Nasenbluten bei Katze

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von bine3002 14.05.10 - 22:43 Uhr

Ich war schon lange nicht mehr hier bei "Tier & ich", aber ich brauche Eure Hilfe.

Ich habe einen 14 Jahre alten Perserkater namens Charly. Wir haben ihn mit 6 aus dem Tierheim geholt. Er hatte von Anfang an eine Zahnfleischentzündung (was man uns aber verschwiegen hat). Es stellte sich heraus, dass sie chronisch ist. Jegliche Versuche, sie in den Griff zu kriegen, scheiterten. Nach 4 OPs in kurzer Zeit, zwei extrahierten Zähnen mit Heilungsstörung, etlichen Medikamenten, Homoöpathie, Omega-Interferon (damals der absolute Renner bei sowas und entsprechend teuer), orthemolekularer Medizin etc. ging es dem Kater immer schlechter. Zuletzt hat er kein Futter mehr bei sich behalten, wog nur noch 2,4 kg und war total schwach, sodass wir uns entschlossen, ihn mal ganz in Ruhe zu lassen und ihm (noch) etwas Zeit zu geben. Er erholte sich dann auch tatsächlich und lebt seit nunmehr fast 4 Jahren vollkommen unbehandelt. Seine Krankheit ist ein ewiges Auf und Ab, mal ist es gut, mal nicht so gut, aber insgesamt ging es ihm besser als vor 4 Jahren. Da er noch sichtlich Lebensfreude hatte, im Rudel noch immer vor unserer dicken Maine Coon stand und er scheinbar gut damit leben konnte, entschlossen wir uns, ihn nicht einschläfern zu lassen.

Nun ist es seit einiger Zeit so, dass er viel niest. Wir dachten, dass er vielleicht eine Allergie hat, sahen aber bisher keinen Anlass, dem auf die Spur zu kommen. Bei seinen Niesern hat er auch immer gelbliches Zeugs ausgeniest, allerdings nur wenig. Wir gingen davon aus, dass das von seiner Zahnfleischentzündung kommt (Eiter). Am Samstag entdeckte ich erstmals relativ viel gelblichen Schleim und dachte schon daran, doch mal zum Tierarzt zu gehen (Bronchitis?).

In der Nacht von Montag auf Dienstag war dann unser Esszimmer voll mit Blut. Es sah aus wie nach einem Kettensägenmassaker. Es kam aus Charlys Nase. Ich ging natürlich gleich zum Tierarzt. Durch den Stress fing es gleich wieder an zu bluten, diesmal traf es mein Auto.

Er hatte kein Fieber. Sein Allgemeinzustand war überraschend gut. Seine Lunge "rasselte" ein wenig, aber nicht so heftig wie erwartet. Seine Schnute ist im Vergleich zu "vor 4 Jahren" unverändert. Er hat mehr als ein Kilo zugenommen und wiegt aktuell 3,5 kg. Er bekam eine Antibiotikaspritze und Cortison. Außerdem Tabletten (Antibiotika) für 5 Tage. Eine längere Gabe kann ich nicht verantworten, weil er sie nicht gut verträgt und es ihm natürlich auch weh tut, wenn man ihm die Schnute aufsperren muss. Und wüürde im Zweifelsfall nur bleiben, dass ich ihn selbst spritze, da ich ihn auch nicht mehr als nötig zum Tierarzt transportieren möchte. Das ist für ihn wahnsinniger Stress und wir möchten ihm das nicht mehr zumuten.

Das Nasenbluten tritt seit Montag ein bis zwei mal täglich auf. Er fängt an zu niesen, niest 3 bis 4 mal und spätestens dann verliert er einen großen Schwall Blut. Da er das durch das Niesen natürlich überall verteilt und er auch Ruhe halten soll (damit der Blutdruck möglichst unten bleibt), musste ich ihn in ein Krankenbettchen verfrachten. Er sitzt nun im alten Kinderbett meiner Tochter und wird regelmäßig zum Schmusen rausgeholt. Dann muss ich vorher aber auch alles mit Laken absichern, weil sein Umkreis beim Niesen etwa ein Meter beträgt. Da ist dann wirklich alles rot, geht gar nicht. Dass er seinen Knast hasst, brauche ich nicht zu erwähnen, aber es geht nicht anders. Sicher keine Dauerlösung, aber ich hoffe ja noch, dass es ihm bald wieder besser geht. Wenn nicht, dann weiß ich auch nicht, was wir machen sollen. Frei rumlaufen kann er jedenfalls auf keinen Fall.

Durch das Antibiotika hat er nun wieder Durchfall und Erbrechen und es geht ihm zunehmend schlechter. Was sollen wir tun? Wann sollen wir es beenden, wenn wir es beenden sollen? Wie lange kann Nasenbluten anhalten? Welche Ursachen könnte es noch haben?

Beitrag von k_a_t_z_z 15.05.10 - 01:20 Uhr



Es wurde nichts vermutet, nichts gefunden?!
Da muss ja etwas Akutes vorliegen!

Von Tumor bis .... kann das ja alles sein...


Ich habe glücklicherweise einen hervorragenden Tierazt hier der NUR auf Katzen spezialisiert ist und richtig Ahnung hat- vielleicht rufst Du den wenigstens mal an?

Dr. Kremendahl in Wuppertal, Nummer kannst Du googlen.


Viel Glück für Euch, katzz

Beitrag von kimchayenne 15.05.10 - 08:38 Uhr

Hallo,
kann es sein das Dein Kater FORL hat?Wurden die Nieren schonmal überprüft?Chronische Zahnfleischentzündung hängen oft mit Forl zusammen.Durch die ständigen Entzündungen im Körper werden leider auch sehr häufig die Nieren in Mitleidenschaft gezogen,bei einer CNI kommt es häufig auch zu Nasenbluten.Ich würde das in einer Tierklinik abklären lassen.
LG KImchayenne