Wie weit würdet ihr wegziehen aus Liebe?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von jennychrischi 15.05.10 - 23:10 Uhr

Hey Mädels.. Bei uns ist die Situation so, das mein Freund aus dem "Osten"kommt und ich aus dem hohen Norden. Dort wohnen wir nun ja auch gemeinsam, haben einen Sohn und unser Leben erschien mir glücklich. Jedoch ist mein Freund in letzter zeit oft traurig. Ihm fehlen seine alten Freunde und das drum rum. Wie weit würdet ihr aus Liebe wegziehen? Ich hab hier meine Eltern, ein super Verhältnis zu ihnen. Und natürlich meine Freunde. Seine Familie ist weit weg. Würdet ihr auch Liebe mit eurem Mann dorthin ziehen? Sprechen hier von Schwerin. Würdet ihr alles aufgeben, nur damit er glücklicher ist? Überehrliche Meinungen bin ich froh ;-) Ich bin unsicher. Gibt Pro und Kontra.

Beitrag von claudi242 15.05.10 - 23:34 Uhr

Hallo Jenny,

ich bin vor einigen Jahren aus dem Süden der Liebe wegen nach Hamburg gezogen. Hab alles aufgegeben - Freunde und den besten Job, den ich je hatte. Fazit - nach 3 Monaten war die Beziehung vorbei, obwohl sie vorher 5 Jahre lang als Fernbeziehung funktioniert hatte.

Jetzt im Nachhinhein würde ich es nicht mehr machen. Ich hab einfach zu viel aufgegeben und war hier in HH dann doch sehr unzufrieden. Im Gegenzug würde ich jedoch auch nicht verlangen, dass mein Freund zu mir zieht. Mich zieht es momentan auch wieder sehr in den Süden, da ich mein Leben an sich dort alles in allem einfach besser fand. Aber ich weiß auch, dass ich meinem Freund damit das Leben sehr schwer machen würde. Er hat hier seine Familie, seine Freunde. Unsere Tochter hat hier Familienanschluss, den sie woanders nicht hätte.

Letztendlich musst du selbst entscheiden, ob du umziehen möchtest, damit er glücklicher ist. Was ist, wenn DU in Schwerin unglücklich sein solltest? Ist es bei deinem Freund allein der Wohnort, der ihn unglücklich macht oder steckt noch mehr dahinter? Wenn ihr in SN seid, wie soll es dann laufen? Du sitzt zu Hause mit dem Kind, während dein Freund sich mit seinen alten Freunden trifft???

Überlegt euch genau, was ihr von einem Umzug erwartet und vor allem, wie ihr euch eure Zukunft dann vorstellt. Denn euch holt ganz schnell der Alltag und die Unzufriedenheit ein, wenn dann doch nicht alles so rosig ist, wie ihr es euch ausmalt.

Alles Gute und liebe Grüße
Claudia

Beitrag von sina236 16.05.10 - 00:16 Uhr

ich denke das kommt auf die einzelne person, deren heimatverbundenheit an. ich bin bereits von daheim weg, 600km. nicht wegen der liebe. aber habs nie bereut. fühl mich inzwischen (seit 11 jahren) sehr wohl, obwohl es anfänglich sehr schwer war. inzwischen glaube ich, würde ich der liebe wegen sehr weit ziehen. nicht an jeden ort, klar, aber doch sehr weit. allerdings würde ich jetzt, da ich mutter bin, rücksicht auf das leben meiner tochter nehmen, die hier ihre freunde und ihr soziales umfeld/netzwerk hat. da ich dies für weiteres leben als hohe priorität ansehe, würde ich auch nciht mehr sofort für einen mann weg ziehen. wäre ichallerdings allein, wäre ich schon zu einigem bereit. du siehst, die frage ist so schwarz oder weiss gar nicht zu beantworten.

Beitrag von jennychrischi 16.05.10 - 00:22 Uhr

Danke für Deine ehrliche Antwort. Es ist der Wohnort, seine Freunde, sein alter Job dort. Er hat das aufgegeben. Hier einen tollen Job. Aber er ist nicht glücklich :-( Widerrum denke ich, wäre ich dort nicht glücklich. Ich habe hier meine Freunde, Familie.. Der kurze geht zu Mama wenn ich wieder anfange zu arbeiten. Was wäre dort? Ich würde dann wohl zu Hause sitzen und mich langweilen. (Auch wenn man mit Kindern keine Langeweile hat) . Denn Collin in einen Hort geben kommt nicht in Frage.Er war Frühchen und braucht mich doch mehr. Zu Mama geben wäre kein Ding, er kennt sie. Zu Hause bleiben, schwierig. Habe nur ein jahr Elterngeld, da alles durchgeplant war. Und arbeiten gehen, wenn er zu Hause ist, das ist auch nicht Ideal. Das wäre dann nur Abends.

