Ärgere mich über Nachbarshund

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von taewaka 14.05.10 - 21:43 Uhr

hi,

die nachbarn haben einen großen jack russel, ca. 1,5 jahre alt. mit dem hund wird nichts gemacht. also niemand geht spazieren, niemand arbeitet mit ihm. der hund ist im garten, wenn jemand lang geht flippt er vollkommen aus und die besitzer schreien ihn ständig an, dass er still sein soll, gelegentlich fiept er. aber wirklich kümmern tut sich niemand.
nun habe ich letzte woche gesehen, dass er plötzlich auf der öffentlichen wiese war, also irgendwie vom grundstück kam. ich habe ihm vom fenster aus beobachtet. er schnüffelte überall ganz aufgeregt, aber sobald er etwas weiter lief, zum nächsten schnüffel, hielt er die rute ganz tief, war sehr unsicher und schreckhaft. also ein unsicherer hund (ohne störquellen, er war auf einer wiese und da war niemand), der aber scheinbar auf dem grundstück einen ziemlich wilden macht.
heute waren drei kinder auf der wiese (u.a. meine), ich gucke aus dem fenster und sehe das der hund auch da ist. der kackte und lief dabei rum und hat so seine würste überall verteilt. mein kind weiß wie es sich verhalten muss, d.h. das man nicht wegläuft, weg schaut, langsam geht, sich umdreht, etc. da der hund die kinder ignorierte, meinte ich vom fenster sie können entfernt dort bleiben, aber dann wurde ich doch unsicher. ich bin also hin ... selbstbewusst und dachte "mal gucken wie der hund reagiert" ... ja, ich weiß, blöd.
erst war er erschrocken, dann machte er den schwanz hoch und bellte mich an. ich meinte zu ihm er solle abhauen und bin einen schritt auf ihn zu, er ist dann zurück richtung zaun seines zuhauses, aber hat doll gebellt, obwohl wir alle ihn nicht mehr angesehen haben, hatte die bürste oben und hat angefangen zu knurren, ist aber nicht auf uns zu.

ich weiß, dass das ziemlich blöd von mir war, habe ihn ja schon durch mein auf-ihn-zugehen und ansehen herausgefordert, auf der anderen seite ärgere ich mich, dass ein so unsozialisierter hund auf einem öffentlichen platz rumläuft wo kinder verkehren und passanten lang gehen.

meint ihr der hund ist gefährlich? ich meine immerhin hat er sich mit mir angelegt. er ist mir ja nicht wirklich ausgewichen.
ich überlege das ordnungsamt zu informieren, damit dieser hund nicht mehr aus dem grundstück abhaut.

eigentlich tut mir das tier auch leid, da sich niemand drum kümmert und er vollkommen unausgelastet und unsozialisiert ist.

musste mich mal ausmehren.
ärgere mich über den hund.
aber auch über mich, da ich die konfrontation gesucht habe ... blöd.

Beitrag von sternenzauber24 14.05.10 - 22:00 Uhr

Dein Beitrag verärgert mich, und macht mal wieder deutlich, wieviele Deppen sich eigentlich diese Rasse ins Haus holen, in der Annahme man habe da einen Schoßhund vor sich.

Ich habe auch einen Jacki und ich kann mir keinen besseren Familienhund mehr vorstellen, viele fragen uns wie er so gut gehorcht, es sei doch ein Jack Russel, Hallo? Der Punkt ist, das wir ihn auslasten.

Du schreibst der Besitzer kümmere sich nicht, ich sage Dir ein unausgelasteter Jacki ( damit ist vorallem Kopftraining gemeint) ist frustriert, und das merkt man ihm an.
Der Hund kann einem nicht nur leid tun, der Hund hat die A****karte gezogen, und darf sein eigentlich sehr nettes Wesen garnicht an den Tag bringen.

Ich würde mich an das Ordnungsamt wenden, es kann nicht sein das sich Leute Hunde anschaffen, und letztlich nicht mal in der Lage sind, diese vernünftig zu beaufsichtigen.

LG

Beitrag von colinsmama 14.05.10 - 22:54 Uhr

Du solltest Dich über Deine Nachbarn ärgern, nicht über den Hund!

Auch auf der Wiese hat er doch nichts falsches bzw ungewöhnliches getan,
er ist seinem Instinkt gefolgt, genau, wie Du, als Du es besser fandest, zu den Kindern hin zu gehen...

Moreen

Beitrag von petra1982 15.05.10 - 06:42 Uhr

Wie soll er denn reagieren auf das wie du auf ihn zugehst? Er hat dich angeknurrt ok, ist aber gewichen, sprich die Besitzer an sie sollen schauen das er nicht ausbüchsen kann. Dein Kind kann wohl besser umgehen damit als du....

Beitrag von taewaka 15.05.10 - 11:24 Uhr

ja, wie gesagt weiß ich, dass ich mich da etwas weit aus dem fenster gelehnt habe, ich wollte wissen, ob er ausweicht.
aber das war kein deutliches ausweichen, er hätte ja auch den schwanz einklemmen können und das weite suchen können.
hat er aber nicht, er ist zwar etwas zurück, hat aber eine bürste gehabt, aufgebracht gebellt und sehr deutlich geknurrt.

was ich mich frage ist, bedeutet dies, dass von dem hund ggf. eine gefahr ausgeht?
meine kinder bewegen sich oft frei ums haus herum und das grundstück des nachbarn und damit auch des hundes grenzt an den platz (wo die kinder fahrradfahren, am brunnen sind, etc.), der hund bellt immer wie irre, wenn sie vorbei gehen (sie laufen nicht, sie gucken ihn nicht an).
die frage ist, kann es sein, dass er rausschießt und einfach beißt.

kann man dies an seinem verhalten mir gegenüber vermuten?

vermutlich nicht, oder?
mich hat jedenfalls erschrocken, dass er sich so gegen mich gestellt hat. ich habe das noch nie bei einem hund erlebt und hatte schon mit ein paar hunden kontakt ... er hat sich überhaupt nicht mehr einbekommen und ich wäre mir nicht sicher gewesen, ob er abgehauen wäre, wenn ich den gehweg weiter gegangen wäre.
ich kannte es bisher so, dass hunde entweder auf ignorieren gelassen werden oder aber wenigstens auf konfrontationt abhauen.
aber vermutlich gibt es noch viele nuancen dazwischen.

Beitrag von else.kling 16.05.10 - 11:21 Uhr

Schlimm finde ich, dass hier immer gleich alle zu irgend einem Amt petzen wollen. Als ob man solche Situationen nicht auch fuer alle Beteiligten besser lösen kann. Und mal ehrlich, warum sollte das Ordnungsamt den Hund ansehen, bloss weil er nicht so erzogen ist/gehalten wird, wie Du es für richtig hälst. Ist ja schliesslich kein Kampfhund.
Warum gehst Du nicht zu Deinen Nachbarn und bittest sie darum, gelegentlich ein bisschen Zeit mit dem Hund verbringen zu dürfen? Musst denen ja nicht gleich auf die Nase binden, dass Du mit deren Erziehungsmethoden nicht einverstanden bist, sonst wirst wahrscheins gleich abgewiesen. Dann hättest Du die Gelegenheit, mit dem Hundi das Spazieren an der Leine zu üben, und könntest ihm u.U. auch Kommandos beibringen. Davon hat doch jeder Beteiligte etwas, auch der Hundi, der gar nichts fuer seine Situation kann.