Hiiilfe! Wutanfall die xxxxte...

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von undertaker79 16.05.10 - 20:36 Uhr

Hallooooho!

Meine Tochter 25Mon ist mitten in ihrer Bockphase. Was ja ansich "normal" für das Alter ist.
Aber ihre Anfälle sind so extrem, dass ich so langsam an meine Grenzen gerate. War schon beim Doc, um mich "beraten" zu lassen. Fazit: Natürlich liegt das Problem bei mir!
Mal kurz eine Zusammenfassung: Sie ist auf jeden Fall genug "beschäftigt" (Spielen, toben, Turnen, Spielkameraden, Spielplatz, kuscheln etc...), also an Nichtbeachtung o.ä. kanns nicht liegen.

Ein Standardanfall wird meistens durch Kleinigkeiten ausgelöst und manchmal kratze ich noch die Kurve und kann sie rechtzeitig umlenken.
Wenn das mal nicht der Fall ist geht der Wahnsinn los:-[. Geschreie, Gekreische, Sachen schmeissen, hauen, trampeln, an mir rumreissen und zerren...
Der gute Rat vom Arzt: Austoben lassen, "ignorieren", evtl rausgehen, nicht positiv oder negativ beachten.
Ok... soweit so gut, ich komme während des Anfalls eh nicht an sie ran. Egal wie ( Trösten, i.d. Arm nehmen, und mir ihr reden geht schon mal garnicht).
Mein Problem ist nun aber, dass dieses Austoben dann doch von mir unterbochen wird#klatsch:-[, weil ich ab einem gewissen Punkt einfach keine Kraft und Geduld mehr habe und aufgebe. (neiiin, nicht etwa schon nach ner viertel Stunde, sondern nach ca 1 (!!!) Stunde Terror (wie viel Energie kann ein Kind nur haben?))
Und jetzt kommt die Stelle zum Steine schmeissen: Ich rette uns mit Hilfe vom Fernseher(schon 2mal passiert...)#zitter#schwitz#heul Was ja letztendlich eine Belohnung für sie ist, aber das einzige, womit sie sich wieder beruhigt
Geht gaaaarnicht, ich weiss, aber wie lange kanns denn dauern bis sie sich einkriegt. Ich habe so viel probiert.
Habe mittlerweile so Angst, dass sie wieder loslegt, dass ich ihr teilweise Dinge durchgehen lasse, die ich im Normalfalle eigentlich nicht "würdige". Auf gut deutsch: Sie tanzt mir auf der Nase rum und hat fast schon Narrenfreiheit, nur weil ich Angst vorm Echo habe.

Bitte seit nicht zu streng mit mir. Ich weiss ich mache wahrscheinlich im Moment alles falsch was man falsch machen kann#heul
Bin am Boden!!!
Bitte um eure Meinungen, Tips und eigene Erfahrungen!#blume

Beitrag von schnaki1 16.05.10 - 20:52 Uhr

Hallo,

hast du schonmal versucht, sie mit Humor aus dem Wutanfall rauszuholen? Also, wenn sie heult, weil sie an was nicht drankommt, dann eben ganz theatralisch nach dem Teil rufen, dass es vom Schrank fliegen soll oder so'n Quatsch eben, es versuchen anzulocken usw.
Das klappt bei meinem Kleinen am ehesten.
Allerdings kann ich seine Anfälle auch so gut aushalten, sind eh nach ein paar Minuten vorbei.
In jedem Fall solltest du dich nicht um den Finger wickeln lassen und sie auch noch belohnen mit TV, sonst wird sowas schnell zur Masche: wenn ich lange genug heule und tobe, dann darf ich TV gucken!
Wahrscheinlich hilft es nur konsequent durchzuhalten, im ruhigen Ton deine Verbote oder was auch immer sie zum Wutanfall bringt durchzusetzen und sie dann tatsächlich mehr oder minder zu ignorieren.
Oder du schickst sie zum Austoben ins Zimmer, falls sie das mitmacht, kann sich da beruhigen, weil Mama keine Lust auf das Gebrüll hat und wenn sie fertig ist, soll sie wieder rauskommen. Das funktioniert bei meinem 5jährigen gut, hat aber lange gedauert, bis er mal im Zimmer geblieben ist (konsequentes reinschicken immer wieder).
Und wenn sie so lange in ihrer Wut hängt, solltest du sie natürlich nicht komplett allein wüten lassen. Einfach zwischendurch mal anfragen, ob ihr eine Geschichte lesen, ein Spiel spielen oder kuscheln wollt oder ob sie dir helfen möchte mit der Wäsche, Spülmaschine ausräumen...was grad passt.
So zeigst du ihr, dass du für sie da bist und vielleicht findet sie einen schnelleren Weg aus ihrer Wut.
Vielleicht kann sie auch was mit einem Wutkissen anfangen?
Eins, das extra dafür da ist, um seine Wut rauszuhauen?
Es gibt auch diese Bücher von der Motzkuh usw., da war auch eins mit Wut, meine ich. Wenn ihr das zusammen lest, könnt ihr das in Zusammenhang bringen mit ihren Trotzanfällen, und mal entspannt drüber reden, wie es euch dabei geht und was man anders machen kann.

