Zweisprachig

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von jeannine1981 15.05.10 - 13:00 Uhr

Hallo,

habe mal eine Frage zur zweisprachigen Erziehung. Meine Tochter ist jetzt 26 Monate und spricht wunderbar Deutsch 4-5 Wortsätze und der Wortschatz ist immens. Eigentlich wollten wir unserer Tochter auch die Muttersprache ihres Papas vermitteln und haben vermutlich den richtigen Zeitpunkt verpasst das sie es als natürlich ansieht das Papa mit ihr anders redet als die Mama.

Mein Mann ist leider auch nicht Konsequent darin und fällt nach ein paar Wörtern wieder ins Deutsch zurück. Sie plappert zwar einige Wörter nach ohne das ich jedoch glaube das sie weiß was damit gemeint ist.

Hat jemand hier vielleicht einen Tipp wie man einen langsamen Übergang schaffen kann. Fänd es schon sehr wichtig damit sie später auch mit Ihrer anderen Oma sprechen kann.

"Problem" ist natürlich auch das sie keinen Kontakt (wenn dann nur über den Papa) zu der Zweitsprache hat.

Liebe Grüße und Danke für die Antwort
würde mich freuen wenn ihr mir Eure Erfahrungen schreibt.

Jeannnine und Lena

Beitrag von schullek 15.05.10 - 13:04 Uhr

hallo,

ich denke nicht, dass es dafür nen seichten übergang gibt. entweder dein mann fängt ab sofort an konsequent nur mit ihr in seiner muttersprache zu reden oder das ganze wird nichts. so hättet ihr es von anfang an halten sollen.
ihr müsst euch jetzt entscheiden und dann monsequent dabei bleiben. hilfreich wäre viellicht auch, dann kontakt aufzubauen zu anderen mit dieser sprache. vor allem kindern.

lg

Beitrag von kueckchen 15.05.10 - 13:07 Uhr

Hallo Jeannine

Welche Sprache ist es denn und wie alt ist deine Tochter?

Meine ist 19 Monate und versteht alle anweisungen von mir in Deutsch und alle anweisungen von meinem Mann in Französisch , ich muss ihm hin und wieder auch sagen "nicht deutsch" weil er manchmal einfach Deutsch mit ihr Spricht , da er aber einen sehr starken Akzent hat und die meisten Sachen falsch sagst ist es mir Wichtig dass er Nur Französisch redet! Er hatte die ersten Wochen/Monate schon Probleme und nur zuhause mit ihr in Französisch Gesprochen , mittlerweile ist es normal für ihn geworden!

Ich persönlich finde es unglaublich schön das sie 2 SPrachen "mitbekommt" ist doch was tolles für die Zukunft und hätte meinen Mann dafür gehasst wenn er ihr dabei nicht Hilft (ich spreche da zu Schlecht Französisch für)

Achso : meine hat auch fast nur durch meinen Mann französisch und 4-5 mal im Jahr wenn die Familie uns oder wir die Besuchen und sie kann es trotzdem!

Einfach durchhalten , kein großes Tramtram machen , Denke das kommt einfach so :D!

Ich Drück die Daumen

Lieben Gruß

Beitrag von jeannine1981 15.05.10 - 13:20 Uhr

Hi,

mein Mann kommt aus der Türkei und Maus ist vor 2 Monaten 2 geworden.

Ich denke ja auch das die zweisprachigkeit Vorteile auch für das erlernen von weiteren Sprachen bringt.

Gibt es bei Euch keine Probleme damit das es zu Verständigungsproblemen kommt weil zBsp. ein Wort auf Deutsch bekannt ist und in Französisch nicht?

Danke

Beitrag von kueckchen 15.05.10 - 13:26 Uhr

Also ich denke echt es ist noch zeit , er soll echt sofort damit anfangen , immer üben , einzelne worte (einfache) dann geht das!

Bei uns ist das so : Sie sagt zb nie Katze , denn Katze ist schwer , sie sagt aber chat (französisch) und auch MIAU , sie versteht aber wenn ich sage " wo ist die Katze?" dann sagt sie " la,(zeigen) chat" und wenn ich , oder mein Mann in der Jeweilligen sprache sagen " wie macht die katze" "comment fait le chat?" dann sagt sie " MIAU" sie versteht also beides auch wenn sie das wort in Deutsch nicht spricht! genauso ist es mit Hund , allerdings beginnt sie gerade Hund zu sagen ! sie kann manche sachen in Französisch eher als in deutsch , manche in Deutsch eher als in französisch!

