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Forum: Allgemeines

Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von bibi22 15.05.10 - 17:17 Uhr

hallo!

Ich habe gerade eine Diskussion mit einer Dame, die ich nicht als Bekannte bezeichnen würde, trotzdem würde ich gern mal eure Meinung dazu hören:

Ich bin der Meinung, das die Kindheit und die Beziehung zu unseren Eltern bzw. Bezugspersonen uns entscheidend prägt im Erwachsenenalter. Alle guten wie schlechten Erfahrungen die wir damit gemacht haben und die Aufgaben die vor uns stehen. Nur, durch diese gewisse gute Grundbasis, konnten wir uns zu dem Entwickeln was wir heute sind.

So, die Antwort darauf war:

Das heißt also du (ihr) sprecht all jenen menschen die eine tragische Kindheit erlebten das recht auf selbständig, intelligentes und kreatives denken und handeln ab?! Respekt das so öffentlich kund zu tun! Gratuliere für das schubladen denken

Bitte klärt mich auf, gibt es wirklich Menschen, die nicht durch ihre Kindheit geprägt wurden?? (Übrigens das von wegen Selbstständigkeit, Intelligenz, Kreativität, habe ich NIE behauptet!) Ist es wirklich Schubladendenken, wenn ich so denke? Bin nämlich an und für sich ein Mensch, der allem offen gegenübersteht, das nicht die Grundrechte der Menschen verletzt.

Also her mit euren Erfahrungen!

Grüße Bianca

Beitrag von enni12 15.05.10 - 17:32 Uhr

Hallo Bianca,

ich würde das mal nicht pauschlisieren. Ich kenne ein paar Menschen, die sind ihren Eltern sehr sehr ähnlich (ob nun positiv oder negativ sei dahingestellt). Ich kenne aber auch viele, die völlig anders sind, weil sie nicht so werden wollten wie ihre "Vorbilder".

Sicher prägt das soziale Umfeld einen Menschen enorm. Aber man kann den Kreislauf auch durchbrechen. Ein Kind aus sozial sehr gutem Umfeld kann genauso krminell werden wie ein Kind aus einem sehr schwachen sozialen Umfeld Milloinär werden kann.

Was uns sicher auch prägt sind die Personen, denen wir im Laufe des Lebens begegnen und nie zu vergessen: Glück oder Unglück das uns widerfährt!

LG

Dani

Beitrag von bibi22 15.05.10 - 17:41 Uhr

hi Dani!

Danke für deine Antwort. Ja, aber hat uns dann das nicht auch geprägt? Also, sich zu sagen, ich will nicht so werden, wie meine Eltern?

Weil dann hätte man ja an und für sich den Freifahrtsschein, seine Kinder zu behandeln, wie man möchte, weil sich das ja nicht auf sie als Erwachsene auswirkt.

Für mich geht es nicht darum, dass diese Kinder als Erwachsener dann nichts zustande bringen, wo käme ich hin so etwas zu denken. Sondern es geht um das Emotionale um die Bindungen die sie dann selbst aufbringen. Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Selbstliebe.

lg bianca

Beitrag von enni12 15.05.10 - 17:47 Uhr

Ja, da hast du wohl Recht. Was man daraus macht ist die eine Seite, GEPRÄGT hat es wohl jeden von uns. Ich denke, deine Bekannte ist aus irgendwelchen Gründen selbst betroffen, so würde ich ihre Antwort mal werten.

Beitrag von bibi22 15.05.10 - 17:51 Uhr

Ja so ist es leider. Aber vielleicht ist es wirklich zu schlimm sich das einzugestehen.

Beitrag von enni12 15.05.10 - 17:55 Uhr

Würde ich nicht mal sagen. Manchmal verdrängt man es auch unbewusst, weil man es einfach nicht wahrhaben will #schein
Geht mir übrigens auch so...

Beitrag von sassi31 17.05.10 - 02:38 Uhr

Sehe ich auch so. #pro

Beitrag von elsa345 15.05.10 - 17:35 Uhr

Ich glaube, ALLES war wir sind und werden hat mit unseren Kindheitserfahrungen zu tun.

Beitrag von bibi22 15.05.10 - 17:45 Uhr

Hallo Elsa!

