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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Trennung?? 17.05.10 - 11:44 Uhr

Hallo !

Mich beschäftigt seit löngerem die Frage ob ich mich von meinem Partner trennen soll.

Wann wäre für euch der Punkt gekommen dass ihr euch von eurem Partner trennt?

Ich glaube ich bin an den Punkt angekommen wo ich nicht mehr kämpfen möchte.

Wir haben einen 4-jährigen Sohn der so einiges mitbekommt, auch wenn wir das versuchen zu vermeiden.

Mein Partner und ich streiten uns nur noch.Jedes Gespräch was wir führen endet in irgendeiner Diskussion.
Ich suche momentan Arbeit, finde aber leider in den Vormittagsstunden nichts.

Im Bett läuft es auch nicht so wie es sollte, gemeinsame Unternehmungen haben wir selten weil einfach das Geld dafür fehlt, was natürlich auch mal ein Streitthema ist. ( also die finanzielle Lage).

Wir haben uns in den Jahren verändert, haben andere Wünsche bekommen.
Ich hatte meine Ziele im Leben, hatte meine Wünsche. Doch mein Partner hat nicht mehr die selben Wünsche.

Eigentlich bin ich kein Typ der so schnell aufgibt, aber ich kämpfe schon solange und mittlerweile mag ich nicht mehr.

Ich habe keine Kraft mehr dazu. Immer wieder das auf und ab. Mal läuft es ganz gut und dann kommt ein Rückschlag.

Ich denke manchmal dass es mir ohne ihn besser geht.
Nur dann habe ich natürlich auch Angst vor meiner Zukunft:

-Unser Kind kann nicht in einer vernünftigen Beziehung aufwachsen.
-Ich bin arbeitslos, müsste dann Hartz4 beantragen und mir eine Wohnung suchen
- Unser Kind müsste dann vieleicht ganztags in den Kindergarten gehen, ich hätte nichts mehr von meinem eigenen Kind. Ich hatte immer die Einstellung kein Kind in die Welt zu setzen und es dann abzugeben damit man arbeiten geht. Aber dann habe ich ja keine andere Wahl.
Damit würde ich auch nicht glücklich werden.

Wenn ich Hartz4 beziehen würde, müsste ich dann Vollzeit arbeiten gehen? Oder reicht eine Teilzeitstelle?

Ich weiß nicht was ich machen soll. Momentan finde ich keinen Weg wo ich glücklich mit sein würde.

An die alleinerziehenden Mütter: WIe habt ihr es geschafft? Geht ihr Teilzeit oder Vollzeit arbeiten?

Freue mich auf Antworten

Beitrag von agostea 17.05.10 - 12:50 Uhr

>>
-Unser Kind kann nicht in einer vernünftigen Beziehung aufwachsen.
-Ich bin arbeitslos, müsste dann Hartz4 beantragen und mir eine Wohnung suchen
- Unser Kind müsste dann vieleicht ganztags in den Kindergarten gehen, ich hätte nichts mehr von meinem eigenen Kind. Ich hatte immer die Einstellung kein Kind in die Welt zu setzen und es dann abzugeben damit man arbeiten geht. Aber dann habe ich ja keine andere Wahl.
Damit würde ich auch nicht glücklich werden. <<

Dann bleib beim Partner. Was soll man dir raten?

Gruss
agostea

Alleinerziehend (gewesen), Vollzeitberufstätig

Beitrag von trennung??? 17.05.10 - 13:01 Uhr

Was man mir raten soll?

Mich interessiert es wie andere das geschafft haben.
Wie hast du es gemacht? Warst du arbeiten? Warst du arbeitslos?
Stelle mir das schwierig vor.
Habe keine Arbeit und möchte nicht Vollzeit arbeiten gehen. Möchte gerne Teilzeit arbeiten gehen damit ich auch was von meinem Kind habe.

Ich suche die beste Lösung für MEIN KIND und für mich.
Wenn ich bei meinem Partner bleiben würde, dann wäre es der einfachste Weg, aber wohl nicht der richtige.

