Mag keinen Brei! Beikost! Was dann? Hilfe! Weiß da jetzt nicht weiter!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sonnenfeh 17.05.10 - 11:17 Uhr

Hallo zusammen,

mein Kleiner 6 Monate mag absolut keinen Brei.
Wir versuchen es seit "Wochen" aber sobald er den Löffel sieht, Kopf weg.
Ich mach immer wieder eine Woche Pause und versuch es dann wieder.
Aber bisher nichts.

Wenn ich im eine Breze geb, zum Lutschen ist er voll am quicken, er liebt es.
Könnte sich da Stundenlang damit beschäftigen, aber ich kann im doch sowas nicht geben.

Auch wenn wir essen, ist er am "ausflippen" würde mit am liebsten alles wegnehmen.
Wenn ich nur ein Glas in der Hand hab, schnappt er wie ein Fisch. :-)

Ich denk er braucht was anderes als seine Milch, 1 er. Er trinkt sie auch nicht mehr wirklich, nicht gern zumindestens.

Er wiegt auch schon bestimmt 8 Kilo, eher mehr.
(mein Gr0ßer sohn war genau so, heute ist er schlank, alles alles ok)

Mein Großer hat schon mit 5 Monaten keine Flasche mehr getrunken, total gestreikt.

Was mach ich jetzt ???
Gibt es da Tipps???

Lieben Dank
Marina

Beitrag von alexa81 17.05.10 - 11:34 Uhr

Hallo Marina,

das kenne ich - meine Große war genauso. Wir haben ihr dann Fingerfood angeboten, das ging prima. Leider gab es vor knapp 5 Jahren noch kaum Infos dazu im deutschsprachigen Raum. Das ist heute anders. Auch hier bei urbia gibt es einen Club dazu - such´ doch mal nach "Baby led weaning".

Wir geben z.B. gedünstete Gemüsesticks (unser Kleiner ist heute genau 6 Monate alt und hat vor ein paar Tagen gedünstete Pastinake bekommen) bzw. Obst. Auch Reis oder Nudeln (wir nehmen Dinkelnudeln) gehen - aber dann bitte ohne Salz kochen. Reiswaffeln sind auch recht beliebt.

Unter´m Strich finde ich diese Art der Beikost nicht nur für die Kleinen "netter", sondern auch wesentlich stressfreier - wir können alle gemeinsam annähernd das Gleiche essen, es ist nicht einer mit Breifüttern beschäftigt, unterwegs finde ich es so einfacher. Netter Nebeneffekt: Meine Töchter konnten sehr früh (mit knapp 10 Monaten) alleine mit einer Gabel essen und aus einem Glas trinken (also, nicht nur trinken, sondern es auch alleine halten und zum Mund führen).

Außerdem entscheiden die Kleinen so wirklich ganz allein, wie viel sie zu sich nehmen - am Anfang ist es häufig so gut wie gar nichts, da wird mehr gematscht, ehe sich die Menge dessen, was im Magen landet, nach und nach steigert.

Bisher konnte ich für uns nur Positives an dieser Art der Beikost finden...;-)

Vielleicht ist das ja was für Euch?

Viele Grüße, Alex

Beitrag von lilie80 17.05.10 - 11:38 Uhr

ich hatte meinem am Anfang den Löffel zum Spielen gegeben- selbstverständlich ohne Brei drauf. so hatte er den Löffel schon mit was positivem verbunden. fand er auch beim Zahnen ganz toll, da drafu rumzukauen...

ich möchte eigentlich keinen Moralapostel spielen, aber bitte gib deinem Kleinen noch keine Brezel. das Salz können die kleinen Nieren noch nicht völlig verarbeiten. dann gib ihm lieber Brötchen oder nen Zwieback oder meinetwegen nen Babykeks. aber die Salzlauge ist wirklich noch nichts für ihn...

LG
Nicole

Beitrag von alexa81 17.05.10 - 11:42 Uhr

Stimmt, das hatte ich gerade noch vergessen...

Da möchte ich mich bei Nicole anschließen - bitte, bitte keine Brezel!

