Bitte helft mir, sie klammert EXTREM, ich weiss nicht mehr weiter

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von keimchen 14.05.10 - 23:33 Uhr

Hallo,

es geht um meine fast 14 Monate alte Tochter.

Im ersten halben Jahr war alles bestens, sie hat durchgeschlafen, sie war ausgeglichen, hat nicht übermäßig viel geschrien... ein völlig normales Baby.

Genau wie ihren 3 Jahre alten Bruder habe ich sie viel im Ergo getragen, habe sie nicht schreien lassen, sie durfte wie er an der Brust einschlafen... nur, bei ihm ist alles anders gelaufen.

Er hat irgendwann auf die Brust verzichtet, ist neben mir eingeschlafen, hat mit etwa einem Jahr durchgeschlafen. Ich konnte weggehen (sei es, dass jemand anders auf ihn aufgepasst hat, wenn ich was vor hatte, oder auch nur ins Nebenzimmer), und er hat nicht direkt angefangen zu schreien.

Bei ihr ist das so ganz anders. Sie bleibt bei niemandem.

Dazu muss ich sagen: das war nicht immer so. Erst, seit ich im letzten September mit den Kindern für ein paar Tage zu meiner Mutter gefahren bin. 300km. Der Rückweg war die Hölle, sie wollte nicht einschlafen, hat nur geschrien. Ich habe immer wieder angehalten, habe sie gestillt, gewickelt, habe während des Fahrens ihre Hand gehalten, sie gestreichelt, mit ihr geredet, vorgesungen... das volle Programm. Sie hat sich einfach nicht beruhigt :-(

Ich glaube, dass diese Fahrt der Grund ist, dass sie jetzt so ist:

Sie fängt das Schreien an, sobald ich das Zimmer verlasse. Gehe ich auf Toilette, sitzt sie weinend vor der Tür.
Sie lässt sich von niemandem ausser mir beruhigen.
Nachts wacht sie manchmal bis zu 10 Mal auf... meist schlafe ich dann bei ihr im Kinderzimmer neben dem Bett, um wenigstens auf ein paar Stunden Schlaf am Stück zu kommen.
Ich kann nirgends hingehen ohne sie, denn sie will selbst bei ihrem Papa nicht bleiben. Das klappt an guten Tagen mal für ein paar Minuten, aber sobald sie merkt "Mama ist nicht da", ist es aus, und sie schreit.

Und sie schreit nicht nur kurz, sie würde über Stunden schreien, wenn man es drauf ankommen ließe.

Im Krankenhaus musste ich zu einer Untersuchung (sie war mit aufgenommen) und sie konnte nicht mit... sie hat die komplette halbe Stunde, die ich nicht bei ihr war, gebrüllt :-(

So geht es nicht weiter. Die Situation ist für mich mittlerweile unerträglich geworden, und ich kann mir nicht vorstellen, dass es für sie schön ist, immer wieder Angst zu haben (oder was auch immer), sobald ich mich entferne.

Wie kann ich der kleinen Maus helfen, Trennungen von mir besser zu ertragen? Auch mal mit Papa klarzukommen, dem es auch weh tut, so "abgelehnt" zu werden... er ist schon total traurig und sagt Sachen wie "Sie will mich ja gar nicht haben. Meine Tochter hasst mich wahrscheinlich."
Dabei liegt es nicht an ihm. Er ist total lieb zu ihr, spielt, macht Faxen, versucht, sie zu versorgen (wickeln, abtrocknen nach dem Baden, Füttern usw) soweit sie es zulässt... aber es endet immer wieder mit dem gleichen Geschrei, das erst endet, wenn sie wieder bei mir ist :-(

Versteht mich nicht falsch, ich will sie nicht "loswerden" oder so... aber ich würde auch gern mal ohne ein Kind einen Schritt vor die Tür setzen. Auf Toilette gehen, ohne dass vor der Tür jemand schreit.
Was ist, wenn mir mal ernsthaft was passiert, ich mich einfach nicht kümmern KANN... vielleicht über Tage? Sie kann doch dann nicht die ganze Zeit schreiend nach Mama verlangen... es muss doch einen Weg geben, dass sie auch zu Papa Vertrauen fasst. Dass sie irgendwann auch mal einen Babysitter akzeptiert.

