Warum soll Muttermilch eigentlich so toll sein?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von wunderbaum 16.05.10 - 11:33 Uhr

Immer wieder frage ich mich, warum so eine Welle um die Muttermilch gemacht wird. Ist das nicht nur eine aktuelle Mode und kann es nicht sein, dass in ein paar Jahren wieder dagegen gewettert wird?

Ich hab irgendwie immer ein schlechtes Gefühl, wenn ich meiner kleinen die Brust gebe. Immer wenn sie Pulvernahrung trinkt, geht es ihr gut und sobald ich sie mal wieder stille, geht das Theater wieder los. SIe hat Blähungen, ist unzufrieden usw. Also kann die doch nicht so toll sein??? Außerdem gehen da sämtliche Umweltgifte über, wenn man mal abnimmt usw. sämtliche Stoffe gehen da rein. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das auf Dauer so gut sein kann. Ich persönlich habe immer ein besseres Gefühl, wenn ich Pulvernahrung gebe...irgendwie...Ich traue der MUmi irgendwie nicht so über den Weg. Und das die gestillten Kinder gesünderr sind glaub ich auch nicht. Alle Kinder die ich kenne die gestillt wurden, haben alle möglichen Leiden und Allergien, die Pulverkinder hingegen sind oft sogar gesünder, ist meine Erfahrung. Was meint ihr?Bin hin und hergerissen

Beitrag von dragonmother 16.05.10 - 11:39 Uhr

Was so toll an Muttermilch ist?

Muttermilch ist das natürlichste der Welt. Jedes Tier bekommt Muttermilch um aufzuwachsen. Warum sollte "Chemie" da besser sein?

Abgesehen davon das es günstig und praktisch ist, bekommt da Kind durch die Muttermlich immer die auf das Kind abgestimmte Nahrung.
Antikörper werden weiter gegeben...und und und.

Beitrag von yasmin2101 16.05.10 - 11:41 Uhr

Wieso stillst du sie dann überhaupt noch wenn du ein schlechtes Gefühl bei der Sache hast? #gruebel

Stillen ist das natürlichste auf der Welt und keine "künstliche Milch" kann das ersetzen!
Das ist ja schon mehrfach bewiesen worden.
Allerding ist es auch nicht schlimm die Flasche zugeben. Das muss eben jede Mama für sich entscheiden. Ich denke Still - sowie Flaschenkinder werden sich gesund entwickeln also von daher kein Stress ;-)

LG
Yasmin + Dina *23.11.2009

Beitrag von cristmas 16.05.10 - 11:42 Uhr

habe meine Tochter 7 Monate voll gestillt, jetzt ist sie 1,5 JAhre alt und sie war bisher noch nie Krank oder hat Auschläge. Sie ist ein sehr fittes Kind, ich weiss nciht ob es am stillen liegt. JHedenfalls bin ich der Meinung das stillen nur gut fürs Kind ist wenn die Mutter gerne stillt. Sie muss possitive Gedanken haben, und nicht schon einen Frust schieben wenn sie ihr Kind anlegt. Natürlich gibt es Anfangsschwierigkeiten.....bei den einen klappts bei den anderen nicht. Aber die eigene Einstellung dazu trägt viel bei.


JEtzt da ich wieder ss bin fühle ich mich nicht gut bei dem Gedanken mein Baby zu stillen, aber vielleicht ändert sich das ganze noch.

lg cristmas

Beitrag von mike-marie 16.05.10 - 11:44 Uhr

Seit tausenden von Jahren hat die Menschheit mit Muttermilch überlebt und andere Säugetiere auch. Mir reicht dieser Gedankenansatz um zu wissen das Muttermilch das gesündeste ist.
Glaubst du wirklich das künstliche Säuglingsmilch schadstofffrei ist und gänzlich unbelastet?

Wenn du dich mit dem stillen so schlecht fühlst dann lass es bleiben. Das muss jede Mutter für sich selbst entscheiden.

Lg

Beitrag von moonlight83 16.05.10 - 11:45 Uhr

Hallo,
vielleicht klappt das mit dem Stillen bei euch nicht so, weil Du von vornherein ein schlechtes Gefühl dabei hast.
Das überträgt sich natürlich aufs Baby.
Ich finde Muttermilch Pulvermilch überlegen, einfach weil es natürlich ist und es einfach so vorgesehen wurde, Babys damit zu füttern.
Sie enthält halt alle wichtigen Nährstoffe.
Pulvermilch stammt halt meistens von Kühen und ist nur synthetisiert.
Wenn Du aber bei Pulvermilch ein besseres Gefühl hast, dann mach das!
Ich konnte übrigens beim zweiten Kind auch nicht stillen, aufgrund Medikamenteneinnahme.