Bisher gab es noch nie Probleme obwohl sie sicher Deutsch Besser kann als Französisch , liegt einfach daran dass wir ja auch hier leben und sie die Sprache überall hört! Bisher sucht sie sich immer die Deutschen Wörter heraus die einfach sind oder eben die Französischen einfacheren Wörter (wobei viele - auch die Französische Familie , sagen dass sie sehr weit ist auch bei Schwierigen worten)

Beitrag von happyhousewife 15.05.10 - 15:03 Uhr

Die Zweisprachigkeit wirkt sich nur DANN auf das erlernen weiterer fremdsprachen positiv aus, wenn sie auf einem hohen Niveau beherrscht werden. Diese bilingualen haben gegenüber den monolingualen den Vorteil, dass sie eine Ahnung davon haben, wie Sprache funktioniert.

Beitrag von howgh 15.05.10 - 16:54 Uhr

und wieder ein Quatsch

Beitrag von kiwi-kirsche 15.05.10 - 13:07 Uhr

Hallo,
also ich würde jetzt nicht mehr damit anfangen....ich denke ihr habt den Zeitpunkt verpasst....
Entweder Papa redet NUR in der Muttersprache mit ihr, oder er lässt es. Es kann dann nämlich auch ganz schnell mal zu Sprachfehlern (stottern usw) kommen!

kiwi

Beitrag von mysterya 15.05.10 - 13:18 Uhr

Ne seichte Übergänge gibts nicht. Bilinguales Aufwachsen macht nur Sinn, wenn die Eltern 2 verschiedene Muttersprachen haben z.B. Deutsch /Englisch und wenn der eine Elternteil von Anfang an dann konsequnet Deutsch mit ihr spricht und der andere von Anfang an konsequent Englisch. Sobald das nicht funktioniert, kann das Kind das im Kopf nicht richtig sortieren...und wenn Zuhause eh bevorzugt nur eine Sprache gesprochen wird, würde ich mich nicht verbiegen und es einfach dabei belassen.

Natürlich hat biliguales Aufwachsen Vorteile, aber wenn die Grundvorraussetzungen bei euch nich stimmen, macht es wenig sinn, dem Kind was anzutrainieren. Wenn Papa nicht so gerne mit ihr in dee Muttersprache redet, dann lasst es einfach.

Beitrag von howgh 15.05.10 - 14:33 Uhr

Hi du hast aber das Problem doch selber erkannt.. Er ist nicht konsequent und dann wir das Kind noch Gulasch haben.. Ich war ganz ganz zum anfang auch nicht Konsequent, dann habe ich die Ohren von meinen Eltern gewaschen bekommen und dann war es gut.

d.h. der Weg ist eigentlich sehr einfach: nur eine sprache pro Elternteil zu benutzen, zusätzlich kann man die ,,schwächere´´ Sprache dann mit Sachen wie geeignete DVD, später Kindersendungen ..unterstützen..

Wir sind jetzt soweit, dann sie beide Sprachen vollständig versteht.. je nachdem wie sie angesprochen wird, reagiert sie in der dazu passenden Sprache auch zurück.

Es soll noch ganz zum Anfang eine Mischung von beiden Sprachen geben..
Dies kann ich zumidest bei uns nicht bestätigen..

LG und viel Glück

Beitrag von happyhousewife 15.05.10 - 15:01 Uhr

Ja toll, wieder ein Beitrag in dem man reingedrückt bekommt, wie toll das 26-Monate alte Kind schon sprechen kann, 4-5-Wortsätze#aerger#contra
Ganz toll, du bist die beste Mutter und wir, deren Kinder noch nicht so gut sprechen können sind ja voll die Looser!!!

Aber ich ag dir mal was: mein Kind wächst auch zweisprachig auf und da ist der Papa wenigstens konsequent und redet mit dem Kleinen NUR in seiner Muttersprache! Ich schätze, deswegen spricht er auch noch nicht, weil sich die Nervenbahnen im Gehirn erst verknüpfen müssen.
Und bei MEINEM Kind liegt später einmal eine doppelte ERSTsprachigkeit vor, nicht eine Muttersprache und eine erste fremdsprache!!!#rofl

IHR seid die Looser!!!#winke

Beitrag von murmel72 15.05.10 - 15:27 Uhr

Getroffener Hund bellt.