Danke auch dir für deine Antwort!

lg bianca

Beitrag von mansojo 15.05.10 - 17:41 Uhr

hallo,

nun offensichtlich hatte deine disskusionspartnerin keine gute grundbasis und trotzdem etwas gutes aus ihren leben gemacht
du hast bei ihr einen wunden punkt getroffen.

natürlich ist die kindheit prägend
genauso wie das erwachsen werden

gruß manja

Beitrag von bibi22 15.05.10 - 17:44 Uhr

hi Manja!

Ja, das was du sagst trifft genau zu. Leider ist es so, dass ihre Schwester fast den selben Zug fährt wie ihre Mutter und daher kam es zu solch einer Diskussion.

Sie hat Erfolg, hat eine kleine Tochter und die zieht sie was ich so mitbekommen habe, wunderbar groß, aber trotz allem sind da Bindungsprobleme die bei ihr im Hintergrund sind. (Keine festen Beziehungen, nie sehr lange, Traualter (obwohl das ja wirklich kein muss mehr ist) ist für sie ein rotes Tucht.

Also hat es sich doch geprägt.

lg bianca

Beitrag von bibi22 15.05.10 - 18:00 Uhr

Falls ich noch Antworten bekomme, ich werde Antworten, dauert nur bis ich wieder online bin. (20-21 Uhr ca.)

lg bianca

Beitrag von pizza-hawaii 15.05.10 - 18:05 Uhr

Natürlich prägt uns unsere Kindheit, ABER die Frage ist doch was man aus den Erfahrungen macht.

Wenn 5 Personen die gleiche Erfahrung machen, dann werden sie sich trotzdem unterschiedlich entwickeln, denn jeder reagiert anders auf diese Erfahrung.

Ihr habt also Beide Recht -ich denke fast Du hast Dich ihr gegenüber nur nicht klar genug ausgedrückt, es sei denn Du wolltest wirklich sagen das nur Jemand mit positiver Kindheit auch ein positiver Mensch wird.

pizza

Beitrag von bibi22 15.05.10 - 20:26 Uhr

hi Pizza!

nein, das wollte ich nicht sagen, vor allem da ich das Gegenteil als meinem Mann aufzeigen kann. Trotz allem spüre ich immer wieder das schlechte Verhältnis dass er zu ihr hatte. Nicht bei meinem Kind, er ist ein toller Vater, aber er tut sich irrsinnig schwer Frauen zu vertrauen. Auch jetzt noch mit 32 Jahren.

lg bianca

Beitrag von schullek 15.05.10 - 18:06 Uhr

hallo,

die frau hat dir einfach das wort im mund verdreht und zieht umkehrschlüsse, die gar nicht zur debatte stehen.

natürlich ist jeder geprägt von seinen erfahrungen und daduech swiner kindheit. es ist erwiesen, dass ein stabiles urvertrauen die basis für eine gute und gesunde entwicklung ist. aber das heisst nicht (und hier der falsche umkehrschluss), dass alle, die kein gutes uvertrauen entwickeln konnte, deshalb keine chance haben.
es gibt so viele dinge, die uns im laufe des lebens beeinflussen, das kann man ja auch nicht vereinzelt betrachten. wichtig ist zudem, welcher mensch davon betroffen wird. der eine zebricht an einer sache, die einen anderen stärker macht. ein anderes schicksal hätte sich vielleicht umgekehrt ausgewirkt.
es ist naiv zu glauben, dass wir nicht geprägt sind/werden von unserem ersten atemzug an.
ich habe viel zu diesem thema gelesen udn mir viele gedanken gemacht. mein kleiner cousin wurde mit 2 monaten adoptiert und die mutter meiner mutterv starb kurz nach ihrer geburt. das hat den ausschlag für mich gegeben. wie entwickeln sich diese menschen, die so früh bereits getrennt wurden von der wichtigsten person bos dato? kann ein liebevolles stabiles umfeld das kompüensieren? in diesen zwei fällen kann ich bis dato sagen: ja, das weitere umfekld konnte sehr gut kompensieren. was aber, wenn wie im fall meienr mutter im erwachsenenleben eine weitere schwerwiegende trennung dazukommt?...

ich habe einen sohn und mir war es von anfang an sehr wichtig, dass er ungestört sein urvertrauen aufbauen kann, einfach weil es ein wichtiger grundstein für seine hoffentlich weitere glückliche zukunft ist. ich wollte ihm nicht schon von vorneherein steine in den weg legen. und genau das ist es: durch dieses urvertrauen und gute erfahrungen ebnen wir den weg. andere müssen sich den weg erkämpfen udn manche schaffen das vielleicht nicht oder nur mit narben.

lg

Beitrag von bibi22 15.05.10 - 20:31 Uhr

Hallo Schullek!