Beitrag von na-de06 16.05.10 - 11:45 Uhr

Hi!

Ich würde dir raten wenn du so unentschlossen bist und dich so umwohl fühlst beim stillen, das du abstillst. Das musst du ganz alleine entscheiden.
Ich habe Lara auch nciht gestillt, weil ich mich dabei unwohl fühle.
Ich finde das sollte jeder selber entscheiden. Ich kenne viele Kinder die gestillt wurden und auch Allergien und so haben. Und auch Kinder die Flasche bekommen haben und auch Allergien haben.
Klar ist Muttermilch billiger und du hast sie immer dabei. Aber wir sind mit der Flaschennahrung auch gut gefahren. Erst Beba HA Pre und dann Beba HA 1. Lara gehts blendend.
Du musst wissen was du machst, aber dein Umwohlsein beim stillen wirkt sich auch auf dein Kind aus...

LG Nadine und Lara

Beitrag von diana1101 16.05.10 - 11:46 Uhr

Hi,

Muttermilch ist und bleibt das Beste für das Baby, darüber muss man nicht diskutieren.
Es ist die Zusammensetzung der Milch, die für die Babys besser ist, die Vitamine, die Mineralien, die Ballaststoffe - falls sie welche enthält. Die Kohlenhydrate, die ungesättigten Fettsäuren.. alles eben.

Wenn Frau die Brust gibt, muss sie sich natürlich an bestimmte Dinge halten, nicht rauchen, kein Alkohol, manche Lebensmittel müssen weggelassen werden.
Natürlich ist man als Mutter auch Umweltgiften ausgesetzt, aber das Baby auch!
Man kann es ja nun mal schlecht in Watte packen.

Nichtsdestotrotz gibt es sicherlich auch Frauen, wo das Baby die Muttermilch nicht verträgt, warum auch immer.
Ich persönlich hätte super gerne gestillt, hatte aber fünf Tage nach Geburt immer noch keinen Milcheinschuß und habe somit die Flasche gefüttert.
Flasche füttern ist einfach. Auch wenn es teuer ist.

Ich und meine Schwestern sind alle gestillt worden und habe keine Allergien.
Die Tochter einer Freundin hat die Flasche bekommen und hat ganz arge Probleme mit der Lunge.
Man kann sich jetzt streiten ob es daran liegt, das sie die Flasche bekommen hat.

Egal, ob man Flasche oder die Brust gibt. Beide, Mama und Baby sollte damit glücklich sein.

MfG Diana & Johanna *22 Mai ´09

Beitrag von wunderbaum 16.05.10 - 12:48 Uhr

Eigentlich wollte ich schon gerne stillen aber bin nun skeptisch geworden, weil meine Kleine immer solche Probleme von der Milch hat. Dann stell ich mir die Frage, ob meine Milch denn auch NÄhrstoffen enthält da ich aufgrund des Babystresses weder zum Essen noch z um trinken komme. Ich hab schon 20 kg in 4 Wochen abgenommen, weil ich einfach nur Stress hab mit meinem Schreibaby. Und jedesmal wenn ich sie stille bekommt sie schlimme Blähungen und wenn ich ihr mal einen Tag lang nur Pulvermilch gebe, dann geht es ihr irgendwie besser, sie schläft einigermaßen besser und hat auch nicht diese Bauchkrämpfe.

Meine große Tochte habe ich 7 Monate voll gestillt, aber ich kann nicht behaupten, dass sie sooo abgehärtet und fit war. Sie war in den ersten 3 Jahren ständig krank, immer Lungenentzündung, Bronchites usw. Sie war schon 4 mal im Krankenhaus, weil sie immer so schlimme Infekte hatte. Gott sei Dank hat sich das dann im Alter von 4 Jahren gelegt. Ich weiß auch nicht, mir geht es komisch. Wenn ich sie stille hab ich ein schlechtes Gewissen, dass sie was Schlechtes bekommt und wenn ich sie dann nicht mehr stille, hab ich ein schlechtes Gewissen, weil ich ihr evtl was vorenthalte. Es macht mich wahnsinnig. :-(

Beitrag von diana1101 16.05.10 - 13:13 Uhr

Hast du denn schon mal abgepumt?