So, mehr fällt mir grad nicht ein, ich wünsche dir viel Kraft,
LG,
Andrea

Beitrag von selen27 16.05.10 - 22:31 Uhr

Hi,

unsere (26 monate) Tochter macht das selbe mit uns. So richtig hat es angefangen als sie 20 Monate alt war. Sie war nicht zu stoppen. Ging ich weg und ignorierte, schrie sie noch mehr, wollte ich sie trösten lehnte sie ab. Je mehr sie schrie, desto mehr wurde ich verrückt. So nach einer stunde ging ich auf sie ein und schrie sie auch. Das half gar nicht. Würde ich dir auch nicht empfehlen. Irgendwann war ich so weit, das ich sie ignorieren konnte. Sie tanzte uns auf der nase, vereppelte uns regelrecht. Ich fing an richtig böse zu werden und habe sie dann wenn sie zu weit ging, in ihrem Zimmer auf einem ihrer Stühle abgesetzt und bin gegangen. Sie geht ab wie eine rakete, schreit, spukt, trampelt auf dem Boden, schreit das ganze haus wie ein irre und seit neuem schmeisst sie auch gegenstände durch das Zimmerund haut die Tür. Mir tut die Oma die unter uns wohnt sehr leid, aber anders geht es nicht. Seit dem wir sie immer auf diesen Stuhl setzen, ist das ganze etwas besser geworden. Bis auf das Wochenende, den da kommt ihre Oma zu uns und dann will sie der Oma auf der nase tanzen. Das hatten wir heute wieder. Fazit: Deine Tochter spürt das du nicht konsequent bist. Ich rede aus erfahrung. Wenn du bös genug bist, wirst auch du konsequent werden und dann wird sie das spüren und die Wutanfälle werden weniger.

Selen

Beitrag von amadeus08 17.05.10 - 12:02 Uhr

macht sie das auch eine Stunde weiter wenn Du wirklich rausgehst?
Also nur noch deutlich sagst, dass Du wieder reinkommst oder sie rauskommen kann, wenn sie sich beruhigt hat?
Hab grade ein Buch gelesen, deswegen frage ich, da ging es um das Thema und da stand auch, dass es zwei Arten von diesen "Anfällen" gibt. Der eine ist ein richtiger Wutanfall und da sollte man ruhig das Zimmer verlassen, aber vor der Tür bleiben. Das andere ist ein Hilfeschreien, dann kommen die Kleinen selber nicht zurecht mit der Situation und dann sollte man sich einen Halt hinter sich suchen (zum Beispiel das Sofa), sich davor auf den Boden setzen, das Kind vor sich setzen, die eigenen Beine über die Beine vom Kind, dass es nicht treten kann und die Arme um das Kind geschlungen. Liebevolles aber festes Halten und dann entweder nur wiegen, leise singen oder ähnliches und warten, bis es vorbei ist.
Ich wünsch Dir viel Kraft und alles gute!!!
Lg

Beitrag von gingerbun 17.05.10 - 22:14 Uhr

Hallo,
Deine Tochter macht 1 Stunde am Stück Theater? Hab ich das richtig gelesen/verstanden? Wie ist denn Euer Tagesablauf? Geht sie in eine Kita oder seid ihr zuhause?
Gruß! Britta

Beitrag von undertaker79 18.05.10 - 09:09 Uhr

Wir sind zuhause. Haben einen geregelten Ablauf:
7:30 Aufstehen und "fertig machen"
8:00 frühstücken
bis 11:15 Haushalt machen, spielen, rausgehen, einkaufen, Mittag machen
11:30 Mittag
12-13 Mittagsschlaf
13-18 "Kinderfreizeit" (Turnen, Spielplatz, Kidstreffen, etc.)
18:00 Abendbrot
bis 19 Uhr Abendritual (Bettfertig machen,baden, lesen, kuscheln, "allen Gu-Na-sagen")
ca 19:00 ins Bett (dabei bleiben bis sie schläft, ca 20Min)

JA!!! Sie macht wirklich 1 Stunde am Stück Theater!!!Es ist nicht mal eine Tendenz von Besserung und Beruhigung zu erkennen. Das ist ja das Problem... und ich habe keine Ahnung, wie lange es noch dauern würde, wenn ich sie nicht stoppen würde, mit Dingen, die letztendlich eine Belohnung für sie sind#heul.
Was sagste?#zitter