Für mich spricht zu viel dagegen. Leider. So leid es mir für ihn tut. Und gnz ehrlich, es sind 120km... Die komplett Autobahn sind. 1 Stunde und man ist da... Für so eine "kurze" Fahrzeit hier alles hinwerfen? NEIN! Danke für deine ehrliche Antwort, das hat mich bestärkt in meiner Meinung.

Beitrag von arienne41 16.05.10 - 07:58 Uhr

Hallo

In deinem Fall würde ich nicht umziehen.

Wenn es um nur 120 KM geht macht ihm doch mal den Vorschlag einmal im Monat da ein Wochenende zu verbringen.

So kann er mit seinen alten Freunden treffen, schlafen kann er sicher bei einem Freund oder bei der Familie.

Meine Freundin ist 100 KM weggezogen und wir sehen uns immer noch.

Mal hier mal da.

LG

Beitrag von kathrincat 16.05.10 - 19:03 Uhr

ihr müsst nur 1 stunde fahren, ist doch keine strecke, da könnt ihr doch schnell am wochenende seine fam. besuchen und seine alten freunde.

Beitrag von karna.dalilah 16.05.10 - 08:34 Uhr

Ich bin 500km wegen Job und Liebe weggezogen.(vom Süden in den Norden)
Die Beziehung war frisch- sehr frisch. Ich habe 2 Kinder mit in die Beziehung gebracht.
Ich bin auch nach HH :-D
Und...
Unsere Beziehung funktioniert immer noch und wir sind im 5. Jahr :-p
Gut es ist die Mentalität ist eine andere man gewöhnt sich an anderes und vermißt auch mal Vergangenes.
Ganz ehrlich man "trauert" auch "daheimgeblieben" den vergangenen Tagen nach.

Aus meiner Sicht, sollte man vor solchen Entscheidungen 2 Dinge genau betrachten.

Was genau vermißt dein Freund?
Ist er sich bewußt, dass auch in Meck Pomm die Zeit weitergegangen ist?
Das seine Freunde auch IHR Leben weitergelebt haben, Interessen sich in verschiedene Richtungen entwickelt haben?
Ist ihm bewußt, dass er vielleicht nicht den Platz im Leben seiner Freunde einnehmen kann, den er "verlassen" hat?
Möglicherweise wird nach der Willkommenszeit sich ebenso einsam fühlen.

Könnte es sein, dass dein Freund seine Vergangenheit in MeckPomm ein bisschen idealisiert?

Mein Mann kommt auch aus MeckPomm Nähe Schwerin.
Er liebt und schwärmt von seiner Heimat. Er schwärmt von seinen Erlebnissen da mit seinen Eltern mit seiner Clique, vom erlebten Zusammengehörigkeitsgefühl.
Wenn wir dort sind paßt jeder auf die Kinder auf,die draußen spielen.
Für die meisten da ist Gemeinschaft nicht nur ein Wort.
ABER auch das verschwindet zunehmend!
MeckPomm ist eines der ärmsten Bundesländer.
Arbeit zu finden ist schwieriger als hier-vom Lohn will ich mal nicht reden.
Laut Studie ist das Bildungssystem nicht unbedingt toll, ein Bekannter ist da bis voriges Jahr Leherer gewesen und sprach er ist froh jetzt in Pension gehen zu können.....
Wer weggehen kann, geht da weg. Von den Freunden meines Mannes leben nur noch maximal 2 Freunde da, wovon einer zur See geht.

Als zweites solltest du dir überlegen, ob du ggf bereit bist, dein Leben dort allein zu leben. Könntest du dir vorstellen da glücklich zu werden?
Die Gegend da ist nett. ;-)
Du solltest die Entscheidung für oder gegen einen Umzug nie aufgrund der Befindlichkeiten anderer treffen.
D.h. ungeachtet, dass deine Eltern und Freunde wenig Begeisterung zeigen und ungeachtet davon dass dein Freund im Moment unglücklich ist.
Du für dich musst entscheiden, ob du mit dieser Entscheidung glücklich bist und auch ggf allein da leben würdest. Denn was kommt weiß man nie.

