Unsere Mütter - Vorbild?

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Beitrag von schneckenpower 15.05.10 - 15:20 Uhr

Hallo Mamas!

Würde mich mal interessieren...
Denkt ihr häufig an eure eigene Kindheit zurück, wenn´s um eure Kinder geht? Nehmt ihr eure eigenen Mütter als Vorbild und handhabt manche Dinge genauso wie sie oder macht ihr manches anders (besser?) als sie damals? Meine Mama war, als ich geboren wurde, wohl ziemlich uninformiert und so bekam ich ab Geburt schon die 2er -Milch #schock (zum Glück hat´s aber keine bleibenden Schäden hinterlassen ;-)). Das mach ich zum Beispiel gaaanz anders, da ich Mattis mit seinen 7,5 Monaten noch (neben dem Mittagsbrei) fast voll stille. Ansonsten ertappe ich mich oft dabei, wie ich mich an meiner Mum orientiere.
Wie ist das denn bei euch?

LG

Beitrag von schullek 15.05.10 - 15:48 Uhr

hallo,

ich denke jede frtau, die eine schöne kindheit und gute beziehung zu ihrer mutter hatte/hat, wird sich an einigem orientieren.
ich hatte eine schöne kindheit und habe ein gutes verhältnis zu meiner mutter. aber einige dinge habe ich anders gemacht als sie, einfach weil ich in einer anderen zeit mein kind großziehe und weil ich gesellschaftlich nicht so geprägt bin, wie sie damals. heute haben wir doch weitaus mehr wahlmöglichkeiten, möglichkeiten uns zu informieren etc.
so habe ich mein kind selbst abstillen lassen, was er dann auch mit 3,5 jahrfen getan hat, ich habe sehr viel später beikost gegeben und viel getragen. aber all dies fand meine mutter gut, bzw. hat sich durch meine argumente auch überzeugen lassen.

andere dinge mach ich unbewusst sehr wie sie. die erziehung z.b. allerdings bin ich meinem kind körperlich weitaus näher als meine mutter uns, wobei ich nicht sagen will, dass sie etwas falsch gemacht hat.

was ich dagegen nervig finde und was oft hier bei urbia rauskommt: es werden regeln und weisheiten von eltern udn großeltern angenommen ohne einschalten des eigenen verstandes.
so glauben doch tatsächlich noch einige, dass schreien lassen gesund ist, sehr fühe beikost ok, denn einem selber hats ja auch nicht geschadet, die milch irgendwann nicht mehr reicht, denn bei muttern wars ja auch so....
DAS finde ich verbundenheit am falschen ende.

lg

Beitrag von sohnemann_max 15.05.10 - 15:49 Uhr

Hi,

Vorbild würde ich es jetzt nicht nennen, aber ich mache vieles ähnlich/gleich wie meine Eltern.

Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit. Ich habe eine tolle Erziehung genossen und bin - denke ich jedenfalls - zu einem anständigen, selbstbewussten Erwachsenen herangewachsen.

So viel kann also nicht schief gegangen sein in der Erziehung von mir, also kann ich es auch so weitergeben.

Meine Kinder bekommen alles - werden aber trotzdem mit einer gewissen Strenge erzogen.

Was ich damals für Milchpulver oder Nahrung bekommen habe, weiss ich nicht und es interessiert mich auch nicht.

Evtl. sehe ich ein paar Dinge lockerer als meine Mutter, z. B. wenn unsere kleine Lara am Boden sitzt und spielt und einer unserer Hunde kommt dazu, springe ich nicht gleich hektisch auf und hebe das Kind gleich hoch so wie meine Mama :-p.
Sicherlich gehe ich auch hin, aber ich lasse Lara erst einmal den Hund streicheln und locke ihn dann mit Leckerlies weg.#ole

Ich könnte es gar nicht anders machen - große Verbesserungen habe ich nämlich nicht.

