Ich brauch mal rat

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von bonny89 16.05.10 - 20:55 Uhr

Hallo Mama's ,

Ich brauch mal euren rat , ne freundin von mir hat einen sohnemann der im dezember 3 wird. Er ist total frech zu seiner mama dirkutiert mit ihr sagt ihr das sei den schnabelhalten soll usw. (kann sein das es auch nur ne phase ist im moment)

ich hab ihr schon oft gesagt das sie etwas härter durchgreifen müsse ,sonst würde er noch frecher werden.

Aber sie lässt wieder alles durchgehen. Nun Mein sohnemann wird nun ende mai 3 jahre und ist eher so das er schon hört, er hat die phase noch nicht wo er mit mir diskutiert und mir sagt was ich zu tun hab. oder er nach mir haut .. ect .pp.

wenn die jungs einen tag zusammen sind dann geht es einigermaßen , aber dann ist er ne ganze woche total aufsässig ,er hört nicht und er willnach mir hauen.

Sollte ich eher etwas abstand nehmen zu dem anderen kind? Oder sie weiter spielen lassen? Doch dann ist es auch wieder ein kampf mit meinem und die nerven hab ich echt im moment nicht :( da ich auch noch den kleinen habe.

Bitte helft mir , was würdet ihr tun?

Beitrag von jazzbassist 16.05.10 - 21:17 Uhr

Ihr Sohn wird in Kindergarten und Schule ohnehin noch mit so vielen anderen, „seltsamen“ Kindern konfrontiert, da kommt es m.E. nach nicht mehr auf einen mehr oder weniger an. Wenn Sie momentan das Gefühl haben, für solche Spielereien keine Nerven zu haben, würde ich von diesem anderen Kind einfach wirklich abstand nehmen (sofern es nicht ein guter Spielkamerad ihres Sohnes ist oder eine sehr gute Freundin von Ihnen). Ich denke, die Ruhe, die Sie dadurch gewinnen, tut ihrem Sohn wesentlich besser als die Erfahrung für einen 3-Jährigen, einem anderen 3-Jährigen nicht alles nachzuäffen.

Beitrag von bonny89 16.05.10 - 21:27 Uhr

Hallo Jazz,

ja klar ,er wird noch viele verschiedene kinder im kindergarten antreffen und das soll er auch, da will ich ihn auch garnicht von abhalten .

Nur der kleine ist wirklich immoment sehr frech und wirklich dicke sind die beiden auch nicht , da sie sich doch recht viel prügeln ,beißen und schubsen. =(

Im moment geht es , aber die frechheit des kleinen ist doch echt heftig =( .

LG

Beitrag von lisasimpson 17.05.10 - 09:16 Uhr

"da sie sich doch recht viel prügeln ,beißen und schubsen"

kann es sein, daß dein sohn einfach komisch reagiert, wen ner einen tag lang mit prügeln, beißen, schubsten verbracht hat???

wie organisierst du denn diese treffen, damit das nicht passiert?

lisasimpson (die einen großen Unterschied sieht zwischen einer Diskussion und "frech sein"!)

Beitrag von bonny89 17.05.10 - 12:26 Uhr

Huhu,
also das treffen ist einmal die woche in einem bzw zwei räumen. Der eine raum sehr groß für die kinder zum spielen und der andere etwas kleiner mit tischen und stühlen.

Wir spielen mit den kindern gemeinsam und auch lassen wir sie mal alleine spielen.

Da kommt es dann zwischen den kids zu meinungsverschiedenheiten die wir sie selber ausdiskutieren lassen. Doch das einzige was man dann oft hört von dem kleinen ist halt den schnabel ,lass mich in ruhe , du darfst das nicht .. ect pp.

Meiner fängt dann an und schubst und so kommen dann die rangelleien.

Manchmal treffen wir uns auch öfters in der stadt zusammen und gehen dann auf den spielplatz , da ist dann auch wieder diese situation wo die jungs anfangen und sich wegen einem gegenteil verhauen :(

Yannik hat auch noch andere freunde , und mit dennen kommt er besser klar, da gibt es kein gehaue kein geschubse, denstags ist er auch in einer spielgruppe , ich fragte die person die die gruppe betreut , wie er sich da verhält, Sie meinte daraufhin ,dass er sehr lieb ist aber auch stürmisch.

Er spielt gerne mit anderen kindern aber seine 10minuten alleine brauch er auch mal.