Viele Grüße, Alex

Beitrag von andrea761 17.05.10 - 11:49 Uhr

Hallo
Ich habe das gleiche Problem mit Lia. Sie will absolut keinen Brei, sondern etwas zum anfassen und selber in den Mund schieben-genauso mit ihrer Trinklernflasche, daraus trinkt sie nicht einen Schluck-gebe ich ihr aber eine richtige Tasse, führt sie sie sich selbst an den Mund und trinkt (gut die hälfte geht daneben, aber sie trinkt).
Ich denke man muß es einfach respektieren, wenn die Kleinen keinen Brei wollen und ihnen dann eben Fingerfood geben. Lia ist alles ganz selbstständig, wenn man ihr etwas in die Hand gibt.
Sie bekommt Karotten, Brot, Tomaten, Kartoffel, Pastinake und probiert alles mit Begeisterung, aber wehe ich vermenge es zu Brei, dann interessiert sie sich nicht mehr dafür.
Probiers mal mit einer Tasse und Fingerfood-vielleicht klappts ja!
Lg
Andrea

Beitrag von sonnenfeh 17.05.10 - 12:02 Uhr

Danke jetzt schon mal.

Aber wie mach ich das mit Fingerfood?

Er verschluckt sich doch an größeren Stücken, wenn er z.B. von einer Karotte
was abbringt.

Ich hab da eh so Angst....

Wie klein oder groß muss man Fingerfood machen ??

Lieben Dank
Marina

Beitrag von lilie80 17.05.10 - 12:10 Uhr

hat er denn schon Zähne?? du mußt da keine Angst haben. das mit dem Verschlucken ist anfangs normal. die müssen eben erst den Dreh rausbekommen, was sie wie essen können. gib ihm weiche Sachen (weichgekochte Nudeln, die Rinde vom Toastbrot...) und wirst sehen, es wird immer besser gehen :-) Paul hat gestern n kleines Stück Melone weggezutschelt, ohne mit der Wimper zu zucken :-p und Verschlucken ist da fast nichts mehr...
udn vor allem, laß ihn nicht unbeaufsichtigt essen, dann kannst ihm notfalls immernoch helfen, wenn er es doch mal nicht alleine 'hochwürgen' kann. allerdings schaffen die das wirklich sehr gut, ich mußte auch erst über meinen Schatten springen, weil ich da Panik hatte ;-)

Beitrag von andrea761 17.05.10 - 12:42 Uhr

Ich hatte am Anfang auch Panik und jedesmal, wenn sie sich verschluckt hat, habe ich sie aus dem Stuhl rausgerissen und auf den Rücken geklopft-allerdings war da schon alles wieder raus. Die kleinen können es wirklich selber. Wenn Lia mal ein viel zu großes Stück abgelutscht hat, schiebt sie es mit der Zunge wieder aus dem Mund raus.
Ich mache die Stücke immer so groß, wie ca eine Pommes-das kann sie prima selbst festhalten und davon ablutschen.
Lg
Andrea

Beitrag von qrupa 17.05.10 - 14:11 Uhr

Hallo

es gibt ein paar Socherheitsregeln anb die man sich halten sollte.

Aber als erstes, selbst an einem Schluck wasser kann man sich böse verschlucken. Das hat also nicht wirklich was mit der Konsistenz zu tun.

Wenn du nahrung nur im sitzen gibst und dabei bleibst, kann eigentlich gar nichts passieren.

Der Würgerefelx wird bei Babys noch ganz weit vorne im Mund ausgelöst, noch weit bevor etwas tatsächlich so weit in den Hals gelangt, dass es da ernsthafte Probleme verusachne würde. Es wird dann einfach wioeder rausgewürgt und fast immer landet das gleiche Stück dann andersrum direkt wieder im Mund.

Wichtig ist, dass du beim Essen nicht nachhilfst, also deinem Baby nichts in den Mund schiebst, denn nur so hat es selbst die volle Kontrolle darüber was wie weit in den Mund darf, so dass zu große oder zu harte Sachen nicht zu weit nach hinten geraten. Und falles es doch mal dazu kommt, dass sich dien Baby verschluckt, auf keinen Fall mit den Fingern versuchen das Stück rauszuholen, damit schiebst du alles nur noch weiter rein, und dass führ dann wirklich zu Problemen. In aller Regel bekommen die kleinen das bestens allein hin und wenn tatasächlich der Fall eintreten sollte, dass dein Baby hilfe bracht, dann nimm es hoch, beuge es leicht nach vorne und einmal kräftig zwischen die Schultern klopfen (nicht nur soein forsichtiges tätscheln) udn den Rest macht die Schwerkraft.

LG
qrupa