Weißt du mein Mann und seine Geschwister sind alle geschädigt in ihrer Beziehung zu ihrer Mutter. Mein Mann sagt trotz allem, dass es nicht immer so wie am Ende (Mutter gewalttätig, Trennung der Eltern, Kinder beim Vater) war. Aber es zerstörte sein Vertrauen gegenüber Frauen. Ich habe sehr lange gebraucht um das was ich jetzt mit ihm habe zu bekommen.

Er ist ein grundguter Mensch, aber diese Narben (finde das gut gesagt von dir) bleiben für immer!

lg bianca

Beitrag von chili-pepper 15.05.10 - 18:53 Uhr

hi,

natürlich werden wir geprägt.
was widerum nicht bedeutet, dass wir das gleiche verhalten an den tag legen.
meine mutter hat dies damals gut bei mir gemacht und ich habe es bei meinen kindern ebenfalls angewandt.
anderes fand ich nicht so gut und dies habe ich bei meinen kindern einfach vermieden.
dies war ein beispiel dafür, dass unsere eltern uns sehr wohl prägen.
was du dann em ende daraus machst, bleibt alleine bei dir.
deine entscheidungen machen dich aus!

Beitrag von bibi22 15.05.10 - 20:35 Uhr

hi!

Du sagst es. Mir ging es nur darum, dass sie es so vehement abgestritten hat, dass die Kindheit einen prägt.

Man versucht das Beste daraus zu machen, aber trotz allem wird es immer irgendwo im Hintergrund schlummern.

Bei mir zb. war es, dass ich immer eine gute Kindheit hatte, mit viel Liebe, Respekt, aber auch Regeln.

Vor kurzem ca. 3 Jahren ist mir aber aufgefallen, dass ich das ich bis dahin immer das Bedürfnis hatte es allen recht zu machen. Meine Mutter hatte den Tick, wenn du dass und das nicht machst, dann ist mein Vertrauen in die angeknackst, und ich glaube das lag daran. Seither versuche ich, ich zu sein, meine eigenen Meinungen zu bilden, die nicht immer mit denen einher gehen müssen.

lg bianca

Beitrag von mamavonyannick 15.05.10 - 19:54 Uhr

Hallo,

ich denke auch, dass unsere Kindheit und die Erfahrungen, die wir machen uns für später prägen. nicht umsonst denkt man oft: "Ich höre mich an wie meine Mutter"
Und dabei spreche ich nicht nur von den guten sondern auch von den "schlechten" Erfahrungen. Das muss ja nicht bedeuten, dass ich das übernehme, was ich kennengelernt habe. So hat meine Mutter z.B. auch kein Problem damit gehabt, mir ein "paar auf den Hintern" zugeben. Aber übernommen habe ich es nicht- und zwar ganz bewußt.

vg, m.

Beitrag von bibi22 15.05.10 - 20:37 Uhr

Hallo m. ;-)

Danke auch dir für deine Meinung. Mir ist jetzt bewusst geworden, dass wohl alle großteils so denken wie ich. Vielleicht hatte ich es aber auch falsch ausgedrückt und sie hat sich deshalb so angegriffen gefühlt. #gruebel

lg bianca

Beitrag von eisflocke 16.05.10 - 15:23 Uhr

Teils, teils... sicher prägt die Kindheit. Aber es sind auch die Gene, die eine sehr große Rolle spielen, was man bei Adoptivkinder immer wieder bemerkt. Wachsen in einer super Familie auf, doch plötzlich schlagen die Gene durch, ob gute oder schlechte, es ist eben so.
Und wie so oft heißt es: Er/ Sie hatte eben eine schlechte Kindheit und ist als Erwachsener auffällig geworden. Vieles lässt sich erklären, aber manches eben auch nicht. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Gib einem Pflänzchen Wasser, damit es gedeiht.. und zich andere Sprüche, die man herleiten kann.... Es spielen also viele Faktoren zusammen. Und wie will man als Erwachsener verschiedene Dinge "richtig" machen, wenn man es nie gelernt hat? Wenn man es nie vorgelebt bekommen hat, wenn man es nie kennengelernt hat?