Ich weiss mir keinen Rat mehr, wie wir aus dieser Situation rauskommen.
Vielleicht könnt ihr mir helfen?

Ich bin um jeden Tipp (ausser "LAss sie schreien, sie hört schon irgendwann auf") dankbar.

LG

Susi

Beitrag von silkew1976 15.05.10 - 08:19 Uhr

Guten Morgen Susi,

ich kann nachvollziehen das Du mit den Nerven am Ende bist, aber ich glaube nicht, dass die Fahrt zu Deiner Mutter daran Schuld ist.
Wir haben vier Kinder und das was Du beschreibst hatten wir mit unserem großen Sohn, mitlerweile fast sechs Jahre. Er hat früh durchgeschlafen, war nie ein Problem, er ist bei Oma geblieben wenn ich bei meinem Pferd war, er hatte Spaß mit Papa, er war glücklich in der Spielgruppe, ABER dann kam der Tag an dem augenscheinlich nichts mehr ohne mich ging. Er brüllte wenn ich nur auf Toilette war, er wollte nicht alleine schlafen, schon gar nicht mehr alleine bei Oma bleiben, der Gang zum Bäcker am Sonntagmorgen ohne ihn war die Hölle, seinen Papa wollte er gar nicht mehr. Das war damals anfangs sehr verletzend für meinen Mann, da der Junge bei ihm immer schrie wie am Spieß. Ich habe auch immer gedacht, was ist bloß wenn mir mal was passiert? Angefangen hat das Ganze so mit 13 Monaten, gedauert hat es über ein halbes Jahr.
Was ich gemacht habe? Er hat bei uns im Bett geschlafen, ich habe ihn überall hin mit genommen, ich war immer für ihn da, schreien lassen habe ich ihn wenn möglich nie. Ich war dann wieder schwanger und dachte nur wie soll das mit zwei Kindern werden......und siehe da, genauso plötzlich wie dieses Verhalten kam ging es auch wieder!
Wichtig ist doch, dass Du DEIN Kind so akzeptierst wie es ist, das hat mir geholfen. Ich habe die Situation akzeptiert und war so gelassener und diese Gelassenheit hat sich irgendwie auf meinen Sohn übertragen.

Ich wünsche Dir viel Kraft!

lg Silke

Beitrag von keimchen 15.05.10 - 08:38 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort. Irgendwie gut zu wissen, dass es vielleicht nicht so unnormal ist, wie meine Tochter sich verhält. Dass es bei anderen auch so ist/ war.

Ich mache mir wirklich ernsthafte Gedanken, etwas falsch gemacht zu haben.

Ich versuche schon die ganze Zeit, es gelassen zu sehen, es einfach zu akzeptieren, wie es ist.
Aber langsam übersteigt es, nach mittlerweile fast 8 Monaten, echt meine Kräfte und zehrt an den Nerven, keinen Schritt allein gehen zu können, wirklich NULL Freiheit zu haben.

Ich fühle mich fast schon wie ein "Sklave meiner Tochter", harte Worte, aber es fühlt sich manchmal so an.
Ich bin nur für sie da, Tag wie Nacht... ohne Pause. Ich habe keine Erholung, und ich merke einfach, dass mir die Kraft dafür ausgeht :-(

Hoffentlich hast du Recht und es wird irgendwann einfach wieder besser.