Hmmm ... ich bin echt überfragt =/

Beitrag von lisasimpson 17.05.10 - 12:53 Uhr

na,ja,. mußt du entscheiden.
ich denke aber, daß die kinder vielleicht mehr unterstützbung brauchen, wenn es zu konflkiten kommt.
offenbar klappts ja bei andern ganz gut- aber wenn zwei sich treffen, bei denen es schnell ne explosive spannung geibt, braucht es dan neben mehr struktur und hilfe, daß es eben nicht zu geschubse kommt und spätestens beim ersten schubsen eingegriffen wird (besser noch vorher).
wenn dir das zu stressig ist, würd ich glaub ich den kontakt lieber einschränken als die beiden sich "verkloppen" zu lassen- ist aber eben mein persönliches empfinden

lisasimpson

Beitrag von bonny89 17.05.10 - 13:01 Uhr

vielen dank für dein rat und tipp. =)

Wir haben das nun schon sehr lange auch wenn wir bevor die kinder sich "prügeln" dazwischen gehen ,sehen wir eine sekunde nicht hin sind sie wieder aufeinander los gegangen. Manchmal hab ich auch das gefühl das mein großer den klein ned leiden kann :/

Wir werden nun erstmal uns nur einmal pro woche treffen,wenn das klappt dann wollen wir einen weiteren schritt gehen, dies muss ich nur der mama des anderen kindes irgendwie beibringen :(

LG

Beitrag von wort75 17.05.10 - 09:42 Uhr

Mein sohn ist 3.5 jahre alt. und er geht 3 tage pro woche in eine krippe. wir bezahlen ein vermögen dafür, dass er in eine sehr gute krippe gehen kann, wir verzichten auf viel dafür. wir wollen ihn noch nicht zu sehr sozialen problemen konfronieren, wir dachten, es reicht, wenn das in der vorschule dazu kommt. gerade,weil er so viel in der krippe ist.

nun ist sein BESTER freund aus dem haus hier knapp 1.5 jahre älter, wird von ihm angebetet und der junge ist grossmehrheitlich vom grossvater betreut, der ihn tägilch am mittag "entertaint" und ihm alle wünsche erfüllt. und null erzieht oder das auch nicht als seine arbeit ansieht. somit tanzt der junge ihm auf der nase rum, ist sehr frech zu ihm, sehr fordern, sehr unhöflich... und ich wollte auch schon den kontakt abbrechen - aber es sind die einzigen zwei fast gleichaltrigen kinder, die einzigen,die zusammen im hof spielen und der andere junge ist zu meinem sohn auch nett und führsorglich.

wir haben es so gelöst, dass wir zuerst den grossvater baten, dem jungen doch grenzen zu setzen. er fand, das wäre ncht sein job. also gut - keine chance. dann habe ich die grenzen gesetzt: habe beide jungs auf dem spielplatz nach aktuellem anlass genommen und gesagt: " die regel ist folgende: mit dem spielzeug wird anständig umgegangen, der abfall geht in den abfalleimer, ihr kriecht nicht in die partereewohnungen, geht nicht vom hof und mit keinem mit. wenn ihr euch daran nicht haltet - wenn ihr euch nicht beide daran haltet - dann darf mein sohn nicht mehr raus ohne mich. fertig." hat funktioniert.
wenn mein sohn "schnoddrige" wörter oder sätze vom anderen junge wiederholt hat daheim, habe ich gesagt, dass wir bei uns nicht so reden. das reichte, er sah den unterschied. der junge kam auch oft zu uns zum spielen im winter. da sagte ich auch nur einmal: "bei uns wird nicht auf den möbeln gehüpft, die türen nicht geknallt und nur am tisch gegessen. man schreit auch nicht wie im affenhaus und nimmt rücksicht auf das baby. ausserdem wird nicht extra spielzeug kaputt gemacht, den ich kauf es nicht nach. haltet euch dran, oder ihr spielt hier nicht zusammen". gab auch nie eine diskussion. und trotz der regeln kommt der junge immer wieder gerne und ist bei uns fröhlich und aufgestellt.

sprich: mach die regeln und zieh sie durch. und teil die regeln ruhig auch mit, wenn irgend ein erzeihungsberechtiger des anderen kindes dabei ist. sie sollen es ja auch wissen. wenn der opa auf dem spielplatz ist und sein enkel haut spielzeug platt oder schmeisst abfälle auf den boden und meiner will auch sage ich ganz klar: "denk nicht dran - wenn du so einen mist machst, spielst du nicht mehr draussen. das haben wir abgemacht." es macht nichts, wenn der opa dadurch merkt, dass ich seine "erziehung" als mangelhaft erachte.

ich denke, kontakt abbrechen bringts nur dann, wenn dir selber nichts an der beziehung zur mutter liegt oder wenn es andere kinder zum spielen hat. ansonsten sind das eben die ersten einflüsse, die das kind von aussen mitnimmt. es werden tausende kommen. und es ist eine gute übung. "der macht es so, aber wir machen es anders" denn später wird ihm mal jemand eine kippe oder ein bier anbieten und er muss auch sagen können "nö, das ist nichts für mich, ich will das nicht".