Ich bin sooo traurig...!

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von achris 15.05.10 - 20:53 Uhr

Unser Kleiner (14 Wo)wird voll gestillt, wir hatten die ganze Zeit einen festen Rhytmus, alles hat super geklappt. :-D
Jetzt hat er diese Woche an 2 Tagen je eine Mahlzeit durch #flasche ersetzt bekommen, da ich Termine hatte, die ich auch nicht anders legen konnte.
Und nun hab ich den Salat.:-[ Ich habe das Gefühl, das weniger Milch in meiner Brust ist. Und er hat es glaub ich auch raus, daß an der Flasche leichter trinken ist. Nun macht er immer nur wenige Züge an der Brust, dann wird sie angebrüllt.
Und ich weiß dann immer nicht, ob er noch Hunger hat oder zu faul ist zum Saugen. Denn wenn ich drück, dann kommt immernoch was raus.
Wie könnte ich ihn dazu bringen, wieder kräftiger zu saugen?
Oder ist es wieder irgend so ein Schub?
Wer kennt das noch? Ich möchte so gerne weiter stillen.

Bin für jeden Tipp dankbar. #danke

Beitrag von daisy80 15.05.10 - 21:03 Uhr

Das kann gut schon wieder ein Schub sein.

Ansonsten würde ich ihm einfach konsequent erstmal die Brust weiter geben. Meine Hebi sagte immer "Es ist noch kein Kind freiwillig verhungert" ;-)

Das wird schon wieder!

Beitrag von britta87 15.05.10 - 21:14 Uhr

immer wieder anlegen. umso öfter du anlegst umso mehr milch wird sich wieder entwickel und der kleine vergisst noch schnell, auch das es einfacher war aus der Flasche zu trinken, wenn du ihm jetzt ertmal wieder nur die Brust gibst...
Das wird schon wieder klappen!!

Beitrag von tina4370 15.05.10 - 21:58 Uhr

Hallo!

Ich kann Dich gut verstehen, denn meine Maus hatte das auch mal (allerdings ohne zwischenzeitliche Flaschen).
Könnte eine Brustschimpfphase sein:

"Die "Brustschimpfphase"

Ein besonderes Kapitel bildet die schwierige "3-Monats-Phase" (die bei vielen Kindern später auftritt als die Bezeichnung vermuten lässt), die sehr anschaulich in der Fachpublikation der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung "Stillen und Muttermilchernährung", Ausgabe 2001, S. 67 beschrieben wird: "Die meisten Frauen berichteten von Blähungen in dieser Zeit, in der das Kind gerade beim Stillen untröstlich zu weinen anfängt - die "Brust-Schimpf-Phase", wie es die Psychoanalytikerin Melanie Klein nennt. Frauen, die sich damit befasst hatten, empfanden deren Erklärungsmodell besonders entlastend: Das Kind trinkt, setzt ab, weint wütend, will nicht trinken. Statt in Schweißausbrüche, Ratlosigkeit und Wut zu verfallen, regt das Klein'sche Modell zum Verständnis dessen an, dass das Kind nach drei Monaten zu "begreifen" beginnt, dass es nicht mehr eins mit der Mutter ist, sondern die Brust etwas ist, was nicht zu ihm, sondern zur Mutter gehört. Sie kann den Milchquell geben oder entziehen. Diese traurige Entdeckung setzt das Baby durch das "Anschimpfen" der Brust - wie eine erste Pubertät - selbst in Szene, und auf diese Weise übt es die erste Eigenständigkeit ein. Frauen, die diese Situation - das Kind ist hungrig, trinkt, setzt ab, schreit wütend los, lehnt die erneut angebotene Brust ab - nach diesem Denkansatz verstehen, schaffen es leichter weiterzustillen. Denn sie verarbeiten das abweisende Gebrüll und Verhalten nicht als Kritik an Milch, Menge, Nippel, Brust, Halteposition oder Stillsituation, sondern als einen ersten Schritt auf dem Weg, das eigene Selbst zu entdecken."

Da hilft nur Durchhalten und am besten im Halbschlaf anlegen - dann trinken sie nämlich normalerweise "automatisch".
Kopf hoch, das ist in ein paar Tagen überstanden!

Liebe Grüße!
Tina mit Maria Elisabeth *10.09.09

Beitrag von froehlich 15.05.10 - 23:15 Uhr

Mach Dir keinen so furchtbaren Kopf, Du Arme! Diese EINE Mahlzeit, die Du Du mal für 2 Tage ersetzt hast, macht das Kraut wirklich nicht fett und hat höchstwahrscheinlich gar nichts mit der Brüllerei Deines Sohnemanns zu tun! Es gibt ja immer wieder mal Phasen, wo's mit dem Stillen nicht soooo gut klappt. Aber keine Angst: Du kannst die Milchmenge (falls es denn wirklich weniger geworden ist, was ich nicht glaube) jederzeit wieder hoch schrauben. Ich hatte schon fast gänzlich abgestillt, als mein Kleiner mit 8 Monaten einen Fetzen-Infekt bekam und dann plötzlich wieder NICHTS mehr ausser Muttermilch trinken wollte....da ging die Menge innerhalb weniger Tage wieder auf "voll stillen" hoch. Also: einfach weiterstillen, beruhigend auf Söhnchen einreden und selbst auch Ruhe bewahren. Frag doch auch mal Deine Nachsorgehebamme, für solche Probleme sind die schließlich da! (Zahlt auch die Kasse!!!!!!! Läuft unter Stillberatung!).

Beitrag von 20girli 16.05.10 - 10:29 Uhr

Keine Sorge - genug Milch ist da und so schnell verlernen sie in dem Alter das Saugen auch nicht mehr. Er ist wie du schon sagst warscheinlich schon ganz schnell zu faul geworden. Jedes Kind ist anders. Und manche haben es ganz schnell raus das es an der Flasche leichter ist und dann ist klar wenn sie die lieber wollen.

Flasche weg lassen einfach in Ruhe weiterstillen, da passiert nichts. Er wird schon trinken wenn er Hunger hat...nur ruhig bleiben und sich nicht nervös machen lassen.

Mach dir keine Gedanken solange du die Flasche ab jetzt komplett weglässt kriegt er sich wieder ein und trinkt auch bald wieder ohne zu meckern an der Brust.

lg Kerstin