LG

Susi

Beitrag von lisasimpson 15.05.10 - 08:35 Uhr

Hallo!

oh, ds ist wirklich ne belastende Situation.
Ich denke schon, daß es einen auslöser gab, für diese angst. Ob es die fahrt war, weiß ich natürlich nicht- manchmal ist das für uns erwachsene nicht ersichtlich- kann aber natürlich sein.
unabhängig davon wäre meine erste wahl an tips: nimm es so hin und gib ihr die nähe, die sie braucht.
aber ich kann durchaus verstehen, daß euch als familie dies sehr belastet und daher wäre die zweite wahl ein versuch:
ihr nehmt euch ne woche zeit (oder ähnliches- eben ein urlaub)- dann fangst ihr an mit 5 minuten. ihr paßt einen guten zeitpunkt ab, wenn deine tochter gut drauf it und gerade in einer chönen aktion mit papa (irgendwas, was sie besonders gerne mg und wenns eis essen ist!)- und du verläßt KURZ (max. 5 minuten) die wohnung.
du verabschiedest dich und gehts und sagst, du bist gleich wieder da. dein mannverwöhnt sie in den 5 minuten so gut es nur geht.
sollte dies geglückt sein, habt ihr dne ersten schritt geschafft und weitet die 5 minuten einfach immer mehr aus- 10 minuten, 15, ne halbe stunde usw. IMMER wird sie massiv belohnt, wenn du weg bist (egal was sie macht!) glückt der erste versuch nicht- wird die zeit nicht ausgeweitet, du bleibt immer nur 5 minuten weg und sie wird belohnt ohne ende...
ich würde das ganze mindestens 10 mal machen- auch wenns nicht glückt um ihr ein bild davon zu geben- daß du IMMER wieder serh schnell zurück bist und sie es trotzdem gut hat- auch wenn du mal kurz weg bist.
Soltle es auch nach 10-15 mal nicht besser sein, würde ich das experiemt einstellen und mindestens 4-6 wochen ihr die nähe geben, die sie fordert und dann wieder von vorne anfangen.

wenn ihr euch aber sicher seid, daß die kleine es schaffen kann, sie ein bißchen zu lösen, denke ich schon, daß ds experiment gelingen kann und sie zumindest nach 3-4 anläufen mit der kurzen zeit etwas vertrauen fasst...

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von keimchen 15.05.10 - 08:50 Uhr

Hallo,

und danke auch dir für deine Antwort.

Hinnehmen tue ich es schon seit fast 8 Monaten ;-)
Ich bin IMMER da, komme, wenn sie ruft, lasse sie nicht lange warten (auch nachts nicht). Wenn sie nicht mehr bei Papa bleiben will, kann sie sofort und jederzeit zu mir...
Aber mit "hinnehmen" komme ich nicht mehr weiter, und ich habe Angst, dass die Situation auf Dauer auch die Beziehung zwischen ihr und mir (mal ganz zu Schweigen zu der Beziehung zwischen ihr und Papa oder ihm zu mir) belastet.

Wir werden es auf jeden Fall probieren mit deinem "Experiment", ich greife mittlerweile nach wirklich jedem Strohhalm.

Wir haben ja mittlerweile auch eine Familienhilfe (für Erziehungsfragen, auch was Sohnemann mit seiner Entwicklungsverzögerung angeht, was mich zusätzlich ja auch belastet), die uns bei der Loslösung von meinem kleinen Klammeräffchen helfen will. Ab nächster Woche wollen wir daran intensiv arbeiten, und ich bin gespannt, was sie noch für Vorschläge hat...

Vielleicht funktioniert es auf deinem Weg.
Danke

Susi

Beitrag von lisasimpson 15.05.10 - 09:02 Uhr

Hallo Susi,

Das ist super.
Laß dir genau erklären, bzw. besprecht genau, wie ihr vorgehen wollt. Eines ist klar: wenn du nicht vol und ganz dahinter stehtst und das deiner maus zutraust, daß sie das hinbekommt, ist jede idee zum scheitern verurteilt, den nsie wird spüren, daß du bedenken hast.
ganz offenbar hast du da ne sehr feinfühlige Tochter- daher ist es gut, wenn du der festen überzeugung bist, daß es nun ein wichtiger und richtiger schritt ist- daß du ihr damit nicht schadest ,sondern euch allen einen gefallen tust, indem ihr den nächsten Entwicklungsschritt angeht.

ich bin mir ganz sicher, daß ihr das hinbekommt- und daß ihr schon Unterstützung habt ist klasse!

