Sat Schüssel auf dem Dach aber wohl nicht erlaubt ... Brauche mal Tips

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von claudia.1970 16.05.10 - 17:01 Uhr

Hallo zusammen

Ich habe folgendes Problem.
Wir wohnen in einem 6 Parteien Haus und haben keinerlei Fernsehanschluss.
Weder Kabelfernsehen noch Hausantenne. Auch eine allgemeine Satelittenschüssel gibt es nicht. Auf dem Dach war lediglich eine nicht mehr funktionierende Hausantenne. ( Laut den anderen Mietern hier hat die schon seit über 15 Jahren nicht mehr funktioniert ).
Die Mieter hier haben sich entweder DVB-T gekauft oder aber eine Schüssel an die Wand montiert.

Da wir aber hinterm Haus riesige Bäume haben die die Sicht zum Satelliten versperren ist für uns im EG das anbringen einer Schüssel unmöglich.
Die erste Etage hat mittlerweile auch Probleme und kein Bild mehr sobald es nur minimal windig ist.

Da ich meine Schüssel vorher im Garten an einem Mast im Boden hatte konnte ich zumindest im Winter noch schauen. Jetzt wo die Bäume voller Blätter hängen ist bei mir natürlich auch Ende.
Mein Vermieter hat mir verboten Löcher in die Wand zu machen um meine Schüssel dort zu befestigen.
Was ich eh nicht machen würde da die Wände die zugänglich sind eh nicht als Standort taugen.

Jetzt hat mein Freund am Wochenende die Schüssel auf dem Dach befestigt. Die Kabel alle fachmännisch verlegt und die Schüssel ist bombenfest.
Da dies für uns absolut der einzige Weg war überhaut Fernseh zu schauen. Oder aber wir hätten alles auf DVB-T umrüsten müssen hier.

Meine Nachbarin mit der ich mich sehr gut verstehe sagte mir nun heute das man keine Schüssel aufs Dach machen dürfte und das sie letzte Woche schon bei der Hausverwaltung angerufen hat weil sie mittlerweile ja auch nicht mehr gucken kann.
Die Hausverwaltung sieht sich nicht in der Pflicht dafür zu sorgen das hier jeder Fernsehen kann.

Ich bin jedoch davon ausgegangen das das zur Wohnung gehört.

Die Schüssel die ich habe die hab ich von der Vormieterin meiner Wohnung übernommen ( in meiner alten hatte ich Kabelanschluss ) und konnte damit allerdings nie richtig fernsehen ausser eben im Winter als die Bäume kahl waren.

Wie verhalte ich mich jetzt wenn die Hausverwaltung das mit meiner Schüssel auf dem Dach mitbekommt und ich diese wohmöglich wieder entfernen muss ????
Kann ich darauf bestehen das die Hausverwaltung dafür zu Sorgen hat das wir hier normales Fernsehprogramm haben ????

LG
Claudia

Beitrag von fensterputzer 16.05.10 - 17:22 Uhr

wenn sie eure Schüssel nicht dulden wollen MÜSSEN sie selbst eine GROßE aufstellen für alle Mieter!

lg Dirk

Beitrag von claudia.1970 16.05.10 - 17:32 Uhr

Tja und genau das tun sie nicht.
Die Hausverwaltung wollte sogar das die anderen Mieter ihre Schüsseln von der Wand abmontieren.
Erst nachdem meine Nachbarin gesagt hat das sie sonst kein Fernsehen haben und das die Schüssel nunmal schon seit Jahren da hängt und hier nichts anderes mögllich ist wurde es GEDULDET das die Schüssel da oben an der Wand bleibt.

Wie aber erwähnt gibt es diese Möglichkeit für uns nicht da wir Erdgeschoss wohnen und keine verwendbare Höhe erreichen würden um unsere Schüssel anzubringen.
Deshalb sind wir nun aufs Dach ausgewichen.

Habe eben mal gegooglet und einen Beitrag gefunden wo hervor ging das mir niemand verbieten kann eine Schüssel aufs Dach zu bringen VORRAUSGESETZT es gibt keinen allgemeinen Antennenanschluss.
Und diesen gibt es ja hier im gesamten Haus nicht.

