Zöliakie wie ist das mit der Vererbung,Betroffene?

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Beitrag von jeanny0409 15.05.10 - 11:50 Uhr

Gibt es hier noch jemand mit Zöliakie Kindern?

Bei meinem Neffen wurde es gerade festgestellt.

Habe selber 3 Kids,
Meine eine Tochter hat eine Laktoseintoleranz.
Der jüngste hat häufig Durchfälle deshalb wird er auch darauf gestet.
Macht es auch Sinn ihn auf Zöliakie zu testen?

Oder ist es eher unwahrscheinlich dass eines meiner Kinder auch Zöliakie hat von der Vererbung her?

Beitrag von soschiko 21.05.10 - 11:34 Uhr

Hallo,

soweit ich weiß, ist es durchaus möglich, dass Zöliakie "vererbt" wird.
(Net richtig vererbt, aber in Familien mit Zöliakie-Kindern sind zum Teil auch die Erwachsenen betroffen - OHNE dass es vorher festgestellt wurde oder sie davon wissen)

Wenn der Verdacht, bzw. die Möglichkeit besteht, würde ich ihn testen lassen. Evtl. auch die größere.

Bei der Tochter meiner Freundin wurde Zöliakie festgestellt, aber erst nachdem eine LI bekannt war (da ich sie in einer leichteren Form hab, wurde sie darauf getestet, da sie immer Bauchschmerzen nach ihrer Milch bekam); bei ihr war die LI wegen der Zöliakie - mittlerweile kann sie wieder Milch trinken. Meine Freundin hat ebenfalls Zöliakie, wurde erst nach ihrer Tochter getestet, vorher war nichts bekannt. Sie hat dann ihre anderen Kinder ebenfalls testen lassen.

Meine Schwester hat ebenfalls Zöliakie, seit Jahren kämpfte sie mit Dauerdurchfall, etc. (ebenfalls Probleme mit Milch), bis es vor kurzem durch Zufall festgestellt wurde.

Ich finde, die Gefahr eines Langzeitproblems durch nichterkannte Zöliakie zu groß, als dass ich nicht danach schauen lassen würde (wenn in der Familie solche Fälle gibt). Bei LI hast Du deine Probleme während/nach dem Genuss, die klingen aber nach einer bestimmten Zeit wieder ab. Bei der Zöliakie wird der Darm dauerhaft geschädigt, kann sich nur etwas regenerieren, wenn rechtzeitig was dagegen getan wird.

Rede doch mit Deinem Arzt, was er dazu meint.

Viele Grüße

Sonja

Beitrag von lajo 21.05.10 - 21:56 Uhr

Ja, die Wahrscheinlichkeit ist schon eher, dass dein Kind es auch hat, vorallem, wenn es schon in der Familie vorkommt. Lieber testen, als sich Vorwürfe machen, warum man es nicht eher gemacht hat. Laktoseintoleranz hat man dann oft auch, weil die Zotten nicht vorhanden sind, mußten wir dann auch in den ersten 4 Wochen weglassen, bis sich der Darm erholt hat. Das kann dann nämlich trotz Diagnose weiterhin zu Durchfällen kommen.