Als Kompromiss können ja Urlaube, einige Wochenenden ja nach MeckPomm verlegt werden... ;-)


Beitrag von raena 16.05.10 - 09:45 Uhr

Ich finde das hast du sehr schön beschrieben, dass man den Platz den man mal verlassen hat nicht mehr einnehmen kann. In der Erinnerung ist das Gras immer grüner, die Sonne heller und das Lachen breiter!
Ich denke darüber muss er sich klar werden!

Rein sachlich muss man aber auch eines bedenken:
Wie sieht es dort mit einem Job und den Aussichten aus?
Hunderte von Menschen ziehne aus Meckpom weg, weil sie dort keine Arbeit finden oder keine Perspektive haben. Aus nostalgischen Gründen wieder hinzuziehen, kann man sich eigendlich nur dann leisten wenn man bereits wieder in Rente gegangen ist oder einen dort der Job des Lebens erwartet. Wenn man ein junge kleine Familie versorgen muss, dann sollte die finazielle Sicherheit weit mehr zählen als die Nostalgie!

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass er in Hamburg noch nicht so recht Anschluss gefunden hat und dann kann man ja mal Dinge unternehmen die das ändern können (in Vereine eintreten etc.)

LG
Taja

Beitrag von karna.dalilah 16.05.10 - 10:06 Uhr

Ich habe damals auch überlegt, ob ich bereit bin ggf auch allein mit meinen Kindern in HH zu leben.
Da die Aussichten auf einen Job im Süden eher schlecht standen und in HH auf jedenfall besser waren habe ich mich für den Umzug entschieden.
Ich hatte allerdings auch sofort einen Job und habe mich damit arragiert eine nicht sooo tolle Wohnung zu haben, aber ich habe sie allein finanzieren können.
Die Freunde die meine Freunde wirklich waren, sind mir geblieben.
Bei wirklich allen hat sich viel geändert. Sie haben auch ihre Prioritäten geändert. Wir halten unterschiedlichen Kontakt zueinander.
Und als ich das letzte Mal wieder da war habe ich gemerkt wie fremd mir das Ganze doch geworden ist :-D
Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier #rofl

Karna

Beitrag von fruehchenomi 16.05.10 - 16:16 Uhr

Ich arbeite in einer Kaserne mit zahlreichen Soldaten aus MeckPomm. Da meine Dienststelle für die Berufsförderung nach der Dienstzeit zuständig ist, kann ich Dir sagen, dass es mit Arbeitsstellen dort schrecklich mau aussieht - und die Löhne sind auch im Keller.
ALLE Soldaten von dort bleiben in Süddeutschland nach ihrer Dienstzeit. Gut, zwei auch, weil sie hier ihren Schatz gefunden haben #verliebt

Ich würde auch sagen, hilf ihm, in HH Fuß zu fassen, geh mit ihm in Vereine - und auch einfach raus.
Und das stimmt auch, wo man mal weg ist, ist man eigentlich auch weg....es wird ganz sicher nicht mehr wie früher.
LG Moni

Beitrag von frau_e_aus_b 17.05.10 - 11:15 Uhr

"Ist er sich bewußt, dass auch in Meck Pomm die Zeit weitergegangen ist?
Das seine Freunde auch IHR Leben weitergelebt haben, Interessen sich in verschiedene Richtungen entwickelt haben?
Ist ihm bewußt, dass er vielleicht nicht den Platz im Leben seiner Freunde einnehmen kann, den er "verlassen" hat?
Möglicherweise wird nach der Willkommenszeit sich ebenso einsam fühlen."

das hast du sehr treffend geschrieben.

Mein mann und ich sind vor 4jahren gemeinsam ausm Bremer Raum in den bayer. Wals gezogen (beruflich).
haben der "heimat" immer hinterher getrauert.

dann ergab es sich dass wir mal 5Wochen am Stück nach "oben" gefahren sind (ich in elternzeit und mein mann auch für 8wo) und wir haben gemerkt, dass die zeit weiter gegangen ist, dass unsere Freunde ihr Leben weiter gelebt haben, dass wir sehr viel verpasst haben und da irgendwie nicht mehr reinpassen. Hinzu kommt, dass wir ein Kind haben und wir die einzigen im "alten frreundeskreis" damit sind.

nun leben wir seit 7monaten an der Ostsee und fühlen uns pudelwohl. bauen uns hier ein neues leben auf und hoffen dass wir hier nicht wieder wegmüssen.

