Anerkennung und Wertschätzung...

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von bienemaja123 15.05.10 - 17:06 Uhr

...machmal habe ich das Gefühl,die wird einem erst entgegengebracht, wenn man verheiratet ist und Kinder hat!Dann hat man ja was vorzuweisen!

Wer ist mitte 30 und hat manchmal auch das Gefühl?

Beitrag von mansojo 15.05.10 - 17:44 Uhr

das kommt auf die sichtweise an

andere können nicht annerkenne wenn man nur familie vorzuweisen hat

heute muss man irgendwie alles haben
ein gut dotierten job
eine familie

letztlich entscheidest du wie du leben möchtest

lg manja

Beitrag von gobiam 15.05.10 - 17:54 Uhr

Ganz ehrlich, ich hab manchmal das Gefühl ich werde müde belächelt, weil ich außer drei Kindern nix vorzuweisen/ zu tun habe....

Beides ist Blödsinn... Keiner kann von außen nachempfinden, was man selbst erlebt hat/ erleben musste, leistet bzw leisten muß.
Und jemand der Karriere macht ist genausoviel wert, wie jemand der Kinder bekommt, oder jemand der Kinder bekommt und Arbeiten geht - es gibt so viele Facetten des Lebens - warum solleten wir nicht alle nutzen und jeder etwas ganz eigenes aus seinem Leben machen?

Wäre ja blöd, wenn jeder nach EINEM ganz bestimmten Schema leben würde.

Gruß von mir (bald 31)
Gobiam

Beitrag von yamyam74 15.05.10 - 18:53 Uhr

Das kommt auf das Auftreten des jeweiligen Menschen an.
Ich bin in der Gastronomie großgeworden, habe dadurch ein sehr großes Selbstbewusstsein und sicheres Auftreten.
Ich könnte nich behaupten, dass ich erst Annerkennung erhalte, seit ich Kinder und Ehemann habe.

LG

Beitrag von bienemaja123 16.05.10 - 12:11 Uhr

Erstmal danke für Eure Meinungen zu dem Thema.
Natürlich, jeder muß selbst entscheiden, wie er leben möchte. Trotzdem finde ich,dass es unterschwellig oft mitklingt,persönlich sagen würde das bestimmt keiner. Aber auch meine Mutter,die mir erzählt, dass meine Schwägerin ein Baby erwartet, das ist ja auch sehr erfreulich und wäre dann das erste Enkelkind. Das ich aber auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen kann, darüber verliert sie kein Wort mehr!Sie könnt mich ja auch mal danach fragen,wie es mir damit geht!Oder wie seht ihr das?Manchmal frag ich mich , ob ich mich zu pinselig anstelle!?#kratz

Beitrag von clazwi 16.05.10 - 12:17 Uhr

Hallo Bienemaja,


es kann so sein ---- muss aber nicht (kommt auch drauf mit an, welches Selbstbild man hat: fühlt man sich "halbwertig", weil man Single ist und nur dann "vollwertig", wenn man eine Familie hat?)


Meine persönliche Erfahrung ist etwas anders gelagert. Als mein Mann und ich geheiratet haben, wurden wir schon fast für "unzurechnungsfähig" erklärt, da wir beide mitten in der Ausbildung steckten: er war zum Zeitpunkt unserer Eheschliessung 19 Jahre alt, ich war 21.

Wir wurden als Paar ständig abgewertet, weil man uns den Verstand abgesprochen hat.


Einige Jahre später haben wir ein Kind aus Kenia adoptiert, wieder ein paar Jahre später haben wir willentlich ein behindertes Pflegekind aufgenommen.

Glaub' aber nur nicht, dass man da "gesellschaftlich zwingend aufgewertet" wird, wobei es Mitmenschen gibt, die Dich auf einmal zum "Heiligen" hochstilisieren #schein, die anderen halten Dich für noch unzurechnungsfähiger. #schwitz


Egal, was Du tust oder nicht tust......es kommt zum einen auf Dein Selbstbild an und den damit verbundenen Werten....zum anderen kommt es auf das Selbstbild der Mitmenschen an, mit denen Du zu tun hast und deren Werten.

Als mein Mann und ich damals (1991) geheiratet haben, habe ich mich von den ganzen Ab- und Entwertungen völlig verunsichern lassen - bei der Annahme unserer Kinder hatten wir schon eine gewisse "Scheissegal"-Mentalität.

LG
Claudia