Wieso pisst du die TE denn so an? Schlecht geschlafen?

Beitrag von schullek 15.05.10 - 15:41 Uhr

was ist denn dein problem? neid der besitzlosen?
ich habe mich sehr viel mit dem thema zweisprachigkeit beschäftigt und kann dir versichern: auch wenn dein kind zwei sprachen als muttersprachler beherrscht, muss es nicht hochintteligent werden. also freu dich mal nicht zu früh. toll für das kind ist es aber allemal.

zum thema: mein sohn hat mit 2 jahren ebenfalls in ganzen, normalen sätzen geredet. er war sprachlich immer wahnsinnig weit. es ist einfach einer seiner absoluten stärken.
weshalb kratzt dich sowas?

Beitrag von howgh 15.05.10 - 16:52 Uhr

EIN TROLL.. Na du Troll...welchen Trollnamen hast du jetzt ?

Stell dir vor, mein Kind hat zwei muttersprachen (was für ein Quatsch) und spricht in beiden Sprachen solche Sätze und ist nicht mal 26 Monate alt...und ?

Darf sie das nciht aufschreiben, haben wir jetzt ein Unterdurchschnittpolizei, die beurteilt ,was geschrieben werden darf ?

Arm sowas...undn och aäärmer , dass man sich hinter Trollnicnames verstecken muss..

Beitrag von enni12 15.05.10 - 15:32 Uhr

Hallo,

also ich würde sagen, für die zweisprachige Erziehung ist es eindeutig zu spät. Ihr hättet das von Geburt an konsequent machen müssen, damit sie sich daran gewöhnt. Sie sagt und versteht ja schon sehr viel und wäre sehr verwirrt, wenn ihr jetzt damit beginnen würdet. Ich glaube auch nicht, dass dein Mann jetzt noch die Konsequenz aufbringen könnte, nur noch in seiner Muttersprache mit eurer Tochter zu sprechen, oder?

Ich würde jetzt alles so belassen und ihr später (mit 4 oder 5) die Muttersprache deines Mannes spielerisch als 1. Fremdsprache vermitteln.

LG und viel Erfolg

Dani

Beitrag von amadeus08 15.05.10 - 17:01 Uhr

kenne es von einer Freundin, die waren vom ersten Tag an konsequent. Der Papa sprach nur spanisch, die Mama nur deutsch mit den Kindern. Untereinander wechselten sie. Heute sprechen beide Kinder perfekt und akzentfrei beide Sprachen. Sind jetzt 4 und 7 Jahre.
Fürchte ein Übergang jetzt ist schwerer.
Viell.noch ein bisschen warten und dann, wenn das Kind es richtig versteht mit drei oder vier erstmal mit Wörtern anfangen?
Lg

Beitrag von lucie.lu 15.05.10 - 17:13 Uhr

Hallo,

einerseits möchten wir unser Kind auch zweisprachig aufwachsen lassen und somit spreche ich nur Tschechisch mit ihm, wenn wir alleine sind - und das praktisch seit seiner Geburt. Anfangs kam ich mir auch komisch vor, aber man gewöhnt sich dran. Nur abends, wenn mein Mann daheim ist, wird Deutsch gesprochen, wobei er mit dem Baby auch einiges an Tschechisch redet - halt das, was er kann.

Andererseits stelle ich es mir schwierig vor, wenn der Vater, der ja nicht den ganzen Tag mit dem Kind zu Hause ist, auch noch die schwache Sprache vertritt. Dann hört das Kind diese ja nur am WE bzw. abends, bevor es ins Bett geht. Ob das reichen würde - ich wage es zu bezweifeln.

Aber: zu spät ist, glaube ich, nie. Ich bin selber zwar nicht zweisprachig aufgewachsen, bin auch erst mit nach Deutschland gekommen und spreche beide Sprachen akzentfrei und richtig. Allerdings konnte ich ja Tschechisch schon, zu Hause wurde nur Tschechisch weiter gesprochen und die Umgebungssprache war halt Deutsch. Aber auch noch in dem Alter kann man eine Sprache erlernen, als wäre es die Muttersprache. Ich denke und träume auch auf Deutsch, also habe ich sie total übernommen.