Allerdings war das ein Beitrag für München und ich weiss nicht ob das auch hier in NRW gilt

Ich poste mal hier den Text:

Weil Fernsehen ein Grundrecht ist, gehört das Anbringen einer normalen Stabantenne am Haus zum vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung. Und zwar selbst dann, wenn im Mietvertrag etwas anderes steht! Das heißt, wenn es keine Gemeinschaftsantenne auf dem Dach gibt (aber nur dann!), kann der Vermieter nicht verhindern, dass der Mieter selbst eine Außenantenne am Haus montieren lässt, um einen guten TV-Empfang zu bekommen. Er muss bei der Montage lediglich darauf achten, dass das Gebäude nicht verschandelt, die Arbeit der Schornsteinfeger nicht behindert und das Dach nicht beschädigt wird.

Quelle: Mieterverein München

LG
Claudia

Beitrag von fensterputzer 16.05.10 - 17:37 Uhr

ich hab lange in NRW Schloß Neuhaus gelebt und da war es auch so. Wir durften ne Schüssel anbauen

Beitrag von claudia.1970 16.05.10 - 17:42 Uhr

Auch gegen den Willen des Vermieters ????

Das ist eben mein Problem. Es ist ja nunmal nur eine Mietwohnung und die Hausverwaltung sagt ganz klar, KEINE Schüssel an der Wand und erstrecht keine auf dem Dach.
An der Wand die Schüsseln der Nachbarn werden jetzt allerdings geduldet weil hier eben keine andere Möglichkeit zum fernsehen besteht.

Aber laut meiner Nachbarin wurde von seiten der Hausverwaltung eben explizit verboten eine auf dem Dach anzubringen. Denn meine Nachbarin hatte danach gefragt weil ihre Schüssel mittlerweile auch so tief hängt das sie nicht mehr lange Fernseh gucken kann da die Bäume ja wachsen und somit die Sicht zum Satelliten versperrt ist.

Beitrag von fensterputzer 16.05.10 - 17:46 Uhr

Ja, gegen den Willen des Vermieters, wir hatten damals so einen irren Hausbesitzer der keinerlei Löcher in Wänden etc dulden wollte, der hat sogar gegen die Stadt geklagt weil er keine Hausnummer anbringen wollte wegen der 2 Bohrungen..#rofl

Beitrag von nick71 16.05.10 - 18:52 Uhr

"gehört das Anbringen einer normalen Stabantenne am Haus zum vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung."

Wenn ich jetzt nicht total daneben liege, ist eine Satellitenschüssel keine Stabantenne....somit wäre das Urteil für dich also uninteressant.

Ich kann dir zu deiner Frage nix sagen und würde mich an deiner Stelle beim Mieterverein nach der Rechtslage erkundigen, wenn dein Vermieter verlangt, dass die Schüssel entfernt wird.

Eine einfache Auskunft kostet bei uns knapp 20 Euro, und die bekommt man im Rahmen einer so genannten Kurzmitgliedschaft.

Beitrag von claudia.1970 16.05.10 - 18:58 Uhr

Naja ich bin seit Jahren Mitglied beim Mieterschutzbund

Werde mich also da wirklich mal schlau machen

LG
Claudia

Beitrag von miau2 16.05.10 - 18:50 Uhr

Hi,
das von dir genannte Urteil kenne ich, und vor ein paar Jahren hätte ich auch noch gesagt, dass Sat-Schüsseln an der Hauswand geduldet werden müssen (wobei, auf dem Dach - keine Ahnung, ob das da auch gilt).

Allerdings weiß ich nicht, ob die Gerichte heute auch noch und vor allem überall so urteilen würden. Ja klar, du hast ein "Recht" auf Fernsehen. Nur - hast du auch ein Recht auf Fernsehen DEINER Wahl?

Du setzt die Sat-Schüssel aufs Dach, weil du keine Lust auf DVB-T hast.

Ob der Vermieter DAS wirklich dulden muss, nur weil du keine Lust hast, eine andere zur Verfügung stehende Möglichkeit zu nutzen - keine Ahnung, ob es darüber schon Urteile gibt.