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von nane29 15.05.10 - 12:45 Uhr

Hallo,

ich kann dich sooooooooo gut verstehen und ich habe (weiter unten) einen Text für dich, der dich hoffentlich total beruhigt!!!!#freu

Wir haben das auch gerade durch. Naja, ganz durch noch nicht, aber es bessert sich.

Mein Kleiner ist im April 1 geworden und wir machen seit Anfang Januar (!!!) die Eingewöhnung bei der Tagesmutter. Erst seit ein paar Wochen wird es langsam besser und ich kann ihn für 2 Stunden da lassen.
Hinzu kamen allerdings auch 6 Zähne und Erkältungen am laufenden Band, es war einfach der denkbar ungünstigste Zeitpunkt, um mit der Eingewöhnung anzufangen#schwitz

Ich will das jetzt gar nicht ausbreiten, sonst höre ich nicht mehr auf zu erzählen - ich kann dir nur sagen, dass ich auch total verunsichert war, weil es bei meiner Tochter nicht so schlimm war mit der Trennungsangst.

Es deuten auch immer wieder Leute an, dass man selber Schuld sei, weil man an dem Kind klammert und nicht andersrum.
Ich habe dann in mich hineingehört und kann schwören, dass es nicht so ist.

Mein Bauch hat mir jedoch gesagt, dass ich auf seine Bedürfnisse eingehen und ihm keinen Druck machen darf - und das haben manche einfach falsch interpretiert.

Jetzt, wo es nach Monaten langsam besser wird, kann ich sagen: HALT DURCH!!! Gib ihr die Sicherheit, die sie braucht, dann wird sie sich nach und nach auch lösen. Vertrau ihr.

Hier habe ich noch einen Text darüber, der mich SEHR entspannt hat. Er ist aus dem Buch "Smart Love - Erziehen mit Herz und Verstand", das ich sowieso ganz ganz toll finde. Ich Dödel hätte mal viel eher schauen sollen, ob in dem Buch etwas zu dem Thema steht, das Buch hat mich schon so oft beruhigt und entspannt.

Ich habe mir tatsächlich die Mühe gemacht, den Text mal für einige ungeduldige Verwandte abzutippen und ihnen zu mailen - einfach, damit sie verstehen, dass das normal ist und Geduld mit ihm und mir haben.

Hier also für dich:

Ein Meilenstein: Trennungsangst

Das Fremdeln und die Trennungsangst werden oft verwechselt, obwohl es sich um zwei grundverschiedene Formen der Verletzlichkeit handelt, die in unterschiedlichen Entwicklungsphasen auftreten.

Das Fremdeln setzt wie gesagt mit etwa acht Monaten ein, wenn das Baby "schockiert" feststellt, dass es ein Gesicht vor sich hat, das ihm nicht dieselbe Freude und dasselbe Entzücken bieten kann, wie das der Mutter oder des Vaters.

Die Trennungsangst dagegen tritt in der Regel nicht vor Ende des ersten Lebensjahres auf und zeigt sich darin, dass das Baby auf ihr Weggehen reagiert, als würde dies das Ende aller Geborgenheit und Daseinsfreude bedeuten. Die Trennungsangst kann hervorbrechen, wenn Sie einfach nur aus dem Zimmer gehen oder wenn Sie das Kind in die Obhut anderer Erwachsener geben, mit denen das Kind eigentlich schon vertraut ist.

Der Grund dafür ist, dass das Kind zunehmend erkennt, wie wichtig ihm das einzigartige Wohlbehagen ist, das es in ihrer Gegenwart verspürt. Bis dahin schien es kaum davon Notiz zu nehmen, wenn Sie es kurz alleinließen, um zum Beispiel auf die Toilette zu gehen oder etwas aus dem Zimmer nebenan zu holen. Weil aber das Kind mittlerweile Fortschritte in seiner geistigen Entwicklung gemacht hat, registriert es Ihre Abwesenheit schon nach wenigen Sekunden und fängt an zu weinen.