LG
steffi

Beitrag von bensu1 16.05.10 - 08:42 Uhr

hallo,

ich bin aus liebe vor 12 jahren von meiner heimat im norden österreichs in den süden österreichs gezogen.

es gibt schon zeiten, in denen ich mich frage, warum....
ich bin ein sehr familienbezogener mensch. mit meiner schwiegerfamilie klappt es aber überhaupt nicht. mittlerweile habe ich nur mehr zu meinem schwiegervater und seiner schwester kontakt.

wenn wir bei meiner familie zu besuch sind, fällt es mir oft schwer, wieder nach hause zu fahren. es wäre viel einfacher, wenn wir bei ihnen leben würden. ganz zu schweigen von meiner besten freundin, die auch im norden lebt. aber unsere existenz (eigene firma, eigenes haus) haben wir nunmal woanders.

soziale kontakte konnte ich wirklich erst knüpfen, seit meine kinder auf der welt sind. bis dahin war es schwierig, weil ich doch nur die "zugereiste" bin und mein mann schon zu diesem zeitpunkt sehr viel gearbeitet hat. und auf eigene faust mit gleichaltrigen etwas zu unternehmen, ist natürlich schwierig.

andererseits ist das leben hier preiswerter, die landschaft ist schöner und mein mann ist schließlich auch hier. grund genug. ;-)

ich hoffe, du findest für dich die richtige entscheidung.

liebe grüße #winke
karin

Beitrag von dominiksmami 16.05.10 - 09:13 Uhr

Huhu,

wenn die Umzugspläne Hand und Fuß hätten...also mein Partner und/oder ich VORHER einen Arbeitsvertrag in den Händen hätten, eine vernünfte Wohnung da wäre und das Umfeld als sicher anzusehen wäre ( also eine stabile Arbeitsmarktlage etc.), wir zudem genügend Startkapital hätten um Umzug, neue Wohnung etc. ohne jedes Problem zu finanzieren und keine Kinder drunter zu leiden hätten...

Dann wäre mir die Kilometeranzahl vollkommen egal.

Ohne diese Sicherheiten....wären mir 100 Km noch zuviel.

lg

Andrea

Beitrag von biene81 16.05.10 - 09:20 Uhr

Ich bin vor fast 5 Jahren von Deutschland nach Schottland gezogen, der Liebe wegen.
Wir kannten uns damals erst 6 Wochen und fuer mich war das kein Thema.
Inzwischen haben wir eine 3jaehrige Tochter und heiraten Anfang Juli.
Danach ziehen wir dann alle zusammen zurueck nach Deutschland ;-)

LG

Biene

Beitrag von siggi1986 16.05.10 - 09:32 Uhr

hi,

also ich bin aus liebe von Mittelthüringen nach bremen gezogen und bereue nix, ich wohne nun schon 4 jahre hier und ich finds gut so,
ich fahre 1 mal im jahr in meine alte heimat und das reicht mir auch.


lg siggi mit Sascha *23.04.05 und Dennis 26.04.09

Beitrag von pizza-hawaii 16.05.10 - 11:45 Uhr

Vermisst Du nichts? Für mich ist das auch nach acht Jahren noch der totale Kulturschock!

Ich finde das so schrecklich hier #schmoll

pizza

Beitrag von siggi1986 16.05.10 - 18:34 Uhr

hi,

nee eigentlich nicht, habe nicht das beste verhältnis zu meiner mutter von daher reicht es mir wenn wir ab und an mal teln und ich einmal im jahr mit den kinder hin fahre.

ich habe mich eigentlich mit der zeit daran gewöhnt in einer großstadt zu leben vorher war es ja nur ne kleinstadt gg

Beitrag von pizza-hawaii 16.05.10 - 19:20 Uhr

Ich hab ja vorher auch schon in einer Großstadt gelebt, 50.000 weniger Einwohner, aber dort war deutlich mehr los ;-)

pizza

Beitrag von silbermond65 16.05.10 - 10:11 Uhr

Was heißt denn "hoher Norden" ?
Schwerin liegt ja nun auch nicht grad im tiefsten Süden ,sonder eher hier oben.Da kann man doch sicher ab und an mal hinfahren.
Und was bringt es euch ,wenn ihr nach Schwerin zieht,damit es deinem Mann besser geht und DU bist dann die jenige die Heimweh hat?
Wir sind 96 von Mecklenburg über NRW hier oben nach NDS ins Ammerland gezogen.
Mein Mann ist inzwischen längst mein Exmann ,Familie haben wir hier oben keine ,aber ich will trotzdem nicht wieder zurück.
Wir fühlen uns wohl ,da wo wir jetzt wohnen.

