Kennt sich jemand aus?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von segelwind 16.05.10 - 19:59 Uhr

Hallo.Kurzfassung von der Geschichte.
Ich bin geschieden,habe 2 Kinder für die ich auch das alleinige Sorgerecht habe (der leibliche Vater hat es auch freiwillig abgegeben,und kümmert sich überhaupt nicht um die Kids)Er zahlt 200 Euro Unterhalt für beide!
Ich lebe mit meinem Freund und meinen Kindern (das Dritte ist unser gemeinsames)zusammen.So weit ist alles gut.
Mein Ex mann hat inzwischen geheiratet und auch einen Sohn bekommen, seine Frau hat aber eine Tochter mit in die Ehe gebracht die er jetzt adoptieren will.
Nun habe ich von seinem Amtsgericht ein Schreiben bekommen,das ich innerhalb von 4 Wochen Gelegenheit habe dazu Stellung zu nehmen,weil wenn die leiblichen Kinder dadurch irgendwie leiden sollten,dann wird der Adoption wohl nicht zugestimmt.
Tja ,jetzt meine Frage wenn er ein anderes Kind adoptiert dann müsste ich ja noch weniger Unterhalt für meine bekommen?oder? dann ist es doch von Nachteil für die Kinder?
Kennt sich damit jemand aus?
Danke .LG

Beitrag von fensterputzer 16.05.10 - 20:02 Uhr

jo, naürlich gibt es dann noch weniger Unterhalt für die Kinder.

Beitrag von segelwind 16.05.10 - 20:07 Uhr

dann ist es wohl besser das es nicht zur Adoption kommt?Ich meine Besuchsrecht hat er ja aber er nimmt es nicht in Anspruch,hat seine Kinder zum letzten mal vor 1 Jahr gesehen.gibt auch seine tel nr nicht her damit sie ihn nicht anrufen können.
Ich frage mich wieso solche Menschen überhaupt adoptieren dürfen?

Beitrag von fensterputzer 16.05.10 - 20:12 Uhr

teil dem Gericht mit das er jetzt schon nicht seiner Unterhaltspflicht nachkommt und geh zum Anwalt ( PKH weil ja die Kinder auf vollen Unterhalt klagen) um ihm Druck zu machen von wegen überobligatorischer Arbeitspflicht er MUSS zur Not noch einen Nebenjob annehmen um den Unterhalt gemäß DDTabelle zu leisten.

Beitrag von karna.dalilah 16.05.10 - 20:16 Uhr

Das Adoptivkind ist dann genauso unterhaltsberechtigt wie auch ERBBERECHTIGT!
Das heißt weniger Unterhalt und weniger Erbe (falls es je ein Erbe geben wird).
Naja zu allem anderen schweige ich mal...über solche Männer kann ich nur den Kopf schütteln

Beitrag von schullek 16.05.10 - 20:39 Uhr

hallo,

zahlt er die 200 euro weil ihr das privat verhandelt habt oder weil das so festgelegt wurde? ich denke doch, dass es eigentlich mehr sein müsste, oder?

ich würde also an deiner stelle der adoption zustimmen, sofern er die volle höhe an unterhalt frü seine leiblichen kinder zahlt.
denn: das kind, dass er adoptieren will, hat mit eurem striet nichts zu tun und ich könnte nicht damit leben dem glück eines kindes im weg zu stehen. das kidn kann nichts dafür und hat ja auch nichts damit zu tun, wie er mit euren beiden kindern umgeht.
allerdings sollst du sein verhalten vor gericht auch nicht beschönigen. ich würde wahrheitsgemäß berichten, dass er sich nicht um seine leiblichen kinder kümmert und zu wenig unterhalt zahlt. was das gericht daraus macht ist dann seine sache.

zum erbe, was bereits erwähnt wurde: ich bin nicht der meinung, dass kinder das recht haben sollten, ihre eltern generell zu beerben. da dein exmann aber zu wenig für seine kinder zahlt und sich nicht um sie kümmert, sollten sie einen ausgleich dafür bekommen. deshalb: kümmer dich darum, dass du den euch zustehenden unterhalt bekommst!!!

lg

Beitrag von karna.dalilah 16.05.10 - 21:03 Uhr

Ich denke nicht dass das Glück dieses Kindes von einer Adoption abhängt.
Auch meine Jungs wären nicht glücklicher wenn mein Mann sie adoptieren würde.
Einer der beiden hat bei unserer Eheschließung seinen Namen angenommen und fertig.
Beim Erbe ist bestimmt, dass alle leiblichen und die Stiefkinder zu gleichen Teilen erben.
Für den Unterhalt sorgt mein Mann auch so mit. Das Sorgerecht liegt bei mir und da er mit mir verheiratet ist hat der das sogenannte "kleine " Sorgerecht.
Welchen Vorteil hat das Kind denn von einer Adoption?