LG - Lucie

Beitrag von solymar 15.05.10 - 22:21 Uhr

Hallo Jeannnine

Unsere Maus wird ebenfalls bilingual (deutschn-englisch) erzogen und das auch gleich von anfang an. Da wir in den USA leben und auch zuhause wenn mein Mann da ist nur englisch sprechen bevorzugt sie diese Sprache auch. Trotzdem versuche ich so gut es geht konsequent deutsch zu Sprechen, wir lesen deutsche Buecher, hoeren und Singen deutsche Kinderlieder und wir "skypen" mit den deutschen Grosseltern. Ausserdem kennen wir hier eine deutsch-schweizerische Familie sodass sie auch hier ab und an deutsch nicht nur aus meinem Mund hoert. Amelia ist nun 3 und versteht beide Sprachen gleichermassen, spricht allerdings mehr englisch. Was in eurem Fall das beste waere ist schwer zu sagen. Beide Elternteile muessen auf der gleichen Wellenlaenge sein und sich gegeseitig in dem Vorhaben unterstuetzen. Falls ihr euch dazu entscheidet es zu probieren dann bezieht soviel tuerkisch in euren Alltag ein wie ihr koennt. Vieleicht gibt es ja auch eine tuerkische Gemeinschaft in eurer Stadt wo man sich mit anderen Eltern und deren Kindern treffen koennte sodass sie die Sprachen eben auch von anderen hoert und so motiviert wird sie selbst zu nutzen. Hoffe es ist noch nicht zuspaet dafuer.

LG

Silvia mit Amelia Eloise (*03.05.07)

Beitrag von zahnweh 16.05.10 - 03:09 Uhr

Hallo,

einen sanften Übergang kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.
Zu spät ist es sicher auch noch nicht. Auch Erwachsene können noch in ein anderes Land ziehen und die Sprache lernen. Deutlich schwerer als Kinder, aber auch durch reine Kommunikation.

Bilingual aufzuwachsen hat durchaus Vor- und Nachteile. Vor allem aber sehr wichtige Vorsaussetzungen damit es überhaupt klappt.

- für jede Sprache eine Bezugsperson
- diese Bezugsperson muss KONSEQUENT in der jeweiligen Sprache sprechen. Auch wenn das Kind in der andren Sprache antwortet, die Antwort muss in der jeweiligen Muttersprache sein. (einzige Ausnahme, wenn Gäste am Tisch sitzen und es unhöflich wäre. aber das ist eine ohnehin nicht so häufige Situation und im späteren Jahren ohnehin nicht mehr so eingreifend in den Spracherwerb)
- der Kontakt zu der Person muss täglich gegeben sein oder über mehrere Wochen mehrfach täglich.
- die Person sollte die gewünschte Sprache als Muttersprache sprechen
- es darf kein Vokabelpauken sein, sondern muss im Alltag erlebt werden. Beim Spielen und in der alltäglichen Kommunikation.
(von Englisch-Kursen einmal pro Woche für die Kleinsten halte ich daher nicht viel)

Auf deinen Beitrag bezogen fällt mir nur ein: entweder dein Mann spricht nur noch in seiner Sprache mit ihr oder ihr lasst es sein. Ein Mischmasch kann alles nur erschweren und sich auf beide Sprachen negativ auswirken :-(

Anreiz, damit er nicht zurückfällt ins deutsche könnten Bilderbücher in seiner Sprache sein. Beim Vorlesen bleibt ihm nicht viel anderes übrig, als die Sprache fortzusetzen ;-)
Er muss wirklich wollen und mitmachen, sonst wird es nichts.

Für meine Kleine hab ich es mir überlegt. Eine sehr gute Freundin spricht muttersprachlich italienisch. Es hätte mich gefreut, aber da mein italienisch zu miserabel ist (nur Schule mit schlechter Motivation) und wir sie nicht täglich sehen, hab ich es sein lassen. Sie ist eine enge Bezugsperson, aber wir sehen sie eben zu selten, wenn es um den Spracherwerb geht.

Wie gesagt für zu spät halte ich es nicht. Häufig hab ich von Fallbeispielen gelesen bei denen Kinder zu Hause zweisprachig aufwachsen, beruflich muss das Land gewechselt werden und im Kindergarten lernen sie nebenbei die dritte Sprache.