Sie steckte fest :(

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von kockosflocke 16.05.10 - 22:37 Uhr

Hallo,

es ist zwar nun schon fast 3 Monate her das meine kleine Charlotte auf die Welt kam aber ich möchte es euch trotzdem schreiben.

Alles fing damit an, das ich am 23.02.2010 einen Termin beim Frauenarzt hatte(Et 24.02.2010). Ich hatte schon länger mit erhöhtem Eiweiswert und Wassereinlagerungen zu kämpfen. An diesem Tag kam allerdings noch ein erhöhter Blutdruck dazu. Meine Frauenärztin schickte mich darauf hin sofort ins Krankenhaus.

Im Krankenhaus angekommen untersuchten sie mich ersteinmal gründlich. Die Blutwerte zeigten zum glück noch keine Schwangerschaftsvergiftung an. Ich wurde trotzdem gefragt ob ich eingeleitet werden möchte. Ich habe mich dafür endschieden, bevor es nach längerem warten im Blut nachweisbar ist und somit gefährlich wird für meine kleine Maus.

Gegen 14:00 bekam ich meine erste Tablette. Um 16 Uhr die zweite. Ich hatte immer wieder Wehen auf dem CTG, allerdings hatte ich keine schmerzen, mein Bauch wurde einfach nur immer wieder steinhart (den harten Bauch hatte ich schon einige tage zuvor immer wieder). Um 18 Uhr wurde ich auf die Wochenbettstation gebracht um mich auszuruhen und zu Essen. Es passierte erst einmal nichts weiter. Gegen 23 Uhr hatte ich noch einmal ein CTG, alles beim alten. Ich bekam auch noch eine Akkupunktur gegen die Wassereinlagerungen. Danach versuchte ich zu schlafen, was allerdings sehr schwer viel da meine Bettnachtbarin zu kämpfen hatte mit ihrem frischgeborenem Sohn. Um 2 bin ich dann nochmal kurz auf Toilette. Danach bekannen dann so allmählich leichte schmerzen. Hatte mich noch einmal hingelegt, vergeblich. Um 4 uhr bin ich dann wieder rüber in den Kreissaal. Dort lag ich dann zunächst am CTG. Immer noch alles wie zuvor. Die Wehen wurden dann aber immer gleichmäßiger und stärker. Sie liesen sich aber ohne große Probleme veratmen. Bin dann einige Stunden im Kreissaal auf und ab gelaufen um die Geburt anzukurbeln. Ich musste mich aber immer wieder ausruhen, da die Wassereinlagerungen sehr schmerzhaft wurden und ich auch sehr müde war. Jedesmal wenn ich mich ausgeruht habe sind die Wehen wieder schwächer geworden :-[. Nach einem weiteren längerem Marsch hatte ich keine Kraft mehr. Trotz der Angst das die Wehen wieder zurück gehen habe ich mich dann gegen 11:30 hingelegt und ein wenig gedöst. Plötzlich von einer Sekunde zur nächsten sind die Wehen extrem heftig geworden. So das ich mich krümmen musste, es ging nix mehr mit veratmen und ich zitterte am ganzen Leib. Ich rief die Hebamme herbei die darauf hin alles vorbereitete. Ich wollte mich hinknieen am Hocker um mit der Schwerkraft arbeiten zu können. Beim auf stehen platzte meine Fruchtblase. Als ich dann dahockte drückte ich einmal kräftig und ich merkte wie sich der Kopf bereits rausschob. Die nächste Wehe lies schon etwas auf sich warten, was mich verwirrte. Der Kopf war Raus. Nun ging nix mehr. Ich sagte der Hebamme das ich das gefühl habe es geht nicht weiter, es kommt keine Wehe mehr. Kurze zeit später sagte sie mir ich solle mich hinlegen. Ich wusste nicht wie ich das anstellen sollte, schliesslich schaute der Kopf bereits herraus. Die Hebamme hob mich dann mit hilfe des Gyn auf den Gebährtisch. Der Gyn und die Hebamme hoben dan abwechselnd meine Beine an um die Wehen wieder anzukurbeln. Das half gott sei dank endlich und die letzte notwenige Wehe kam vorran. Um 12:11 hat meine kleine Maus dann das Licht der Welt erblickt nach einigen schwierigkeiten. Sie war zunächst leblos was mich schockte und nervös machte, ich hatte Angst. Man hat sie mir auf den Bauch gelegt, sie schrie nicht, bewegte sich nicht und war sehr blau angelaufen. Die Nabelschnur wurde schnell durchtrennt danach wurde mir die kleine abgenommen und in einen Nebenraum zu Kinderärzten gebracht. Man versichtere mir mehrmal alles würde gut gehen der kleinen gehts prächig. Ich hatte gar keine richtige Kraft mir ernsthaft gedanken zu machen ich war sehr durcheinander, da sie plötzlich sehr schnell da war. Nach etwa 10 Minuten hatte ich Charlotte dann endlich mit wachen Augen auf meinem Bauch liegen und es war ein toller Moment den ich nie vergessen werde. Ich war mehr als glücklich darüber das alles ein gutes ende gefunden hat.

Lg Anika

Beitrag von margarita73 19.05.10 - 16:22 Uhr

Was für ein Schreck! Ganz herzlichen Glückwunsch, dass alles gut gegangen ist!

#herzlich Sabine