Beitrag von mamamaja 16.05.10 - 10:52 Uhr

"Wie weit würdet ihr aus Liebe wegziehen?"

bis ans ende der welt #verliebt#verliebt#verliebt

lg
maja

Beitrag von nicola_noah 16.05.10 - 11:11 Uhr

Hallo,

Bis nach Texas#verliebt

Ob ich mich da wohl fühlen würde?
Ich fühle mich überall wohl wo mein Mann ist (Und es auch meinen Kindern gut geht,bzw.sie sich wohl fühlen,das wird sich ja noch heraus stellen);-)

Und deswegen werde ich in ein paar Monaten schon von Texas aus schreiben#verliebt

Beitrag von goldtaube 16.05.10 - 12:24 Uhr

Mein Mann kommt auch aus dem Osten und ich aus dem Westen. Entfernung gute 700 km. Er ist aus Liebe zu mir gezogen bzw. wir haben vorher drüber geredet.
Hauptgrund warum er zu mir gezogen ist: Im Osten sah und sieht es jobmäßig schlechter aus.
Hätte es dort jobmäßig besser ausgesehen und hätte er damals bereits einen guten Job dort gehabt, wäre ich zu ihm gezogen, weil es dort wo er herkommt schöner ist. Wir würden auch gemeinsam dorthin ziehen, wenn er dort einen guten Job bekommen würde. Ich hätte jetzt kein Problem mit ihm und unseren Kids dorthin zu gehen, weil ich es sehr schön dort finde und mich auch sehr zu Hause fühle, wenn wir seine Familie dort besuchen und dort Urlaub machen.

Bei uns wäre aber der Hauptgrund nicht, ob der eine hier glücklicher ist oder der andere da. Mein Mann vermisst seine Familie auch und ehemalige Freunde. Trotzdem ist er auch glücklich hier.
Meinst du nicht du würdest deine Familie und Freunde vermissen und dann eventuell unglücklich sein? Soll dann das Spiel wieder von vorne los gehen? Ihr zieht dann wieder zurück, weil er dich glücklich machen will?

Den anderen glücklich zu machen sollte nicht der Hauptgrund sein. Einer wird immer auf irgendwas verzichten müssen.


Beitrag von donaldine1 16.05.10 - 13:30 Uhr

Hallo,
ich hab es getan (400km Entfernung). Ehrlich gasgt, ich bereue es bis heute. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, hier den Rest meines Lebens zu verbringen. Ich werde es wohl auch nicht tun. Ich finde es absolut schrecklich hier. Liebe alleine genügt eben nicht unbedingt. Bei uns ist sie auch ziemlich abgekühlt, u.a. deshalb, weil ich häufig unzufrieden und nörgelig bin.
Bei mir ist ein Hauptpunkt, daß ich aus einer Großsstadt kam. Und hier ist die nächste Stadt in der Größe über 100 km weg. Ansosnten nur Mini-Kleinstädte, für mich nahezu unerträglich! Ich denke, wenn ich nach Bremen, Hamburg o.ä. gezogen wäre, dann hätte ich dieses Problem eher nicht.
Überlege dir vor allem, ob du mit der Gegend und der Art zu Leben dort klar kommen kannst, wie gesagt z.B. Dorfbewohner in der Großstadt oder Städter aufs platte Land gestalet sich bestimmt oft recht schwierig.
LG
donaldine1

Beitrag von bruchetta 16.05.10 - 13:31 Uhr

Meine Schwester ist vor vielen Jahren von Bremen nach Mainz gezogen.
Sie hat oft Heimweh. Leider ist es nicht zu ändern, weil mein Schwager seinen hervorragenden Posten nirgendwo anders wieder bekommt.
Sie kommen 1-2 mal im Jahr zu uns hoch.
Unterschätze Dein eigenes Heimweh nicht, wenn Du wegen seinem Heimweh umziehst.

Beitrag von honolulumieze 16.05.10 - 16:17 Uhr

Ich wäre niemals weg gezogen. Und daher hab ich mir auch nie jemanden gesucht, der weiter weg wohnte. Hier ist meine Familie. Niemals hätte ich meine Großeltern allein gelassen. Hier habe ich irgendwann ein Haus. Hier bin ich geboren und hier bleibe ich. Kann jeder für engstirnig halten. Mein Freund sieht es genauso. Er kommt aus dem gleichen Ort wie ich. Hat auch was für sich.

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