Aber ich stehe alleine da. Ich kann auf keinen zählen, weder auf Familie oder Freunde.

Weiß hat nicht was ich machen soll.

Der Satz : Dann bleib bei deinem Partner ist nicht gerate eine tolle Aussage. Ich habe um erhliche Meinungen gebeten und nicht " auf blöde Sprüche".
Für mich ist es eine neue Situation mit der ich erst einmal klar kommen muss. Für viele ist es vielleicht ein kleines Problem und stellen sich das einfach vor. Für mich bricht eine Welt zusammen.

Beitrag von simone_2403 17.05.10 - 13:13 Uhr

Naja,so ganz unrecht hat Agi aber nicht .Einerseits willst du dich trennen andererseits suchst du selbst nach ausreden um es nicht zu tun.

Ich habe mich damals von meinem ersten Mann getrennt.3 Kinder das jüngste 2 wochen alt.6 Monate Sozialhilfe(damals gabs noch kein Harz4) und ich habe mich geschämt,geschämt für eine Situation in der ich war aber nichts dazu konnte.Glücklicherweise hab ich dann ein Angebot in meinem alten Job bekommen,ich nahm es an auch wenn das bedeutete das ich meine Kinder den halben Tag nicht seh aber weißt du was...ich war FREI.Ich hatte die Wochenenden,ich hatte die späten Nachmittage und ich hatte die Abende mit meinen Kindern.Später wurde es einfacher da ich dann mit meinem jetzigen Mann zusammen war,ich kam in den Luxus zu Hause bleiben zu können und bekam nochmals 2 Kinder.

Es kommt darauf an was du machst und wie du es angehst.In der Haltung in der du dich momentan befindest gewinnst du keinen Blumentopf.Verständlich das du Angst vor dem Schritt/der Zukunft hast aber denk mal 2 Minuten nach was für dich und dein weiterles Leben am besten ist.

Beitrag von agostea 17.05.10 - 13:54 Uhr

Ich bin weit davon entfernt zum Thema blöde Sprüche zu machen. Ich meinte es so, wie ich sagte.

Im Grunde hast du (noch) nicht den Arsch in der Hose, dein vermeintlich bequemes Leben aufzugeben. Und sicher ist es bequemer, vom Mann versorgt zu werden, nicht arbeiten zu müssen etc., als als AE plötzlich für JEDEN Kram voll verantwortlich zu sein.

Da du keine Familie im Hintergrund hast, die dich unterstützen kann, kann ich es natürlich verstehen, das du dich mit einer Entscheidung schwer tust.

Dennoch rate ich dir: Vertrödel nicht deine Zeit, wenn du der Meinung bist, ein Leben ohne deinen Mann führen zu müssen. Denn auch als AE schafft man es.

Zu mir:

Die Zwillinge waren 7 Wochen alt, als der KV ging. Nach dem Mutterschutz bin ich gleich wieder in meinen Job eingestiegen(halbe Tage). Nach 2 Jahren ging ich wieder Vollzeit. Ich muss. Er zahlt nicht. Würde er zahlen, würde ich sicher nicht Vollzeit krücken. Aber alles geht und ich sichere mir und meinen Jungs ein ordentliches Leben. Zeit haben wir genug. Ok, könnte manchmal mehr sein, klar, aber ich nutze die Zeit, die verbleibt intensiv. Anders gehts halt nicht.

Ich finde wichtig, das man den Mut hat, Dinge anzupacken. Dann kann man alles schaffen.

Gruss
agostea

Beitrag von janamausi 17.05.10 - 20:13 Uhr

Hallo!

-Unser Kind kann nicht in einer vernünftigen Beziehung aufwachsen.
-Ich bin arbeitslos, müsste dann Hartz4 beantragen und mir eine Wohnung suchen
- Unser Kind müsste dann vieleicht ganztags in den Kindergarten gehen, ich hätte nichts mehr von meinem eigenen Kind.

