Mutterschutz für Selbstständige

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von kolibri83 17.05.10 - 09:39 Uhr

Guten Morgen !

Kennt sich jemand damit aus, welche Ansprüche man als privatversicherte Selbstständige hat?

Danke im Voraus für Eure Hilfe !

Liebe Grüße



















Beitrag von alisea. 17.05.10 - 09:40 Uhr

Wie meinst du Ansprüche ?

Beitrag von kolibri83 17.05.10 - 09:50 Uhr

Ja, alles was nicht von der krankenkasse gezahlt werden kann!

Beitrag von mandragora58 17.05.10 - 09:41 Uhr

hallo

bin /war selbständig mit freiwilliger KKversicherung. also bei privat weiß ichs nicht. bei mir wars so, dass ich kein mutterschutzgeld bekommen habe, da ich eine KKvers abgeschlossen habe ohne tageskrankengeld. konnt ich mir echt nicht leisten.
ruf doch sonst einfach bei deiner vers an.

lg do

Beitrag von kolibri83 17.05.10 - 09:50 Uhr

Das ist es ja, ich hab zwar Krankentagegeld, aber davon zahlen die einen winzigen Prozentsatz, so dass ich auf 2 € am Tag komme, nur was soll ich damit anfangen?

Ich ärger mich nur, dass das "GESETZ zum Schutz der Mutter und des ungeborenen Kindes" für Selbstständige einfach nicht greift, was ist das dann für ein Gesetz?

Trotzdem Danke!


Liebe Grüße

Beitrag von emmy06 17.05.10 - 10:09 Uhr

Du bekommst dann halt ab Geburt Elterngeld und nicht Mutterschaftsgeld zu Beginn...
In den 6 Wochen vor ET ist es ja auch im Angestelltenverhältnis der Frau zumindest freigestellt weiterzuarbeiten. Und als Selbständige wirst Du Dir doch auch sicherlich keine 14 Wochen komplette Auszeit leisten können....



LG

Beitrag von mandragora58 17.05.10 - 10:17 Uhr

na, das kommt ganz drauf an, was man arbeitet.

ich z.b. bin gartengestalterin - ohne angestellte. ich arbeite in kooperation mit subunternehmern. aber wenn ich keine voll schubkarre schieben darf, keinemauersteine schleppen, zum pflastern nicht mehr auf den boden/wieder hoch komm, dann will in der zeit kein subunternehmer mehr mit mir arbeiten/es ist auch dämlich so bei kunden nur dazustehn...
ich hatte auch wegen vorz wehen eh ab 20.ssw keine chance mehr zu arbeiten. aber ich hätte auf alle fälle auch ohne vorz wehen schon ca 10 wochen (oder eigentlich mehr) vorher arbeiten aufgehört.

lg

Beitrag von emmy06 17.05.10 - 10:32 Uhr

Versteh ich durchaus, aber gibt es dann nicht Möglichkeiten solche Fälle abzusichern, sicherlich, oder?
Klar zu horrenden Preisen, aber besser als völlig ohne oder mit wenig Geld darzustehen...

Beitrag von friedolina213 17.05.10 - 10:23 Uhr

Hallo!

Ich bin auch selbstständig und privat versichert. Habe in drei Wochen ET und arbeite noch voll, da es ja für uns keinen Mutterschutz im klassischen Sinn gibt. Auch sonst gibt es von keiner Stelle Geld. Es gibt zwar auch für Privat Versicherte Mutterschaftsgeld, aber nicht für Selbstständige (http://www.mutterschaftsgeld.de/Merkblatt.htm). Super, nicht....?
Das Einzige was ich bekommen werde, ist dann das Krankenhaustagegeld von meiner Versicherung und es gibt noch eine Wochenbettpauschale, wenn man nicht länger als drei Tage im KH bleibt.
Und natürlich bekommen wir auch das Elterngeld, direkt nach der Geburt.
Irgendwie ist das echt nicht richtig, dass man so gar keinen Schutz hat, immerhin schaffen wir ja auch Arbeitsplätze!

LG, Andrea.

Beitrag von binecz 17.05.10 - 11:24 Uhr

Ich will jetzt keine Diskussion vom Zaun brechen, aber alles hat eben seine Vor- und seine NAchteile die man im Vorfeld halt abwägen muss.
Sicherlich wird sich kein(e) Selbstständige(r) beschweren wenn er weit über dem Einkommen von Angestellten verdient oder sich seinen Tagesablauf selbst einplanen kann oder oder oder. Aber wenn man dann andere Dinge nicht in Anspruch nehmen kann, dann beschweren sich alle.
Ich bin auch privat versichert und müsste auch den vollen KK-Satz bezahlen wenn ich in Elternzeit gehe und nicht wie bei gesetzliche versicherten den verringerten Satz. Aber ich wußte das vorher und beschwere mich nicht.
Denn ich beschwere mich auch nicht wenn ich schneller eine Arzttermin bekomme als GV oder eben eine andere Versorgung!
Immer nur die Tortenstücke raussuchen geht ja auch nicht!!!

Beitrag von friedolina213 17.05.10 - 11:44 Uhr

Tja, würde ich weit über dem Einkommen von Angestellten liegen, wär ich die letzte, die sich beschweren würde. Als Selbstständige hat man ja wohl kaum automatisch ein höheres Einkommen. Ganz im Gegenteil.... Und wieso sollte ich meinen Tagesablauf selbst einteilen können? Ich habe feste Öffnungszeiten und bin (im Moment) alleine (bis auf die Azubine), da ich mir Angestellte nicht leisten kann...
Als Angestellte würde es mir wesentlich besser gehen (da hätte ich mit einer halben Stelle mehr als jetzt), aber ich habe halt diesen Weg gewählt und beschwere mich dahingehend ja auch gar nicht, allerdings wär so ein bisschen Unterstützung manchmal nicht so schlecht. Aber damit muss man eben klarkommen, das ist mir auch klar.
Leider habe ich mir ein ziemlich bescheidenes Tortenstück rausgesucht, aber da habe ich eben Pech gehabt...

Beitrag von kolibri83 17.05.10 - 12:05 Uhr

Da stimme ich Dir zu!
Als Selbstständiger hat man sicher nicht gleich mehr Verdienst...im Gegenteil, wenn man Pech hat, fressen einen die Nebenkosten auf und für uns tritt in so einem Fall kein Arbeitsamt ein, wenn wir keine Kohle mehr haben!

Selbstständigkeit ist nicht automatisch nur toll, bequem und man kann Kohle scheffeln, man muss auch sehr sehr viel arbieten.
Ich hab auch keine Angestellten, bin ganz alleine und wenn ich im Augenblick 3 Termine am Tag hab, bin ich hinterher fix und alle, nur reichen 3 Termine nicht um meine Kosten zu decken.

Und mit beschweren hat das auch nicht viel zutun, ich find es auch einfach nicht richtig, dass man sich als Selbstständige vorher schon dermaßen den Kopf zermatern muss, wie man dann finanziell alles abgesichert bekommt !