsteuer, statt der Steuerprogression. Dann wenigstens profitiert jeder gleichermassen bei Steuersenkungen.....

Beitrag von grafzahl 20.05.10 - 12:42 Uhr

Volltreffer. Ich hätte das Schiff nicht besser versenken können.

Beitrag von .doctor-avalanche. 15.05.10 - 14:27 Uhr

Eine Partei, die allen Ernstes "Wohlstand für alle" verspricht und die sich, auch nach eigenem Empfinden erstmal als Widerstand gegen das etablierte Parteiensystem wahrnimmt, die immer noch Altstalinisten im ihren Reihen beherbergt, die in ihrer ökonoischen Theorie alles und jedes verspricht, die ihre Existenz zumind. hier im Westen v.a. nur einer desolaten und orientierungslosen SPD verdankt, ist für mich keine wählbare Alternative.

Allerdings, und das betrifft Ost wie West, sind die Wahlergebnisse der Linkspartei ein guter Indikator für die subjektiv empfundene oder tatsächlich vorhandene soziale Ungerechtigkeit in diesem Land.

Letztlich aber ist die Linkspartei wie die FDP nur eine Klientelpartei, der die gesamtgesellchaftliche Berechtigung fehlt. Eine Partei der Besitzlosen, die, zugebenermaßen, v.a. bei jungen Menschen, mehr Sympathien einheimst als die Schutzmacht der Geldsäcke FDP.

Wie auch immer, gut fünfeinhalb Prozent in NRW sollten v.a. der SPD aber auch den Grünen Warnung genug sein, diese Partei nicht noch stärker werden zu lassen.

  • 1
  • 2