Nachbar renoviert Haus

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von silk.stockings 15.05.10 - 18:12 Uhr

Ich habe neue Nachbarn und die wollen das Dach neu decken lassen und das Haus dämmen und verputzen.
Im Grunde ist das ja auch wunderbar.

Allerdings steht ihr Haus genau auf der Grundstücksgrenze - das heißt, ihre Hauswand bildet die Grenze. Ich habe dort auf meinem Grundstück aber nahe an ihrer Hauswand eine Grillecke mit gemauertem Grill, Obstbäume und Sträucher.
Nun wollen sie auf meinem Grundstück ein Gerüst bauen.
Dürfen sie das so einfach? Sie haben nicht gefragt, nichts mit mir abgesprochen - Montag käme der Gerüstbauer wurde heute lapidar über den Zaun geworfen.

Abgesehen davon, dass ich mich frage was aus dem Grillkamin und den Sträuchern wird - wie wollen die auf mein Grundstück kommen? Über den Zaun durch die Beete?
Durch die Einfahrt und dann quer durch den Garten werde ich nicht zulassen - da steht doch nachher nichts mehr und den Rasen kann ich dann auch vergessen.

Also nochmal: ich kann das Anliegen meiner Nachbarn verstehen - aber dürfen die das wirklich einfach so? Und was wird mit den Schäden und dem Dreck?

Fragt sich

Silk

Beitrag von manavgat 15.05.10 - 18:21 Uhr

Hast Du eine Idee, wie sie das Haus renovieren, ohne auf deinem Grundstück ein Gerüst zu stellen? Sollte dies möglich sein, dann kannst Du das Begehr zurückweisen.

Ich frage mich auch, ob Du es Dir gefallen lassen musst, dass das ausgerechnet in der Grillsaison passiert und dass sie Dir nicht höflich in einem angemessenen Zeitraum vorher Bescheid gesagt haben.

Vielleicht sind die einfach auch nur zu hemdsärmelig (a là Neanderthaler), um netter mit den Nachbarn umzugehen.

Wenn Du Eigentümerin bist, musst Du eine Rechtanwältin fragen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von silk.stockings 15.05.10 - 18:30 Uhr

Es gibt blöderweise keine andere Möglichkeit - es sind gut 12 Meter Hauswand in der Breite, 3,5 Stockwerke hoch - keine Fenster.

Die müssen erst den alten Putz abschlagen, dann Styropor aufbringen und neu verputzen.

Wir haben das vor Jahren an unserem Haus gemacht - es ist ein Heidendreck, der anfällt - und er wird auf meinem Grundstück anfallen.

Den Kirschbaum kann ich jetzt schon abschreiben und vermutlich auch die Kiwi.
Den Grill kann man nicht versetzen, ich könnte wetten, dass der bei der Aktion auch kaputt geht.

#augen#heul#augen

Beitrag von hexlein77 15.05.10 - 19:50 Uhr

Rede mit ihnen. Ist doch das einfachste von der Welt. Einfach morgen ma an den Zaun und höflich fragen! ;-)

Außerdem gehe ich mal davon aus, das "schäden" mit einkalkuliert sind bei der REnovierung. Und im Notfall einfach mal FRAGEN ob sie gut versichert sind!

Alles gar nicht mal so dramatisch!

Beitrag von sabeto21 15.05.10 - 19:53 Uhr

hallo,

meine Mutter hat gerade dasselbe Problem wie du.Sie sind dabei das Haus zu verkaufen,und die Käufer wollen auch Dämmen etc.
Dafür müssen sie auf das Grundstück der Nachbarin.
Nun meinte der Makler,dafür müsste die Nachbarin mit zum Notar und dies erlauben,so ohne weiteres dürften die Käufer nicht aufs Grundstück,sozusagen könnte sie das verweigern,und die Käufer würden doof gucken.

Also einfach Gerüst rüberwerfen ist nicht! Das würde ich den Leuten auch klar sagen,zumal du Beschädigungen an deinem Eigentum befürchtest.

LG Saskia

Beitrag von sonja31 15.05.10 - 18:30 Uhr

Hi,

also ich würde mit den Nachbarn nochmal reden, wie sie es sich vorstellen.

Wir haben letztes Jahr auch Wärmedämmung und Hausverputz gemacht und mussten dazu teilweise auf das Nachbargrundstück, zumindest an einer Seite. Aber selbst auf unserem eigenen Grundstück gibt es trotz vieler Menschen und Gerüst sowie Material nicht eine Pflanze die dabei zugrunde gegangen ist und ich habe einiges schon am Weg lang gepflanzt.

Irgendwie Lösung muss es ja geben, da die Arbeiter ja auch nicht über Deinen Zaun klettern können. Vielleicht wird auch ein Stück vom Zaun weggemacht, dass war bei uns so und danach wieder hin gemacht, so muss auch keiner unnötig durch Deine Beete.

Aber wir können hier noch soviel schreiben, reden kannst Du nur mit dem Nachbar selbst und eine Lösung finden.

Zwar hätte er Dich ansprechen müssen, wenn er so etwas plant, aber wenn nicht, würde ich es selbst erfragen.

LG
Sonja

























Beitrag von sparrow1967 15.05.10 - 19:52 Uhr

So nah wurde gebaut? Bei uns muß jedes Haus mindestens 3m Abstand zur Grundstücksgrenze haben #kratz - nach allen Seiten.