LG
Caro mit Max bald 6 Jahre und Lara nächste Woche 1 Jahr

Beitrag von babell 15.05.10 - 15:51 Uhr

Hallo,

ich nehme meine Mama bei der Erziehung gerne als Vorbild. Bzw. meine Eltern im Allgemeinen. Beide waren zwar streng, aber es war trotzdem immer herzlich und ich finde eigentlich nicht, dass sie irgendwas gemacht hat, dass mir geschadet hat :-)

Nur meine Schwiegermutter hat ganz komische (oder andere um es vorsichtiger auszudrücken) Ansichten. Sie ist 7 JAhre älter und kommt aus dem Osten, meine Familie aus dem Westen. Da merkt man krasse UNterschiede. Mein Mann hat zB mit 8 Wochen bereits Spinat und feste Nahrung bekommen.

Aber ich frage trotzdem beide um Rat, wenn irgendwas ist und mach es dann so, wie ich es besser und für richtig empfinde :-)

LG Isa

Beitrag von samantha-g 15.05.10 - 15:55 Uhr

Hallo,

also mir ist beides wichtig.
Es gibt viele Sachen die meine Mutter mit uns gemacht hat, die ich gerne weiter gebe (z.B. Wenn ein Pic Nic geplant war und es geregnet hat, haben wir es bei uns dann im Kinderzimmer gemacht).
Anderseits sind viele Sachen, die ich meine Mama heute noch übel nehme. Das will ich unbedingt meiden.

Was wir auch schonmal anders gemacht haben, dass wir uns eine Beleghebamme zur Hilfe genommen haben und müssen sagen das es das richtige war. Meine Mutter hatte nur ihre Mutter, die damals in einen komplet anderes land gewohnt hat. Damals war das "mal ebend anrufen und nachfragen" nicht möglich. Und meist hat es eh nix geholfen, manchmal sogar noch schlimmer gemacht.

Wenn mein Mann und ich was neues einführen oder verändern wollen, sprechen wir das zuerst gemeinsam ab und ziehen an einem Strang (gegen unsere Muttis :-p). Aber bis jetzt sind sie sehr offen für alles, meistens.

LG sam

Beitrag von lumani 15.05.10 - 17:53 Uhr

Hi

Ich kann von Beidem berichten ... ich mache viele Dinge genauso wie meine Mutter...und dann gibt es Sachen die ich total anders machen

Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter (bzw. zu meinen Eltern) sie waren und sind immer ein Anlaufpunkt in meinem Leben und ich hatte eine sehr schöne und glückliche Kindheit.

Jedoch ist meine Mama eine eher "kühlere" Person was körperliche Nähe anbelangt...sie ist einfach nicht der Typ der z.B. gerne andere gerne in den Arm nimmt und auch oft ihre Gefühle sehr zurückhält...das war auch in meiner Kindheit so! Ich wusste zwar immer dass sie für mich da ist und mich liebt...aber der körperliche Aspekt wie kuscheln und schmusen war nicht ihres...aber da hatte ich immer meinen Papa ;-). Ich denke das lag einfach an ihrer eigenen Kindheit ... 11 Kinder...großer Bauernhof...viel Arbeit etc...da blieb sowas einfach auch oft auf der Strecke...auch wenn meine Oma sonst eine ganz liebe und taffe Frau ist

--> Ich hingegen schmuse und kuschle ganz viel mit meinen beiden Mädels und mir ist auch die körperliche Nähe zu beiden ganz arg wichtig


Genau wie meine Eltern mit uns Kinder damals praktizieren wir z.B. das Familienbett! Meine Eltern sind heute noch der Meinung ein Kind gehört solange zu den Eltern ins Schlafzimmer bis es selbst ausziehen mag...diese Einstellung hat sich bei mir einfach festgesetzt

...und ich denke es gibt auch sonst viele Sachen z.B. Werte vermittlung etc. in denen ich meiner Mama sehr ähnlich bin

LG Katja