Da würde ich noch mal nachforschen. Mag ja sein, dass das "Schüssel-Urteil" noch aus Zeiten stammt, wo es außer Sat oder Kabel keine Alternative (für mehr als 2-3 Programme) gab...

An deiner Stelle hätte ich (bzw. haben wir, wir hatten keinen Bock auf die hohen Kabelgebühren) auf DVB-T umgerüstet, statt einfach so eine Sat-Schüssel aufs Dach zu stellen (wie habt ihr die überhaupt befestigt da oben?).

Du hast ja offenbar die Möglichkeit, "normal" fernzusehen. Das du keinen Bock auf DVB-T hast ist doch nicht die Schuld vom Vermieter....Wenn ihr also in einer Gegend wohnt, wo DVB-T eine wirkliche Alternative ist (was nicht überall der Fall ist, aber halt doch in einigen Gegenden) wäre ich vorsichtig mit dem "Anrecht" auf eine Satellitenschüssel.

Sagt ein totaler rechtlicher Laie, allein vom Gefühl her, was natürlich vollkommen falsch sein kann. Wir gucken - störungsfrei und mit sehr wenig finanziellem Einsatz - im Erdgeschoss, mit hohen Bäumen und Häusern drum herum 17 Programme per DVB-T.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von fensterputzer 16.05.10 - 18:52 Uhr

nach etlichen Grundsatzurteilen hat der Vermieter für Empfang zu sorgen.
wir sprich meine Ellis haben es auch durchgeklagt

Beitrag von miau2 16.05.10 - 19:07 Uhr

Hi,
nun, der Empfang ist ja nun mittlerweile in vielen Gegenden auch ohne Sat-Schüssel möglich.

Ist der Vermieter auch noch dazu verpflichtet, wenn es auch ohne Schüssel empfang gibt? Er wäre es doch auch nicht, wenn man die Wahl hätte, für Kabelanschluss zu blechen...dann müsste er doch auch keine Schüssel erlauben, oder?

Es GIBT ja Empfang, nur nicht so, wie gewünscht.

WIR wollten auch keinen Kabelanschluss, also nicht die zur Verfügung stehende Variante. Aber auf die Idee, deshalb eine Schüssel aufs Dach zu stellen wäre ich nicht gekommen, schließlich gibts ja eine Alternative.

Egal wie, wie gesagt, ich bin Laie. Hätte nur gedacht, dass auch Vermieter noch irgendwelche Rechte habe ;-), vor allem, WENN es eben eine Alternative gibt (die es ja vor nicht allzu langer Zeit noch nicht gab, vor 2 Jahren mussten wir hier noch Kabel bezahlen, um gucken zu können).

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von claudia.1970 16.05.10 - 18:57 Uhr

Hallo

Also so ganz gehe ich mit dir nicht konform
Denn DVB-T Antennen und Reveiver muss ich selbst zahlen.
Die Schüssel habe ich von meiner Vormieterin übernommen und in meiner alten Wohnung hatte ich Kabelanschluss.

Warum kann der Vermieter mich also zwingen DVB-T Antenne und Receiver zu kaufen ??
Ist nicht der Vermieter verpflichtet für Fernsehen zu sorgen ?

Und genau das tut der Vermieter nicht.

Jeder hier im Haus hat eine Schüssel an der Wand, dies ist uns jedoch nicht möglich da wir im EG wohnen und dies die einzige EG Wohnung ist.

Und zu Deiner Frage wie wir die Schüssel da oben befestigt haben. Es war eine Vorrichtung auf dem Dach an der wir die Schüssel befestigt haben. Knapp 10 cm über den Dachziegeln. Sie ist bombenfest und sicher dort oben befestigt. Alle Kabel unter den Dachpfannen verlegt und wenn man nicht ganz genau hinsieht dann sieht man die Schüssel nichtmal.

Das einzige was man sieht sind die Kabel die an der Hauswand wo die anderen Schüsseln hängen, ebenfalls nun entlanghängen.