Wenn Sie sein Verhalten an Maßstäben messen, die für Erwachsene gelten, werden Sie das Kind für verzogen oder schrecklich unsicher halten. Vielleicht fühlen Sie sich auch überfordert, weil Sie so verzweifelt gebraucht werden, oder Sie kommen zu dem Schluss, das Kind sei übertrieben anlehnungsbedürftig geworden und aus irgendeinem Grund vom Weg abgekommen, der zu seiner Eigenständigkeit führt.

Falls Sie sich Sorgen machen, das Kind werde nun für immer furchtsam oder unselbständig bleiben, werden Sie womöglich versuchen, ihm aufmunternd zuzureden, es unter Druck zu setzen oder ihm ein schlechtes Gewissen zu machen. Der entscheidende Schritt wäre aber vielmehr die Einsicht, dass ihr Kind eine vorübergehende und ganz normale Empfindlichkeit an den Tag legt, die seinem Alter angemessen ist.

Das Kind wird innerlich nicht etwa geschwächt, sondern gestärkt, wenn Sie darauf achten, seine Trennungsangst weder zu ignorieren noch unnötig heraufzubeschwören. In dieser kritischen Phase könnten Sie, ehe Sie in einen anderen Raum gehen, zum Beispiel fragen: "Ich hole mir in der Küche etwas zu trinken, möchtest du mitkommen?" Nach einigen Monaten können Sie dann wieder nach nebenan gehen, ohne das Kind damit in Verzweiflung zu stürzen.

Wenden Sie dem Kind, soweit Ihnen das möglich ist, stets Ihre liebevolle Aufmerksamkeit zu, wenn es danach verlangt, denn auf diese Weise fördern Sie es in seiner Entwicklung. Sie können darauf bauen, dass das Kind so zu einem zufriedenen, zuversichtlichen, selbstbewussten, schöpferischen und einfühlsamen Menschen heranwachsen wird.


Toll, oder?:-D

Bei uns war der erste Geburtstag und das Laufenlernen der Wendepunkt. Inzwischen spielt Karlchen ganz toll mit seinen Omas und Opas und manchmal kann ich sogar den Raum kurz verlassen, wenn einer von denen da ist. Allerdings könnte ich ihn noch nicht dort abgeben und die Situation im Krankenhaus, die du beschrieben hast, wäre bei uns auch zu einem Drama geworden.

Gestern sagte mir auch jemand, dass Fremdeln / Trennungsangst sehr gesund sei und ein Zeichen von Intelligenz. #cool

Also, versuch, dich zu entspannen und gelassen damit umzugehen. Ich bin sicher, das hat bei uns auch geholfen, denn das überträgt sich total auf's Kind.

#liebdrueck Jana mit Lena (fast 4) und Karl (1)

Beitrag von mysterya 15.05.10 - 13:07 Uhr

*lol* also irgendwie...muss ich sagen, dass ich das was du beschreibst vollkommen normal finde. Ich geh daher auch niemals alleine aufs Klo..das wäre auch nie möglich gewesen.

Und was du für ein normales Baby hältst mit durchschlafen und Abends weg gehen und so...halte ich nur für einen Traum....Julie hat bis 16 Monate nicht mal im Ansatz 5 Stunden zusammenhägend geschlafen. Ich hatte immer wieder monatelange Phasen, wo sie im Stundentakt wach war.

Bei anderen Leuten bleiben ging ins besondere um das erste Lebensjahr herum überhaupt nicht und das haben viele Kinder...denn gerade mit 13/14 Monaten, werden sich Kinder einer Trennungssituation überhaupt erst langsam bewusst. Plötzlich müssen sie mit ganz neuen Gefühlen umgehen. Darunter auch eine verstärkte Angst davor ohne Mama sein u müssen und Wut. Das pegelt sich aber wieder ein.