So das dir das füttern auch jemand anderes abnehmen könnte?

Hast du schonmal mit deiner Hebamme gesprochen?
Stillberaterin?
FA?
Kinderarzt?

20kg in 4 Wochen ist wahrlich heftig und auch nicht gut.

Ich an deiner Stelle würde wahrscheinlich die Flasche geben und abstillen. Damit du auch wieder etwas zur Ruhe kommst, du dich wieder erholen kannst.
Und es der Kleinen wieder besser geht. Und das sie vielleicht auch zur Ruhe kommt.
Sie merkt es das du dir so einen Kopf machst.

Egal wie du dich entscheidest, drücke dir die Daumen.

LG Diana

Beitrag von moonlight83 16.05.10 - 13:17 Uhr

Lass Dich mal drücken... und rechtfertigen brauchst Dich auch nicht.
Manche hier fühlen sich gleich persönlich angegriffen, wenn man das Stillen in Frage stellt.
In Deiner Situation, so wie Du sie schilderst würde ich auf Flasche umsteigen.
Da kann schon was dran sein, wenn Du nicht dazu kommst gesund und ausgewogen zu essen, dass das Kind dann nicht optimal versorgt wird und somit unzufriedener ist.
Du brauchst kein schlechtes Gewissen haben. Hauptsache es geht euch wieder besser.

Beitrag von wunderbaum 16.05.10 - 14:00 Uhr

Danke für eure lieben Worte! Als Mutter hat man es wirklich nicht leicht. Vielleicht sollte ich mich auch mal an eine Stillberatung wenden. Oder es wirklich einfach lassen. Die Flasche verträgt sie ja gut. Hab hier aber gestern gelesen, dass viele die Milch mit Fencheltee zubereiten. Das habe ich dann gestern Abend auch getestet und daraufhin hatte sie 12 Stunden lang Bauchkrämpfe und Blähungen....komisch, sollte doch eigentlich das Gegenteil bewirken #kratz

Beitrag von specht78 16.05.10 - 14:38 Uhr

Hallo,

ich hab gerade kürzlich gehört, dass man nur dann die Milch mit Fencheltee zubereiten soll, wenn das Baby schon Bauchweh/Blähungen hat und nicht zur Vorbeugung - denn dann würde es genau das Gegenteil bewirken... Sieht ja so aus, als wäre da was dran, was du so beschreibst...

Im Übrigen stelle ich auch gerade vom Stillen auf Flasche um (mein Sohn wird morgen 8 Wochen alt) und mir geht es dabei echt besser!!! Ich habe immer noch (seit Anfang an) wunde Brustwarzen, die einfach - trotz cremen, Softlaserbehandlung, Stillhütchen... - nicht besser werden. Mein Kleiner kommt leider auch alle 2,5 Stunden, so haben meine Brustwarzen kaum Zeit, sich zu regenerieren...

Ich hab mich dadurch so verrückt gemacht und hatte nur noch Schmerzen beim Stillen, dass Benjamin auch total unruhig war die letzten 2 Wochen und extrem viel geschrien hat. Und wahrscheinlich wurde er zudem nicht richtig satt, weil ich ihn nach einiger Zeit einfach abnehmen musste, weil ich die Schmerzen nicht mehr ausgehalten habe. #heul

Seit ich nur noch den Druck wegtrinken lasse und ihm die Flasche gebe, sind die Schmerzen besser geworden, er schläft besser ein ohne zu knatschen, beschäftigt sich länger mit sich selbst und ist einfach zufriedener, total goldig und lacht viel mehr - das zeigt mir, dass ich richtig entschieden habe! Und nachts klappt es bislang noch mit dem stillen, mal sehen, wie lange noch...

Also, wenn du ein schlechtes Gefühl hast beim stillen, dann höre wirklich auf damit, denn wie schon oben geschrieben, überträgt sich das auf dein Kind... Lieber eine zufriedene, ausgeglichene Flaschenmami als eine kreuzunglückliche Stillmami! :-)

Wünsche dir alles Gute!