LG Karna

Beitrag von schullek 16.05.10 - 21:09 Uhr

Wie sollten wir denn hier ermessen, was es für das Kind bedeuten würde?
Wir kennen doch gar keine Hintergründe. Und ich kann mir schon vorstellen, dass es für ein Kind einen Unterschied macht, ob es das 'eigene' Kind der Vaterfigur ist oder auch nicht. Muss nicht, aber kann.
Deshalb würde ich, auch wenn ich auf anderer Ebene absolut enttäuscht und wütend auf den Vater meiner Kind wäre, mich nicht per se gegen die Adoption stellen.

lg

Beitrag von karna.dalilah 16.05.10 - 21:18 Uhr

Ich würde mich schon dagegen stellen, wenn meine Kinder dadurch Nachteile hätten.
Ich sehe auch absolut keine Vorteile für das zu adoptierende Kind.

Liebe grüße
Karna

Beitrag von schullek 16.05.10 - 21:26 Uhr

du kennst das kind nicht udn die verhältnisse. deshalb finde ich es schwierig zu sagen, dass man keine vorteile sieht. im grunde hat es auch niemanden was anzugehen, SOFERN der vater den pflichten seiner kinder entsprechend nachkommt.

lg

Beitrag von segelwind 16.05.10 - 21:09 Uhr

Hallo.Die 200 zahlt er weil er angeblich nicht mehr zahlen kann.

Beitrag von schullek 16.05.10 - 21:12 Uhr

na dann ist doch die Sache klar!
wenn er zu wenig zahlt und ein weiteres Kind adoptiert, dann sollte vorher richterlioch festgelegt werden, wieviel er in jedem Fall zu zahlen hat. Ohne würde ich mich quer stellen. Auch wenn ich in gewissem Maße Rücksicht auf das zu adoptierende Kind nehmen würde, haben nun einmal deine eigenen Kinder für dich Priorität. Und wenn er sich nicht einmal finanziell angemessen um diese kümmert, würde ich ihn dazu bringen und mich ggf. gegen die Adoption stellen, bis die Sache geklärt ist, Das würde in eurer Hinsicht sicher keinen besseren Vater aus ihm machen, aber euch das Leben durch mehr Geld etwas erleichtern.

lg

Beitrag von segelwind 16.05.10 - 22:28 Uhr

Und wenn er sich nicht einmal finanziell angemessen um diese kümmert, würde ich ihn dazu bringen und mich ggf. gegen die Adoption stellen, bis die Sache geklärt ist, Das würde in eurer Hinsicht sicher keinen besseren Vater aus ihm machen, aber euch das Leben durch mehr Geld etwas erleichtern.


Ja,so wird gemacht! danke.)

Beitrag von pizza-hawaii 16.05.10 - 22:19 Uhr

Leiden Deine Kinder wenn Du weniger Unterhalt bekommst?

Mag ja sein das ich total naiv bin -aber geht es hier nicht vielleicht eher um das seelische Leid?

pizza

Beitrag von segelwind 16.05.10 - 22:26 Uhr

tja.das mit dem seelischen Leid in diesem Fall ist wirklich etwas naiv.)sorry)

Beitrag von pizza-hawaii 17.05.10 - 08:04 Uhr

Und sieht das Gericht das auch so?

Denn wenn da wortwörtlich leiden in dem Schreiben steht und nicht etwa "nachteilig" dann finde ich meine Sichtweise gar nicht so naiv!

Beitrag von kyrilla 16.05.10 - 22:47 Uhr

Ich würde der Adoption nicht zustimmen!
Deine Kinder hätten durchaus zwei Nachteile, nämlich aktuell die verminderte Unterhaltszahlung und zusätzlich das geringere Erbe. ICH bin durchaus der Meinung, dass ich das Erbe für die leiblichen Kinder meines Mannes "schützen" würde vor einem "fremden" Kind. Hach, was bin ich materialistisch. :-p
Für das andere Kind sehe ich auch keine Nachteile durch eine Nicht-Adoption. Und selbst wenn, in diesem Fall wäre für mich Blut dicker als Wasser (alle für mich denkbaren Nachteile wären ja nicht existenziell).

Außerdem sollte sich dein Ex-Mann erstmal um seine leiblichen Kinder angemessen kümmern, bevor er sich die Verantwortung für weitere Kinder "aufhalst".

LG
Kyrilla