Vermutlich ist sie gerade in einer Phase wo sie einfach neue Gefühle entdeckt und mit denen muss sie erstmal klar kommen. Viele Kinder sind zw. dem 12-14 Monat unheimlich schwierig und man denkt schon, dass Trotzalter wäre vorverlegt.

Ein paar Monate weiter kann es dann schon wieder ganz anders sein. Trotzdem mein Kind ein anspruchsvolles Baby war, muss ich sagen, dass sie nun super pflegeleicht ist und gerne in die Kita geht. dort sind Trennungen kein Problem. Aber mit 14 Monaten, war an das meiste was du schreibst, bei mir ja sowas von gar nicht zu denken.

Ich glaube übrigens überhaupt nicht, dass die Autofahrt schuld war. Ich glaube bei ihr gibts im Kopf jetzt ne neue Verbindung für neue Emotionen...klacks ein Schub ...und tadaaa ... alles anders.

Am Besten ist du fügst dich deinem Schicksal und akzeptierst, dass sie dich momentan mehr braucht als dir lieb ist. Nimm sie halt mit aufs Klo, wozu Tür zu machen....sie muss ja eh lernen, dass Menschen aufs Klo gehen und Toiletten benutzen. Lass sie mehr bei dir und wenn sie dann merkt, dass sie dir vertrauen kann, dass du dich nicht ständig lösen willst, dann wird sie von ganz allein loslassen und ihre Erkundungen machen. Solang du versuchst ihr zu entwischen, wird sie immer unsicherer und wird immer stärker nach dir fordern. Wahrscheinlich fremdelt sie auch momentan einfach.

Und nicht zu papa wollen...also diese Phasen haben doch auch alle Kinder mal.


Ich denke du bist von deinem ersten Kind verwöhnt worden und Nr. 2 ist eben gerade anstrengend. Aber da musst du durch. Du kannst ihr nur helfen indem du ihr Sicherheit gibst und Zeit und indem du konkrete Angstsituationen umschiffst oder entspannst, sodass sie lernt, dass ihre Panik nicht wirklich nötig ist und man stattdessen andere spannende sachen machen kann. Ich wette ja mit dir, dass sich das Problem in 2 Monaten von alleine erledigt.

Und wegen dem Schlafen...Hat sie ein Plüschtier oder irgendwas zu dem sie eine besonderen Bezug hat. Lass es sie mit ins bett nehmen. Mach ein Ritual draus. So nach dem Motto: XY geht jetzt mit dir heia und passt auf dich auf. Und wenn sie nachts wach ist, beruhig sie und gibt ihr danngleich XY und sag: So, schau der ist jetzt wieder bei dir und ihr könnt zusammen schlafen und schön träumen. Meine hat eine Katze "Mimmy" und die ist die perfekte Schlafhilfe. Sie hat sich so dran gewöhnt, es muss nur diese Katze im Arm sein und alles ist gut. (Aber wehe Mimmy fällt aus dem Bett dann gibts Geschrei)

Und vielleicht bekomm sie ja auch gerade Zähne...dann war bei uns auch nicht an schlafen zu denken.

:-P Mysty



Beitrag von jana-marai 15.05.10 - 13:37 Uhr

Hallo Susi,
hast Du es schonmal mit klassischer Homöopathie versucht?
Wenn z.B. die Reise der Auslöser war (oder etwas anderes), kann die Homöopathie der Kleinen helfen, damit besser umzugehen. D.h. sie wird gestärkt.
LG
jana-marai

Beitrag von nina-pauline 15.05.10 - 21:43 Uhr

Das kommt mir alles sooo bekannt vor. Norah ist fast genauso. Ich habe kein Problem damit ihr die Liebe, Geborgenheit und Nähe zu geben, die sie braucht. Allerdings habe ich das Problem, dass ich schon wieder arbeite und nicht zu Hause bleiben kann, wenn sie es verlangt ... Ich habe allerdings das Gefühl, dass es dadurch noch schlimmer geworden ist ... Ich hoffe, dass sich das bald etwas legt.