Probleme in der Arbeit.......

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von 1987julia 15.05.10 - 05:29 Uhr

Guten Morgen #tasse

Ich schreibe euch und bin gerade STINKsauer#aerger

Mein Mann arbeitet im Familienbetrieb, was wahrscheinlich schon unser größtes Problem ist. Es passiert in letzter Zeit häufiger (obwohl die halbe Firma in Kurzarbeit ist) dass mein Mann zu Überstunden angehalten wird.
Das an sich ist nicht das Problem. Irgendwie komisch aber nicht das Problem.
Gestern kurz bevor mein Mann seine Überstunden beendete sagte ihm sein Onkel (der Meister im Betrieb) er solle auch heute (Samstag) um 5Uhr zum Arbeiten da sein. Jetzt ruft mein Mann gerade an und erzählt mir er wäre allein in der Firma, sein Onkel selbst käme erst zwischen 6-7......... SO war das nicht abgemacht! Wann er Schluß hat weiß er auch nie vorher.......
Gestern hat er von 7-16Uhr gearbeitet (ich muss dazu sagen, es ist körperlich schwere Arbeit) und hatte nicht mal eine Pause!

Ich bin am kochen, sowas passiert STÄNDIG!:-[

Gibt es irgendwelche Richtlinien wie viel vorher man bescheid geben muss bei zusätzlicher Arbeit (wie z.b. einem Samstag) und sind Überstunden überhaupt zulässig wenn andere Arbeitnehmer der Firma jetzt schon Dauerhaft in Kurzarbeit sind?
So ist ja ein normales Familienleben kaum mehr möglich.
Klar, alles spielt sich in der Familie ab aber ich hab das Gefühl mein Mann wird zum Fußabtreter degradiert und ich bin nicht der Ansicht alles einfach "über sich ergehen" zu lassen!
Bin für jeden Rat dankbar......

Beitrag von bi_di 15.05.10 - 06:49 Uhr

>>Gibt es irgendwelche Richtlinien wie viel vorher man bescheid geben muss bei zusätzlicher Arbeit (wie z.b. einem Samstag)

Meines Wissens nicht, allerdings gibt es Richtlinien wieviel die wöchentliche Arbeitszeit maximal betragen darf.

>>und sind Überstunden überhaupt zulässig wenn andere Arbeitnehmer der Firma jetzt schon Dauerhaft in Kurzarbeit sind?

Ja. Nur dürfen die, die in Kurzarbeit sind, keine Überstunden machen. Ist ja oft so, das es in einem Teil der Firma brummt und im anderen ist nicht viel zu tun. Dann muss der AG nur einen Grund haben, warum der AG in Kurzarbeit nicht die Arbeit des AG in Überstunden machen kann. Aber da ist es einfach einen Grund zu finden.

>>und ich bin nicht der Ansicht alles einfach "über sich ergehen" zu lassen!
Vielleicht sollte Dein Mann einfach mal den Mund aufmachen.

>> Jetzt ruft mein Mann gerade an und erzählt mir er wäre allein in der Firma, sein Onkel selbst käme erst zwischen 6-7.........
Ist Dein Mann drauf angewiesen, das der Onkel mitarbeitet oder kann er alleine anfangen? Klar ist das nicht nett, so 'hinzitiert' zu werden, aber keineswegs selten.

Grüsse
BiDi







Beitrag von 1987julia 15.05.10 - 10:51 Uhr

Wenn mein Mann alleine in der Firma steht und ein Stahlträger auf ihn drauffällt ist niemand da der hilft......... er DARF nicht alleine arbeiten!

Beitrag von vwpassat 15.05.10 - 10:59 Uhr

Dann wär ich heute früh postwendend umgedreht und hätt mich wieder ins Bett gekuschelt.

Beitrag von 1987julia 15.05.10 - 11:32 Uhr

Ich auch. Mein Mann leider nicht:-(

Es geht einfach darum inwiefern dass dann rechtlich zulässig ist.......
was darf ein Arbeitgeber wirklich verlangen und was nicht?

Darf mein Mann die geleisteten Überstunden nun "abfeiern" oder hat er keine Wahl ob sie ausbezahlt werden oder nicht?

Ich finde es einfach eine Frechheit das Leben meines Mannes so leichtfertig aufs Spiel zu setzen, hab jetzt nochmal gefragt, normalerweise dürfte er ohne ERSTHELFER überhaupt nix arbeiten...... heute morgen war keiner da!

Ist es zulässig einfach Urlaub zu verlegen? Mein Mann beantragt 8Wochen im Voraus Urlaub, einen Tag vor Urlaubsantritt sagt der Chef er soll ihn um eine Woche verschieben, sowas muss man doch auch nicht mit sich machen lassen oder?

Beitrag von susanne85 15.05.10 - 12:30 Uhr

hallo

hatte er denn schriftlich die zustimmung zum urlaub?

ich würde eiskalt damit kommen, sorry aber ich fahre weg!

PUNKT aus ende.

Beitrag von sassi31 15.05.10 - 13:01 Uhr

Wenn der Urlaub bereits genehmigt war, dann ist das bindend. Für den Chef und auch für deinen Mann. Der Chef darf den Urlaub dann nicht einfach verschieben. Das sollte man sich dann aber schriftlich geben lassen.