Nun ja- ist bei euch scheinbar nicht so. Ich würde den Nachbar mal nett fragen, wie er sich das vorstellt, was er da so vorhat und je nachdem wie Du mit dem Nachbarn klar kommst untersagt du den Handwerkern deinen Garten zu betreten oder aber du hälst SCHRIFTLICH fest ( ich würde vorher Fotos machen) dass alles in den Urzustand zurück zu versetzen ist und alles was beschädigt wurde (Pfalnzen, Grill etc.) vom Nachbar zu ersetzen ist!!
Unteschreibt er das nicht- kann er sich die Hauswand eben nicht dämmen und verputzen lassen.


sparrow

Beitrag von sparrow1967 15.05.10 - 19:59 Uhr

Die Tippfehler #klatsch#klatsch überlies sie einfach. #schein

Beitrag von ayshe 16.05.10 - 16:10 Uhr

und dazu kann es auch noch LANDESbaurechtsaussagen geben, sollte man mal prüfen.

Beitrag von silk.stockings 15.05.10 - 22:28 Uhr

Danke für die Antworten.

Blöderweise liege ich im Krankenhaus und wenn die am Montag das Gerüst aufbauen schau ich blöd aus der Nachtwäsche.

Meine Freundin wird Morgen mal Fotos machen ....

Beitrag von sparrow1967 16.05.10 - 08:46 Uhr



Dann kannst du ja vielleicht trotzdem heute ein Schreiben aufsetzen und deine Freundin geht zu den Nachbarn und läßt es unterschreiben. Falls sie es nicht tun, sollte morgen jemand da sein, der das Gerüstaufstellen untersagt!


Gute Besserung,
sparrow

Beitrag von silk.stockings 16.05.10 - 09:29 Uhr

Das ist eine gute Idee. Danke.

Beitrag von sparrow1967 18.05.10 - 09:34 Uhr

Und? Steht das Gerüst?

sparrow

Beitrag von geyerwalli 16.05.10 - 11:47 Uhr

Sie dürfen nicht. Du musst sie nicht auf Dein Grundstück lassen, und wenn sie sich auf den Kopf stellen. Mals ganz davon abgesehen, dass deren Wärmedämmung auf Deinem Grundstückm wäre, wenn das Haus direkt an der Grenze steht. Sie müssten Dir einen Streifen Grundstück abkaufen in Stärke der Dämmung!

Ich hatte den Fall mal (bin Architektin), dass wir ein Haus dämmen wollten und die Nachbarn eben dagegen waren. Es blieb uns nichts anderes übrig, als an der Grenzwand eine Innendämmung anzubringen.

Wenn Du den Nachbarn nicht grundsätzlich absagen willst, was ich Die empfehlen würde, solltest Du auf jeden Fall eine Beweissicherung machen (gründliche Fotos machen, zusammen mit den Nachbarn oder dem Gerüstbauer).

Klingt sonst echt nach Ärger, wenn die sich jetzt schon über Dein Eigentum hinwegsetzen, kann es mit der Wiederherstellung Deiner Beete, Grillplatz etc. nicht besser werden.

Alles Gute
Geyerwalli

Beitrag von stellamarie99 16.05.10 - 13:14 Uhr

Hallo,

ohne dein Einverständnis dürfen sie garnichts, da machen sie sich strafbar...

Mit deinem Einverständnis haben sie für alle Schäden, die durch die Baumaßnahmen entstehen, aufzukommen.

LG

Beitrag von ayshe 16.05.10 - 16:07 Uhr

sie brauchen eine genehmigung von dir, zumindest über den zeitraum.
generell können sie es machen, könnten sie sogar einklagen.

ich würde vorher fotos vom garten machen.
sie müssen ihn wieder instand setzen, wenn sie ihn beschädigen.

über den weg, kann man ja schlecht etwas sagen, so von hier aus.


was wollen sie denn überhaupt machen?
und wie lange soll es dauern?

Beitrag von silk.stockings 16.05.10 - 17:33 Uhr

>>was wollen sie denn überhaupt machen?
und wie lange soll es dauern?<<

Das wüsste ich auch gerne ... ich habe nur die Info, dass Montag ein Gerüst aufgebaut wird.

Beitrag von ayshe 16.05.10 - 19:37 Uhr

die sind ja echt frech ;-)

ich kenne es wirklich nur mit zusage des grundstücksbesitzers und mit unterschrift auch zum termin.
jedenfalls ist es hier so üblich, aber wie gesagt, es gibt oft baurechtliche dinge, die auf länderebene geregelt sind.

Beitrag von kuckuk 16.05.10 - 22:12 Uhr

hallo,

meine Antwort kommt etwas spät. ich hoffe es hilft noch ;-)

Hier bei uns ist festgelegt daß in solchen Fällen das Nachbargrundstück benutzt werden darf.
Also grundsätzlich.
Nur absprechen bzw frühzeitig Bescheid geben hätte man schon müssen.

Für die Schäden kommt sicher der Verursacher auf. Aber willst du wegen ein paar Büschen und zertrampeltem Rasen vor Gericht ziehen?

Achso und als bei unseren Nachbarn das Haus gemacht wurde hab ich auf das Klingeln gewartet. Es kam nicht. Irgendwann stand das Gerüst dann.
Die sind einfach vom einen Gerüstteil um die Hausecke geklettert. Mein Grundstück haben die fast nicht betreten.

Gruß
Kuckuk