LG Specht mit Benjamin

Beitrag von hebigabi 16.05.10 - 19:31 Uhr

Stell dein Kind mal einem Osteopathen vor .

Hab gerade genau so eins in der Nachsorge und die waren am Freitag los- hatte mehrere Blockaden und am Samstag bei nächsten Termin hatte ich eine absolut strahlende Mutter auf dem Sofa sitzen, weil das Kind auf einmal deutlich entspannter is(s)t und sich verhält.

LG

Gabi

http://www.kidsgo.de/hebammen-tipps/tipp-bei-koliken-und-bauchweh/31/

Beitrag von schullek 16.05.10 - 14:56 Uhr

hallo,

wenn du der muttermilcn nicht traust, ja was soll man da machen. es ist wisssenschaftlich erwiesen, wie gesund die mumi ist, trotz umweltgiften. und mal nebenbei: die milch der kühe, aus der die säuglingsmilch ist, stehen auch in dieser umwelt rum;-)

in der mumi sind so viele stoffe, die in der säuglingsnahrung so nicht drin sind und bei einigen, bestimmten lebenden bestandteilen ist es nicht mal möglich die zu kopieren. säuglingsnahrung ist nun einmal in pulverform udn wird nicht frishc hergestellt direkt fürs baby im moment der nahrungsaufnahme.

deine tochter wird mit blähungen reagieren, weil sie irgendetwas in deiner eigenen nahrung nicht verträgt., häufig sind das milchprodukte, aber auch bestimmte gtreidesorten oder hüslenfrüchte. das kannst du einfach rausfinden, indem du bestimmte dinge weglässt udn dann stillst.

lg

Beitrag von schwilis1 16.05.10 - 15:37 Uhr

schade dass du der Muttermilch nicht über den Weg traust. (vll liegt es ja an deiner ernährung dass dein kind sie nicht so gut verträgt)
ansonsten überleg mal aus was das Pulverzeugs hergestellt wird? also wir haben Kuhmilch. aus der wird irgendwie magermilchpulver hergestellt und Molke. (ich weiss nicht wie und ich will es nicht wissen) dann haut man irgendwelch vitamine, mineralstoffe, stärke, füllmittel, weiß der geier was alles rein und enthält nachher ein pulver was unsere Kinder ernähren soll.. ein Präparat... das mit dem ausgangsstoff milch nur noch die Farbe überein hat. und dem zeugs vertraust du mehr als der Muttermilch?
Meinst du nicht auch, dass es falsch ist, Kühe mit Tierkadaver mehl zu füttern? und diese Kühe werden gemolken und der ihre milch bekommt dein kind?
selbst wenn ich nicht stillen könnte würde ich meinem Kind diese Säuglingspampe nicht antun wollen. es gibt mehr möglichkeiten.

Beitrag von kula100 16.05.10 - 17:18 Uhr

Hallo,

normalerweise ist es eher andersrum das die Babys Blähungen eher von der Pulvermilch als von der Mumi bekommen. Natürlich nicht alle. Aber es könnte in Deinem Fall natürlich auch daran liegen was Du zu Dir nimmst. Ich esse z.b. auch Zwiebeln, Knoblauch und andere Blähende Zutaten und mein Kleiner hatte zum Glück nie was mit Blähungen zu tun. Aber wenn Du Dich unwohl fühlst bzw. nicht hinter dem stillen stehst dann rate ich Dir abzustillen. Ich finde man sollte es nicht machen nur weil man ein schlechtes Gewissen hat sondern weil man weiß das es das beste ist für sein Baby.

lg kula100

Beitrag von laboe 16.05.10 - 22:25 Uhr

Hallo wunderbaum,
das ist komisch: Ich empfinde das genauso wie du. Ich werde mein 2. Kind nicht stillen (das hat aber auch andere Hauptgründe) und ich denke mir das mit den Umweltgiften auch so. Abgesehen davon: Ich habe genau die gleichen Erfahrungen gemacht mit den Kindern in meiner Umgebung: Viele der ehem. Stillkinder haben mit Allergien oder häufigen Infekten zu kämpfen im Gegensatz zu den "Flaschenkindern". Ganz komisch. Ich halt mich immer zurück, weil man nicht wirklich nachgewiesene Argumente hat. Und die Mütter dann immer sehr persönlich angegriffen sind. Aber letztlich muss jeder das für sich im Gefühl haben.

Laboe (26.SSW)