Euer Kind wächst doch jetzt auch nicht in einer "vernünftigen Beziehung" auf! Und um mal was zu unternehmen, muß man nicht unbedingt viel Geld haben. Spazieren gehen, mit dem Kind auf den Spielplatz, Picknick etc. kostet gar nichts!

Jetzt bist Du doch auch arbeitslos! Somit würde sich das nicht ändern. Auch wäre als erstes dein Mann dir gegenüber zu Unterhalt verpflichtet!

Ich bin allein Erziehend und arbeite 30 Stunden! Und Du wirst es nicht glauben, aber ich habe noch genügend Zeit für mein Kind! Auch denke ich, dass es meinem Kind derzeit besser geht als deinem. Mein Kind bekommt keine täglichen Streiterien mit, mein Kind ist regelmäßig bei Papa und ihr Papa kümmert sich um sie! Was nützt es einem Kind, wenn Mama es zwar täglich um 12 Uhr vom Kiga abholt aber Mama nur traurig und genervt ist? Dann ist das Kind besser im Kiga aufgehoben und wird zwar erst paar Stunden später von der Mama abgeholt, aber dafür von einer glücklichen und ausgeglichenen Mama!

Ich finde das sind diese typischen Vorurteile! "Die armen Kinder von allein Erziehenden" etc. Man sollte sich lieber Gedanken machen, was manche Kinder in "intakten Familien" mitmachen müssen!

Wenn Du keine Gefühle mehr für ihn hast und keine Lust/Kraft zum Kämpfen hast, dann würde ich es beenden, dann sehe ich keinen Sinn mehr darin, aber wenn noch ein bißchen was da ist, würde ich kämpfen das es besser wird. Nach dem Du schon viel gekämpft hast aber es nichts genützt hast, versuche es anders, z.B. mit einer Eheberatung etc.

LG janamausi

Beitrag von trennung??? 18.05.10 - 11:58 Uhr

Hallo.

Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich meinte nicht dass ich unser Kind nur vormittag in den Kindergarten bringen möchte.
Unser Kind geht bis 14 Uhr in den Kindergarten und ich bin der Meinung das es lange genug ist.
In meinem Job komme ich vormittags so gut nicht wie rein.Und wenn ich nachmittags arbeiten gehen würde, dann wäre ich erst gegen 20 Uhr zu Hause. Dann hätte ich abends keine Zeit. Abgesehen davon hat kein Kindergarten solange auf.

Eine Eheberatung oder Partnerberatung ist eigentlich keine schlechte Idee, aber er würde das nicht mitmachen. Für ihn ist alles okay. Er sieht seine Fehler nicht ein.
Und solange er seine Fehler nicht sieht bringt es ja nichts.
Ich kann an meinen Fehlern arbeiten, aber damit es besser wird müssen beide etwas tun. Es reicht nicht wenn nur einer gekämpft.


Beitrag von janamausi 18.05.10 - 12:07 Uhr

Hallo!

Wenn er nicht kämpfen will hast Du zwei Möglichkeiten:

Entweder nimmst Du es so hin und jammerst nicht oder Du trennst dich. Die Entscheidung liegt bei dir. Er hat seine Entscheidung schon getroffen, nämlich das er es so weiter laufen lassen will. Wenn Du damit nicht klar kommst, mußt du dich entscheiden.

Das Du nicht bis 20 Uhr arbeiten willst kann ich verstehen. Aber stecke nicht den Kopf in den Sand, weil es wird sich so nichts ändern, sondern unternimm etwas. Geh z.B. zur ARGE und erkundige dich wegen anderen Jobs, geh alleine zur Eheberatung/Familienberatung und lass dich beraten, evtl. haben die Tips wie Du deinen Mann davon überzeugen kannst das er was ändern muß oder sie können dir Tips geben, was Du im Falle einer Trennung machen kannst.

Aber wie schon geschrieben, warte nicht darauf, dass sich von alleine etwas ändert, das wird es nicht, weil dein Mann ja alles ok findet.

LG janamausi