Beitrag von miau2 16.05.10 - 19:14 Uhr

Hi,
"ist nicht der Vemieter verpflichtet, fürs Fernsehen zu sorgen"?

Na ja, ich bin bisher davon ausgegangen, dass der Vermieter im Zweifel die grundsätzliche Möglichkeit geben muss und der Mieter die ggfs. anfallenden Kosten übernimmt. Also eben die Kabelgebühr z.B. (was hier in ca. 4 Monaten mehr gewesen wäre als die komplette DVB-T-Erstausrüstung...). Wenn du keinen Receiver hättest - wäre der Vermieter dann verpflichtet gewesen, den zu stellen? Nur, weil du die für diese Wohnung "falsche" Ausrüstung hast, ist er dann verpflichtet, alles hinzunehmen?

Wenn es Kabel im Haus gäbe hättest du auch nur die Wahl zwischen "zahlen" und "nicht gucken" - warum soll das jetzt so anders sein und plötzlich der Vermieter die Kosten übernehmen?

Ich habe wie gesagt von der rechtlichen (aktuellen) Seite keine Ahnung, dir wurde ja schon der Tipp gegeben, dich an den Mieterschutzbund zu wenden, wenn der Vermieter Ärger macht.

Verstehen könnte ich seinen Ärger schon. VORHER fragen hätte ich zumindest erwartet statt vollendete Tatsachen, erst recht auf dem Dach...

Viel Erfolg jedenfalls und viel Spaß beim gucken (und mich würde wirklich mal interessieren, wie es ausgeht...)

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von claudia.1970 16.05.10 - 19:26 Uhr

Haben eben nochmal das Wohnungsinserat in der Hand gehabt.

Dort stand sogar damals drin. Digitales Satelitten Fernsehen .....

Hat dann nicht der Vermieter dafür zu sorgen das ich hier Satelittenfernsehen empfangen kann ????

Dann hätte ich es mir vor 2 Jahren sparen können meinem Vormieter die Schüssel mit Receiver abzukaufen und hätte mir direkt DVB-T kaufen können.

Beitrag von fensterputzer 16.05.10 - 19:39 Uhr

Heb das gut auf denn dadurch kannst du ihn sogar zwingen alle mit dem Sat empfang verbundenen Kosten zu übernehmen. sowas nennt sich klassisches Eigentor

Beitrag von claudia.1970 16.05.10 - 19:57 Uhr

Jo hab ich gut aufgehoben.
Da für mich die Wohnung damals wie ein 6er im Lotto war nachdem ich 10 Jahre vergeblich nach einer großen Wohnung gesucht habe, hab ich mir das Zeitungsinserat einlaminiert und an die Wand in den Flur gehängt :-)

Beitrag von nick71 16.05.10 - 21:26 Uhr

"Haben eben nochmal das Wohnungsinserat in der Hand gehabt.

Dort stand sogar damals drin. Digitales Satelitten Fernsehen ....."

Was im Inserat stand, dürfte irrelevant sein, sofern es nicht auch mietvertraglich festgehalten wurde. Ohne Gewähr auf rechtliche Richtigkeit allerdings. Ich würd echt abwarten und im Falle des Ärgers mit dem VM beim Mieterschutzband nachfragen. Möglicherweise kommt es so weit gar nicht und du hast dir unnötig nen Kopp gemacht.

Beitrag von miau2 17.05.10 - 07:57 Uhr

Frag beim Mieterschutz.

Und vielleicht einfach mal mit dem Vermieter reden, manchmal wirkt das wie ein kleines Wunder, und vielleicht ist die ganze Diskussione ja dann hinfällig ;-). Denn NOCH hat er ja gar nicht protestiert, oder?

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von wasteline 16.05.10 - 18:58 Uhr

Hier kannst Du ganz viel dazu lesen

http://www.mieter-themen.de/gate.html?name=Sections&op=printpage&artid=708

Beitrag von noah-malik 17.05.10 - 14:08 Uhr

Hallo Claudia,
gestern abend kam im TV das man wenn kein Kabelanschluss zur Verfügung steht den Mietern erlauben muss eine Sat-Schüssel aufzustellen.
LG Sabine