Überstunden sollten entweder vergütet oder abgefeiert werden. Es ist jedoch die Frage, was dein Mann im Vertrag stehen hat. Die Überstunden muss dein Mann unbedingt aufschreiben und abzeichnen lassen.

Dein Mann muss lernen, sich durchzusetzen. Oder traut er sich nicht, weil der Chef sein Onkel ist? Dann wird es höchste Zeit, dass er sich einen neuen Arbeitsplatz sucht.

Beitrag von alpenbaby711 15.05.10 - 12:43 Uhr

Ich würde mal sagen dein Mann wird so nach und nach deutlich mehr Grenzen setzen müssen. Klar kann es sein das er irgendwann nen neuen Job suchen muss und soweit muss es nicht kommen. Aber wenn er so gutmütig ist und alles mit sich machen läßt muss er auch nicht meckern. Denn so wird sich nichts ändern. Wenn er um 5 Uhr antanzen darf und der Onkel seinen Arsch noch im BEtt wendet würde ich auch nicht aufstehen wenns eine Gefahr bedeutet alleine zu arbeiten. Er machts ja mit also wird der Onkel ihn auch weiter ausnutzen.
Und ohne Pause arbeiten ne das ist gar nicht zulässig. Er soll ich wenns geht seine Pause nehmen und auch drauf bestehen.
Ela

Beitrag von 1987julia 15.05.10 - 13:50 Uhr

Der eigentliche Chef ist der Großvater meines Mannes. Für mich niemand mit dem sich reden läßt.
Der Urlaub war abgezeichnet und bestätigt, dann hieß es es wäre zum Wohl der Firma und mein Mann will ja auch nicht wie der "der letzte Depp dastehen".....
Mein Mann hat vorhin wenigstens einfach mal ein Zeichen gesetzt, die 1,5 Stunden die er früher da war zog er von der Zeit ab die ihm sein Onkel sagte wie lange er arbeiten müsse...... er hat die Zeit schließlich geleistet......
Mal sehen was da am Montag passiert!

Ich danke euch für eure Meinungen!

Heutzutage muss man wirklich dankbar sein wenn man Arbeit hat aber so eine psychische Belastung auf Dauer? Ich denke mein Mann sollte ab jetzt nach Feierabend fleißig Bewerbungen schreiben!

Beitrag von vwpassat 15.05.10 - 14:26 Uhr

Der 1. Schritt in die richtige Richtung!

Das Ganze sollte immer ein Geben und Nehmen sein. Ich kann es aus der Ferne und mit den paar Infos nicht einschätzen, aber Arbeiten im Familienbetrieb hat Vorteile, aber auch jede Menge Nachteile. Es wird dann quasi von allen Beteiligten Flexibilität erwartet, wieweit man das mitmachen will, muss wirklich jeder selbst entscheiden.

Ich habe 2 x in Familienbetrieben gearbeitet und es war immer ein schönes, angenehmes Betriebsklima. Ich bin auch mal außer der Reihe gekommen (Notfälle) und konnte im Gegenzug auch sämtlichste Privatdinge in der eigentlichen Arbeitszeit erledigen. Sowas muss einfach stimmen.



Beitrag von alpenbaby711 15.05.10 - 15:56 Uhr

Also ich finde das ist für deinen Mann ein guter Anfang. BIn auch gespannt was die am Montag sagen. ABer fair finde ich es nicht wie mit deinem Mann umgegangen wird nur weil er von der Familie ist. Wieso kann man mit dem Großvater nicht reden? Ist der so stur? Wieso ist dein Mann dann in diese Firma rein?
Wie gesagt dankbar sollte er sein und ist er sicherlich auch aber nur weils Familie ist gibts da auch noch Grenzen. Ela

Beitrag von 1987julia 15.05.10 - 16:33 Uhr

Wie sage ich das am besten, der Großvater ist von der "Aura" her schon einschüchternd pur..... NIEMAND in der Familie bespricht irgendwas mit ihm, alle gehen zur Großmutter.
Mein Mann hatte mit 16 nicht die Wahl was er macht! Es wurde gesagt er soll die Ausbildung machen und fertig, er wurde da nicht groß gefragt und seitdem ist er dort.

Ich hab ihm jetzt auch gesagt, entweder er setzt sich durch ODER sucht was anderes!

Beitrag von alpenbaby711 15.05.10 - 16:44 Uhr

Gut, das er sich mit 16 nicht wehren kann ist nachvollziehbar, aber jetzt ist er doch schon lange keine 16 mehr und macht das noch immer mit?
Ela

Beitrag von 1987julia 15.05.10 - 17:25 Uhr

Ich denke halt es ist für ihn schon langsam Gewohnheit dass er für die eigene Familie (mich DEFINITIV ausgenommen) nichts wert ist......:-(

Beitrag von alpenbaby711 15.05.10 - 19:55 Uhr

Na ja die haben wohl leider beibehalten was sie mit einem 16 jährigen gemacht haben und er hat sich ja auch leider nie wirklich dagegen gewehrt. Da würde ich ihm den Rücken stärken und zeigen das es so nicht geht.
Ela